RCD´s und Verteilungen

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Lightmaker97
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Moin,

ich weiß, der Titel sagt für die meisten etwas über die Alt bekannte Leier. Ich habe aber ein paar spezielle Fragen. (Vorab: Ich bin Azubi zum Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik im 3. Lehrjahr und ein halbes Jahr vor der Prüfung)
Konkret geht es darum, vorhandene Baustromverteiler auf meine Bedürfnisse der VA-Technik an zu passen (Reiner VA Betrieb, keine Baustelle mehr)
Die Fragen die sich mir stellen:

1. Für welche Kreise sind RCD´s in der VA Branche vorgeschrieben? Wie im normalen Wohngebäude bis 32A (Außenbereich) oder auch für 63A oder gar 125A?

2. Ist es erlaubt bei den Verteilerabgängen 32A und größer die RCD´s per Schütz zu überbrücken um Unterverteiler an zu schließen, welche einen RCD beinhalten? (Selektive möchte ich ungern verbauen, das möchte die Geldbörse nicht ;-) )
Dieses würde ich per Roter Warnleuchte in der Verteilung kenntlich machen. Überbrücken möchte ich nur per Schlüsselschalter möglich machen (Schlüssel bleibt bei mir), damit ein unbefugtes Schalten vermieden wird.

3. Wenn ich einen 63A Verteiler habe, darf ich dann mit 63A parallel abgehen ohne über einen RCD zu gehen? Dieser Anschluss soll nur dem Weiterschleifen der Verteilung zur nächsten dienen.
Auch dies würde ich kenntlich machen. Z.b. mit einem Schild darüber oder daneben auf dem in Dunkelroter Schrift auf weißem Grund steht: "Achtung! Kein FI Schutz". Ist das dann ausreichend?


Fragen über Fragen :-D

Dennoch hoff ich auf jemanden der sich doch etwas in der Materie auskennt.
MfG Lightmaker97


PS: Morgen werde ich einen konkreten Stromlaufplan erstellen, wie ich mir das ganze Vorstelle und diesen hier anhängen.
 
Eigenschaft
 
Für welche Kreise sind RCD´s in der VA Branche vorgeschrieben?
Für alle an denen man sich die Finger verbrennen kann, im Zweifel für alle eingesetzten Kreise.
Wenn man einen 125A Hauptverteiler hat und die nachfolgenden Verteiler keinen dedizierten RCD haben, dann muss in diesem Verteiler mindestens ein 125A RCD sitzen.

zu 2.
Ein RCD zu überbrücken ist grob fahrlässig, auch mit Schlüsselschalter und Warnaufkleber. Das macht man nicht!
Dann lieber das Ding ausbauen. Damit erkennt der fachkundige dann, dass in den nachfolgenden UV ein RCD verbaut sein muss.
Grund dafür ist einfach, dass Menschen grundsätzlich Fehler machen. Wenn da jemand nicht eingeweiht ist und den RCD sieht, dann kann man ja auch denken super, da ist ja schon ein RCD drin oder man vergisst einfach das Ding wieder korrekt in Betrieb zu setzen. Letzteres ist wohl wahrscheinlicher. Und was machst du wenn dann etwas passiert?

zu 3.
siehe zu 2.
Ist dasselbe in Grün.

Dann noch das hier:
vorhandene Baustromverteiler auf meine Bedürfnisse der VA-Technik an zu passen
Warum das denn? Es gibt prof. Verteiler von entsprechenden Herstellern. Diese passen in 19" Racks und sind optisch deutlich unauffälliger als so ein orangener Blechkasten.
 
Frag deinen Lehrmeister in der Schule.

FIS sind Pflicht bei allen Stromkreisen die von Laien benutzt werden können. Eigentlich ohne Ausnahme. Ausnahme ist bei fest angeschlossenen Geräten im Haus wie Kühltruhe. Dort geht man aber zu fi-Ls über.

Fis werden Niemals !!!! überbrückt. Aus oben genannten Grund.

Mein Meister meinte eben das sein ein Verbrechen. Der ist auch Berufsschul Lehrer.

Ich hab mir alles besorgt für einen pa Verteiler. Ich hab genug LS Schalter für die hauptverteilung eines Großraum Büros. ;) Nur hab ich den nie gebaut.

