Coremusik, das einzige Genre das sich für Veranstalter lohnt?

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Hallo,https://www.musiker-board.de/newthread.php?do=newthread&f=38
ich bin mir leider nicht ganz sicher ob ich hier im Abteil Live on Stage richtig aufgehoben bin, aber letzte woche ist mir etwas passiert was mich schonsehr verwundert hat.

Ich spiele in einer deutschsprachigen Punkband, und wir sind grad verstärkt dabei uns um Auftritte in den Städten unserer Umgebung zu bemühen. Überwiegen probieren wir unser Glück bei kleineren Clubs, Jugendzentren und Musikkneipen die per Doordeal bands bei sich spielen lassen, und bei denen wir durch Recherche oder durch befreundete Bands wissen das dort regelmäßig Newcomer Konzerte stattfinden.

Wir schreiben in der Regel zu erst eine Bewerbung per E-mail, in der wir alles was der VA so braucht beifügen. Sprich: Pressefoto, Bandinfo, kleinere Erfolge die für den lokalen Bekanntheitsgrad der Band zeugen und 2-3 Songs die in Eigenregie enstanden sind (Wer eventuell an der Qualität zeifelt, und für die gleich folgende Situation darin ein Problem sieht darf gerne mal einen Blick drauf werfen
http://www.youtube.com/watch?v=F_drN2BV1Nc&feature=relmfu )

Nach einem kurzen E-mail Austausch, bei dem sich gezeigt hat das Interesse besteht uns spielen zu lassen, wurden wir gebeten uns doch bitte telefonisch zu melden, was wir auch unverzüglich taten.

Das Telefonat verlief ungefähr wie folgt: (Nur eine grobe wiedergabe, nicht der genaue Wortlaut)
Ich : Hallo wir sind die Band XXX und sollten uns doch bitte telefonisch melden, es geht um den besprochenen Auftritt
VA : Ahh, genau! Eure Musik gefällt mir, an welches Datum hattet ihr denn gedacht?
Ich : Daten im November / Oktober würden uns sehr gut passen, ist da noch was frei ?
VA : Klar ! An dem Datum XXX könntet ihr selber was aufziehen oder an den Daten XXX könnten wir euch noch bei aneren Band unterbringen
Ich : Gerne ! Das Datum XXX wäre optimal !
VA : ich werde mich sofort drum kümmern, ich wart diese Metalcore band, oder?
Ich : ehm nein.... wir waren die Deutschpunkband XXX
VA : Oh......
Piep piep piep (Ende des Telefonates )

In dieser Reaktion kann ich eig nur folgende mögliche Gründe erkennen warum einfach aufgelegt wurde:

1. Ihm war es unangenehm das er uns verwechselt hat
2. Er hatte sich nichts von uns angehört und ging automatisch davon aus das wir eine Coreband sind, da dort überwiegend Core gespielt wird.
3. Core ist die einzige Musik die ausreichend Leute zieht, damit sich der Abend finanziell für den VA lohnt

Persöhnlich tendiere ich zu möglichkeit 3.
Ich mache selber Hobbymäßig für eine kleinere Musikkneipe das Booking, da ich den Besitzer gut kenne, und werde deswegen von Bands öfters gebeten mal etwas zu organisieren.
Einen großen Unterschied zwischen den genres mache ich nicht, ich achte nur darauf das das Abend Line up einigermaßen stimmig ist.
Was ich feststellen konnte ist , das die einzigen Konzerte die wirklich Mittel bis Gut besucht sind Metalcore (Oder andere Coresubgenres....) sind, obwohl man oft keine einzige Band auch nur vom Namen kennt. Alles andere wird , zumindest bei uns, nicht besonders gut aufgenommen.
Die Musikkneipe ist keine Metalkneipe.

Man muss dazu sagen das wir sehr ländlich wohnen, könnte das vllt ein Ursprung für dieses Phänomen sein? Oder einfach die Tatsache das es nach meiner Auffassung im Hobbybereich einfach doppelt so viel Metalbands gibt wie alles andere ? (Unabhängig von den Musikalischen Leistungen)
Auch über E-mail hab ich von den Paar wenigen Locations die überhaupt geantwortet haben, gesagt bekommen das sie eigentlich nur metal spielen lasen.

