[Dokumentation] Homestudio 2.0 - Mein Homestudio zieht um!

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Hi!

Ich habe mir inzwischen ein kleines Homestudio in meinem Zimmer eingerichtet, muss aber jetzt aus "Lärm"-technischen Gründen mit meinem Studio in den Keller ziehen. Dort bekomme ich einen annähernd quadratischen Raum, kann also vor allem auf die Symmetrie im Raum achten! :)

Anbei schonmal eine Skizze des Raumes mit den Maßen in Metern:

16863957zd.jpg


Es gibt im Raum KEIN Fenster, was mich aber nicht weiter stört, ich arbeite sowieso lieber im Dunkeln. :rolleyes:

Ich habe schonmal einen groben Raumplan gemacht und der sieht folgendermaßen aus:

16863998it.jpg


Die Gesamte Rückwand (vom Schreibtisch aus betrachtet) soll mit Absorberplatten vollgepackt werden, die Platten habe ich sowieso noch über und sie würden auch reichen! Vor die Platten soll dann ein Vorhang aus Molton. Als Boden habe ich einen Teppichboden ausgewählt! :) Auch die Decke soll mit Molton ausgehängt werden (unter anderem um Heizungsrohre die doch entlang verlaufen zu verstecken).

In die Ecken des Raumes kommen evtl. auch noch mit Rockwool gebaute Bassabsorber, Rockwool hab ich sogar auch noch zuhause liegen (da wir erst letztens unser Haus isoliert haben und zu viel gekauft hatten) aber ich bin noch nicht sicher ob das den Raum nicht zu sehr einengt.

Die Nische, welche oben eingezeichnet ist, soll "dicht gemacht" werden. :) Vllt. nutz ich die noch als Abstellraum, ein Kasten Bier findet mit Sicherheit Platz.

Dieser Thread soll sowohl als Dokumentationsthread meinerseits dienen, ich würde mich über ein wenig Resonanz und Hilfe allerdings freuen! :)

lg
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Du willst die Ecke vorne zumachen?

Massiv?

Was für Absorberplatten? Wie dick?

Warum keine Bassabsorber?
 
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Du willst die Ecke vorne zumachen?

Massiv?

Was für Absorberplatten? Wie dick?

Warum keine Bassabsorber?

Fragen über Fragen ;)

Die Ecke soll zugemacht werden, soll aber zugänglich bleiben, also werde ich das nicht massiv ausführen können. Ich denke ich werde Stellwände aus Pressspahn bauen, welche dann genau in die Lücke passen. Damit kann ich mir dann auch bei Bedarf eine Gesangs"kabine" bauen. :) Ich weiß selber, dass das nicht optimal ist, mehr ist aber im Budget nicht drin (bin noch Schüler).

Die genaue Bezeichnung der Absorberplatten habe ich grade leider nicht da, es handelt sich um eine Art "Hartschaum"platte, Dicke ist etwa 4cm :)

Bassabsorber wären wie ich eingangs schon geschrieben habe schön, aber auch hier spielt der Kostenfaktor leider wieder eine große Rolle. Auch eine Cloud wäre noch denkbar, aber auch hier, die Kosten :-/

lg
David
 
PeeWee
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Solange Du die Nische nicht anders nutzt, könnte sie als Bassfalle dienen, denke ich. Probier mal damit herum!

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Joa ich denke da lässt mit rumprobieren :) Muss sowieso gemacht werden wenn aus der Ecke ekelige Resonanzen kommen sollten ;)

lg
David
 
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Im Interesse deiner Mitbewohner solltest du die Heizungsrohre mehr als nur mit Molton verstecken.
Am Besten wäre, sie von eventuellen Befestigungen an der Decke zu lösen und sie in einer massiven, mit der Decke verbundenen Verkleidung in weicher Dämmung 'schwimmen' zu lassen.
 
