Cort M600 - Was wißt ihr darüber?

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so:whack
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Hi!

Ich erwäge zur Zeit mir eine neue E-Gitarre zuzulegen und beim Katalogeschauen ist mir vorallem die Cort M600 (Mirage Series) ins Auge gefallen. Mir gefällt das Aussehen und auch das Setup mit 2 HB und fixed Bridge. Bisher habe ich auch nur gutes darüber gelesen und wollte mal fragen, ob hier im Forum die vielleicht jemand hat oder kennt und mir noch was darüber erzählen kann.

Ich habe diese Gitarre im Internet zu sehr verschiedenen Preisen gesehen, von knapp 580 € bis 399 €. Der billigste Anbieter war:

www.musikinstrumente-discount.de

Ich hab von dem Laden vorher noch nie was gehört, hat da schonmal jemand was bestellt? Kommt mir eben etwas komisch vor, dass das da so billig ist...
Na ja, ich hoffe ihr könnt mir helfen!
 
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genau diese gitarre haben wir als schulgitarre... nun sie ist nicht schlecht verarbeitet, aber klingen tut sie nicht gerade wie ein weltmeister.... in der preisklasse gibts besseres.
 
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die hiram bullcok signature klingt gut - und ist günstig zu haben.
 
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so:whack
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@ BlackZ:
Was genau klingt an der Gitarre nicht gut bzw. was benutzt ihr fürn Amp und/oder ggf. Effekte?
Welche Alternativen mit ähnlichen features (2 HB, fixed bridge, etc.) siehst du konkret in dieser Preisklasse?[/quote]
 
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so:whack
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so:whack schrieb:

Ich kenn von Cort nur die G290, und die war spitze. Hat aber auch nen SD TB4 am Steg und zwei SD Vintage SCs. Dazu super Trim Locks, gutes Trem, und das Holz schien auch gut. Klang zumindest überzeugend das Teil.

Allerdings war da der billigste Preis in etwa gleich mit dem teuersten der M600. Ist also ne andere Klasse.
 
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so:whack schrieb:
@ BlackZ:
Was genau klingt an der Gitarre nicht gut bzw. was benutzt ihr fürn Amp und/oder ggf. Effekte?
Welche Alternativen mit ähnlichen features (2 HB, fixed bridge, etc.) siehst du konkret in dieser Preisklasse?

wir benutzen einen h&k combo, effekte keine (außer volume :twisted: )
man kann es schlecht beschreiben, aber die gitarre klingt total trocken. kann natürlich auch am amp liegen, aber ich glaube es liegt an der gitarre.
Die Optik und die Verarbeitung ist sehr gut, aber wie gesagt, die Humbucker klingen nicht nach Humbucker, die Singlecoils nicht nach Singlecoils.

alternative:
http://www.musik-service.de/ProduX/Gitarren/EGitarren/Epiphone_by_Gibson_Les_Paul_Standard_HC.htm
http://www.musik-service.de/ProduX/Gitarren/EGitarren/Epiphone_by_Gibson_Les_Paul_Studio.htm
Epiphone Les Paul Standart oder Studio
 
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"...aber die gitarre klingt total trocken. kann natürlich auch am amp liegen, aber ich glaube es liegt an der gitarre..."

Vielleicht aber auch am Raum twisted.

Ich hab das Teil für 380 Euro erstanden, neu und mag gerade das Preisleistungsverhältnis, die Optik, das Handling, den Sound... aber wer mag kann ja SD- oder Gibson-Pickups nachrüsten - schätze ich.
 
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Hallo :)
Hab mir heute die besagte Gitarre gekauft... Sie spielt sich wunderbar, nur was ich jetzt erst gemerkt habe:
Mein Volume-Poti macht die Gitarre nur unwesentlich leiser... weiß vielleicht jmd. woran das liegen könnte?
 
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Die Potis in meinen beiden Cort's funktionieren eigentlich gut. Kannst Du sie wenigstens komplett runterregeln?
 
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nebenbei: auf www.planet-guitar.de testen sie die m520! dak annste ja nen eindruck davon gewinnen
 
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ich kann sie komplett auf 0 drehen, allerdings steht es dann zwar auf 0 und ist immernoch nicht wirklich leiser...
 
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Wenn's wirklich das Volume-Poti ist, dann scheint es wohl defekt zu sein. Oder da issen Kurzer in der Verlötung. Hast Du keinen, der da mal reinschauen könnte?
 