Nichts gegen Core !!! Persöhnlich bin ich ein großer Fan davon, und habe viele Alben und Musik davon auf dem Pc, auch von Untergrund Bands aber mich würde wirklich Interessieren ob dieses, Ich nenne es mal "Problem " nur uns betrifft , oder ob euch in der Richtung auch schon mal etwas aufgefallen ist. Gibt es Unterschiede zu Ländlichen Regionen oder zu Großstääten ? Machen wir Irgendetwas falsch ? Oder ist Coremusik wirklich einfach die einzige Musik die so viele Leute zieht, das es sich für den VA lohnt ?

Grüße
Bassvibrator

P.S. das recht auf Rechtschreibfehler nehme ich mir raus ;)
 
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Hi,

ich wohne auch ländlich und mache seit über 10 Jahren Konzerte im kleinen Rahmen als Techniker mit.
kleines Juz, max. 200 Personen, alles ehrenamtlich, aber schwarze zahlen brauchen wir am Ende der Veranstaltung auch.

Wir haben alles gemacht und machen auch noch alles, Pop, Rock, Indie, xy-Metal und natürlich xy-core.

Unsere Erfahrung: Überall wo xyz-Metal oder abc-Core dran steht, kann man sagen, das Konzert war gut besucht, bei allen anderen Genres sinds dann 20 oder 30 Leute, und bei dieser Besucherzahl geht irgendwer mit miese raus, und da wir dann oft wenigestens n fuffi Spritkohle hüpfen lassen, meisten das juz, das ist mal ok, immer geht das natürlich nicht.

Also stellt unserere Booking-Abteilung eine ganz einfache Rechnung auf, Metal & Core = schwarze Zahlen, alles andere = rote Zahlen, dass führt natürlich schon im Kleinveranstalter und non Profit Bereich dazu, dass man Metal & Core bevorzugt.
Über 2 Jahre haben wir nur Metal gemacht und später noch mal ca. 1 Jahr nur abc-Core.

Der Grund dafür liegt schlicht an den Fans und Anhängern, der gemeine Metaller geht gerne zu unbekannten Bands ud kleinen Konzerten, trifft andere Leute aus der Szene und freut sich über nen netten Abend, danach gehts inne Alternative Disco, der gemeine Rock, Pop, Indie-Fan, geht gar nicht gerne zu unbekannten Bands, Newcomer sind immer willkommen, aber erst wenn es durch die Medien bekannt gemacht wird.

Als kleine Lektüre für dich :D
https://www.musiker-board.de/live-s...tergrund-konzerte-wie-laeuft-es-bei-euch.html


Grüße Heiko
 
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Hi Catfishblues,
erstmal danke für die Antwort, finde es interessant von jemanden der ebenfalls solche "konzerte" veranstaltet mal die Resonanz zu erfahren.
Die erfahrung dürfte ich auch machen, nur das wir keine feste Gage auszahlen sondern nur per doordeal agieren. Deswegen können wir es uns eigentlich ohne größere Gefahr auf verluste leisten jegliche Musik zu nehmen, was auch eindeutig ein Ziel von uns ist.

Zu der weiterleitung des anderen Threads:
Ich habe mich mal eingelesen, und dort geht es größtenteil ums die organisation einer solchen Veranstaltung, ich wollte eig eher die Unterschiede der einzelnen Genres ansprechen.
Was mich allerdings gewundert hat, das der Thread eröffner im Metalgenre unterwegs ist, und anscheinend auch Probleme mit Besucherzahlen hat. Konnte ich ehrlich gesagt in der Form noch nicht so warnehmen außer es gab eine beliebtere Gegenveranstaltung.

Finde es aber Top das ihr trotz der Gefahr auf rote Zahlen trotzdem jegliche Musik unterstützt ! =)
 