rbschu
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Ich habe den Eindruck Du denkst "viel hilft viel", aber ich glaube, Du dämmst den Raum zu Tode. Wenn nicht schon gänzlich, so doch wenigstens ab den tieferen Mitten. Ich meine, Du wirst keine Freude daran haben, wenn Du dämmst wie ein Weltmeister. Wenn Dein Ansinnen ist, Musik zu mischen und ggf. zu mastern, würde ich mit einem Messmikrofon rangehen und einer kostenlosen Analysesoftware. Das kostet Dich zwar ca. 60 €, aber Deine Mixe leben dann noch. Wenn Du den Raum aber nur zum Aufnehmen nutzen möchtest (und die Mixe jemand anderem überläßt), würde ich eher einige Diffusoren bauen (nicht kaufen! zu teuer) und dafür sorgen, dass die parallelen Wände verschwinden. Das könntest Du mit einigen (wenigen) Deiner Absorber mit selbstgebauten Stellwänden erreichen. So wird der Raum zwar noch kleiner, aber im Klang wahrscheinlich neutraler. Du könntest aber auch mobile Stellwände kaufen, gerade für Recording seeehhhr gut! (PM an mich), ich kenne eine kleine Firma in der Nähe, die sie konstruiert.

Was brauchst Du?

1. Room EQ Wizard ( www.hometheatershack.com/roomeq/ )
2. Messmikrofon, z.B. Behringer ECM-8000 ( www.session.de/BEHRINGER-ECM8000.html?refKey=CcCjsm6m3 )
3. PC / Laptop - hast Du wahrscheinlich ;-)
4. Den Willen, mit dem Kopf zu entscheiden anstelle mit dem Bauch, d.h. vertraue den Messungen.

Messung

- Das Mikrofon muss sich an der Abhörposition auf Ohrhöhe befinden und senkrecht nach oben zeigen
- Messungen machen. Linker Lautsprecher, rechter Lautsprecher, beide Lautsprecher

Ergebnisse

Die Ergebnisse werden in Form eines Wasserfalldiagramms angezeigt, anhand derer Du die Frequenzen ermitteln kannst, die es zu dämpfen gilt. Die Nachhallzeit sollte für alle Frequenzen zwischen 0,25sec und 0,4sec sein, darf im Bassbereich aber leicht ansteigen. Entsprechend musst Du DANACH die Materialien, Tricks und Orte wählen, die Du zur Verbesserung der Raumakustik einsetzen kannst.

Für Diffusoren lies:
http://web.archive.org/web/20070429235805/http://www.mhsoft.nl/DiffusorCalculator.html

Die kannst Du aus Holz selber bauen und Du verstehst durch probieren mit dem Kalkulator, dass die käuflichen Diffusoren das Geld nicht wert sind, was man oft für sie verlangt, weil Länge der Hölzer und Grundriss des Diffusors den Frequenzbereich bestimmen, den man streuen will.

Sinnvoll ist es vielleicht noch, Dir ein vernünftiges Buch zu kaufen, in dem Du Zusammenhänge und Details entnehmen kannst. Das kostet Dich nochmal 20 €, macht Dich aber "schlau für`s Leben. " z.B. dieses hier: The Studio Builder`s Handbook. Oder The Audio Expert: Everything you need to know about audio. Oder Master Handbook of Acoustics. Oder Home Recording Studio: Build it like the Pros.
 
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Spitze auf die Idee bin ich garnicht gekommen!

Du hast natürlich Recht das würde viel sinnvoller sein. Das Problem an der Sache ist aber dass ich die Platten noch rumliegen habe... Aber ich kann ja mit Sicherheit auch in Erfahrung bringen wie sich das auswirkt wenn ich diese Platten benutze, also welche Frequenzen die Absorber überhaupt absorbeiren. :)

Vllt. habe ich Glück und kann mir ein Messmikrofon ausleihen aber da muss ich mal gucken :) Ich will im Raum auf jeden Fall auch Mixen/Mastern, auch wenn ich natürlich ohne die teure Technik nicht wirklich sehr weit komme...

Wenn ich dir Messungen allerdings mache, sollte der Raum doch bereits eingerichtet sein oder? Sprich der Molton sollte schon an den Wänden und der Decke sein, und die Sitzmöbel sowie Schreibtisch sollten auch schon im Raum seien oder?