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die Bespielbarkeit der Mirage fand ich sehr sehr angenehm. Es waren zusätzlich ein Dimarzio PAF und nochein Dimarzio verbaut. Klang ziemlich jut:)
 
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Cort baut recht gute Gitarren, auch schon für weniger Geld, hab ja selber zwei. In der G210 muss ich noch die Pickups tauschen und in der Z-42 hab ich bereits GFS Dream 180 verbaut, sehr fein! Die Powersound pups sind leider in den Budget-Dingern nicht der Brüller.
 
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fiedel
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Hi!

Hab die Mirage M800 (Hollowbody), welche die gleichen Pickups wie die M600 beherbergt. Mein generelles Statement zu Cort: Preis- Leistungs- Überflieger in fast allen Bereichen!!! Die Bespielbarkeit meiner M800 ist auf PRS- Hollowbody- Niveau, der Klang ohne Amp sehr dicht dran (gute Hölzer) und über die Serienpickups klingt sie schon völlig brauchbar und hat dabei einen eigenen, charmant- rauchigen Charakter im Ton. Ein späterer Pickupwechsel kann sie dann auch komplett zur PRS- Hollowbody (für Arme:D ) machen. Die M600 liegt auf gleichem Niveau, ist ja die Vollholzvariante der M800.

Cort hat übrigens ne neue Webseite, wo man gerade 3 schöne Metaläxte gewinnen kann:

http://www.cort.co.kr/english/index.asp

Ich weiß, jetzt sinken meine Gewinnchancen ins Bodenlose, aber ich steh sowieso mehr auf schön gemaserte Decken. ;)

Edit: Die Soundsamples auf der Seite klingen clean sehr schön, aber die verzerrten Sounds sind recht verwaschen. Das können diese Gitarren je nach Amp wesentlich besser!

Gruß Fiedel!
 
patr1ck
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Hab sie jetzt zurückgebracht um sie reparieren zu lassen und jetzt funktioniert sie einwandfrei, war nur ein falsches poti eingebaut :E

Also ich muss sagen, dass diese Gitarre einfach spitze zu spielen ist, wunderbar in der Hand liegt, und einen wundervollen warmen Sound hat. Mit den Pickups lässt sich auch ohne Probleme irgendwelches HiGain-Zeugs auf meinem Valveking spielen. Über Clean und Crunch müssma garnicht erst reden, da ist sie spitze ;)
Bin auf jeden fall zufrieden...

Wieviel hat sie euch denn gekostet? Hab mal in einen Onlineshops geschaut, und da ist sie doch wesentlich teurer als die 450 Euro die ich dafür gezahlt habe...
 
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Blademage
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~20 years later:
(Ich denke es interessiert vielleicht den einen oder anderen doch, auch wenn der Thread nun schon bald zwanzig Jahre alt ist, wie sich meine nach nunmehr 12 Jahren schlägt).

Ich habe meine seit 2010, also noch fast frisch^^. schon einmal neu bundiert, obwohl sie lange Zeit nicht so oft im Einsatz war wie andere. Es ist schon das spätere Modell mit dem neuen Headstock.
Es ist eine der wenigen Gitarren in meinem Fundus, die noch originale Hardware und den originalen Sattel haben. Denn da gab's nie was auszusetzen. Die Pickups wurden im Lauf der Zeit mehrmals gewechselt, wobei auch immer wieder mal die "Duncan Designed" von Cort drin waren, die wirklich nicht schlecht, sehr universell sind. Derzeit am Hals ein '57 Classic und am Steg ein DP-224BK - etwas mehr von allem, ohne das universelle, zu fast jedem Stil passende, unaufdringliche, was die Gitarre auszeichnet zu verlieren.

Aber nun zur Gitarre ansich: Damals gekauft, als Ersatz, während meine Performer in der Werkstatt war, hatte ich nicht all zu große Ansprüche. Der Hals sollte für mich bequem sein, die Pickups splitbar und sie sollte trotz kurzer Mensur mit Drop-C# zurecht kommen, wenns sein musste. Das tat die Cort anstandslos. Von ihrer einst tief violetten Farbe ist noch immer ein wenig über, wobei es inzwischen eher was zwischen Hellblau und Flieder ist, die Bindigs sind stark nachgedunkelt, wie auch die Pickuprahmen, an einigen Stellen am Hals reisst das Binding unter dem Klarlack, an anderen der Klarlack (innen) auf dem Binding, was aber beides nicht stört. Bei der Neubundierung wurde hier etwas nachgearbeitet, was die meisten Spuren ganz gut vertuscht.

