Akkordeon-Wiedereinstieg mit eher schmalen Budget (750 €)

von okapi, 18.10.20 um 14:00 Uhr.

  1. okapi

    okapi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.20 um 14:00 Uhr   #1
    Hallo zusammen,

    ich bin ganz neu hier, habe nur in den letzten Tagen sehr viel hier gelesen (leider vielleicht etwas zu spät, aber dazu gleich)
    Nach fast 40 Jahren ergab sich kürzlich die Gelegenheit, mir von Freunden eine Hohner Pirola zu leihen, spontan dachte ich, das möchte ich unbedingt mal wieder versuchen, also eingepackt ;) Ein paar Noten und Videos gesucht und im völligen Anfängermodus losgelegt. Es macht schon Spaß! Letztlich weiß ich aber nicht bzw. muß so ehrlich sein, zuzugeben, dass ich noch unsicher bin, ob ich dran bleibe. Aber wenn mich etwas gepackt hat, dann lege ich auch erst mal mit Eifer los...

    Die Pirola ist top in Ordnung, soweit ich das beurteilen kann, aber sie ist mir trotz nur 8,4 kG zu schwer und zu groß. Habe auch hier erst erfahren, dass sie engere Tasten hat und als Fraueninstrument gilt ;) Und ja, die Tasten sind mir wirklich zu schmal.
    Also müßte was kleineres her. Das Budget ist allerdings schmal, und die Gebrauchtpreise ließen mich staunen - hatte nicht mehr im Kopf, wie teuer die Dinger sind. Von privat aus der Bucht war mir nix, aber dann fand ich eine Arietta IM von einem Akkordeonhändler für 250€, und da sie spielbereit sei, hab ich kurzerhand zugeschlagen...
    Gestern kam sie an, und ich dachte sofort, jawoll, die paßt! Mit 6.3 kg ok, sie ist hübsch und handlich, und ja man kann sie spielen :D Nun hab ich seit gestern ein paar Stündchen damit zugebracht (Hänschen-Klein-Niveau) und bemerke inzwischen aber auch folgendes:
    Angeblich sei die Stimmung ok - nun ja, wenn man die E-Oktave spielt, zwickts ein wenig an den Zähnen :D der Rest ist nicht so auffällig, wenn auch nicht perfekt hie und da.
    Die C-Taste quietscht, ok, das hört man beim Spiel eigentlich nicht mehr.
    Im Vergleich mit der Pirola schlägt sie schlechter an, also leise spielen ist eher bedingt möglich.

    Insgesamt mag ich aber den Klang (ich hatte auch früher nur mit Hohner zu tun..) und das Format, und wenn sie diese Macken nicht hätte, wäre sie wirklich fein für mich! Aber jetzt frage ich mich bzw. euch: habe ich da mit 250 Euro schon zu viel für ausgegeben? Oder konnte ich da eh nichts anderes erwarten?

    Nächstes: in der Nähe bietet jemand privat eine Amica III 72 an, also kein neues Modell, mit diesem "modernen" Design. Ich konnte noch nix zum möglichen Baujahr finden. Immerhin könnte man die ansehen und anspielen. Kosten soll sie 750 Euro. (Was wirklich absolutes Maximum für mich wäre). Lohnt es sich, die vielleicht mal anzusehen, oder meint ihr direkt, ist zu teuer oder so?

    NOCH kann ich die Arietta zurück geben. Einerseits denke ich zuweilen egal, erst mal schaun, wenn ich nach 10 Monaten (z.B.) denke, die isses einfach so nicht, waren es sozusagen 25 Euro Monatsmiete ;) Dann wieder bin ich am zweifeln, ob ich nicht gleich nach etwas besserem schauen sollte.
    Ich würde mich über Kommentar zu den Instrumenten, Einschätzungen und "Betrachtungsinput" freuen und danke schon mal im voraus :)

    VG okapi
     
  2. polifonico

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    Erstellt: 18.10.20 um 16:44 Uhr   #2
    Hallo Okapi,