Ansonsten sollte ich vllt. auch dazusagen, dass es eben auch mehr ein Musikzimmer werden soll. Klar es wird auch ein Homestudio, aber die Bedingen MÜSSEN nicht optimal sein. Aber ich will am Ende natürlich auch keinen Schalltoten Raum. Meine Planung von oben bezog sich auch mehr auf einen Artikel, den ich mal gelesen hatte, in dem gesagt wurde man soll sich möglichst von Reflexionen schützen. Dementsprechend habe ich die Absorberplatten eben als reine Reflexionshemmer eingeplant, ohne zu berücksichtigen, dass sie sich ja auch kontinuiert auf den Raumklang auswirken :ugly:

Auf jeden Fall danke nochmal für die Tipps, ich werde mich in das Thema auch noch weiter einlesen :)

lg
David
 
rbschu
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(...)
Wenn ich die Messungen allerdings mache, sollte der Raum doch bereits eingerichtet sein oder? Sprich der Molton sollte schon an den Wänden und der Decke sein, und die Sitzmöbel sowie Schreibtisch sollten auch schon im Raum seien oder? (...)

Hi David. Es freut mich, dass Du aus meinem Beitrag etwas herausziehen kannst, was Dir nützlich erscheint. Nein, Du musst nicht erst den Raum einrichten, um dann zu messen, sondern Du kannst messen, um daraus zu ersehen, welche Frequenzen in dem Raum die problematischsten sind. Ich nehme mal an, dass es die Bässe sein werden (wie immer). Es ist daher ratsam, Basstraps einzubauen. Das ist auch gar nicht so teuer, denn Du kannst "Rockwool" (Sonorock) dafür verwenden, das es in fast jedem Baumarkt in flächigen Lagen von etwa 10cm Dicke gibt. Vermeide möglichst Glaswolle, weil ungesund und verwende Steinwolle. Das ist zwar auch nicht perfekt, aber nicht ganz so gesundheitsschädlich (durch das Einatmen der Partikel). Du schichtest eine "Basstrap" aus 20-30cm Dicke (=2 bis 4 Lagen Sonorock) übereinander, umgibst sie mit einem dünnen Plastik, z.B. jenes der "Gelben Säcke" und setzt das Konstrukt in einen Holzrahmen, den Du selber bauen und mit Molton oder einem anderen Dämmstoff verschönern kannst. Du kannst ja mehrere solcher Basstraps bauen, die jeweils 1 m hoch sind und dann je 2 Stück aufeinander stapeln und in die Raumecken stellen. Die Tatsache, dass dicke fette Basstraps da sind, wird auch die anderen Frequenzen beeinflussen, aber eben den Bass am meisten. Insofern ersetzen gute Basstraps auch einiges an Absorbern.

Wenn Du Perfektionist bist, machst Du erst die Messunegn, aus denen sich dann ergibt, welcher Frequenzbereich behandelt werden sollte. Aber Du willst ja kein professionelles Studio bauen, so dass ich glaube, dass Du mit den Basstraps goldrichtig liegen wirst (was auch nicht zu teuer ist). Einen Hunni kann Dich das allerdings kosten. Ich persönlich würde an Deiner Stelle noch 2 weitere Massnahmen durchführen: Die Abhörboxen würde ich wenigesten 50cm von der Wand aufstellen, an der Du so richtig schön Dein Dämmmaterial verbrauchen kannst (ich hasse die neue dtsch. Rechtschreibung. 3 "m", wie furchtbar!). In Deinem Rücken, also auf der Gegenseite des Raumes, baue Dir ein paar Diffusoren hin. Möglichst alles nicht symmetrisch, sondern in Abstrahlrichtung Deiner Boxen. Die Seitenwände des Raumes solltest Du, falls Du noch Bock hast, durch Hoizkonstruktionen "entsymmetrisieren". Aber in welcher Weise das geschehen sollte, darauf gibt Dir ein Messdiagramm des Raumes Auskunft. Fakt ist, dass man fast immer mit zuviel Bässen zu kämpfen hat, wogegen eben Basstraps helfen. Eine "Cloud" (ebenso Sonorock in einer entsprechenden Halterung) an der Decke über der Abhör- oder Aufnahmeposition ist gleichfalls empfehlenswert. Sie dämpft die Reflexionen an parallelen Wänden; in diesem Fall Decke und Fußboden.