Knup
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das problem ist bei euch, ihr macht szene musik. Szene musik wird nicht von clubs oder veranstaltern gebucht, sondern für lokalen booker die bock auf sowas haben.
Ihr müsst einen hype um euch erzeugen, da eifnach keine leute mehr auf konzerte gehen wo punk oder was auch immer steht, wenn allerdings metal/deathcore etc drauf steht, kommen die leute auch wenn sie die bands nicht kennen.
Als 17-20 Jähriges kid ist es einfach nicht mehr cool "normalen" punk zu hören.
Ich hab dies auf die harte tour gelernt. Ich hab ein festival veranstaltet, in das ihr optimal reingepasst hättet. (Duesenjaeger,Krawehl,Maitresse,Atlan,
Escapado, Mikrokosmos 23,Empty Guns, Freiburg,Coup D´Etat,Willy Fog, Mio) und ich hatte ca.60 gäste über 2 tage verteilt. wenn ich mir allerdings die allgemeinen metalcore konzerte angucke da ist es die regel doch dass dann ca. 100 leute kommen.
das ist halt einfach ein einfaches wirtschaftliches prinzip ( angebot und nachfrage ). und da die clubs eben wissen, dass sie mit soetwas keien leute ziehen, brauchst du eifnach leute denen es egal ist ob viele leute kommen. menschen die einfach bock haben ein konzert für eben diese eine band zu veranstalten. deswegen müsst ihr einen hype um euch generiren ( siehe zum beispiel Adolar) oder eben eure namens vettern Captain Planet

edit: ich seh grad, ihr kommt aus meiner nähe ich schreib ich richtung august mal an bzgl support möglichkeit ;)
 
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Knup hat recht. Würd probieren, mit Veranstaltern in Kontakt zu treten, die auf eure Musik stehen und sich damit auskennen. Ich glaube, wenn wir uns mit Bewerbungen an alle Clubs etc. gewendet hätten hätten wir noch nicht viele Auftritte gehabt. Da das bei uns aber meistens über eben diese "szeneninternen" Kontakte geht weiss der Veranstalter meist, welche Bands zu uns passen, sodass interessierte Leute ein genug ansprechendes Lineup geboten bekommen um auch von etwas weiter anzureisen. So in die Richtung solltet ihr auch schauen.
 
Vishnu-Phil
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Es ist einfach so, mir ist das auch aufgefallen.

Schuld daran sind meines Erachtens nach ein Zerfall von respektlosem Umgang innerhalb der Szenen, in meiner Heimatstadt kann ich das sehr gut verfolgen, die Metalszene dort ist vollkommen zersplittet und keiner möchte mit dem anderen zu tun haben. Man zieht selten mehr als 50 - 60 Leute, und das in einer 300.000 Einwohner Stadt!

Aber ich war mal bei einem Terror Konzert in unserer Stadt, einfach so, aber ich war geflasht: über 300 Besucher, und ALLE gingen ab. Violent Dancing, Moshen, Stage Diving, normales Tanzen, es war alles dabei!

Die wissen eben noch, wie Party geht, weil die sich nicht an so beschissene Szene-Regeln halten, es gibt kein "trve" oder sowas, man versucht nicht, in seiner eigenen Tollheit aufzugehen, sondern kann anonym in der Masse "abgehen".

Ich denke, das macht einen riesigen Faktor aus...

Ist zumindest meine Beobachtung, die sich allerdings in mehreren Städten bewahrheitet hat. Leider...
 
Moerchen
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Kann dies aber auch nur bestätigen. Veranstalte regelmäßig Konzerte in einem JZ und bin dort auch bei anderen Konzerten als Techniker anwesend. Bei den Metalkonzerten sind in der Regel 100-150 Nasen da, bei den Punk Rock/Deutsch Rock Konzerten sind es in der Regel dann 50 Leute.

Und das sind dann meistens auch viele Freunde der Bands. Aber so ist die "Szene" da halt, alle fahren sie zu Rock am Ring, Summerjam oder aufs Hurricane, aber auf die Idee mal in das städtische Jugendzentrum zu gehen und sich eine Band anzuschauen kommt niemand.
Hab da schon einmal mit einem Bekannten drüber philosophiert. Würde man 30€ Eintritt nehmen und das Bier 4€ kosten, wär der Laden bestimmt voll...
 
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Hi , freue mich wirklich das noch so viele Reaktionen auf meinen Thread gekommen sind =)

@Knup wenn ich mir das Line up anschaue bin ich verwundert. 60 Leute, allein schon Escapado und Mikrokosmos23 waren doch gestandene Szenegrößen.
Aber falls du dich an uns wenden möchtest immer gerne =) E-Mail: booking@captainrisiko.de

Also wenn wir hier vom Bereich "Szenemusik" sprechen, würdet ihr also eine andere angehensweise empfehlen. Sprich sich gezielt über ähnliche Bands der Region schlau machen und kontaktieren. Haben wir schon gemacht, und auch schon gemeinsame Konzerte Veranstaltet , leider auch mit nur mäßigen Erfolgen.