    erst einmal darf man wohl zum Wiedereinsieg gratulieren !
    Akkordeons sind in der Tat teuer , wenn man da mal reingeschaut jat und den Arbeitsaufwand berechnet,
    den es kostet , so ein Instrument zu bauen ( und gegebenenfalls zu überholen ) , sind die Preise durchaus gerechtfertigt.
    Doch es gibt reichlich viel Angebot auf dem Markt, in allen Preisklassen , das ist aber gerade für Anfänger (oder Wiedereinsteiger) recht verwirrend.
    Da Du Dich auf ein kleineres Instrument orientierst sind für ein Budget bis um die 750 € doch Instrumente zu haben.
    Die Pirola hat trotz geringen Ausmaßes 120 Bässe , die Arietta 72 . Wenn Dir die 72 Bässe ausreichen ( bei 96 Bässen, der nächsten Größe kommst Du auch schnell auf 8,5 kg),
    wäre die Arietta schon ein mögliches Instrument.
    Allerdings nicht in diesem Zustand !
    Wer sowas verkauft ( und sei es auch für "nur" 250€ ) darf sich nicht Akkordeonhändler nennen,
    sondern vielleicht Trödler mit Musikinstrumenten.
    Also die geht zurück !
    Man bleibt beim Akkordeon nur dran, wenn es auch klingt , sonst macht es keinen Spass
    und man hängt das Teil bald wieder an den Nagel.
    Die Amica und die Arietta trennen auch mal ein paar Jahrzehnte.
    Die älteren Hohner sind in der Verarbeitung eigentlich besser ,
    doch wurden sie in dieser Zeit nicht überholt , wird man immer mit Verstimmungen ,
    schlechter Ansprache , etc zu kämpfen haben.
    Ich habe mal geschaut , die Händlerangebote zu der Amica sind meist 300-400 € teurer ,
    als 750 €. Ich bin kein großer Hohner Fan, aber es gibt da durchaus gute Instrumente :
    über den Erwerb von Akkordeons und auch bei den kleinen Hohner Modellen gibt es gerade hier im Forum viele Hilfestellungen.
    Wenn Du uns Deinen Wohnort mitteilst,
    dürftest Du wohl auch noch Tips von seriösen Händlern und Verkäufern bekommen.

    Ich würde an Deiner Stelle auch bei ebay und Kleinanzeigen schauen ,
    ob in der Nähe Akkordeons angeboten werden.
    Da sollte man sich viel Zeit beim Ausprobieren lassen,
    Augen und Ohren aufsperren und immer im Hinterkopf behalten,
    daß eine Überholung eines so lala Akkordeons schnell Dein komplettes Budget schluckt !

    Gruss,
    Ludger
     
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  3. okapi

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    Erstellt: 18.10.20 um 17:34 Uhr   #3
    Hallo Ludger,

    herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort! :)
    So einiges hatte ich mir in den letzten Tagen hier zusammen gelesen, wie eben auch zur Aufwändigkeit von Instansetzungen, Kosten etc. Drum möchte ich natürlich gern vermeiden, direkt ins Klo zu greifen ;) Bei der Kleinen war mir schon klar, dass das jetzt nicht der Brüller sein kann, aber halt ggf. auch nicht soo viel in den Sand gesetzt, v.a. mit Rückgaberecht. Kam auch über die Bucht.
    Ansonsten habe ich noch die Kleinanzeigen im Blick. Wohnort ist bei Ansbach.

    Wo du dich Bässe noch mal ansprichst - ja, für mich selbst würden mir 72 reichen und ein entsprechend kleineres und nicht so arg schweres Instrument wäre schon meine Wahl. Virtuosin war ich nie, und werde ich nicht mehr werden. Allerdings würde ich ggf. gern wieder in einer Gruppe spielen, gäbe es sogar in AN. Wäre da etwas mehr (96) eher angesagt? Ich hab echt keine Ahnung mehr :D Als Kind hab ich sicher auch zunächst mit einer 72er in unserer kleinen Gruppe gespielt, ob ich später eine 96er oder 120 er hatte, erinnere ich gar nicht mehr, war glaub ne Verdi.

    Seit wann gibt es denn die Amica-Reihe überhaupt? im "akkordeonmuseum" ist keine dabei und auch sonst hab ich nix gefunden.
    Auf Hohner bin ich nicht festgelegt, ich sortiere immer erst mal nur nach Preis und schau mir dann die Details an ;) Ok, von den Hohners dachte ich schon auch, dass die alten durchaus eine gute Qualität hatten. Andere Marken habe ich nie persönlich kennen gelernt.


    Ok, das ist ja schon mal eine Aussage.

    Danke noch mal für den Input, auf dem ich erst mal noch "rumkauen" kann :)
     
  4. Eifel

    Eifel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.20 um 18:04 Uhr   #4
    Hallo okapi,

    herzlichen Glückwunsch zum Wiedereinstieg. Das ist immer eine gute Entscheidung.

    Zum Spielen in einer Gruppe:
    Was meinst du genau? Akkordeon-Orchester oder Akk.-Ensemble? Dann rate ich eher zu einem 96er. Die Literatur für Akkordeon-Orchester verlangt oftmals mind. 37 Tasten Tonumfang (F-f), in der 1. Stimme auch mind. 41 Tasten (F-a). Und für ein Orchester ist ein mind. vierchöriges Instrument auch schon sehr nützlich (ab ca. 10 kg).

