Drumset mit wenigen Mikros abnehmen, geringe Deckenhöhe

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Ich möchte gerne zur Selbstkontrolle mein Set abnehmen.
Bisher per Zoom H4 (nutzen wir auch im Proberaum für die ganze Band), misfällt mir doch der Klang sehr, und die Bassdrum hallt aufgrund des Kellerraumes nach und suggeriert schlechtes Timing.

Viel Aufwand möchte ich dennoch nicht betreiben, den Raum verbessere ich derzeit gerade Klangmässig.

Meine Vorstellung ist: 2 Overheads (Opus 53?) und ein Mikro für die Bassdrum.
Das sollte ausreichen.

Meine Fragen sind nun:
1: Kann man das Zoom H4, welches man ja auch durchschleifen kann, für einen Job mitnutzen, um einen Mikrofonkauf zu sparen?
2: Im Keller habe ich über den Becken gerade noch ca. 40cm bis zur Decke, reicht das aus, oder muß ich nach einer anderen Lösung schauen? Position der Mikros?
3: Welches günstige Bassdrummikro kann man empfehlen?
4: Was brauche ich um das ganze per Laptop aufzunehmen? (Hab mal Interface aufgeschnappt, aber noch keine Ahnung wozu ich das eigentlich brauche). Geht ein Mischpult mit Klinkenausgang, welches ich in den Klinkeneingang des Laptops stöpsel?
5: Overhead-Alternativen?

Viele Fragen, ich bin wissbegierig, bitte füttert mich, ich lese derweil weiter im Forum.
 
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3: Welches günstige Bassdrummikro kann man empfehlen?
das hier wäre günstig:
http://www.musik-service.de/Mikrofon-Shure-PG-52-prx395614791de.aspx

Opus 53 ist ebenfalls eine prima Budget-Empfehlung für Overheads.
40cm wären mir zu knapp - aber was willst du daran ändern? Du musst mit dem Ergebnis leben ob es dir nun gefällt oder nicht.
Das Zoom könntest du noch als Raummikro dazumischen.
Dann brauchst du noch ein Recording-Interface - hierzu bitte bei den Recording-Kollegen nachfragen bzw. über die SuFu im Recording-Sub.
Alternativ geht auch ein normales kleines Mischpult und ein billiges USB-Interface - dann kannst du allerdings nur den kompletten Stereo-Mix abnehmen ohne die Möglichkeit der Einzelspur-Bearbeitung.
http://www.musik-service.de/behringer-uca-222-control-prx395772166de.aspx
 
Wie kann man denn noch spielen, wenn die Becken so dicht unter der Decke hängen? Stehst du da nicht mit dem Kopf schon an? :eek:
Zu 1: Weiß ich nicht. Manual? Ausprobieren?
Zu 2: Also die Vorraussetzungen sind eigentlich gruselig, wenn aber der Raum weitgehend gedämpft wird, gibt es auch noch andere Ansätze, z.B. kann man durchaus die OHs statt drüber auch schräg vor dem Set aufstellen, oder je nachdem wieviel Blech du da hängen hast, auch mit mehreren Mics eine Nahmikrofonierung in Betracht ziehen, dafür würden die 40cm allemal reichen - braucht aber mehr Kanäle und Mikros, das ist klar.
Zu 3: EV PL33 ist ein echter Spartipp. Vielleicht auch noch das Shure PG52, wobei ich dann doch lieber gleich zum Beta greifen würde.
zu 4: Mit Mischer in den Eingang am Laptop geht zwar eigentlich, ist aber wirklich letzte Wahl. Interface (nichts weiter als eine externe Soundkarte, die den Bedürfnissen des Recordings angepasst ist) wäre sehr viel besser, für Drum Mikrofonierung empfiehlt es sich ein mehrkanaliges zu nehmen, z.B. ein Tascam US800 mit seinen 6 Mic Eingängen wäre ein passender Einstieg, oder größer. Drunter, bzw ein einfaches 2Kanal Interface ist nicht empfehlenswert für Drums.
Zu 5: z.B. AKG Perception 170, evtl auch MXL 603. In der Preisklasse gibt es nicht viele ordentliche Alternativen. Etwas drüber läge dann das Rode NT5, das wirklich schon sehr anständig ist. Weniger spitz (also nicht unbedingt als OH, aber z.B. für Snare bei seitl. Abnahme) ist auch ein Oktava MK012 denkbar, aber das sei nur als ein Dernkanstoß gedacht für eine Erweiterung, wenn Du später aufstocken willst.
 