In einem kann ich euch aber absolut zustimmen, die beste Anlaufstelle waren bis jetzt Jugendzentren, konnten dadurch bei einigen kleineren Festivals untergebracht werden, und uns vor kleinerem Puplikum prästentieren (50-70) Leute.

Das mit dem Hype durften wir auch schon erfahren, eine aktuell sehr bekannte Szeneband die bei uns aus der Nähe kommt hatte vor einigen Jahren den absoluten überhype mitgemacht, Ich weiß noch das ich sie vor 3 Jahren vor 100 Mann im örtlichen Juzgesehen hab, und jetzt bespielen die Asien, Europa , mehrere Tausendmann festivals und Releasen ihre Cd im ausland , wo sie verhältnissmäßig sehr gut eingeschlagen ist.
Doch so einen Hype anzuzetteln stelle ich mir ehrlich gesagt nicht so einfach vor, das man das selber großartig beeinflussen kann.
 
Knup
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Das mit dem Hype durften wir auch schon erfahren, eine aktuell sehr bekannte Szeneband die bei uns aus der Nähe kommt hatte vor einigen Jahren den absoluten überhype mitgemacht, Ich weiß noch das ich sie vor 3 Jahren vor 100 Mann im örtlichen Juzgesehen hab, und jetzt bespielen die Asien, Europa , mehrere Tausendmann festivals und Releasen ihre Cd im ausland , wo sie verhältnissmäßig sehr gut eingeschlagen ist.
Doch so einen Hype anzuzetteln stelle ich mir ehrlich gesagt nicht so einfach vor, das man das selber großartig beeinflussen kann.
bei his statue falls ist es allerdings so, dass die jungs was sehr trendiges machen. Mosch mit elektro funktioniert einfach. das hat man bei enter shikari gesehen und klappt wohl auch bei escimo callboy. aber ihr macht studenten punkrock ( turbostaat, muff potter, captain planet etc.)
zu mikrokosmos 23 kamen letztes jahr in trier ca. 17 leute. ich glaub ihr müsst eure erwartungen etwas zurückschrauben und erkennen, dass ihr keine "coole" musik macht ( nicht falsch verstehn). am besten ist es einfach, dass ihr auf eins der derzeit angesagten labels kommt, die euch extrem pushen ( siehe frau potz ) oder ihr versucht euch einfach an eine größere Band dran zu hängen die eher eurem sound entspricht sprich eher pascow als rasta knast ;)
 
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Ich kenne eigentlich von fast allen Clubs, wo ich (weiter weg von "core" oder punk gehts kaum) gespielt habe, von der Homepage unter Booking sowas wie "Bewerbungen von Metal und -corebands werden nicht berücksichtigt". Aber ich spiele auch nicht so viel in Jugendzentren :redface:
 
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Core geht definitiv gut im Moment. Hab n paar Mal in nem Kulturzentrum im Nebenort gespielt, einmal mit ner Oi-Punk Band zusammen, 40-50 Besucher. Nächster Gig, gleiche Location, Bandcontest mit uns und drei Metalcore Bands, ca. 150 Besucher.
Letztens war in der Location ein Konzert von 3 oder 4 Metalcore Bands, bei dem ich an der Tür stand, das war unglaublich. Der Laden war voll und dutzende Leute liefen mit T-Shirts von einer der Bands rum, die an dem Abend ihren allerersten Gig gespielt hat. Einen Song irgendwo hochgeladen und die verkaufen direkt 30 Shirts oder so und füllen den Laden, waren sicherlich viele Bekannte und Freunde dabei aber trotzdem. Versuch das mal als Deutschrock oder gar Punkband...
 
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In meiner Karriere als Metal-Gitarrist ist mir enorm aufgefallen, wie krass man das Publikum mit stumpfen, extremst-simplem Sauf-Breakdown-Knüppel-Metal begeistern kann. Mit unseren neueren, progressiveren und mitweilen mehr Rock- und 70s-orientierten Liedern müssen wir einiges härter um die Gunst des Publikums kämpfen...
 