    Für den privaten Einsatz ohne Orchester und ohne große Ansprüche sind 72 Bässe und mind. 3 Chöre ausreichend. Das ist auch vom Gewicht her gut verkraftbar, deutlich unter 10 kg.

    Instrumentenkauf:
    Wie polifonico schon schrieb, ist dein Budget für ein gutes Instrument eher eng. Gebraucht und vom Händler/Akkordeonbauer überholt und mit Garantie, das kostet. Sollte aber nicht unmöglich sein. Von privat ohne Garantie wirst du sicherlich fündig werden. Falls möglich, nimm eine Begleitperson mit, die etwas Ahnung hat und den Zustand des Instruemnts einschätzen kann, wenn du spielst.

    Grüße aus der Eifel
     
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  5. dallamè

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    Erstellt: 18.10.20 um 19:01 Uhr   #5
    Wenn das Gewicht so entscheidend ist - willst du unbedingt Akko lernen, oder wäre vom Musikstil auch eine Steirische Harmonika ok? Oder hast du auf Taste schon viele Vorkenntnisse von früher?
    2 Haken hat die Sache: Steirische sind auch nicht gerade billig und das Zusammenspiel mit anderen Akkos gestaltet sich schwierig, wegen der Festlegung auf bestimmte Tonarten.
     
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  6. lil

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    Erstellt: 18.10.20 um 21:12 Uhr   #6
    bei "zu schwer" und "zu groß" stellt sich mir die Frage, ob da evtl. ein paar Unterrichtsstunden abhelfen könnten. Denn ich finde größere Instrumente besser handhabbar als kleinere und schwerere angenehmer zu spielen als leichtere (natürlich auch nur bis zu einer Grenze, die liegt aber näher an 15 kg als an 10; ich bin 1,67m klein, mein jetziges wiegt 13,6 kg und ich finde es angenehm zu spielen (natürlich nicht so angenehm zu tragen, aber ich mache auch keine Wanderungen damit)). Große Menschen mit zu kleinen Instrumenten erinnern mich oft an Schröder von den Peanuts ...
    [​IMG]

    Um große / schwerere Akkordeons handhaben zu können, ist aber eine gewisse Technik notwendig, sonst macht es keinen Spaß, deshalb mein Hinweis auf einen Lehrer.
    Fürs Orchesterspiel sind die Bässe unwichtig, allerdings sollten es nach Möglichkeit 37 oder besser mehr sein, die normalerweise mit mindestens 96 Bässen kommen. Bei einer "Spielgruppe" kommt es natürlich sehr drauf an, wie hoch die Ansprüche sind und was für Instrumente die anderen spielen.
     
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  7. okapi

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    Erstellt: 19.10.20 um 01:59 Uhr   #7
    Danke auch euch für euren Input! :)

    Ja, Orchester. Ab etwa 12 bis 19 Jahren habe ich in einem kleinen gespielt, soweit man teils nur 5 Leute so nennen kann ;) V.a. im Winter sind wir u.a. durch Altenheime getourt und haben Weihnachtslieder, Volksmusik und Operettenmelodien dargeboten.
    Für erste Stimme war ich nie gut genug, das tat der Sache aber keinen Abbruch. Es hat mir Spaß gemacht und so etwas kann ich mir wieder vorstellen. Leider ist nicht abzusehen, wann pandemiebedingt überhaupt wieder was stattfindet hier. Wird sicher noch dauern.

    Ja, besser wäre das. Ich weiß gar nicht, wie weit der Besitzer der Pirola in der Materie ist, werde mal fragen, ob er sich für willens und geeignet hält.

    Ja, würde ich schon sagen. Nach 3-4 Jahren Akkordeonunterrricht hatte ich Durchhaltewillen bewiesen und bekam endlich das ersehnte Klavier ;) Ab dann noch einige Jahre Klavierunterricht und Akkordeon "nur" noch fürs kleine Orchester. Insofern bin ich schon noch ganz gut bei den Tasten zuhause, auch wenn auch das Klavir leider dank elend vielen Umzügen schon gute 30 Jahre nicht mehr bei mir ist.
    Was ich stilistisch möchte und mag (und ggf. überhaupt erlernen kann), weiß ich gar nicht zu sagen. Zu spontan die Idee, zu wenig Kenntnis etc. Meine aktive Zeit damals war klassischer Weise geprägt von Oper(ette) und Volksmusik. Ich habe mir aktuell ein paar Noten von der Haas'schen Seite gezogen - das ist schon toll, von solchen Sachen auch direkt für Anfänger hätte man damals nur Träumen können ;)

    Zum Gewicht, hm, da müßte ich ausprobieren, es sollte schon noch was mehr gehen - wenn es mal auf dem Schoß habe, ist es ja in Ordnung, das hochwuchten ist eher das Thema. Und speziell bei der Pirola die schmaleren Tasten bzw. das Gesamtgefühl - das kommt noch vor dem reinen Gewichtsthema, würde ich sagen.

