Double Neck Westerngitarre mit 2. Piezo (12-Saiten-Hals) ausrüsten

von Gast 290447, 28.06.20.

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  1. Gast 290447

    Gast 290447 Guest

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    Erstellt: 28.06.20   #1
    Hallo an alle Technik-Könner, ich hoffe mir kann hier geholfen werden.

    Da ich mittlerweile die unendlichen Weiten des Internets erkundet habe, und auch sämtliche Gitarrenbauer und Elektroniker in meinem Umfeld abgeklappert habe - wobei deren Interesse oft zweifelhaft ist -, sieht es wohl zum ersten Mal in der Geschichte der weltweiten Kommunikation so aus, als wäre ich mit meinem Problem wirklich völlig allein.
    Es geht also um folgendes.
    Ich besitze eine Doubleneck Westerngitarre, bei der werksseitig nur 1 Piezo verbaut war, also nur 1 Hals abgenommen war.
    Um nun diese Gitarre auch live benutzen zu können könnt Ihr Euch sicher vorstellen, daß ich auch den 12-Saiterhals elektrifiziert brauche.
    Naja, was ich nicht schon alles versucht habe würde jetzt wohl mehr Zeit in Anspruch nehmen, also erspar ich Euch das erstmal.

    Ziel ist:
    Beide Hälse mit Piezos abzunehmen, diese an einem Preamp mit Umschalter zu betreiben, um nur einen Kanal benutzen zu müssen.
    Möglich ist das, bei Ovation gehts auch. Die geben nur keine Infos raus.

    Meine Erfolge beschränken sich bisher zwar auch die gewünschte Funktion, jedoch knackts beim Umschalten furchtbar, und ein erhöhtes Brummen erfreut nicht gerade meine Ohren.

    Ich hoffe, jemand von Euch kann mir helfen, am Besten natürlich mit Schaltplan und Stückliste :D

    Gruß, Roman.
     
  2. frama78

    frama78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #2
    Infos, Infos, Infos... Was für ne Gitarre? Was für ein Pickup war original und was hast du für ein System bei der anderen eingebaut? Hast du einen Preamp? Wenn ja welchen? Schältst du intern oder extern? Welche Art Schalter verwendest du? Gehst du Stereo raus?


    PS: Willkommen im Forum :)
     
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  3. Gast 290447

    Gast 290447 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 28.06.20   #3
    Nun erstmal danke für die schnelle Reaktion.
    Ich habe diese Infos, bewusst nicht alle hineingeschrieben, weil einige davon irrelevant sind, meine zahlreichen Versuche hier den Rahmen sprengen würden, und weil ich grundsätzlich gehofft habe, daß vielleicht jemand schon eine Fertige Lösung parat hat.

    Welche Gitarre das ist, und welche Ausrüstung original war, spielt keine Rolle.
    Ich habe versucht, einen Fishman Classic 4 einzubauen, mit 2 baugleichen Piezos, die ich an einen herkömmlichen Umschalter gelötet habe. Die drei Groundleitungen sind an der Masse des Schalters zusammengeführt und von dieser Masse geht auch noch eine Leitung auf die Masse der (Mono)-buchse.

    Ich habe mehrere Preamps hier: Fishman Classic 4, Fishman Isys, Fishman Ion und noch 2 Chinesische.

    Daß der herkömmliche Kippschalter nicht ideal ist, ist mir durchaus bewusst. Aber einen Schalter, der explizit dafür gemacht ist, zwischen zwei Piezos umzuschalten, und nicht zu knacksen, hab ich nicht gefunden. Zumal das Knacksen ja wahrscheinlich auch daher kommt, weil das System natürlich aktiv ist.
    Und die Brummerei nervt auch.

    Gruß, Roman.
     
  4. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.06.20   #4
    Haste auch ma bei Veillette angefragt? Vielleicht sind die ja etwas entgegenkommender... :nix:
     
  5. soundmunich

    soundmunich Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.20   #5
    Nur damit Du Dich nicht bei über 100 Aufrufen Deines Threads über die geringe Beteiligung wunderst:

    versteht man klar als "ich will nichts preisgeben und teilen, erwarte aber Hilfe/Infos/Knowhow".

    Zumindest bei mir kam das, zumal von einem Neuling, der sich nicht mal vorgestellt hat, nicht gut an. Klingt so nach "rein, mitnehmen, raus" und nicht mal tschüss...

    Das ist ein Forum und alle hier erfreuen sich auch an Input und lassen gerne teilhaben. Double-Neck Westerngitarren gibt es ja nicht so viele und so mancher hätte sich über Bilder und mehr Infos einfach nur gefreut.

    Nix für ungut :prost:
     
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  6. Flyboy

    Flyboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.20   #6
    Mit der Masse im Ausgangskabel ergibt das eine Brummschleife ...

    Piezos kann man problemlos parallel betreiben, wie z.B. die billigen Scheibenpiezos die oft im Dreierpack verbaut sind. Wahrscheinlich brauchst du überhaupt nicht umzuschalten und kannst einfach die Hälse wechseln. Wenns gut klingen soll, würde ich anstelle der Fishman Sonicore zwei ferntöstliche Element Clone empfehlen. Die lösen gerade bei einer 12er deutlich besser auf ...
     
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  7. Gast 290447

    Gast 290447 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 30.06.20   #7
    Also zuerst mal vielen Dank für Deine ( als erste ) qualifizierte Antwort.

    Die Masseverbindung vom Schalter zur Buchse hab ich nur gemacht, um das vorhandene Brummen eventuell zu verbessern, hatte aber keinen Effekt.
    Ein Umschalten zwischen den Hälsen ist deshalb notwendig, weil sich die Saiten des jeweils unbespielten Halses ja auch bewegen, und so das Klangbild stören können.