Nimm den baustrom Verteiler, rüste fis für alles nach und gut ist.

Wenn du wirklich VAT willst, 19" Rack, mit ordentlichen 19" Rahmen
Gehäuse und Bau den darein. Google mal, da gibt es genug Bilder von sehr guten Eigenbau Geräten.


Eventuelle kannst du einen klemmstein einsetzten um eine UV ohne RCD anzuschließen. So das nur eine Fachkraft den anbinden kann. Wie das rechtlich ist, kann ich nicht sagen. Klemmstein hinter Abdeckung so das Berührung von Laien ausgeschlossen ist.

Gegen Laien einschalten kannst du Schlüssel Schalter mit Selbsthaltung und Not aus Pilz machen. Aber das wird dann Spielerei. Einfach das kein Laie das Ding anschalten kann, ohne das eine Freigabe erfolgt ist.

Ich bin Fan von Plomben. Und ich gehe soweit das ich die Verteilung nach meiner Abnahme oder Installation zuplombe. Ich weiß wie Plomben aufgehen und ich weiß wie man sie fachgerecht zuklemmt das sie nicht mehr aufgehen. Für die Meckerer, ja die Kunststoff Plomben gehen Schadensfrei auf und wieder zu.( Das weiß ich, weil ich diese Sicherung dort nicht reingedrückt hab. Und die Plombe war nicht von uns.)
Für so Sachen plombenzange mit meinen initialien und einer Nummer.

Zu ist zu. Einfach damit kein "Hobby" Bastler dran rummurkst. Denn die gibt es überall.

My 2 Cents. Auch ein EGT Elektroniker.
 
Hallo,

danke schonmal euch beiden für die Antworten.
Es geht mir im Endeffekt darum, universelle Verteilungen zu haben. Bsp: ein 32A Abgang soll normalerweise geschützt sein(Dimmeranschluss), außer es kommt eine weitere Verteilung dran um ein Auslösen beider RCDs zu vermeiden.
Aber von dem Gedanken die RCDs zu überbrücken werde ich dann Abschied nehmen. Der Gedanke kam mir, weil ich das bei der Ausbildungsstätte für die ÜBL´s gesehen habe (Messlehrgang).
Ich denke eher, dass ich dann her gehe und 1 oder 2 Abgänge mehr einbauen werde, die über Schlüsselschalter an zu schalten sind, die vor dem RCD abgenommen werden und erst bei fertigem Anschluss zugeschaltet werden. (Gibt es evtl Möglichkeiten die Verbindungen zu plombieren?)

Gegen Laien einschalten kannst du Schlüssel Schalter mit Selbsthaltung und Not aus Pilz machen. Aber das wird dann Spielerei. Einfach das kein Laie das Ding anschalten kann, ohne das eine Freigabe erfolgt ist.
Eben nach diesem Verfahren hab ich mir das gedacht ;-)

An Plombieren habe ich auch schon gedacht.
Klemmverbindungen zum direkt Auflegen hab ich mir auch schon überlegt, aber das wollte ich vermeiden -> sind nicht unbedingt geeignet für mehrmaliges Anschließen. Ebenso verhält es sich mit dem Ausbau der RCDs.

Bauverteiler deshalb, da diese vorhanden sind (bekommen für einen Kampfpreis) und nun auf die Bedürfnisse umgebaut werden sollen. (Schmelzsicherungen raus und Leitungsschutzschalter oder gar Leistungsschalter rein)


Eine andere Frage hätte ich auch noch: Pilotkontakt. Ist der nur im Stecker zu belegen oder auch in der Kupplung? (Gegen N natürlich)


MfG Lightmaker97
 
(Gibt es evtl Möglichkeiten die Verbindungen zu plombieren

Schütz selbshaltung mit Schlüssel Schalter und Not aus. Ganz spontan würden mir ja Harting Stecker einfallen. Ich weiß aber nicht inwieweit die strombelastbarkeit ist.

Vielleicht mit entsprechender Brücke im Stecker, der einen Schütz freigibt damit wirklich nur deine Kabel dran können. Also so ähnlich wie der pilotkontakt.

Bei sowas werde ich schnell kreativ. Die VDE bremst mich nur manchmal.

So wäre sichergestellt das nur "deine" Verteilung dort abgeklemmt werden kann.