    Ja, da hast du sicher Recht, und ich möchte mir auch etwas suchen. Manches weiß ich nicht mehr, manches scheint mir verändert (wenn ich hier so quer durch die Themen lese).
    Vielleicht passt mir auch einfach die Pirola nicht, keine Ahnung. Sie will nicht wirklich an den Körper, und ich habe große Probleme, bei den Bässen Orientierung zu halten - das jedenfalls geht mit der Arietta direkt deutlich besser, auch wenn grundsätzlich natürlich schlicht die Übung fehlt.

    :D :D Ich muß mich wohl mal mit der Kleinen vor den Spiegel setzen bevor ich sie zurück schicke :D

    Jetzt muß ich das erst mal sacken lassen und über einen sinnvollen Plan nachdenken ;)
     
  8. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.10.20 um 06:15 Uhr   #8
    DAS ist durchaus eine Möglichkeit, hat aber mit Größe und Gewicht nicht viel zu tun. Manche Instrumente passen einfach nicht. In dem Fall heißt es, weitersuchen. Aber schließe die größeren Instrumente nicht von vorneherein aus!
     
  9. Minze

    Minze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.20 um 07:41 Uhr   #9
    Hallo Okapi,

    gerade wenn du gerne Unterricht nehmen willst oder gerne in einer Gruppe spielen willst, finde ich das Gewicht sehr entscheidend.
    Du solltest es ohne Schmerzen schultern können, es gerne greifen, ohne mit den Kilos zu hadern.
    Bei mir hat der Umstieg auf ein kleineres Instrument extrem viel mehr Spielfreude gebracht, keine Rückenschmerzen mehr, Treppen rauf und runter - na und ?
    Eben noch mal kurz etwas ausprobieren ... alles soviel entspannter. Bei mir war es der Unterschied von 11,6 zu 8,3 kg der das bewirkt hat.

    Ein gut gestimmtes Instrument finde ich aber wirklich auch extrem wichtig , es kann auf Dauer keine Freude machen , wenn es nicht klingt.

    Für Touren durch Altenheime mit Weihnachtliedern,Volksmusik und Operetten sollten doch 34 Tasten reichen. Das kann man ja telefonisch mal nachfragen.
     
  10. 120

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    Erstellt: 19.10.20 um 11:11 Uhr   #10
    Ich hatte mal eine erstaunlich leichte Weltmeister serino. Glaube die wog unter 8kg.
    Das war ein gut gepflegtes Erbstück von privat für kleines Geld.
    Die Stimmstöcke waren aus leichtem Spritzguss.
    Zwar gefällt mir Holz als Material besser aber ist auch deutlich schwerer und der Klang war gut.
    Für unterwegs spielt gerade das Gewicht eine Rolle.
    Vom Aussehen gefiel sie mir nicht aber eine 41/120/III wiegt nur 8,8 kg bei 120 Bässen und sieht gut aus.
    Weniger Bässe können dann je nach Modell und Bauart entsprechend leichter sein.
    https://www.musik-center.de/de/akko.../weltmeister-modell-41-120-iii-ueberholt.html
     
  11. okapi

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    Erstellt: 19.10.20 um 18:18 Uhr   #11
    Hallo ihr freundlichen HelferInnen,
    Ich muss es mal sagen, ich finde den Umgang hier im Akkordeonbereich wirklich unglaublich angenehm! :) Bin in einigen Foren unterwegs, aber überall gibts in steter Regelmäßigkeit flamewars, Trolls und sonstige Aggressivität. Das habe ich hier beim lesen so noch nicht gesehen, wirklich schön! :)

    Ich will jetzt nur kurz berichten: habe eben die oben erwähnte Amica III angeschaut. Optisch wirklich top, für mein Gehör auch nicht verstimmt, sogar der Geruch vom Balg hat mich irgendwie an meine Jugend erinnert, hatte was von neu, was eigentlich nicht wirklich sein kann ;) Aber dann kams, auf Druck kam beim unteren Es erst mal GAR kein Ton, nach ein paar mal hin und her war kam er dann doch. Aber dabei fiel mir dann ein Geräusch auf. Es zeigte sich, dass bei den tieferen Tönen immer nur beim Schließen direkt nach dem Ton irgendwas kurz und leise schnarrte, irgendwie wie ein "boing" von einer Stahlfeder. Das war endlos reproduzierbar.
    Der Verkäuferin ist ein wenig das Gesicht auseinander gefallen, sie hörte es auch nicht... Meinte dann, was ich erwarten würde, es sei ja nicht neu. Ja, es ist leise, aber nee, sorry, für über 700 Euro, erwarte ich nicht, dass ich jedesmal beim Spiel denke, das Teil muß zur Reparatur. Da gäbe es für mich auch nix zu handeln, das war einfach nogo - und hätte mich schlimmer genervt als das verstimmte e der Arietta und das quietschende c zusammen. Mich macht halt auch ein entfernt tropfender Wasserhahn wahnsinnig ;)
    Naja, so war das Thema binnen 15 Minuten erledigt.

