Cajon bei Auftritten naturgetreu abnehmen ohne Monitor-Rückkopplung

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micmen
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Hi,
zum Thema Cajon abnehmen gibt es hier schon einige Threads, aber keiner davon beantwortet meine Frage und alle sind sie Jahre alt, daher fange ich es neu an:

Weiß jemand oder hat eine fundierte Idee, wie man bei Auftritten eine Cajon mit 100% naturgetreuem Sound abnehmen kann, ohne daß es in den Monitorboxen Rückkopplungen gibt?

Ich habe es erst mit dem CBM-1 von PUR/Rumberger versucht, das in die Cajon gelegt wird, aber da kommt (eigentlich wenig verwunderlich...) nur dumpfes Gerumpel heraus, fast alle filigranen Details fehlen. Bei PUR hat man mir auch bestätigt, daß man dann, wenn man den kompletten Klang der Cajon benötigt, dieses Mikro lediglich zusätzlich verwenden könnte, um die Bässe besonders hervorzuheben.

Der Klang einer Cajon kommt ja vom Schlagbrett und wird ausschließlich von dort ausgehend nach vorne abgegeben, also die einzige für guten Sound mögliche Abnahme ist mit einem Mikrofon, das irgendwie von vorn auf das Schlagbrett gerichtet ist. Da aber haben wir (mit einem SM-57) nie das Problem lösen können, daß der Schall der Monitorboxen schon zu Rückkopplungen führt, noch bevor das Cajonsignal laut genug auf der Bühne zu hören ist.
Ich schätze, die Ursache des Problems ist das Schlagbrett, das den Schall der Monitorboxen reflektiert und genau aus der Richtung auf das Mikro wirft, aus der es am empfindlichsten reagiert (weil genau von dort kommt ja auch der abzunehmende Schall des Schlagbretts...).

Ein erfahrender Tontechniker hat einer der Bands nach seinen erfolglosen Versuchen schon empfohlen, aufzugeben und bei der Cajon auf in-Ears umzustellen. Es wollen aber nicht alle solche Dinger tragen, nur weil man es bei einem einzigen Instrument nicht hinkriegt, es besser abzunehmen.
Leider wird die Cajon halt bei allen auf der Bühne besonders laut benötigt, da sie sich ja beim Timing daran orientieren.

An manchen Stellen habe ich die Empfehlung gefunden, das Mikro 50cm vom Schlagbrett entfernt zu positionieren, aber das funktioniert überhaupt nicht, da es dann viel zu viel Sound von Gesang und anderen Instrumenten abbekommt und viel lauter gedreht werden muß, was das geschilderte Problem eher verstärkt als verringert.

danke!
 
Naja, die simple Grundregel gilt wohl auch hierbei: Lautstärke-Verhältnisse sind Abstandsabhängig.
Also muss das Mikrofon näher an die Schallquelle.
Als Experimentierfreudiger würde ich ein kleines Headsetmikro anbringen, evtl. so ein kleines, das am Theater und bei Musicals mit Klebeband seitlich am Mund hängt.
 
Ja, das mit der Nähe sehe ich auch so.
Aber so ein Schlagbrett ist schon recht groß und es soll alles am Mikro landen. Wir haben so ca. 10cm, ist das schon zu viel?
Wenn ja, fürchte ich, müssen wir mindestens 2, eher sogar 3 Mikros nehmen.

Und Du meinst, bei einem Headset-Mikro gibt es weniger Rückkopplung?
 
Die Rückkopplung ergibt sich immer dann, wenn das Nutz-Signal (Cajon) im Verhältnis zum "Störsignal" (PA/Monitor) zu leise ist.
Also entweder das eine lauter machen, oder das andere leiser drehen.
Da die "störende" LS-Box ja gewollt so laut sein soll, vleibt nur das Nutzsignal lauter zu machen.
Wenn das mit "stärker draufhauen" nicht geht, bleibt nur den Abstand deutlich! kleiner zu machen.
Um Platz für die sich stark bewegenden Hände zu geben, ist meine erste Idee, so ein "Miniaturmikro".
Es muss natürlich bei dem "Abstand" von wenigen mm bis cm, für hohe Schalldrücke geeignet sein , versteht sich ...
 
Mal ein dpa 4099 ausprobieren.
 

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