Hallo Gisela,
Wenn du mal nach der Recorderman-Technik schaust kannst du dir ein ungefähres Bild von dem Aufbau machen. Wenn du die Aufnahmen nur zur Selbstkontrolle benutzen willst reichen die Opus 53 völlig aus. Ich kann dir Funktionsweise des Zoom H4 leider nix sagen würde aber für die Abnahme mit der Recorderman-Technik 2 gleiche Overheads verwenden. Ich glaube für den Preis findest du kaum was besseres.

Mit dieser Methode müsste es auch mit dem Platz nach oben hinkommen, da die Mics nicht über den Becken sind.

Als BD-Mic benutze ich das DAP DM 20. Es ist nicht wirklich das wahre, aber für den Anfang reicht es völlig aus. Es fehlt der Wumms, aber es nimmt den Punch sauber auf.

Zum Anschließen an einen Laptop gibt es viele Varianten. Ich würde dir ein externes Interface empfehlen. Das wird dann per usb oder firewire (falls vorhanden) an den Laptop angeschlossen. Das Interface hat die Funktion, die ankommenden Signale an den Rechner weiterzuleiten und zwar so, dass es keine Verzögerung (Latenz) gibt. Deswegen ist es nicht sinnvoll mit deinem Mikro-Kabel aus dem Mischpult direkt in den Klinken-Anschluss des Laptops zu gehen. Da ist genau das der Fall (es gibt eine sehr große Latenz).

Bei der Wahl eines Interfaces kann ich dir leider nicht helfen, da ich persönlich nicht mit einem Laptop arbeite und eine andere Methode verwende. Es gibt zusätzlich noch die Möglichkeit ein Mischpult vor das Interface zu schalten, so dass du mit 4 Kanälen in das Mischpult reingehst und dann das gebündelte Signal an das Interface weitergibst. Das hat den Vorteil, dass dein Interface nur 1 Kanal braucht, aber den Nachteil, dass du Kanäle nachträglich nicht mehr einzeln bearbeiten kannst. Alles eine Frage des Budgets und natürlich der eigenen Ambitionen.
 
Danke für eure Tips, hab schonmal was gelernt.

Bei der Suche nach der Recorderman-Technik (die ich witzigerweise nur über google gefunden habe, nicht über die boardsuche), bin ich auf diesen Thread gestossen:
https://www.musiker-board.de/faq-wo...echnik-zum-drum-recording-mit-nur-2-mics.html

Im letzten Post steht ein Link zu einem youtube-Video über die recorderman-Technik. Und in der Linkliste neben dem Video habe ich dieses Video gefunden:
http://www.youtube.com/watch?v=aD_IPYqN9Vk&feature=related
Die XY-Technik zum Aufnehmen erinnert mich daran, daß die Mikros des Zoom genau 90grad zueinander angeordnet sind, und das eignet sich ja direkt für diese Aufnahmeart.
Das Problem mit der Bassdrum könnte ich dann ja mit nem extra Bassdrum-Mikro eliminieren (der Raum hallt ja dann schon nicht mehr so stark).

Dann teste ich erstmal mit dem Zoom quasi als Overhead und schaue mal inwieweit die Bassdrum mit durchkommt.

Vielen Dank schonmal, ich melde mich dann nochmal mit Audiobeispielen zu diesem Thema, damit nicht nur ich was lerne.
 

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