Wieviel für Klavierunterricht verlangen (Stundensatz, Honorarregelung)?

S
Sarah M.
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Hallo :)

Ich beginne diese Woche, der 7-jährigen Tochter einer Bekannten Klavierunterricht zu geben. Ohne Rechnung, einmal pro Woche, 45 Minuten. Ich studiere Musik auf Lehramt und habe eine 15-jährige Klavierausbildung hinter mir, bin aber nicht studierte Pianistin. Wieviel kann ich verlangen? 15€ pro 45 min? Mehr?

Grüße und Danke!
 
Hallo!

Also erst mal geht es nicht ohne Rechnung. Du musst das angeben beim Finanzamt.
Die 15 Euro sind viel zu wenig. Ich bin der Meinung das Du ganz locker 25 Euro nehmen kannst.

Gruß
sven
 
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Das sind die Honorarstandards, die der Deutsche Tonkünstlerverband für 2023 empfiehlt:

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Viele Grüße,
McCoy
 
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Die Standards des dtkv trau ich mich nicht zu nehmen.

Die Vergleiche mit Psychotherapie oder Coaching ziehen meiner Meinung nach nicht. Da geht es dann doch um eine höhere Verantwortung.

Wie ich aber argumentiere: Wenn ich der passende Lehrer bin, dann bin ich auch mein Geld wert.

80 EUR Monatspreis für 30 min pro Woche Unterricht außerhalb der Ferienzeiten nehm ich bei Neukunden.

Bestandskunden 74,50

Aber ich kann das bei Gruppenpreisen kompensieren.

Das mit den 80 (Oder 85) hör ich hier auch von freiberuflichen Kollegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie Du steuerlich mit Deinem Geld umgehst, geht mich nichts an. Ich wäre aber zurückhaltend mit irgend welchen Erklärungen in öffentlich zugänglichen Medien.

Deine Qualifikation in allen Ehren, aber die Angaben des DTKV
- sind nur Anhaltspunkte
- beziehen sich auf den Vergleich mit Psychotherapeuten, die ja einen entsprechenden qualifizierenden Universitätsabschluss haben (ein laufendes Lehramtsstudium f. Musik ist bei weitem nicht gleichzusetzen mit der genannten musikpädagogischen Qualifikation)
- berücksichtigen nicht lokale/regionale Preisgefüge (Ballungszentren vs. ländliche Region)

Die Zahlen sind überdies nicht nachvollziehbar, da der
Stundensatz (60 Minuten) bei einzeln vereinbarten Einheiten ca. 100 €
und der
Stundensatz (60 Minuten) bei einzeln Jahresvertrag mit wöchentlichen Einheiten nur die Hälfte, nämlich ca. 50 € (was unter Unterrichtsstunde in Relation zu vorher Unterrichtseinheit verstanden wird, ist nicht definiert, entsprechend weiß man nicht, ob es nun 36 oder 72 Einheiten im Jahr sind und wie sich das auf die 52 Jahreswochen aufteilt weiß auch niemand - fallen da Schulferienwochen raus und wie hängt das vom konkreten Unterrichtstag ab, ... -; alles unklar und daher wenig hilfreich).
betragen soll.

Ich persönlich halte 15 € pro 45 Minuten schon für sehr günstig, selbst "auf dem Lande". Bei Deiner Qualifikation @Sarah M. hielte ich 30 € pro 45 Minuten für vertretbar. Aber das ist natürlich auch kein Gesetz, sondern nur eine persönliche Meinung.
 
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Die Vergleiche mit Psychotherapie oder Coaching ziehen meiner Meinung nach nicht.
Verstehe ich auch überhaupt nicht. Vor allem die Erklärung im Text "Auch diese Tätigkeiten setzen wie die musikpädagogische Arbeit ein langes Studium und viele Fortbildungen voraus"..
Ist doch totaler Quatsch. Man braucht nicht einmal Abitur um als Instrumentallehrer oder Vocalcoach zu arbeiten. Das ist keine geschützte Berufs-Bezeichnung.

