Beste Vorbereitung auf "Die Kunst der Fuge"

mrtheo
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Hi Leute,

hier eine etwas ungewöhnliche Frage....

Ich bin gerade auf dem Stand so halbwegs gut durch die French Suites und den dreistimmingen Inventionen von Bach zu kommen, leider eher schlecht als recht.

Ich habe mich aber sehr in Fugen und polyphoner Barock-Musik verliebt. Und Die Kunst der Fuge ist halt die Königinnen der Fugen xD

Wie könnte ich mich am besten darauf vorbereiten in vllt 2-5000 Jahren Contrapunctus 1 und 2 halbwegs passabel zu spielen? Vermutlich viel Bach spielen und sich durch das wohltemperierte Clavier prügeln... Aber vielleicht kennt ihr ja gewisse Etudes, die das Unterfangen erleichtern? Und ist das überhaupt realistisch sowas als Amateur überhaupt zu erreichen? (dazu muss ich aber sagen dass ich wegen Krankheit nicht vollzeit arbeiten kann, also 4h am Tag für Klavierüben wäre vorhanden xD)

Also so ganz generell wollte ich fragen was der beste Übungsweg wäre um relativ schnell schwere Barockwerke zu spielen.
 
Wichtig ist, daß man sich ein Verständnis der einzelnen Stimmen erarbeitet. Man kann also einzelne Stimmen durchspielen. Evtl. hilft es, jede der 4 Stimmen in einer anderen Farbe in den Noten zu markieren.

Dann Kombinationen spielen: 1. und 2, Stimme, 1. und 3. Stimme, 1. und 4. Stimme etc.
Dann 3 Stimmen spielen und eine weglassen. Dann 3 Stimmen spielen und eine singen etc.

Wenn man alle 4 Stimmen übt, sind gute Fingersätze essentiell.

Viele Grüße,
McCoy
 
Das kann ich gut nachvollziehen, Bach ist für mich bei aller genialen Musik, die es sonst so gibt, irgendwie der größte, und Fugen sind halt schon irgendwie die Königsdisziplin. Das macht viel Arbeit, aber es macht auch riesigen Spaß.

Vermutlich viel Bach spielen und sich durch das wohltemperierte Clavier prügeln.
Das WK enthält wunderschöne Fugen, da muss man sich nicht prügeln 🙂

Wenn Du noch nie eine Fuge gespielt hast, könnte man erstmal eine aus den kleinen Präludien und Fughetten spielen.

Contrapunctus 1 ist nicht so super schwer. Wenn das für dich der Traum ist, kann man auch damit anfangen. Es muss ja nicht die ganze Fuge auf einmal sein, nimm Dir zB erstmal die Exposition vor.

gute Fingersätze essentiell.
Das sehe ich auch als den Punkt, der alleine als Autodidakt vielleicht am schwierigsten ist.

Du musst dir wirklich einen ganz exakten Fingersatz zurechtlegen. Dabei wandern Mittelstimmen oft auch von einer Hand in die andere, und es ergeben sich manchmal auch relativ akrobatische Stellen. Die Suche nach dem optimalen Fingersatz ist ein längerer Prozess. Ich schreibe mir bei Fugen wirklich fast über jede Note die Zahlen drüber.
Das ist gar nicht so sehr fürs Durchspielen wichtig, sondern zum Üben, damit ich an jeder beliebigen Stelle mit dem richtigen Fingersatz einsteigen kann.
Der Aufwand ist aus meiner Sicht gering im Vergleich zum Nutzen.
So sieht das bei mir aus ...
1000097106.jpg


Damit das nicht ewig dauert, such dir bitte eine Ausgabe, bei der möglichst viele Fingersätze schon drüberstehen. Es gibt ja auch Ausgaben, wo kein einziger Fingersatz drin ist. Das wäre dann schon sehr mühsam.

Zum üben unterteile ich das Stück in kleine Abschnitte – maximal einen halben Takt oder einen ganzen Takt. Übe jeden Abschnitt mit dem exakten Fingersatz extrem langsam, bis jeder Fingersatz korrekt sitzt. Da brauchst Du Geduld. Wenn diese Miniabschnitte stabil funktionieren, kannst du sie kombinieren. Das ist meine Vorgehensweise.

Und ich lerne das beim Üben nebenbei so nach und nach schon auswendig.

Ich würde Dir auch empfehlen, dazu ein paar Stunden bei einem Lehrer zu nehmen, das hilft schon sehr.
 
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