    Nicht schlimm, habe heute erfahren, dass es in ca. 20 km einen Senioren gibt, dessen Lebenspassion es ist, Akkordeons zu restaurieren und auch zu verkaufen. Er habe immer viele Instrumente da. Den hoffe ich, dann bald zu erreichen. Das wäre ja großartig, wenn ich da wirklich verschieden Instrumente ansehen und probieren könnte! Ich werde berichten.

    Es war ein langer Tag, drum sorry, wenn ich jetzt nicht auf die letzten Beiträge eingehe, mein Sofa ruft einfach nach mir :)
     
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  12. maxito

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    Erstellt: 19.10.20 um 18:29 Uhr   #12
    Ja, das kanns geben. So ein Akkordeon funktioniert ja n bissl auch wie ein Staubsauger und da kanns dann einfach passieren dass sich ein Krümel in der Tonzunge verklemmt oder vom langen Stehen dei Ventile nicht so freigängig sind, wie wenn man regelmäßig damit spielt. Dass es nix schlimmes war, merkt man daran, dass nach ein paar mal hin und herdrücken der Ton wieder kam (Ich vermute dann ist der Brösel rausgefallen und alles war wieder normal)

    jetzt hab ich das Geräusch ja nciht gehört udn kan nur vermuten - aber die Stimmzugnen schwingen immer noch kurz nach wenn man die Klapppe schließt. Und je tiefer der Ton desto länger ist das. Und das hört man mitunter wenn man aufpasset. das macht dann bei den tiefen Tönen so eine Art leises Prrrng ... Das machen alle Akkordeons und je größer die Stimmzunge desto stärker kann man das auch wahrnehmen.

    Bei Privatverkäufen kann man da im Zweifelsfall ja mal vorschlagen, man lässt das beim Fachmann begutachten und falls was zum richten ist, hat man gleich einen Schätzpreis den man vom Kaufpreis zumindest teilweise abziehen kann. Kan auch sein dass der Fachmann sagt dass das alles normal ist - dann ist s auch gut und man kann ruhig damit schlafen.


    Na das klingt doch schon mal gar nicht schlecht - Viel Auswahl ist immer gut und wenn der auch gleich repariert dann sollten kleine Defekte kein Problem darstellen.:)





    Ja Dankeschön! Wir geben uns auch Mühe dass es so bleibt;)
     
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  13. Wil_Riker

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    Erstellt: 19.10.20 um 18:33 Uhr   #13
    Was ein gutes Beispiel dafür ist, dass man als (Wieder-) Einsteiger am besten bei einem Händler kauft, auch wenn’s etwas teurer ist...
     
  14. polifonico

    polifonico Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.10.20 um 19:40 Uhr   #14
    ...das kann ich nicht unbedingt bestätigen.
    Ich habe nur mein erstes richtiges Akkordeon beim Händler gekauft (eine Scandalli Polifonico XIV , daher mein Name...).
    Das Instrument war erste Klasse, ehemals in diesem Musikhaus erstanden, die Witwe des verstorbenen Spielers hat sie wieder dorthin in Kommission gegeben.
    Trotzdem Zufall : keiner der Angestellten dort kannte sich mit Akkordeons aus , sie konnten aber den guten Zustand erkennen und ich hatte eine Garantie.
    Hat aber auch gute 2800DM gekostet (1998) .

    Alle meine späteren Instrumente hab ich privat gekauft , alle hätten bei Händlern das 2 bis 3 fache gekostet
    und nur so war es mir nach langer Suche auch möglich , eine gute Converter/Cassotto Victoria zu kaufen.
    Mit kleinem Budget fährt man im Zweifel öfters los und ja , man sieht auch viele Gurken, die man bestimmt nicht kaufen möchte.
    Mit ein bisschen Geduld findet man aber das passende !

    Nur so als Beispiel das Angebot von dem Händler , das "120" weiter oben vorgeschlagen hat:
    https://www.musik-center.de/de/akko.../weltmeister-modell-41-120-iii-ueberholt.html
    Das Akkordeon ist an die 50 Jahre alt . Ein seriöser Händler würde das Instrument nur generalüberholt anbieten können,
    dann müßte da aber mehr , als der doppelte Preis stehen. Ventile, Wachs und Stimmung können bei so einem Instrument nicht mehr gut sein.
    Da eine Überholung aber für unter 600€ nicht zu machen ist , wird da , wenn überhaupt nur nachgestimmt worden sein.
    Ein bisschen an den Klappen biegen, ein paar Ventile glätten , das ist nichts von Dauer und wird einem versierten Spieler auf Dauer nicht gefallen können.