Ich würde hier noch beachten, dass es sich um Unterricht bei dem Kind einer Bekannten handelt und das Ganze mehr auf einer freundschaftlichen Ebene abläuft.
Persönlich würde ich das ein wenig vom Aufwand und Erfahrung und Angeboten in der Gegend abhängig machen: Musst du da weit hinfahren oder ist es nebenan? Hast du schon massive Erfahrung im Unterrichten oder ist das ein Neuanfang? Was kostet Einzelunterricht in der lokalen Musikschule?
Als Elternteil ist es natürlich bequem, wenn jemand zu mir nach Hause kommt, aber wenn mich das für eine Studentin ohne große Erfahrung dann deutlich mehr kostet als der Unterricht bei jemandem in der Musikschule mit jahrzehntelanger Berufserfahrung, dann mache ich mir vielleicht doch den Aufwand und fahre mein Kind einmal die Woche da hin.
15€/45 empfinde ich für Unterricht bei einer Bekannten durchaus in Ordnung, über 20€ würde ich mich aber auch nicht beschweren, wenn du da ein bisschen hinfahren musst.
 
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80 EUR Monatspreis für 30 min pro Woche Unterricht außerhalb der Ferienzeiten nehm ich bei Neukunden.
Das mit den 80 (Oder 85) hör ich hier auch von freiberuflichen Kollegen.
Letzteres zahle ich als Erwachsener so auch für meinen Unterricht. Allerdings bei einem diplomierten Klavierlehrer. Und das finde ich absolut okay. Da mir der Unterricht Spaß macht, würde ich wahrscheinlich auch mehr zahlen. Hoffentlich liest er hier nicht mit... :ugly: :redface:

Gruß,
glombi
 
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Aber mit den Vorschlägen vom DTKV hat man eine gute Argumentationshilfe: Der DTKV schlägt vor € XY,-, aber ich biete es Dir für € YZ,- an. :D

Wenn man die DTKV-Vorschläge mal ausrechnet: Für monatlich € 155,- jede Woche 45min Unterricht ergibt ein Jahreshonorar von € 1.860,- Teilt man diesen Betrag durch 37 einzelne Stunden (Ferienregelung), kommt man effektiv auf einen Betrag von € 50,27 pro gehaltener Stunde. Das ist wirklich sehr ambitioniert, aber € 15,- oder € 25,- für 45min ist Dumping und macht die Preise der anderen kaputt. Vor allem, wenn die Ferien nicht durchbezahlt werden. Angesichts der gegenwärtigen Inflationsrate ist das Geld halt auch nicht mehr so viel wert wie noch vor 3 Jahren.

Und ja, ein guter Klavierlehrer ist häufig genug Klavierlehrer, Psychotherapeut, Physiotherapeut und Coach in einem. :redface:

Viele Grüße,
McCoy
 
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Bei Deiner Qualifikation @Sarah M. hielte ich 30 € pro 45 Minuten für vertretbar.
würde ich auch so sehen.

Für monatlich € 155,- jede Woche 45min Unterricht

Sind die Preise in München und wo auch immer ihr wohnt dermaßen abgehoben?

Ich wohne ja im Ruhrgebiet und in Bochum, Dortmund und Umgebung liegen die Monatsbeiträge an Musikschulen für 45 Einzelunterricht zwischen 70 und 80€.
Essen sticht ein wenig heraus, dort gibt es ein paar Musikschulen, die an der 100€ Marke kratzen, aber selbst die renommierte Musikschule der Volkwang Akademie nimmt 82€ für 45 Minuten Einzelunterricht im Monat. Und die teureren sind dann kleine Musikschulen, die explizit Unterricht für Profis anbieten, bei Leuten, die an Konservatorien gelernt haben und entsprechendes Niveau anbieten.
Es geht hier um eine 7jährige Schülerin im Bekanntenkreis und ihr ruft da Preise von 120€ im Monat auf, was hier in der Gegend fast das Doppelte von Musikschulpreisen bei ausgebildeten, erfahrenen Lehrern ist..
Klar, man kann die finanzielle Situation und die lokalen Gegebenheiten berücksichtigen, aber für den Großteil von Deutschland halte ich eure 30€ pro Stunde für relativ ambitioniert.
 
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Kann man ja alles im Netz nachlesen:

Regensburg:

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München:

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Hamburg:

1700679243432.png


Berlin:

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Auf die Schnelle mal gegoogelt, unter € 30,- á 45min ist da nichts. Das sind alles private Musikschulen. Die städtischen Musikschulen zählen nicht, die werden subventioniert.