Viel Erfolg beim Basteln. :)

PS: Ach ja, bedenke, dass Du den Raum auch belüften musst.... Basstraps stehen zwar optimal direkt in den Raumecken, aber "Zeug" direkt in den Raumecken neigt auch zur Schimmelbildung. Deshalb würde ich empfehlen, die Basstraps 10cm aus den Ecken hervor zu ziehen.
 
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Also erstmal sorry, dass so lange hier nichts passiert ist, ich war im (und bin es eigentlich auch immer noch) im Abiturstress, das war mir erstmal wichtiger :)

In der Zwischenzeit hat sich bei mir noch nichts getan, ich hab jedoch meinen Schreibtisch schonmal grob via Sketch Up modelliert und habe jetzt ein ungefähres Bild wie er aussehen soll:

18214432eg.jpg


Die Maße des Schreibtisches sollen genau auf meine Grösse angepasst sein, sodass die Monitorboxen direkt auf Ohrenhöhe sind :) Die Kästen rechts und links sollen Rack Maße haben, sodass ich (noch hypotetische) 19" Rack Geräte reinschrauben kann :)

Ich werde jetzt in der nächsten Zeit anfangen mit dem Einrichten und bauen, ich denke ich werde mir dann auch das Behringer Mess-Mikrofon kaufen, man weiss ja auch nie wofür man es noch so gebrauchen kann :)

lg
David
 
dabbler
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Jetzt noch die Racks ein bischen zur Mitte einwinkeln und dann mir bitte auch so einen bauen - daaanke! :)
 
Bert4
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Hallo

David schrieb:
muss aber jetzt aus "Lärm"-technischen Gründen mit meinem Studio in den Keller ziehen.

Wie immer kommt es auf viele Sachen an, dass der Keller aber besseren Schallschutz liefert muß nicht wirklich sein !!
Wenn das ganze im selben Gebäude ist (war) , dann wird der Körperschall der gleiche bleiben.


David schrieb:
Die Gesamte Rückwand (vom Schreibtisch aus betrachtet) soll mit Absorberplatten vollgepackt werden, die Platten habe ich sowieso noch über und sie würden auch reichen! Vor die Platten soll dann ein Vorhang aus Molton. Als Boden habe ich einen Teppichboden ausgewählt! :) Auch die Decke soll mit Molton ausgehängt werden (unter anderem um Heizungsrohre die doch entlang verlaufen zu verstecken).

Wie auch schon angedeutet wurde du tötest den Hochton und der Bass bleibt unberührt.
So macht man es auf jeden Fall nicht :)

David schrieb:
Rockwool hab ich sogar auch noch zuhause liegen (da wir erst letztens unser Haus isoliert haben und zu viel gekauft hatten)

Von Rockwool gibt es sehr viele verschiedene Produkte !!
Manche davon sind absolut ungeeignet für Bassfallen.
Bitte darauf achten!


David schrieb:
Dieser Thread soll sowohl als Dokumentationsthread meinerseits dienen, ich würde mich über ein wenig Resonanz und Hilfe allerdings freuen!


Die Deckenhöhe wäre noch GANZ wichtig !
Diesen Raum optimieren........naja verändern kann man bestimmt einiges bzw. führt diese Veränderung eventuell auch zu einer Verbesserung.
Neutral wirds darin nicht, außer du hast 3 meter Deckenhöhe :)

David schrieb:
Wenn ich dir Messungen allerdings mache, sollte der Raum doch bereits eingerichtet sein oder?

Grundsätzlich kann von Anfang an jedes Möbelstück (Inventar) schon drin stehen.

Bei Messungen geht es in erster Linie darum die vorher/nachher Auswirkung zu sehen, erkenn, richtig interpretieren und daraus die richtigen weiteren Maßnahmen planen.
(Ganz richtig wäre ein geplantes Grundkonzept verfolgen )
also immer vor einer akustischen Massnahme messen und danach .

@Diffusoren

Hierbei sollte auch der mindestabstand von Diffusor und Hörplatz berücksichtigt werden.
An der Rückwand Diffusoren anbringen kannst du dir sparen, weil die Raumlänge dazu nicht reicht.
Um Flatterechos zu eleminieren genügen Diffusoren mit geringer tiefe.
Welche bei parallelen Wänden entstehen.
Können natürlich auch absorbiert werden.
Dies könnte man wärend der Optimierung noch am Schluß hin entscheiden ob absorbieren oder diffusieren besser ist.
Würde in der Messung sehr gut beurteilbar sein.