Sind jetzt reine Gedankenspiele, was die VDE dazu sagt, hab ich grad nicht im Kopf.
Klingt alles zusammen sehr gewagt. Schlüsselschalter, selbshaltung, Harting Stecker...


RCDS überbrückt? Wofür denn? Bei meinem Messelehrgang hatte jeder Platz einen RCD, einen zentralen beim Lehrer und einen in der Verteilung.... Öfters war auch mal alles aus.;)

Der Pilotkontakt soll ja, sobald der Stecker richtig drin ist, einen Schütz schalten. In der Kupplung im Schrank ist der an einen Schütz entsprechend zu klemmen.

Oder Meinst du bei einer Verlängerungsleitung?

Das wird ein riesen Schrank.
-Zentralschütz mit schlüsselschalter
-für die UV Harting Abgänge je ein Schütz mit Schlüssel Schalter (der pilotkontakt des Hartings hängt in Reihe zur Schütz Spule.)
-Schütze für deine 63er mit pilotkontakt

Das sind einige große schütze für 63A. Und entsprechende RCDs. Ich hab die Großhandelspreise nicht im Kopf, aber die sind teuer...
 
Hallo,

auch danke für diese Antwort.
Ich glaube ich sehe mich mal um, ob es nicht CEE Stecker gibt für den Einsatzzweck mit anderer Codierung. Oder gar andere Verbindersysteme. Schütze kann ich ja theoretisch im Schwenkrahmen an die Rückwand setzen (is ja eh SK1) Groß sind die auch nicht, wenn ich Insta-Schütze nehme.
Beim Pilotkontakt gehts mir um Kabel. Steckerseite is ja klar. Aber wenn ich 2 Kabel aneinander Stecke will ich gewährleistet haben, dass alle Verbindungen diesen Schutz gewährleisten. Aber dafür werde ich eine extra Ader brauchen. Ne 500m Rolle 1x2,5qmm hab ich hier noch rum stehen:D:ugly:

Grüße Lightmaker97
 
Zuletzt bearbeitet:
CEE sind mir außer den roten mit den 6Uhr PE keine bekannt. Harting ist nicht so teuer. Oder powercon. Irgendwas was hochstrom fähig ist.

Harting ist wirklich das beste dafür. Codierung wie du willst.
 
Hallo,

ich hab nicht gedacht, dass es Harting bis 200A gibt. Jetzt weiß ich es :great:
CEE Verbinder gibts in mehreren Ausführungen. Ne kurze Erklärung gibts bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/IEC_60309
Da bleibt dann die Option zwischen 5h und 7h obwohl die für einen anderen Spannungsbereich gedacht sind :weird:
Achja: RCD Kurz-/Überlastschutz. Reicht es nen 40A RCD per 2*16A LS je Phase abzusichern oder besser vorher? An vielen Stellen hört man danach reicht, andere sagen davor. Was ist denn nun richtig?

MfG Lighmaker97
 
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2*16LS pro Phase? Planst du etwa die parallel zu klemmen????:eek:

Ich Bau in den meisten Verteilungen ne Neozed vorsicherung, dann RCD, dann LS für die Abgänge.

(Danke für den Link, hatte bis dato nur von mal gehört.)

Davor oder danach ist meiner Meinung nach Jacke wie Hose. Ich Bau die Neozed davor ein, damit ich auch am fi problemlos arbeiten kann.

Für die CEE/Harting Stecker würde ICH Neozed/RCD/Schütz einbauen. Falls der RCD abfällt, fällt automatisch der Schütz aus der selbsthaltung. So musst du bei jedem auslösen der Schutz Einrichtungen per Hand wieder zuschalten. Kann man dich aber auch mit ärgern. Ständig drückt mal einer auf den fi. Kann man jetzt drüber streiten.:cool:
 
Moin,

nee. Ich klemm die net parallel. Bräuchte ich ja den doppelten Ik. Es geht mir um CEE16A und SchuKo Abgänge.
Wenn ich am RCD arbeite, zieh ich entweder die NH als Hauptsicherung vom Schrank oder den Stecker. Alles andere ist mir onehin zu heikel, da mir da zu wenig Platz in den Dingern is und bei den alten brauch ich keine natürliche Auslese. :D
Schmelzsicherungen wollte ich verhindern: "Kannste ma in Baumarkt fahren, hab die Sicherungen vergessen" :engel:
Reihenfolge mach ich mir derzeit keine Gedanken, muss dann eh erst bestellen.