Das ist auch mein Tipp: In der eigenen Region ein bisschen googeln, dann findet man die Preise der Mitbewerber und kann sich entsprechend anpassen.

Viele Grüße,
McCoy
 
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die renommierte Musikschule der Volkwang Akademie nimmt 82€ für 45 Minuten Einzelunterricht im Monat
So, und nun kommen Rechenkünste mit Dreisatz und so ins Spiel. Die 82€ zahlt man 12 mal im Jahr = gesamt 984€

Leider zahlt man die 82€ für jedes Monat, egal wie viele Wochen der Unterricht stattfindet. Das können 0 bis zu 5 Termine im Monat sein. Aber auf's Jahr gerechnet sind es mal +/- 1 unter Berücksichtigung der Ferien und Feiertage (in Bayern 13 von 52 Wochen Ferien, bleiben also 39 Wochen) 39 mal 45 Minuten Unterricht im Jahr, was zu einem Preis von 25 bis 26 € pro 45 Minuten führt. Jetzt lass noch den Lehrer ins Haus kommen und dann sind 30 € für 45 Minuten gar nicht mehr so viel, gelle ;) . Also bitte einfach mal die Zahlen genau anschauen ...

Und Mr. @McCoy , auch Deine Beispiele sehen richtig durchgerechnet nicht besser aus:

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Sind wir also beim Einzelunterricht 45 Minuten für jährlich 1419 €. Da Regensburg in Bayern liegt (weiß ich, weil meine Geburtsstadt :D), sind wir wieder bei 39 Unterrichtseinheiten im Jahr und damit bei über 36 €, und da muss der Schüler zum Lehrer kommen.

Aber mit den Vorschlägen vom DTKV hat man eine gute Argumentationshilfe: Der DTKV schlägt vor € XY,-, aber ich biete es Dir für € YZ,- an. :D
Tja, es mag Leute geben, die sich von solchen Worten beeinflussen lassen. Mir war das seinerzeit beim Vereinbaren der Klavierstunden meiner Jungs egal. Erstens war mir wichtig, eine so richtig strenge Lehrerin zu finden und zweitens durfte sie sagen, was sie gerne haben möchte uuund drittens hab ich dann einen Preis vorgeschlagen, der es dann auch geworden ist (und der schon auch eine vernünftige und realistische Basis und kein Sklavensalär war). Es ist alles frei verhandelbar und jede(r) darf sagen, was er/sie meint. Die Threadstarterin will ja einfach nur mal eine Hausnummer, mit wie viel sie in den Ring steigen soll/kann.

Und wen's interessiert: Meine Eltern haben 1970 für meinen Akkordeonunterricht bei einem Kirchenorganisten 35 DM im Monat bezahlt für 1 mal wöchentlich 45 Minuten bei ihm, wobei ein Ferienmonat im Sommer kostenlos war. Im selben Jahr hat der neue VW Käfer 1302 L meiner Eltern 4800 DM gekostet. Sagen wir mal die Zahlen mal 4 und € = DM, dann wären die damaligen Kosten heute vergleichsweise 140 € im Monat -> mal 11, also 1540 € im Jahr, was bei 39 Einheiten knapp 40 € im Monat wären. War das Wucher? Nein, das war ein Glücksfall und ich bin meinen Eltern und meinem Lehrer dankbar.
 
Hallo!

Wenn ich die Stundensätze sehe, dann wird mir ganz übel.
Wer soll das bitte bezahlen. Für solche Sätze muss man lange arbeiten.

Bei der VHS bekommt ein Dozent keine 20 Euro für 45min (1 UE).
Und das muss noch voll versteuert werden.

Früher als Jugendlicher hatte ich Gitarrenujnterricht. Einzelunterricht 60min = 20DM
Den Preis vom Keyboardunterricht weiß ich nicht mehr.
Das fing mit einer 5 Personengruppe an und wurde monatlich berechnet.
Man zahlte das ganze Jahr über. Auch in den Ferien wenn kein Unterricht war.
Das war so berechnet, denn dann konnte man nen Dauerauftrag erstellen und fertig.

