AKG D 409 bei Sax und Posaune

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ich betreue eine Jazzband, bei der der AltSax-Mann und der Posaunist über das AKG D 409 abgenommen werden. Beim Altsax stören mich ungemein die Klappengeräusche, egal, wie man den Schwanenhals verdreht, der Saxmann kann Schlagzeug mit seinen Klappen spielen; beim Posaunisten ist die Endstellung des Zuges zu hören, wenn Metall auf Metall stößt (Equalizing bei 120Hz bringt geringfügige Besserung).

Ist das eine AKG spezifische Besonderheit oder gibt es Tricks, diese Geräusche deutlich leiser zu kriegen?
 
Eigenschaft
 
wir benutzen für fast alle Bläser (außer beim Bariton-Sax + der Baß-Posaune) das AKG C 419 und haben damit keine Probleme.
Kann mir nicht vorstellen, das es zwischen dynamischen Mic (D 409) + Kondensatormic (C 419) in dieser Richtung solche gravierende Unterschiede gibt...??! Insgesamt finde ich die Übertragungscharakterist etwas "spitz, mit zu wenig Bauch", das macht sich aber eher bei tieferen Instrumenten und den Perc. etwas bemerkbar.

Liegt es am Sax?? Wie sind deine Einstellungen (Gain, Höhen, Filter,...)
 
Lite-MB schrieb:
Kann mir nicht vorstellen, das es zwischen dynamischen Mic (D 409) + Kondensatormic (C 419) in dieser Richtung solche gravierende Unterschiede gibt...??!


... gibt es aber! Dynamische Mikrofone sind durch die größere bewegte Masse generell körperschallempfindlicher als Kondensatormikros.

Abhilfe läßt sich evtl. durch unterlegen eines Filzstreifens (3-5mm dick) unter die Klammer erreichen, falls die dann noch hält.

Gruß Mikroguenni
 
ich muß vielleicht klar stellen: spielt die ganze Truppe, ist das Klappengeräusch kaum zu hören, aber es gibt mehrere Stücke, die er Solo ohne den Rest der Truppe spielt und dann stört es.

Filz und Schaumgummi bringen kaum Besserung.

Gain, Equalizing am Pult verändern kaum, außer sie verbiegen den Sound. Filter beutze ich nicht.
 
mikroguenni schrieb:
... gibt es aber! Dynamische Mikrofone sind durch die größere bewegte Masse generell körperschallempfindlicher als Kondensatormikros ...

grundsätzlich ja, aber diese Mikros selber haben eigentlich keine Masse, da kann die bewegte Masse nicht so wahnsinnig unterschiedlich sein...?
Oder tritt da gerade der umgekehrte Effekt auf, wenn die bewegte Masse zur Gesamt-Masse in sehr ungüntigem Verhältnis liegt, also daß bei "großen, dicken" Mikros der Effekt kleiner ist, als bei diesen "kleinen, zarten"??
 
Lite-MB schrieb:
grundsätzlich ja, aber diese Mikros selber haben eigentlich keine Masse, da kann die bewegte Masse nicht so wahnsinnig unterschiedlich sein...?
Oder tritt da gerade der umgekehrte Effekt auf, wenn die bewegte Masse zur Gesamt-Masse in sehr ungüntigem Verhältnis liegt, also daß bei "großen, dicken" Mikros der Effekt kleiner ist, als bei diesen "kleinen, zarten"??

Unter "bewegter Masse" versteht man bei dynamischen Mikros die Masse von Membran (15um dick) mit Schwingspule. Die ist auf jeden Fall größer als die reine Membranmasse bei den Kondensern (ca 4 um). Die Gesamtmasse des Mikrofons die beim AKG auch wieder federnd gelagert ist ist bei dynamischen Mikrofonen durch die Magneteinheit wieder größer als bei Kondensern, das verringert den Körperschall wieder. Eine weitere Einflußgröße ist die Eigenresonanz der Membran. Diese liegt bei gerichteten Kondensern bei ca 3 kHz, bei dynamischen eher bei 200 Hz, also im Bereich wo die Körperschalleinkopplung größer ist.

Gruß Mikroguenni
 
@Martin:

Wie ich sehe, bist Du wohl gut von der 60-Jahr Party zurückgekommen. Daher habe ich gleich mal etwas Arbeit für Dich:

Folgendes habe ich unter Sennheiser Mikrofonen gefunden:http://www.musik-service.de/Mikrofon-Sennheiser-e-908-D-Dyn-Mikrofon-prx395749648de.aspx
Sennheiser e-908 D Dyn Mikrofon
40-20 Khz: Kondensator Clip-Mikro für Drums, Percussion

Kondensator Mikrofon ist richtig, "D" steht für Drums. Die dazugehörige Abbildung zeigt das e908 mit Bläserklammer, also das e908 B. Die Version für Drums und Percussion hat eine andere Klammer.
Genaue Infos gibt es hier:http://www.sennheiser.com/sennheiser/icm.nsf/root/500203-500205#

Vielleicht kannst Du das ja mal korrigieren.

Gruß Mikroguenni
 

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