Grüße Lightmaker97
 
Achso... na dann.

Geh doch nach dem 40er RCD auf den 3C16 und auf die einzelnen1 B/C16 für die Schukos. Kannste doch machen.

Oder was meinst du?

Frag nicht nach arbeiten unter Spannung. Motorschutz Schalter tauschen in Riesen Anlage unter Spannung.
Freischalten hätte bedeutet einer 14.000+ Einwohner Stadt die Kläranlage vom Netz zu nehmen. Wegen eines popeligen motor Schutz Schalters für einen blöden Lüfter. Geht, nur der Blutdruck steigt etwas. Und der zweite Mann hält die dachlatte in der Hand...

Ich hab meine Erfahrungen mit Schlag und KH.

Neozed ist halt schön zum abschalten und Schutz gegen wiedereinschalten. Aber gerade die ist dann Durch, klar.

Mal dir erstmal die Pläne und gehe sie durch. Sonst verhedderst du dich. Wenn du das echt mit schlüsselschalter machen willst, wird das lustig.
Auch die Messungen hinterher. Eigentlich musst du jedes Mal beim aufstellen alles messen.

Bin mal gespannt wie das ausgeht. Gute Projekt als Vorbereitung für die Prüfung in Dezember 2017?
 
Hallo,

ich häng mal den Entwurf vom 32A Schrank, den ich vor ein paar Tagen gemacht habe, an. Stell dir das ganze dann einfach mit 63A Einspeisung vor. Es geht darum ob ich das so machen kann mit 63A NH oder ob ich noch mal Neozed oder C32A oä davor setzen muss. Da fällt mir grade ein, ich muss ja auch noch Übersichtspläne erstellen, für die Tür.
Mit AuS hab ich auch schon Erfahrung (obwohl ich ja eigentlich nicht darf :engel:). Dabei ging es um den Anschluss unseres 4*95A an der NSHV der Trafostation mit Einbau einer Wandlermessung für eine PV Anlage.
Alternative zum Einhalten der 5 Sicherheitsregeln wäre dann ein Schloss für nen LS. Mal gucken was sowas kostet, kann man ja auch mal so gebrauchen:D
Prüfung wird Sommer 2017 -> Vorziehen :rock:

MfG Lightmaker97

 
Zuletzt bearbeitet:
Sieht meiner Meinung nach ok aus. Bei 35A vorsicherung ist das ok. Wenn du in den Trenner aber ne 63er reinsetzt, ist der RCD übersichert. Entweder dann 63er RCD (was ein Schweine Geld kostet) oder einfach ein Neozed Element davor. Kannst auch nen C32 oder 40 nehmen.

Über Selektivität und Gleichzeitigkeitsfaktor Brauch ich dir ja nichts erzählen. :D



Mit AuS hab ich auch schon Erfahrung (obwohl ich ja eigentlich nicht darf :engel:).
Och, abschalten ist doch nicht so das Problem. Die Anlage wieder in Betrieb setzten ist spannender. ;) Ne 100nh reindrücken statt der 80er, damit die Sicherung in der Maschine vorher fällt. Andernfalls hätte es in der Verteilung geknallt. Umrichter futsch. Und zum testen müssen wir ja einschalten. Und die Nächste Sicherung im Gerät saß direkt neben dem umrichter. Hätte also direkt vor der Nase geknallt. Ich durfte trotz Azubi zuschalten:rock::juhuu:
(Aber auch nur, weil ich darin ausgebildet bin und mein Geselle weiß was er mir zutrauen kann. Stand trotzdem noch daneben) . Und ich hatte als einziger auch nenn Helm mit Visier auf. Wir hatten den Fall in der Firma mit NH=Lichtbogen.

lternative zum Einhalten der 5 Sicherheitsregeln wäre dann ein Schloss für nen LS. Mal gucken was sowas kostet, kann man ja auch mal so gebrauchen

Ich hab mir letzetens aus Spaß im tedi drei paar Schlösser gekauft. Je drei Stück. Je Größe der selbe Schlüssel. Hab je eins als Bund im privat und Firmen Koffer liegen. Schlüssel am Schlüsselbund dran. Bei motorschutz Schaltern mach ich mitlerweile grundsätzlich schloss davor. Schilder hab ich im Koffer. Für LS Schalter gibt es nur wenige schlösse. Huptschalter lassen sich ja abschließen, aber der ls nicht. Entweder Telefon Draht so durch, dass er nicht betätigen geht oder wirklich Plombe drauf. Hab dafür ja extra Die Zange gravieren lassen. (Und nicht für den HAK wie alle immer meinen.)