Gruß
sven
 
Jetzt lass noch den Lehrer ins Haus kommen und dann sind 30 € für 45 Minuten gar nicht mehr so viel, gelle ;) . Also bitte einfach mal die Zahlen genau anschauen ...
I get it.
Ich sehe nur einen relativ großen Unterschied zwischen "Studierter Konzertpianist mit bezahlten Auftritten und jahrelanger Unterrichtserfahrung gibt Unterricht für angehende Studierende der Kölner Musikhochschule oder reiche 60jährige, die nochmal Klavier lernen möchten" und "angehender Musik LA Studentin gibt zum ersten Mal in ihrem Leben Unterricht und zwar der 7jährigen Tochter einer Freundin".
Und nein, das LA Studium ist ehrlich gesagt keine wirkliche Qualifikation für Instrumentalunterricht, von wenigen Dingen mal abgesehen. (Ich darf das sagen, weil ich das selbst absolviert habe und parallel in einer Musikschule gearbeitet hab ;-)
 
Es ist im Bekanntenkreis schwierig. Je nachdem, wie eng man ist. Lass' DIr einfach je Unterrichtsstunde eine Stunde im Haushalt helfen, Dich bekochen oder ähnlich.
Wenn ich - jetzt nichtmusikalisch - für "Freundschaftsdienste" die Kohle nehmen würde, die ich auf Grund meiner Qualifikation freiberuflich verdienen würde (was ich aber nicht mache, da das Brot durch das Angestelltenverhältnis hineinkommt), hätte ich sicher mehr Freizeit;-) Ich lasse mir, wenn ich als "Profi" gefragt werde, da einen Kaffee kochen und gut ist. Aber das sind keine regelmäßigen Tätigkeiten.
Als Studi hatte ich ein Unterrichtskonzept für Gitarre entwickelt und - 40 Jahre her - mal nix, mal 10DM / 60min genommen. Das waren aber wenige ausgewählte Freunde und eher eine "Schutzgebühr", die die (erwachsenen) Schüler selbst zahlen wollten, da sie der Meinung waren, dass sie sonst selbst keine Ernsthaftigkeit aufbringen würden.
 
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Meine Kosmetikerin nimmt 65€ pro Stunde, die Friseurin heute war bei 55 € angelangt. Und das ist im Osten, wo die Preise noch moderat sind.
 
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die renommierte Musikschule der Volkwang Akademie
Ich gehe mal davon aus, daß die Volkwang-Akademie subventioniert wird, sonst könnten die solche Preise nicht anbieten.

39 Unterrichtseinheiten im Jahr
In BW rechnen wir übrigens mit 37-38 Unterrichtseinheiten pro Jahr. Das müßte doch in Bayern auch so sein? Der DTKV in BW rechnet mit nur 36 Unterrichtseinheiten.

Tja, es mag Leute geben, die sich von solchen Worten beeinflussen lassen.
Wer bei Verhandlungen die erste Zahl nennt, bestimmt in der Regel den Rahmen, in dem sich die Verhandlungen bewegen.

uuund drittens hab ich dann einen Preis vorgeschlagen,
Da würdest Du bei mir auf Granit beißen, denn hinter Dir wartet (zum Glück) schon einer, der das von mir veranschlagte Honorar gerne bezahlt. :hail:

Bei der VHS bekommt ein Dozent keine 20 Euro für 45min (1 UE).
Und das muss noch voll versteuert werden.
Da kenne ich auch andere Zahlen (aus Berlin z.B.). Dazu werden dann noch Konferenzen vergütet und ein Anteil (18,1% des Honorars) an Sozialversicherung bezahlt.
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BTW: Meine freie Autowerkstatt kostet € 80,- pro Stunde.

Ich sehe nur einen relativ großen Unterschied zwischen "Studierter Konzertpianist mit bezahlten Auftritten und jahrelanger Unterrichtserfahrung gibt Unterricht für angehende Studierende der Kölner Musikhochschule oder reiche 60jährige, die nochmal Klavier lernen möchten" und "angehender Musik LA Studentin gibt zum ersten Mal in ihrem Leben Unterricht und zwar der 7jährigen Tochter einer Freundin".
Ja klar, aber nicht €15,-! Da verdient man bei uns im Südwesten als Reinigungskraft mehr!

Viele Grüße,
McCoy
 
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Wir müssen hier nicht diskutieren und schon gar nicht streiten.

