Mikros für Klavier (upright)

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Hallo ihr!

Ich möchte gerne mein kleines Kavier (Kawai K-3) abnehmen, und suche eine Methode, die ich permanent installieren kann. Ich bin Jazz-Pianist, spiele viele Gigs und wurde schon häufiger nach Demos gefragt. Außerdem möchte ich mich und auch meine Klavierschüler zu Übezwecken aufnehmen. Darum wär es super wenn ich die Mikros permanent einbauen und auch bei geschlossenem Deckel benutzen kann. (Oder ist das eine behämmerte Idee?)

Dazu habe ich mich erst mal ausführlich schlau gemacht, hauptsächlich mit diesen zwei SOS-Artikeln:

http://www.soundonsound.com/sos/jan08/articles/pianorecording_0108.htm
http://www.soundonsound.com/sos/apr09/articles/uprightpianos.htm

Dann bin ich auf Thomann nach Mikro-Suche gegangen und dabei sind ein paar Fragen aufgekommen:

Ich versuche unter €100 für nur die Mikros zu bleiben (zur Not gehe ich bis €200), aber alle Kleinmembran-Mikros auf Thomann unter €100 haben Nierencharakteristik. Ich würde die Mikros gerne irgendwie fest im Klavier einbauen. Der sehr nahe Klang, der dadurch entsteht, stört mich eigentlich nicht wirklich (Oder sollte er das? Übersehe ich was wichtiges?), aber gerade wenn ich so nah dran bin, ist doch eine Nierencharakteristik eher hinderlich oder?

Wie komme ich am besten um die Probleme die daran hängen herum? Soll ich mir einfach mehr als zwei Mikros kaufen, um ein gleichmäßigeres Klangspektrum einzufangen, oder sollte ich lieber in Kugel-Mikros investieren?

Und mal ne ganz blöde Frage ... Thomann hat Dinge, die sich "Messmikrophone" nennen und angeblich einen ausgeglichenen Klang mit Kugelcharakteristik einfangen. ... Warum nehm ich nicht einfach die?

Danke für eure Geduld. :)
 
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Möglicherweise wären zwei Lavaliermikrofone was für dich; die haben meist Kugelcharakteristik. Des weiteren sind sie klein und leicht - das hilft beim Einbau.
 
Achtung: Lavalier-Mikros sind für Sprache und zum Anstecken an den Brustkorb gedacht und haben einen dermaßen verbogenen Frequenzgang, dass man kaum etwas anderes damit machen kann (Absenkung der Brustkorbresonanz, Überbetonung bei der Sprachverständlichkeit etc.).
Es gibt aber auch Miniaturmikrofone, die zwar auch als Anstecker gedacht sind, aber nicht als Lavaliers, die wären das was rumbaclave meint.
 
Hallo ihr, und danke für eure Tipps! Ich habe das alles mal recherchiert und auch selbst noch weiter geforscht.

Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich als ziemlich Audio-Amateur erst mal einen Bogen um unorthodoxe Methoden machen möchte (und @artcore, das Pickup-System überschreitet leider mein Budget). Darum soll es schon irgendwas Kleinmembran-Kondensator-artiges sein.

Ich habe bei musicstore das Behringer B-5 entdeckt. Das hat für €65 eine austauschbare Kugel-Kapsel und anscheinend einen ziemlich guten Ruf. Es kristallisieren sich somit zwei mögliche Pläne heraus:

a) 2x Behringer B-5 (Kugel)

b) 3x (!) T.Bone SC140 (Niere)

Ich habe Sorgen, dass ich mit Nieren unangenehme Lücken im Klang habe, wenn ich nur zwei verwende; vor allem weil ich ja sehr nah dran bin (Ich will die Mikros ja fest einbauen). Oder ist das eine unbegründete Sorge?

Beide Möglichkeiten kosten ungefähr gleich viel. Falls einer von euch meint, dass eine von beiden Methoden auf jeden Fall Quatsch ist und ich ja die andere nehmen soll, sagt es mir bitte jetzt, dann erspart ihr mir Arbeit. Ansonsten würde ich einfach mal alle fünf Mikros bestellen und in Ruhe ausprobieren, welche Lösung besser klingt.

Die Variante mit den Messmikros stelle ich erst mal hinten an, weil ich die Behringer Mikros gefunden habe. Ich glaube als Audio-Amateur sollte ich besser vorsichtig mit unorthodoxen Lösungen sein.
 
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Das mit den Mikros ist alles schön und gut. Da hat jeder Techniker seine eigene (richtige und wahre ;)) Philosophie. Letztendlich entscheidest Du selbst, was Dir am besten gefällt. Aber auf einen Punkt möchte ich doch näher eingehen. Du möchtest die Mikros fest installieren? Wie hast Du Dir das denn vorstellt? Und vorallendingen wo? Egal was Du vorhast, würde ich Dir raten auf ein paar Dinge zu achten.
Wenn es geht die Mikros nicht dauerhaft an Gehäuseteilen anbringen. Wenn doch, dann sollte es möglich sein, ohne großen Aufwand die Mikros zu demontieren, wenn z.B. das Klavier mal wieder gestimmt werden muss.
Wenn Du den Oberrahmen im Klavier lässt, und die Mikros irgendwie von oben über der Mechanik befestigst, wirst Du sehr viel Anschlagsgeräusch und nicht soviel Ton aufnehmen. Deswegen wäre es eigentlich sinnvoller, den Rahmen für die Aufnahmen zu entfernen. Dann müsstest Du aber auch die Klappe rausnehmen, weil beim Kawai sonst die Klappe gegen die Mechanik stößt, wenn man sie öffnet, und die Noten auf und/oder an den Hammerköpfen liegen. Also müsste die Klappe dann theoretisch auch raus. Da musst Du sowieso austesten, was Dir am besten gefällt, und mit was Du am besten leben könntest. Du kannst auch mal versuchen das Klavier von hinten zu mikrofonieren. Das klappt aber leider nicht immer.
Vielleicht nimmst Du Dir jemanden Deines Vertrauens zu Hilfe. Alleine kann so eine Aktion ziemlich nervtötend sein. Gönne Dir zwischendurch Hörpausen und lass Dich durch Mißerfolge nicht sofort entmutigen. Es gibt wirklich zig Möglichkeiten ein Instrument abzumiken. Und der heilige Gral ist immer noch nicht gefunden ;)
Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg und schreib bitte dann mal von Deinem "heiligen Gral". Jede Anregung kann wieder für einen anderen Suchenden eine große Hilfe sein.

Gruß,

Paul
 

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