Klebeband ist der Klassiker, aber halt nicht wirklich Safe.
Mein Kollege hat den 63er CEE aus dem Verteiler gezogen, Klebeband auf den
Stecker und Verteiler mit Draht zugemacht. Baustelle war in einer Halle, wo sich nur mein
Kollege und der heizungsbauer befanden. (Der wusste Bescheid.)
Mein Kollege stand mit der scherenbühne direkt hinter dem baustromverteiler. Wirklich direkt daneben. Eine rote Bühne.

Der Architekt kommt, sieht die Lampen hängen schon (ach so tolle LEDs) und will die dem Kunden vorführen. Nur hat mein Kollege gerade oben an der abzweigdose der ersten Lampe geklemmt. War ja Eigentlich keiner da. Nunja, L1 links, L2 rechts und arme auf geerdeter Pritsche.


1 Woche KH. Als Rentner mit 65+
 
Hallo,

rein theoretisch kann der RCD dank 2*16A LS je Phase nicht überlastet werden, da vor einer Überlastung der LS auslöst. 2*16A=32A<40A: passt ja. Halt nur die Frage der Zulässigkeit ;)
So nen Lichtbogen hab ich auch schon gesehen. Aber mit 800V DC. Den kann man dann so schön lang ziehen :ugly:. Von sowas hab ich auch schon mal Spaß gehabt :D
Klassiker ist ja die NH mit der Kombizange :D
Ich werde mir ohnehin noch Schlösser mit Schließung besorgen -> Verteilerschränke, Anhänger, Racks,....
Was kostet so ne Plombenzange und wo kriegt man sowas, wenn ich mal blöd fragen darf. Dann kann ich die Anschlüsse, Abdeckungen, etc wo niemand was dran zu suchen hat plombieren. Dass man damit nicht die EVU Bereiche plombieren kann/darf sollte denke ich klar sein. So blöd mir den Ärger auf zu halsen bin ich dann doch nicht :D

MfG Lightmaker97
 
Bei nem normalen Haus Verteiler hast du bis zu 10xB16 an dem 40er RCD. Es wird davon ausgegangen das Niemand die volle Leistung jedes Kreises ausnutzen wird. VAT ist da anders. Da kommen mitunter schon ein paar kW zusammen.

Bei einem normalen Wohnhaus hab ich schon je nach Wunsch 63er nh, 4-5 Gruppen rcds und pro Gruppe bis zu 10LSS dann je nach Bedarf noch Fi/LS.

Wie das bei VAT rechtlich aussieht weiß ich nicht. Ich DENKE nicht anders. Aber das wissen andere besser.

Bucht für 11€. Hab die Stempel bei einem meiner Kunden gravieren lassen. 5€ für den Lehrling. Denk nur dran deine Buchstaben spiegelverkehrt fräsen zu lassen. Hab ich nicht.:dizzy:
Und die Plomben 1000stk für 15€

Davon gehe ich aus. Mach mal den Plan für den 63er Verteiler, auch mit den Schützen für schlüsselschalter (A1 nach dem fi abgenommen für selbsthaltung) und den Schützen für den pilotkontakt.
Dann weist du was du alles bestellen musst.

Welches Programm verwendest du? Instrom pro?
 
Auf einem RCD ist i.d.R. die maximal zulässige Vorsicherung aufgedruckt (bei Siemens bin ich mir sicher, bei anderen Herstellern weiß ich es gerade aus dem Stegreif nicht). Das sind i.d.R. so 80 - 100A. Es ist also durchaus legitim, von einem 63A-Trenner auf einen 40A RCD zu gehen, wenn dann trotzdem sichergestellt werden kann, dass dessen Nennstrom nicht überschritten werden kann. In dem Fall dürfen also pro Phase wirklich nur zwei 16A-LS sitzen. Diese zwei Dinge darf man nicht verwechseln. Hättest du drei 16er dahinter, müsste man den RCD strenggenommen wieder entsprechend vorsichern. Zumindest in Österreich wird hier sogar wenn ich mich nicht irre noch die Auslösekennlinie der Vorsicherung mit eingerechnet, da ist ein 40A RCD dann schnell mal mit 25A vorzusichern.