David schrieb:
Die Maße des Schreibtisches sollen genau auf meine Grösse angepasst sein, sodass die Monitorboxen direkt auf Ohrenhöhe sind :) Die Kästen rechts und links sollen Rack Maße haben, sodass ich (noch hypotetische) 19" Rack Geräte reinschrauben kann

Dies bzw. der erwähnte Wandabstand sehe ich sehr kritisch entgegen!

Die wichtigste Grundlage einer Abhörsituation ist:
a) Symmetrie
b) die richtige POsition von Monitoren und Abhörplatz

Wenn die Monitore an einer schlechten Position stehen, kann man Optimieren was man will.
Der Bass (~300Hz rauf) wird da nicht passen.
Pauschale Aussagen wie : mindestens soviel von der Wand weg
oder sonst was, gibt es nicht !!

In kleinen Räumen kommt es meist mit Wandabstand zur
Front zum Kammfilter im Bass.


Genau genommen gibt es nur eine optimale Position im Raum.

Diese muß gesucht und gefunden werden.
Abhörposition bei 38% der Raumlänge stellen und dem Stereodreieck entsprechend die Monitore ganz an der Vorder Wand (die du beim mischen ansiehst)
aufstellen. von da weg mit der Suche beginnen .

Da ich deine Raumgrösse als sehr kritisch sehe würde ich
die Sache etwas anders angehen.

zB. 4 besser 8 Pakete Rockwool sonorock kaufen
und je zwei hochkant übereinander in die senkrechten Ecken stellen und Messen bzw. hören was sich da getan hat.

Bei porösen bassfallen sollte immer eine komplette Ecke gefüllt werden. also bei senkrechten Ecken von Boden bis zur Decke lückenlos füllen.

Je nach dem welche absorberplatten du hast kannst du diese übereinander gelegt gegen
Erstreflektionen einsetzten .

alles in allem wird das ganze auf try&error hinaus laufen.

Mit Messungen unterstützt kann das Ganze richtig beurteilt werden.

Hier mal eine spitzen Anleitung zu REW :
http://recording.de/Community/Forum...ik/Raumakustik_und_Dämmung/147164/thread.html

rbschu schrieb:
Die Seitenwände des Raumes solltest Du, falls Du noch Bock hast, durch Hoizkonstruktionen "entsymmetrisieren". Aber in welcher Weise das geschehen sollte, darauf gibt Dir ein Messdiagramm des Raumes Auskunft.

da kann ich dir nicht richtig folgen .
seitenwände entsymmetrieren ?
und wie soll das in der Messung sichtbar sein ?

vielleicht täusch ich mich ja, aber es klingt irgendwie so als
würden parallele Wände mehr als nur Flatterechos erzeugen.
axiale Raummoden zB. gibt es auch in Räumen ohne parallele Wände.



lg Bert
 
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Hi und erstmal danke für den ausfürhlichen Post :)

Wie immer kommt es auf viele Sachen an, dass der Keller aber besseren Schallschutz liefert muß nicht wirklich sein !!
Wenn das ganze im selben Gebäude ist (war) , dann wird der Körperschall der gleiche bleiben.


Das ganze ist schon so weit getestet und kein Problem. Die Situation war halt früher die, dass wir lange Zeit keine (direkten) Nachbarn hatten, das hat sich aber inzwischen geändert. Und das Problem ist dass jetzt ein Schlaf- und ein Kinderzimmer an meinen aktuellen Raum angrenzen. Im Keller ist das halt kein Problem :) (und da die Kellerdecke ca 1m dicker Stahlbeton ist, mach ich mir da auch keine so grossen Sorgen um Körperschall ;) )

Wie auch schon angedeutet wurde du tötest den Hochton und der Bass bleibt unberührt.
So macht man es auf jeden Fall nicht :)

Ich hab die Idee (also den ersten Plan) inzwischen auch komplett verworfen! :) Keine Sorge so wird das nicht eingerichtet werden! :)

Die Deckenhöhe wäre noch GANZ wichtig !

