MID gibt's schon ganz schön lange, das stimmt. Aber antiquiert ist nicht der richtige Ausdruck, weil es immer noch angewendet wird. Es ist halt ein Standard, und selbst wenn jemand etwas vergleichbares entwickeln würde, muss man das dann erst einmal wieder als Standard etablieren. Was die Latenzen angeht, die entstehen nur bei sehr langen Ketten, wie sie heute kaum noch zustande kommen. Früher hatte man ein Masterkeyboard, mit dem man möglicherweise eine Vielzahl von Expandern angesteuert hat, was über eine Thru Verkettung durchaus möglich war, weil so ziemlich jedes Gerät über ein MIDI Trio (In, Out, Thru) verfügte. Ab dem dritten oder vierten Gerät konnte man auch tatsächlich Latenzen feststellen. Daher gibt es sogenannte Midi Thru Boxen, die die Midisignale dann nicht seriell sondern parallel verteilten. Ketten spielen keine Rollen, wenn es nicht so auf die Latenz ankommt, z.B. beim Umschalten von Programmen, Effektgeräten oder einer Lichtsteuerung.
Heutzutage, wo die meisten Geräte über MIDI USB verfügen, sollten Latenzen eh kein Problem mehr darstellen.
Verkabelung - klar. Wenn man mehrere Geräte nutzt und vernetzt braucht man halt auch mehr Kabel, nicht nur für MIDI VErbindungen sondern alleine auch schon für Strom und Audio. Da fällt ein MIDI Kabel auch nicht mehr in's Gewicht.
Kurz gesagt - Alternativen zu MIDI gibt's nicht wirklich, sind auch eigentlich nicht notwendig, weil MIDI das tut, was es soll, und nochmal: die wenigsten auch nur ansatzweise die Optionen wirklich ausreizen.
Selbst MIDI über Bluetooth funktioniert wunderbar, sofern man die Bluetooth Verbindungen in Griff bekommt (was im Übrigen kein MIDI Problem ist) - eine gute Lösung, wenn man keine Kabel ziehen möchte, oder das Device keine anderen Optionen bietet, wie z.B. bei iPads.