Ich würde aber gern noch mal auf die Problematik "CEE ohne RCD ja/nein/wie/warum" eingehen. Grundsätzlich ist es ja so, dass "laienbedienbare Steckdosen" bis 20A bzw. bis 32A (Außenbereich - aber kannst du sicherstellen, dass der Anschluss nicht nach draußen verlängert wird?) mit einem RCD mit maximalem Nennfehlerstrom von 30mA geschützt werden müssen. Im Gegenzug dazu kann das z.B. entfallen, wenn es sich beispielsweise um "ständig durch Elektrofachkräfte überwachte Steckdosen" handelt. Theoretisch wäre das ja gegeben, wenn du permanent vor Ort bist und den Verteiler abschließt, damit da wirklich keiner noch schnell seinen Krempel mit einem Zusatzverteiler wo dazwischenstecken kann.

Jetzt muss man das aber weiterspinnen. Meinetwegen hänge ich da jetzt eine Unterverteilung dran auf 2x CEE16A und 6x Schuko (über RCD laufend) plus 32A Durchschleifausgang ohne RCD. Wenn die jetzt eingangsseitig eine fest angeschlossene Leitung hat, kann dir da schonmal keiner was dazwischenstecken. Und an den Anschluss im speisenden Verteiler kommt ja dank Schloss keiner dran. Aber an den 32A Durchschleifausgang könnte dir ja wieder irgendwer...

Für sowas wäre dann natürlich eine Lösung mit "Sondersteckvorrichtungen" wie dem beschriebenen Harting mit Hochstrompins eine Möglichkeit.

So, und jetzt kommt von mir das große "Aaaaaaaber...": Man muss sich halt wirklich fragen, ob man nicht einfach mal irgendwann die Kirche im Dorf lassen will. Du bräuchtest dann in allen möglichen Längen Spezialleitungen, die kein Mensch auf der Welt (sic!) außer dir verwendet, nur um dieses System durchziehen zu können. Und da taucht dann bei mir die Frage auf: Bringt es das? Nur, um sich alle heilige Zeit, wenn mal ein FI fällt (was immer bedeutet, dass in der Anlage ein Fehler vorliegt - das primäre Ziel sollte dann vor allem sein, diesen zu eliminieren) sich die 50m Weg zu sparen, weil der im "großen" Verteiler jetzt mit ausgelöst hat? Oder gedenkst du, deine Verteiler in 90% der Fälle auf fünf Hektar großen Kirmesplätzen einzusetzen?

Ich würde einfach so früh wie möglich auf so viele RCDs wie möglich aufteilen. Warum ein einzelner RCD für beide 16A CEEs? Das Ding kostet 25€, davon kann man auch zwei verbauen. Warum ein Gruppen-RCD für alle Schukos? Bau doch einfach 6 RCBOs ein, das braucht zwei Teileinheiten mehr und wenn der Gitarrist sein Weißbier in die Steckerleiste an der Bühnenvorderkante kippt ist nur er "weg" und nicht die komplette PA.

Da gibt es offiziell VDE-geprüfte bereits ab 20€ pro Stück, da braucht man eigentlich nicht mehr zu überlegen (Google mal nach "SEZ").

Klar, worauf ich raus will? Man kann ein hohes Schutzziel bei gleichzeitig überdurchschnittlicher Ausfallsicherheit gegenüber einem 0815-Verteiler auch ohne extreme "Verrenkungen" realisieren. Und, wie gesagt - wenn ein Schutzorgan auslöst, hat das seinen Grund. Dann hat irgendwas einen Defekt und gehört beiseite gestellt. Hatte das gestern auch erst wieder - Caterer schmeißt im Viertelstundentakt den FI der Küche. Wenn ich mir dann später beim Abbau angucke, was da für Geräte rausgetragen werden - mit Standard-Plastikschuko vom Baumarkt, nix spritzwassergeschützt, alles total versifft, kein Wunder. Ob da wohl überall ein DGUV V3 Pickerl drauf gewesen sein wird? Hmmmm, geguckt hab ich nicht, aber ich kann mir die Antwort denken... ;)
 
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Moin,
@Tonsortierer: Ich nutze ProfiCad. An sich ne ganz gute Software. Damit kann man Stromlaufpläne und Installationspläne zeichnen.