Die Deckenhöhe liegt in etwa bei 2,50m, jedoch verlaufen in ca. 2m Höhe Leitungsrohre. Die machen zwar selbst keinen Lärm, sind aber grade für Bassabsorber welche auf die gesamte Raumhöhe gehen sollen, im Weg.

Den Anspruch an einen komplett neutralen Raum kann ich mir selbst garnich zugestehen, dafür hab ich als Schüler/künftiger Student auch zu wenig Geld, was ich in den Raum reinstecken kann ohne dass es an anderer Stelle weh tut... Es soll aber natürlich mit den gegebenen Mitteln so gut wie möglich werden. :)

Grundsätzlich kann von Anfang an jedes Möbelstück (Inventar) schon drin stehen.

Bei Messungen geht es in erster Linie darum die vorher/nachher Auswirkung zu sehen, erkenn, richtig interpretieren und daraus die richtigen weiteren Maßnahmen planen.
(Ganz richtig wäre ein geplantes Grundkonzept verfolgen )
also immer vor einer akustischen Massnahme messen und danach .

Ich werde den Raum jetzt erstmal schon grob einrichten und nach und nach messen und verbessern :) Soll heissen, dass ich jetzt mit der Inneneinrichtung des Raumes solange ich noch relativ viel Freizeit habe anfangen will und erstmal die wichtigen Dinge wie Schreibtisch und Boden verlegen machen möchte und erst danach in ein Messmikro investieren will! :)

Auch die Stellwände, falls mir keine andere Lösung mehr einfällt, muss ich noch bauen und den Molton muss ich auch noch wie geplant an die Wände und die Decke hängen. Was bringt mir am Ende eine akustische Messung, wenn ich mir keinen Schreibtisch mehr leisten kann? :rolleyes:

Dies bzw. der erwähnte Wandabstand sehe ich sehr kritisch entgegen!

Die wichtigste Grundlage einer Abhörsituation ist:
a) Symmetrie
b) die richtige POsition von Monitoren und Abhörplatz

Auf die Symmetrie habe ich ja geachtet, die dürfte nur durch die Nische im Raum negativ beeinflusst werden, ansonsten ist die Symmetrie gegeben :)

Ich würde mir die Monitorboxen trotz der unklaren Position gerne wie gezeigt oben auf den Schreibtisch stellen, bzw. darauf beweglich befestigen. (sind übrigens ganz normals HS80m) Damit muss ich mir dann keine Sogen wegen der Höhe machen, verstellbare Monitorstands sind mir dann doch zu teuer (und die günstigen zu wackelig) und nehmen in dem eh schon nicht zu grossen Raum noch mehr Platz weg... Ich find die Lösung auf dem Schreibtisch so eigentlich sehr gebräuchlich.

Außerdem kann ich ja, falls ich die Position der Abhören ändern muss ja auch die position des Schreibtisches ändern :) Oder geht es hier auch um den Abstand und die Höhe der Monitore im Raum?

alles in allem wird das ganze auf try&error hinaus laufen.

Da stimme ich zu 100% zu! :)

lg
David
 
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Gegebene Mittel? Heißt in € welches Budget möchtest du einsetzen?
 
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Gegebene Mittel? Heißt in € welches Budget möchtest du einsetzen?

Insgesamt liegt das Budget bei ca.500€. Ich, bzw. meine Eltern, hab/en aber halt manche Sache wie Rockwool (welche genau guck ich die Tage mal nach) und einfache Akustikplatten (könnte ich auch mal ein Foto von posten) noch über :)

lg
David
 
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So nachdem ich das Abitur jetzt offiziell bestanden hab konnte ich mich in den letzten Tagen mit dem Raum beschäftigen!

Die Bilder sind zwar nur mit ner HandyCam gemacht, hab nichts besseres aber ich hoffe es geht :)

Zu erst hab ich am Donnerstag die Wände, welche hinterher noch sichtbar sein werden gestrichen:

18607108qf.jpg


18607109ep.jpg


Dann kam heute der Boden rein:

18607137cs.jpg


18607138wp.jpg


In den nächsten Tagen muss noch ein wenig Kosmetik gemacht werden (eins zwei Löcher verputzt und andere Kleinigkeiten) und dann kommt Dienstag hoffentlich der Molton an die Wände und die Decke :)

lg
David
 

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