    Ich würde also behaupten , daß das Budget von 750€ zu schmal für einen seriösen Akkordeonhändler ist,
    weiß aber aus Erfahrung , daß man dafür von privat gute Instrummente bekommt.
    Wenn man sich , wie ich (inzwischen) mit Akkordeons auskennt , hat man es da gewiss leichter ,
    aber etwas Eifer und Geduld , ein gutes Ohr und ein gesundes Bauchgefühl verhelfen einem ( auch als Laien ) zu einem guten Akkordeon !

    Viel Erfolg

    Ludger
     
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  15. 120

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    Erstellt: 19.10.20 um 20:44 Uhr   #15
    Meine Serino hatte mich glaube 150 gekostet und war im Zustand noch erstaunlich gut.
    Ein Händler kommt an sowas bisweilen vielleicht noch günstiger dran bei Verrechnung.
    Dann paßt das schon fast.
    So ein 50 Jahre altes Instrument kann auch schon mal gewartet oder überholt worden sein.
    Und dann hat eine Auftragsarbeit im Handwerk sicher einen anderen Preis als ein Werkstück an dem man auftragsunabhängig arbeiten kann zB. wenn nichts anderes anliegt.
    Denkbar auch daß ein Auszubildender sich an sowas versuchen darf wenn er aufgepaßt hat.
    Wird es gut wirds verkauft, reichts nicht muß er es eben nochmal gemacht werden.
    In meiner Lehrzeit bekamen die Kunden gezinkte Schubkästen für kleines Geld.
    Hätten das die Gesellen gemacht wären gezinkte Schubkästen für die Kunden zu teurer geworden.
    Für die Lehrlinge war es eine gute Übung wenn gerade nichts anderes anlag.

    Ich kann es leider nicht besser formulieren.
    Das geht auch schwierig.
    Ein Beispielversuch noch.
    Wir hatten in einer Schreinerei eine Gestellsägenproduktion die zwar keinen Gewinn brachte aber die Unkosten senkte wenn nichts zu tun war.
    Der Vergleich hinkt, da wir dann manchmal auch liefern mußten und gut lief das Ganze auch nicht wirklich.
    Aber ein terminunabhängiges Produkt ist von der Kalkulation nicht zu vergleichen mit einer Auftragsarbeit.
     
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  16. okapi

    okapi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20 um 03:00 Uhr   #16
    Ja, das Gerät war diverse Monate nicht gespielt worden, stand in der Wohnung. Jetzt wo du es SO beschreibst, regt sich was in den tiefsten Tiefen meiner Erinnerungen... Ist so etwas dauerhaft, oder geht und kommt das? Wenn es das ist, wär ja ein wenig peinlich ;) Auf jeden Fall kenn ich das, was du da meinst.
    Andererseits wundert es mich, dass sich diese Erinnerung dann nicht schon in der Situation gemeldet hat, ähnlich wie dieser Geruch etwas bei mir hat anklingen lassen. Vermutlich wäre es anders gewesen, wenn ich das hätte einordnen können - dann bewertet man Dinge ja auch anders. Viele kennen das bestimmt, dass z.B. Geräusche ungemein nerven können, von denen man nicht weiß, wo sie herkommen, die man nicht mal orten kann. Hat man dann die Ursache gefunden, läßt es sich schon deutlich besser aushalten. Auch weil man vielleicht einschätzen kann, ob das jetzt dauerhaft ist oder vmt. bald aufhört (etwa, weil man jetzt weiß, ok, der Nachbar, handwerkert irgendwas, und das MUSS ja mal ein Ende haben)
    Wie auch immer, weder bei der Pirola noch bei der Kleinen hab ich sowas gehört, drum hatte ich das Gefühl, das gehört da nicht wirklich hin. Insofern konnte ich nicht anders entscheiden, und es ist in Ordnung. Anhand der Reaktion und dem Gesamteindruck der Situation und des Menschen bin ich auch eher skeptisch, ob die Besitzerin von der Idee einer Begutachtung durch einen Fachmenschen amused gewesen wäre ;)

    Ich finde eher, ein gutes Beispiel, was dabei raus kommen kann, wenn zwei blutigste Laien aufeinander treffen :D
    Scherz beiseite, zumindest inzwischen ist es so, dass die Menschen lieber billige Neuware kaufen, statt gebrauchte GUTE Qualität. Ich denke, da werden viele sein, die lieber für 500 Euro ein neues Chinaakkordeon kaufen als ein hochwertiges Gebrauchtes für 1000 und mehr.