@SB: Danke auch dir für die Antwort. Nennstrom steht immer drauf ;) Und so war das auch gemeint. Mehr als 2 LS B16A sollen auch nicht dran. Der Einwand mit mehreren RCD´s ist gut. Nur das Platzangebot schränkt mich etwas ein, aber eventuell lässt sich doch was machen. Da werde ich nochmal schauen.
Über RCBOs hab ich auch schon nachgedacht. De Platz hätte ich da ich mit 6 SchuKos gerechnet habe und die Hutschiene ja 12TE hat. Allerdings sagt mir der Preis nicht ganz zu. Bei 3 Schränken mit je 6 SchuKos ist man dann mal 360€ oder mehr los. Ein Standard 4pol 40A RCD kostet 30€ und die LS B16A kosten knapp 2,50€ (Google Preise). Da kosten die 3 Schränke nur knapp 150€. Aber die Aufallsicherheit ist ein gutes Argument. Das werde ich mir aber nochmal durch den Kopf gehen lassen. Danke

Problem an der Sache mit den RCDs in Reihe ist: Angenommen ich habe 3 Endverteiler auf einem Weihnachtsmarkt an einem Anschlussschrank mit Verteilfeld stehen. Um Kabel zu sparen, schleife ich die per 63A Kabel durch. Wie es dann kommen muss, steckt jemand ganz hinten den versifftesten Glühweintopf den er finden konnte ein. Dann meinen natürlich 3 von den 4 FIs auszulösen. Und einer davon natürlich im Anschlussschrank. Dann ist der Rest automatisch ja dunkel. Und dann wenn man Fehler sucht, ist es natücrlich keiner. Bis man den Überltäter gefunden hat, dauert natürlich und zum suchen fliegt dann meistens nochmal der ganze Spaß raus. Bei den 32A wäre das noch verkraftbar. Die einzigst sinnvolle Lösung wären Selektive RCDs. Aber die kosten auch gleich mal knapp 140€ (auch google). Deswegen war die Frage das per Schütz zu realisieren.
Wäre das verkraftbar, wenn man in dem Fall die Verbindung gegen unbefugtes Stecken sichert (z.B. mit kleinem Metallkasten der per Schloss gesichert wird)? Das ganze im Schrank per Pilot gesichert (Stecker wird gezogen -> Schütz fällt ab, RCD aktiv) Sodass kein Unbefugter in Verbindung mit "Strom ohne FI" kommt.

MfG Lightmaker97
 
Nennstrom steht immer drauf ;)

Nochmal: Vom Nennstrom rede ich nicht. ;) Der steht immer drauf, das ist klar.

https://img.conrad.de/medias/global/ce/6000_6999/6200/6280/6280/628033_LB_00_FB.EPS_1000.jpg

Neben dem Abschaltvermögen von 10kA ist hier ein Symbol, welches angibt, dass dieser FI mit 100A vorgesichert werden darf. Dies ist jedoch nicht der Nennstrom! Hier geht es nur um den Schutz des RCD gegen Kurzschluss (falls ein solcher zwischen RCD und nachgeschalten LSS auftreten würde, was natürlich erstmal ein unwahrscheinlicher Fall ist). Ein Überlastschutz muss dennoch sichergestellt werden, dann eben durch die nachfolgenden Schutzorgane.

Vgl. http://www.elektro.net/wp-content/uploads/2012/05/DE_10_12_PP06.pdf


Problem an der Sache mit den RCDs in Reihe ist: Angenommen ich habe 3 Endverteiler auf einem Weihnachtsmarkt an einem Anschlussschrank mit Verteilfeld stehen. Um Kabel zu sparen, schleife ich die per 63A Kabel durch.