    Aber wie dem auch sei, ich danke allen hier für Ihre Kommentare, ob hilfreich oder nicht.
    Zwischenzeitlich habe ich die Lösung gefunden, da meine Zeit bis zum nächsten Gig sehr begrenzt ist, und ich lieber an Lösungen arbeite, als zu warten, ob mir in einem Forum jemand antwortet.

    Bitte versteht mich alle nicht falsch oder haltet mich nicht für arrogant, aber ich wende mich nicht an Forenmitglieder um eine technische Lösung zu finden, die ein rein elektronisches Problem zur Ursache hat, um dann seitenweise zu diskutieren, welche Gitarre oder welche Originalelektronik usw ich benutze.
    Dafür würde ich ein anderes Thema wählen.

    Aber falls doch mal der eine oder andere ein derartiges Problem haben sollte, hier meine Lösung:

    Der Trick ist, nicht die Piezos zu schalten, weil ja bekanntlich aktiv, sondern das Ausgangssignal.
    Ich betreibe also zwei Preamps gleichzeitig, jedoch mit nur einer Batteriebox, die beide Elektroniken versorgt.
    Die Lebensdauer des Akkus wird zwar verringert, aber für 3 - 4 Songs in einem Gig reicht das locker.
    Beide Ausgangssignale treffen sich also an einem herkömmlichen Kippschalter, der dann das jeweilige Signal an die Buchse weiterleitet, und das durch die niedrige Spannung völlig knackfrei. Auch das Brummen ist hier kein Thema mehr, da die Verbindungen der Piezos zu den Preamps ja nicht unterbrochen wurden.
    Nachteil: Ich brauche dann doch zwei Elektroniken,
    Vorteil: Ich habe für jeden Hals einen Equalizerund einen Volume-Regler, und ich kann für die 12-Saiter eine andere Elektronik benutzen, was für den Sound doch besser ist.

    Ich habe mich für folgene Preamps entschieden:
    6-saiter: Fishman Isys
    12-saiter: Fishman Ios
    Zum einen Spiele ich den Isys schon in 3 andere Gitarren, und somit ändert sich der Sound nicht gravierend, da ich alle Gitarren über denselben Kanal spiele.
    Der Ios hat mmn einfach einen besseren 12-Saiter-Sound.
    Und zum andern haben die beiden Preamps auch den Vorteil, daß sie aufgrund der extrenen Batteriebox kleiner sind, und die Gitarre nicht komplett aufgesägt werden muss.

    Ich wünsche Euch noch viel Spaß in diesem Forum, der Thread darf nun gerne als gelöst markiert und geschlossen werden. Ich habe dafür keine links gefunden.
    Grüße, Roman
     
  8. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.06.20   #8
    Das ist natürlich eine Geschmacksfrage. Bei den von mir verlinkten Veillette wird genau das "gestörte" Klangbild angestrebt (Zitat: "the two necks resonate and sympathize with each other in fascinating and unpredictable ways"):nix:.

    Interessanterweise wird die Beeinflussung eher auf der Ebene der Hälse verortet, wobei ich zwar vermute, aber letztlich nicht weiss, ob die auch Piezos verwenden.
     
  9. Gast 290447

    Gast 290447 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 30.06.20   #9
    Nun, ich hab die Erfahrung gemacht, daß das schon beim Stimmen Probleme machen kann. Kommt zwar natürlich auch darauf an, ob und welches Stimmgerät man benutzt, aber live habe ich dafür keine Zeit, mich auf derartige Experimente einzulassen. Dazu kommt, daß wir ein Duo sind, in dem ich das einzige Instrument spiele. Und da möchte ich natürlich jegliche Art der Verfälschung im Vorfeld ausschließen.
    Ich bin nach dem gestrigen Testlauf sehr zufrieden mit meiner Lösung, es ärgert mich nur, daß ich nicht schon früher daran gedacht habe, die "spannungslose" Seite zu schalten.
     
  10. GeiGit

    GeiGit Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.07.20 um 22:06 Uhr   #10
    Da du deine Lösung schon gefunden hast ist diese Frage nicht mehr so wichtig.
    Trotzdem wäre es interessant wie du die Piezos mit dem Schalter umgeschaltet hast.
    Wahrscheinlich den Eingang des Vorverstärkers auf den Mittelpol und die Piezos jeweils an die beiden äußeren Anschlüsse?
    Dann hängt beim Umschalten kurzzeitig nichts am Vorverstärker. Dadurch kann das Knacksen kommen.
    Das Brummen stammte wahrscheinlich von einer Kabelführung ohne Schirm, oder mit falsch angeschlossener Masse.
    Deshalb helfen Bilder durchaus bei der Problemfindung, da nur du die Schaltung gesehen hast.
    “Normal“ ist zumindest das Brummen nicht!

    Ich würde in so einem Fall beide Piezos seriell an den Vorverstärker anschließen und mit dem Schalter in der einen Stellung den einen und in der anderen Stellung den anderen kurzschließen.
    Dadurch ist immer eine Last am Eingang des Vorverstärkers und er hängt nie unbelastet im Freien.
    Sollte es dann immer noch knacksen kann es eventuell helfen statt einem direkten Kurzschließen einen passenden Widerstand parallel zu schalten.
    Also z.B. mit 600 Ohm brücken.
    Übrigens werden auch Mikrofone mit ihrem internen Schalter kurzgeschlossen. Die Methode ist also nicht ungewöhnlich.
     
  11. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 11.07.20 um 22:15 Uhr   #11
    @GeiGit Der User wird nicht mehr antworten (können) da er mittlerweile gesperrt und anonymisiert wurde :(
     
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