    S.o., man muß es auch noch verkaufen können zu so einem Preis und bei diesem Trend. Ich könnte mir eher vorstellen, dass es so läuft, wie @120 beschreibt.
    Nehmen wir mal dieses hier: https://www.musik-center.de/de/cata...ss-2-choerig-ueberholt-gebraucht/category/28/ eine Concerto II für 750€. (In der Bucht werden die aktuell von privat mit 250 bis etwas über 300 Euro gehandelt.) Nach deiner Rechnung würden 750 aber immer noch (zu) wenig sein, oder verstehe ich das falsch? In der Beschreibung steht "vollständig überholt".

    Aber die Dinge entwickeln sich hoffentlich. Erst mal hoffe ich, den passionierten Akkordeonwerker zu erreichen, auch habe ich inzwischen Rückmeldung, dass der Besitzer der Pirole mich bei einer erneuten Besichtigung begleiten mag, das stimmt mich alles erst mal etwas zuversichtlich :) Aber ihr habt mich auch nachdenklich gemacht, und ich bin zumindest weg, dass es unbedingt eine 72er sein soll, inzwischen möchte ich schon gern auch mal eine 96er probieren.

    Zum Schluß mag ich euch noch eben die Arietta zeigen, hänge mal ein Bild an.

    arietta.jpg
    In die war ich beim auspacken direkt schockverliebt! :love: Optisch finde ich sie entzückend, sie hat doch einfach den genialen Charme eines alten Röhrenradios :D (Ich suche verzweifelt wieder einen einfachen Lach-Smiley?!) Sowas ist natürlich auch kein guter Ratgeber. Schade, dass sie doch so schrammelig ist - wie sie eigentlich ja auch aussieht ;)
     
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  17. Arrigo

    Arrigo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20 um 03:24 Uhr   #17
    Eine schöne Nacht Okapi,

    Seit 2000 oder ein/zwei Jahre länger, aber nicht mehr.
    In dem Alter sind maximal ganz kleine Reparaturen üblich, d.h. ein paar wenige Ventile ersetzen, ein paar Töne nachstimmen.
    Also ich hätte sie an deiner Stelle gekauft, egal was an dem einen Ton ist. Solange es nur ein Ton ist, ist es nicht teuer.
    Ich tippe auf das Ventil, also mit Akkordeon aufmachen etc. ein geringer zweistelliger Betrag. Wenn du so einen Rentner findest, der das aus Spaß an der Freude macht, einstellig.
    (Auf der Bassseite können solche Geräusche jedoch auch von der Mechanik kommen und das rentiert sich finanziell nicht.)
    Jein. Ich finde das Angebot schon schlüssig,
    Die Überholung war bei diesem Alter einfach nötig. Ohne wäre sie für den Händler nicht zu verkaufen. Andererseits werden gebrauchte zweichörige Akkordeone einfach nicht höher gehandelt, es sei denn sie sind noch ganz neu. D.h. teurer bringt sie der Händler nicht los.

    Die Kosten für die Überholung richten sich einfach nach der Arbeit.
    Ein vierchöriges 120-Bass-Akkordeon hat (meist) 41*4*2+12*4*2=424 Stimmzungen,
    ein zweichöriges 72-Bass-Akkordeon (meist) 34*2*2+12*4*2=232 Stimmzungen, also etwas mehr als die Hälfte.
    Damit ist auch die Überholung halb so teuer.
     
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  18. okapi

    okapi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20 um 09:05 Uhr   #18
    Kurz zwischendurch: ich habe jetzt mal bei der Pirola GANZ genau hingehorcht und muß zugeben, ja, da ist auch dieses kleine boing. ABER wesentlich leiser und weicher, man muß schon mit dem Ohr quasi an den Balg um es zu hören. Habe in drei Räumen gelauscht, da das ja ggf. auch viel ausmacht Bei der Amica hat sich das eher blechern angehört und war eben auch für mich wirklich deutlich wahrnehmbar.

    Und jetzt an die Arbeit... ;)
     
  19. maxito

    maxito Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 20.10.20 um 10:12 Uhr   #19
    in irgendeiner Form macht das jedes Akkordeon, weil das vom Prinzip der schwingenden Stimmzungen herkommt. Nur wieviel man davon hört (wenn man genau hinhört) das ist bei jedem Akkordeon anders. - Generell gilt, je größer die Stimmzunge, desto stärker der Effekt. Jetzt sollte man das aber nicht zum Prinzip machen dann doch nach möglichst kleinen Stimmzungen zu suchen, denn bessere Stimmzungen (und Klangqualität) heißt in der Regel auch größere Stimmzunge. Dieses nachschwingen hört man eigentlich auch nur, wenn man extra hinhört. Beim normalen Spiel fällt das überhaupt nicht auf. Und wenn man sich auch mal durch die Topliga durchprobiert stellt man fest dass , weil die meist größere Stimmplatten haben, meist deutlicher nachschwingen!