Also wenn wir jetzt plötzlich von 63A-Steckvorrichtungen reden, hätte ich jetzt gar keinen Schmerz, das ohne FI zu machen. Es ja klar von laienbedienbaren Steckvorrichtungen bis 32A die Rede. Das ist "in freier Wildbahn" auch absolut gängig. Wie gesagt, in Versammlungsstätten sieht es oft anders aus, da wird ein RCD schon auch bei 63A und auch mal bei 125A verbaut, aber das auch nicht immer. I.d.R. wird es aber zumindest mit einem auffälligen Schild gekennzeichnet, falls keiner verbaut ist.

Mir ist ehrlich gesagt noch nirgends der Fall begegnet, dass der Pilotkontakt tatsächlich benutzt wird, völlig gleich ob es sich da um einen Baustromverteiler, ein großes Bühnenhaus oder was auch immer handelt. Mir ist auch auf dem Papier noch keine Ausschreibung begegnet, wo sowas samt entsprechender Freigabeschütze geplant gewesen wäre. Powerlock ist natürlich wieder ein anderes Thema.
Von dem her hättest du damit zumindest realistische Chancen, dass da wirklich keiner außer dir Strom bekommt. ;)

Was sagt denn dein zuständiger Meister dazu? Ihr könnt ja mal in den entsprechenden Normen nachlesen.
 
Hallo,

das wusste ich noch nicht. Wieder was gelernt :great:
So wie sich das weiter oben anhörte, sind RCDs für ALLE Stromkreise vorgeschrieben in der VAT. Aber eben von den 32A bin ich ausgegangen. Zumal es in der VDE heißt BIS 32A Laienbedienbar. Das heißt ja nicht einschließlich. Laut VDE kann man das in Wohnungsverteilern so oder so handhaben. Aber ich wollte nur nochmal nachfragen. Zumal ich mal gehört habe, dass eine 63A Vebindung nicht als Laienbedienbar gilt, da diese angeblich nur von EfK (ffT?) gesteckt werden darf. Das gleich für größer. :weird:

Das mit dem Pilot klingt dann ja schonmal gut in Kombination mit dem Abschließen der Verbindung. Somit kann keiner Umstecken auf nicht RCD geschützt. Einzigster Nachteil: nach Stromausfall muss neu geschaltet werden, aber das ist dann halb so wild.
Dann würde ich per Pilot und Schlüsselschalter einen Schütz in Selbsthaltung ansteuern. Wäre das Verinbar mit RCD brücken oder ist das ein absolutes NoGO aus deiner Sicht? Ansonsten noch ein Abgang AP unten dran geschraubt. Bei den 32A kann ich noch drüber weg sehen, weil da selten mehr als 1 UV noch dran hängt.

Mein Meister weiß noch gar nichts von dem Vorhaben. Ich wollte mich erst mal etwas schlau machen. Zumal der solche Sachen sehr locker sieht (nach dem Motto: passt schon) :D
Wichtig ist: Sicherheit muss gewährleistet sein, wenn ein "Unwissender" dran steckt und zugleich soll nicht gleich alles aus fallen. Ein Teil reicht schon :D:D

MfG Lightmaker97
 
Also "mein" Meister ist von der Idee fi überbrücken gar nicht begeistert. Und ich auch nicht. Da bekomme ich einfach bauchschmerzen. Dann lieber eine 63er ohne RCD. Sonst schaut irgendwann jemand rein, sieht RCD drin alles okay. Dann wird gemessen aber es fällt nichts, weil überbrückt. Du musst sowieso messen, aber wenn einer ankommt und prüft?

Ich hab da immer noch die Story von Tobse im Ohr. Solange beim Druck aufs knöpfchen kein fi fällt, arbeitetet keiner auf der Bühne. Und ich bin ähnlich. Hab den Duspol ja nicht umsonst. :D
Wenn keiner drin ist, ist alles "Safe". Ob der überbrückt ist oder nicht ist nicht ohne weiteres Erkenntlich.

Aber wenn du den eh durchschleifst, willst du da trotzdem nen RCD setzten?

Wenn du es drauf anlegst, mach doch Zeichnung, lege sie dem Chef im berichtsheft vor und Frage nach Rechtlichkeit.

Oder lasse das Ding bei Esal zeichnen. :DDie machen alles nach Norm. Dort lassen wir unsere Pläne machen.
 

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