Die Mechaniken haben schon nach wenigen Jahren angefangen unpräzise zu werden und wurden erst gegen "normale", dann nochmal gegen Locking- Gotohs ersetzt. Wie schon erwähnt, waren die Bünde 2018 komplett runter (Dead-Spots übers ganze Griffbrett), so dass sie neuen Mediums wichen. Edelstahl war mir zu teuer, bei anderen Reservegitarren halten die normalen aber auch länger. Die neuen wurden erst zweimal minimal abgerichtet, haben also noch jede Menge Fleisch. Das Griffbrett ist sehr robust, es zeigt keine "Dellen" von Bendings oder losgespielte Inlays, auch ist der Sitz am Hals noch immer perfekt und Rissfrei. Der Hals selbst ist sehr widerstandsfähig. Ich habe ihn sicher erst 2-3 mal nachstellen müssen. Ich hab ihn, da er super liegt, nie genau vermessen oder betrachtet, aber er ist schlanker als ein "modernC" oder "Slim Taper", aber kein Wizard oder "echtes D". Ich würde meinen, dass es "Flat-rounded D" ganz gut trifft, auch wenns das nicht gibt, es ist halt schwer zu sagen ob C- oder D, da die Griffbrettkante schon so gut eingespielt ist, dass es sich wie C Anfühlt. Die alten Japanerinnen (Ibanez, Hondo, ...) hatten auch solche Hälse.
Immer wieder begeisternd: der ab Werk auf super Saitenlage montierte TusQ Sattel. 1,4mm am 12. Bund sind sehr gut für eine LP-Ähnliche Konstruktion mit TOM und "normalem" Sattel und Bendings sorgen nicht für Verstimmungen.

Damals kams mir vor, als hätte die Gitarre sehr viel Sustain und wäre vergleichsweise überdurchschnittlich brilliant im Ton. Heute weiß ich leider, dass das nicht an der Mirage, sondern am Vergleich lag (die Performer hatte die Reparaturen nötig und die anderen Gitarren, die ich damals grade hatte, waren mit Verlaub Schrott). Dennoch würde ich die M600 als oberhalb des Durchschnitts ihrer Preisklasse bezeichnen. Cort hat hier gutes Holz auch sehr gut verarbeitet (und korrekt getrocknet, etc.). Was, auch mit den besten Pickups, nicht geht, ist ein echter Les Paul Sound. Sie ist konstruktionsbedingt natürlich nah dran, aber da wo eine gute Les Paul "knochentrocken" mit tiefem Fundament zwischen Crunch und Lead rockt, wird die Mirage doch eher weich bis weichgespült (klar, man kann ja am Amp auch "5 Minuten" mehr Bass und Mitten reindrehen, aber es wird dennoch nie ganz das selbe). Vielleicht liegts an der Elektrik, vielleicht am Holz, aber das ist ja einer der Gründe, weswegen ich sie mag.

Sie ist also mit viel Würde sehr gut und überraschend wenig "gealtert". Wenn man nicht grade Detailaufnahmen macht, würde man auf Fotos nicht erahnen, dass sie doch zahlreiche kleine Gigs, unzählige Bandproben, und eben schon 12 Jahre am Buckel hat. Da sind andere Geräte - bis auf die Bünde - deutlich schneller abgerockt.

Pros über die Jahre:
+ Robustheit
+ Allgemeine Verarbeitung
+ mir angenehmer Hals
+ Flexibilität

Cons über die Jahre:
- Tuner
- Bundmaterial
(- Beize, wobei das hat Charme, vielleicht ist sie ja eines Tages ganz blass)

Würde ich sie vermissen? Ja, denke schon.
Würde ich sie heute in dem Preissegment wieder entdecken? Wahrscheinlich aufgrund der Bauform ja.
Würde ich sie wieder kaufen? Klar, um das damalige Geld (399,-) sicher. Wenn man die Inflation ein- und mit ~650 Euro heutigem Preis rechnet, dann würde ich aber wohl auch andere, wie Hagstrom, PRS, Schecter, Jackson oder ESP in Betracht ziehen.
Würde ich eine gebrauchte empfehlen: Ja, wenn die Bünde gut Fleisch haben. Das Bundieren lassen hat mir schon einiges an Überwindung abverlangt.
Werde ich meine behalten? Wenns nach mir geht ja, es gibt keinen Grund ein bequemes, funktionierendes Instrument zu veräussern.
Würde ich sie als Anfänger/Schulgitarre empfehlen: Nein - dazu fehlt der coolness Faktor.

Also bitte nicht böse sein fürs Leichen fleddern, aber da es das Instrument ja nach 21 Jahren noch immer zu kaufen gibt und die eine oder andere am Gebrauchtmarkt ist, ist so ein 100.000km Dauertest vielleicht für den einen oder anderen interessant...
 
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