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... mit T-Shirts von einer der Bands rum, die an dem Abend ihren allerersten Gig gespielt hat. Einen Song irgendwo hochgeladen und die verkaufen direkt 30 Shirts oder so und füllen den Laden, waren sicherlich viele Bekannte und Freunde dabei aber trotzdem. Versuch das mal als Deutschrock oder gar Punkband...
Das geht schon, unter gewissen Voraussetzung. Am leichtesten hat man es vermutlich als Schüler... den halben Jahrgang hat man fix rekrutiert und schon hat man 100 Leute am Start. Da ist das Genre auch dann eher Nebensache. Bands sind "cool" und wenn deren Auftritte als Jahrgangs-Event quasi Pflichttermine sind, hat man auch entsprechend nen leichtes Spiel :)
Die spannendere Frage ist: Wer von diesen T-Shirt-Trägern kommt zu einem Konzert dieser Band, wenn sagen wir mal 2 Jahre und 20 Auftritte ins Land gegangen sind... :) Da kann ich aus leidvoller Erfahrung nur sagen: Das sind entschieden weniger... egal bei welchem Genre.

Kann es vielleicht einfach sein das es überdurchschnittliche viele "Metal"/"Core"/Whatever Bands gibt? Dementsprechend hat man es auch einfacher, Konzerte gemeinsam zu veranstalten. Die Fans der einen Band finden vermutlich auch die andere ganz passabel
.. und so wirds ein ganz netter Abend. (bei dem durchschnittlichen Gitarren/Drum-Gewitter sind Unterschiede eh nur aufmerksamen Beobachtern vorbehalten. ;) )
Sobald du aber als Alternative Rock Band nen Abend mit einer Deutschrock-Kapelle teilst... hast du zwei verschiedene Zielgruppen am Start...

 
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Das geht schon, unter gewissen Voraussetzung. Am leichtesten hat man es vermutlich als Schüler... den halben Jahrgang hat man fix rekrutiert und schon hat man 100 Leute am Start. Da ist das Genre auch dann eher Nebensache. Bands sind "cool" und wenn deren Auftritte als Jahrgangs-Event quasi Pflichttermine sind, hat man auch entsprechend nen leichtes Spiel :)

Kann ich bestätigen. Ob die "Fans" dann wirklich auf die Band achten oder lieber konzertfremde Nebentätigkeiten wie Mobiltelefonbedienung, Kickern, Billard etc. vorziehen, sei selbst unter guten Jahrgangskumpels mal dahingestellt... Das von mir oft beobachtete Verhalten lässt eher auf "Hauptsache, da gewesen, gesehen haben und gesehen worden sein" schließen.

Die spannendere Frage ist: Wer von diesen T-Shirt-Trägern kommt zu einem Konzert dieser Band, wenn sagen wir mal 2 Jahre und 20 Auftritte ins Land gegangen sind... :) Da kann ich aus leidvoller Erfahrung nur sagen: Das sind entschieden weniger... egal bei welchem Genre.
Ist ebenfalls meine Erfahrung.

Kann es vielleicht einfach sein das es überdurchschnittliche viele "Metal"/"Core"/Whatever Bands gibt? Dementsprechend hat man es auch einfacher, Konzerte gemeinsam zu veranstalten. Die Fans der einen Band finden vermutlich auch die andere ganz passabel
und so wirds ein ganz netter Abend.
Als ich 1994 anfing mit dem Musizieren, gab es überdurchschnittlich viele junge Hardcore- und Crossover-Bands; Biohazard, Clawfinger, Rage Against The Machine etc. waren damals gerade voll im Trend.

Mir scheint, als wäre das derzeitige Nachwuchsband-Angebot - nachvollziehbarerweise - immer dem jeweiligen musikalischen Zeitgeist unterworfen bzw. interdependent mit diesem verknüpft.
Insofern lautet meine Antwort auf die Frage im Threadtitel: Coremusik ist derzeit nicht unbedingt das einzige, aber das am meisten lohnende Genre für Veranstalter. Die wären schön blöd, wenn sie das ignorieren würden.
Allerdings scheint mir, zumindest hier in der Region Cloppenburg, Emsland und Vechta, auch noch ein recht annehmbarer Markt für Punkbands (auch für Deutschpunk), sofern nicht rechtsextrem, zu existieren.

Wir als Heavy Rocker stauben in letzter Zeit jedenfalls nur Gigs in unserem Stammlokalitäten ab, alle regionalen Festivals und Konzertabende sind entweder mit Coremusik- oder Punkbands oder beidem vollgepfropft. Das geht zwar auf die Nerven, aber auch wieder vorbei... :D
 

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