    Das mit dem Komplett überholt ist so eine Sache der Deutung. Genauso wie und ob ein altes Instrument überholt werden muss.

    Es hängt immer von den Ansprüchen des Besitzers ( Benutzers) ab. Dem einen macht das überhaupt nix aus, wenn die Kiste ziemlich verstimmt ist und findet dies als "vintage" Style sogar noch toll, dem anderen rollen sich die Zehennägel auf, wenn er so was verstimmtes hört. (Wobei den Zuhörern zuliebe isses schon schöner wenn das Instrument einigermaßen stimmt;)) Genauso ists mit der Schmerzgrenze wann was gerichtet werden muss. Der eine möchte eine leise Tastatur und komplett picobello gerichtete Stimmplatten haben, dem anderen macht das nix aus, wenn mal n Ventil abfällt und die Tastatur klappert.

    Genauso ists mit den Reparaturkosten - da gibts große Unterschiede. Sowohl vom Kostenniveau an sich , als auch in der Qualität. Je nachdem was alles gerichtet wird (komplett überholt sagt nämlich so erstmal auch gar nichts aus - das deutet jeder wieder anders was er damit meint)

    Ich kenne Akkordeons die sind mehr als ein halbes Jahrhundert als, da wurde noch nie was dran gemacht (außer vielleicht ab und an mal nachstimmen) die kannst du in die Hand nehmen und losspielen. Und ich kenne Akkordeons die sind noch keine 30 Jahre alt da fallen die Stimmplatten raus. Und das ist dann halt das Problem, wenn man gebrauchte von privat kauft - man weiß es halt nicht ob und wann an der Kiste was kommt. Da kann es sein du spielst noch jahrelang damit ohne irgendwelche Probleme, kann aber auch sein dass schon nach zwei Wochen irgendwas iss... kauft man das beim Fachhändler, dann hat er zumindest die wichtigsten Problempunkte behoben und man weiß es iss Ruhe für die nächsten Jahre. Auf der anderen Seite kostet das dann halt mehr.

    Wenn das Budget hierfür einfach nicht reicht, dann reichts halt nicht - dann muss man halt pokern und hoffen und /oder ein paar Kompromisse in Kauf nehmen...
     
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  20. polifonico

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    Erstellt: 20.10.20 um 11:04 Uhr   #20
    Deine Arietta hat wirklich Charme , das wars aber wohl auch schon ...
    Fürs Dekoregal zu teuer und zum Spielen wahrscheinlich ungeeignet. Ich würde da auch keinen Euro reinstecken.
    Hab die Amica bei Kleinanzeigen gefunden , wenn es die rote mit Rollkoffer , Notenständer und Notenpaket ist ?
    Sieht erst mal ganz gut aus, hat sogar richtige Gurte und der teure Koffer wurde auch extra dazugekauft !
    Normalerweise werden die nur mit den billigen Stoffbändchen ausgeliefert...
    Die jüngeren Hohner Instrumente haben nicht den besten Ruf , ich weiß nicht ob die Amica noch in Deutschland,
    oder in der Tschechien oder gar in China gefertigt wurde. Auf jeden Fall war da zur Gewinnoptimierung schon
    deutlich eingespart worden.
    Einzelne Fehltöne sind nicht teuer , meist klemmt da ein Ventil, oder ein Staubkörnchen.
    Das zählt nicht mal wirklich als Reparatur .
    Bei älteren Instrumenten können die Ventile in den tiefen Tönen nachflattern, oder schnarren-
    die müssste man austauschen , das kostet Geld. Ein verstimmtes Instrument sollte man nicht kaufen,
    es sei denn , es ist so günstig, daß sich sie Investition von einigen hundert Euro noch lohnt.

    In Deiner Nähe >40km hab ich zwei Hohner Concerto III Instrumente entdeckt.
    Das sind gute und solide Schülerinstrumente , zudem sind sie dreichörig , was die Klangmöglichkeiten (im Vergleich zur Arietta) deutlich erweitert .
    Die sind nun auch schon rund 30 Jahre alt ,
    da gelten also alle guten Ratschläge , die zur Bewertung von Gebrauchtinstrumenten weiter oben und hier im Forum schon ausführlich beschrieben sind.

    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/akkordeon-hohner-mit-koffer/1491105566-74-6800
    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/akkordeon-hohner-concerto-iii-n/1479441610-74-6204

    Preislich durchaus gern nach unten zu verhandeln !

    Gruss,
    Ludger
     
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