Dennoch, damit keine schiefliegenden Wertungen stehen bleiben:

- Bei weniger Unterrichtseinheiten im Jahr steigt beim fixen Jahrespreis der Preis umgerechnet pro Unterrichtseinheiten doch noch an, d.h. es ist dann noch teurer.

- Verhandeln gehört bei mir u.a. zum Beruf und ist einfach auch ein Teil von mir. Und, auch für Lehrer gilt "Du bist nicht allein ...". Wenn man richtig sucht, steht hinter dem Lehrer, der preislich bezogen auf das, was ich mir nach dem Kennenlernen verspreche "zu teuer" ist, auch schon der nächste. Aber es gibt solche und solche Kunden und Lehrer. Da ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.

- Meinen Stundensatz poste ich hier nicht, weil es sonst einen Shitstorm gibt :D, wobei ich in meiner Branche bei weitem nicht an der Spitze, sondern unter deren Hälfte liege. Das richtet sich doch alles nach Qualifikation, Einsatz (Geld, Ausbildung, Betrieb, ...) und Wettbewerb/Markt. Und, ich hab nie gesagt, dass es nicht (auch) andere Leute/Berufe mit eigentlich zu geringer
Vergütung gibt.

Aber es geht nach wie vor darum, dass die Fragestellerin einfach mal so eine Hausnummer hat, über die sie reden kann. Und ganz ehrlich: Wenn sie sich als die liebe Tante sieht, dann soll sie es für ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee machen. Ich überlege mir jedenfalls auch im Bekannten- und Verwandtenkreis, ob ich dann lieber nichts mache (also ablehne), statt für nach meinen Vorstellungen unangemessenes Geld meine Freizeit zu verblödeln. Aber, das muss jeder selbst wissen.

Für mich ist das Thema hier durch. THX :prost:
 
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Wir müssen hier nicht diskutieren und schon gar nicht streiten.
Nein, bloß das nicht. Aber das Thema ist wichtig genug, daß es hier ab und zu thematisiert wird. So bekommt man auch einigermaßen einen Überblick, was in der Republik in den verschiedenen Regionen so aufgerufen wird. Ich selbst kontrolliere regelmäßig die Preise meiner Mitbewerber vor Ort und ordne meine Preise entsprechend ein. Angebot, Nachfrage und Wettbewerb regulieren den Rest dann von selbst.

Viele Grüße,
McCoy
 
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Guter Hinweis mit dem Käfer. Es ist hilfreich, zu betrachten, wie lange früher für etwas gearbeitet werden musste, um etwas zu erwerben, im Vergleich zu heute.

Ich weiß was ich wert bin, wenn ich denn als Lehrer passe. Ich empfehle auch gern Kollegen, wenn's besser passt.

Das Vorgespräch ist jedoch sofort beendet, wenn ich eine "FDP-Mentalität" * heraushöre bzw. jemand die Gebühr nicht akzeptieren möchte.

Hier schwingt auch Frust mit über mangelnde Wertschätzung.

Subventionierte kommunale Schulen muss man noch unterscheiden von privaten Musikschulen, die nur 50 Prozent der Gebühr an die Lehrkraft weiterreichen.

Dann gibt es noch welche, wo man sich für einen Raum einmieten kann.

* wobei die FDP schön für ihre Klientel, Anwälte und Notare, eine Gebührentabelle durchgesetzt hat (nix mit: "Der Markt regelt das.", aber jahrelang gegen Mindestlohn wettern.)

In Wolfsburg bei VW liegt das sog. "Gehalt plus" zwischen 8000 und knapp über 9000 monatlich. Hinzu kommen 13. Monatsgehalt, Bonus (ab 2700 bis 7000 ca), Urlaub, Krankengeld. Die letzten Posten sind ja oben auch mal mitzudenken, das fällt aber immer weg.

Gehalt plus ist der Bereich, bevor die außertarifliche Bezahlung beginnt.

Man muss die Dinge auch mal so ignorieren, wie sie sind. :)

Letztlich geht es mir um Wertschätzung. Erfahre ich die im Lauf der Jahre, biete ich von mir aus mehr Nachholtermine an etc. Aber am Anfang muss für mich als Minimum die Gebühr und der Unterrichtsvertrag geregelt sein. :)
 
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