Drums made in China - Ramsch oder echte Konkurrenz?

von Haensi, 14.12.07.

  1. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.12.07   #1
    Hi

    es fällt auf, dass die Chinesen jetzt auch immer mehr auf den Schlagzeugmarkt drängen. Namhafte Hersteller lassen ihre Einstiegs-Serien schon sein Jahren in China fertigen (Kostenfaktor). Aber auch chinesische Hersteller sind im Billigsektor auf dem Vormarsch. Den werden sie auch bald erobert haben. Und dann?
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass in spätesten 20 Jahren der Markt von chineschen Produkten dominiert wird. Jetzt werden sie noch belächelt, meist zurecht, denn qualitätsmäßig können sie (noch) nicht mit europäischem und amerikanischem Industriestandard mithalten. Das wird sich sicher schnell ändern.
    Bestens Beispiel wie sich der Markt entwickelt, haben uns die Japaner gezeigt. Begannen sie in den 50ern/60ern mit billigen Kopien von amerikanischen Modellen (Ludwig, Slingerland, Gretsch) und wurden eher belächelt als ernstgenommen, kam in den 70er der große Durchbruch. So setzten Tama mit dem Swingstar und Pearl mit dem Export Maßstäbe im Einsteigerbereich. Dies bekamen damals auch deutsche Hersteller zu spüren. So ist von den zahlreichen damaligen Herstellern (u. a. Rimmel, Tromsa, Deri) nur noch Sonor übriggeblieben (und die lassen ihre Einstiegsserien in China fertigen:D)
    Ich schätze so wird es auch ablaufen, wenn die Chinesen mit hochwertigen Modellen den Markt erobern werden. Bin mal gespannt, wer dann noch übrigbleibt. :confused:
     
  2. DrummerinMR

    DrummerinMR Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.12.07   #2
    also wenn ich dich recht verstehe geht es dir darum, dass chinesische firmen den markt fluten, ja?
    denn in china wird ja schon seit langer zeit von internat. firmen gefertigt
    die erschwinglichen sonor force serien, die unteren ludwig serien, premier, usw. lassen dort fertigen und als ramsch würde ich das nicht bezeichnen.
    bis die chinesen allerdings selbst soweit sind, wird wohl noch etwas zeit vergehen.

    wobei, ist die firma "peace" eigentlich chinesisch? die machen ja eigentlich doch ganz gute sachen, sogar sehr hochwertige drumsets, die leider nur hierzulande nicht käuflich zu erwerben sind.

    zudem gibts ja auch noch stagg und wuhan, die bei chinas quasi marktführend sind, ramsch ist das eigentlich nicht mehr, nur die produktion (zB löcher mittig setzen :D ) könnte noch optimiert werden.
     
  3. Haensi

    Haensi Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.12.07   #3
    Im Prinzip ist mir ja egal wo die Drums und Becken herkommen. Nur bei den Arbeitsbedingungen und den nichtvorhandenen Umweltauflagen in China, bekomme ich schon ein schlechtes Gewissen und ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich deren Produkte kaufe. Das wird sich hoffentlich ändern, ob dann auch die niedrigen Preise gehalten werden können, wage ich zu bezweifeln.
    Peace Sets gibt es hier schon zu kaufen (bei Schmidkonz in Plößberg/Oberpfalz) nur leider die billigen Einsteiger-Sets und die sind nix.
    In Sachen Becken wird es sicher nicht mehr lange dauern, bis die etablierten Marken sich was einfallen lassen müssen um konkurrenzfähig zu bleiben.
    Die chinesische Beckenschmiede-Tradition ist ja schon älter als die europäische und vor allem im amerikanischem Markt tauchen jetzt zunehmend gute chinesische Becken auf die den Vergleich zu Top-Marken nicht scheuen brauchen (z. B. die Bliss Serie von Dream- cymbals). In China selbst gibt es sicher noch dutzende Hersteller, die super Becken bauen. Die haben bis jetzt halt nur keinen weltweiten Vertrieb.
    Ich schätze mal, dass sich das Preisniveau in Zukunft auf europäischem bzw. amerikanischem Werten einpendelt. Dann ist der Markt praktisch wieder offen und nur die Qualtät zählt. Das wird dann aber der Endverbraucher entscheiden.
     
  4. DrummerinMR

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    Erstellt: 14.12.07   #4
    hast mich falsch verstanden
    ich weiß sehr wohl, dass man peace sets hier kaufen kann, ich hatte selbst zB ne phosphor bronze snare von denen die wahnsinnig gut geklungen hat! ich habe nur gesagt, dass die höherwertigeren/guten (!) serien nicht hier im handel zu haben sind!
    ich denke ich bin relativ gut informiert, was hier zu haben ist und was nicht, bei schmidtkonz bin ich regelmäßig auf der seite um mich zu informieren
     
  5. Haensi

    Haensi Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.12.07   #5
    Oh ja, sorry. Ich frag mich warum es die besseren Sets hier nicht gibt.:confused: Also ich würde es kaufen, wenn Preis/Leistung stimmt.
    Vielleicht liegt es daran, dass der Markt noch nicht reif ist. Viele Drummer sind halt noch immer irgendwie markenfixiert. Da haben es neue nicht so leicht. Mir sind Marken aber egal. Als ich mir mein Mapex gekauft habe, waren die bei uns auch noch relativ unbekannt. Mittlerweile sind sie nicht mehr wegzudenken, da sie klasse Teile bauen. :great:
    Beckenmäßig war ich immer ein Paiste bzw. Meinl Fan. Doch mein letztes Becken war ein STAGG. Preis-/leistungsmäßig können die zwei "Großen" da halt nicht mithalten und ich sehe nicht ein nur für den Namen mehr zu bezahlen. :screwy:
     
  6. 00Schneider

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    Erstellt: 14.12.07   #6
    Peace ist aus Taiwan, wobei Kevin Packard in den Staaten als Marketing Director Peace sehr viel weiter gebracht hat. Allerdings ist der jetzt bei ddrum und hat dort die Akusikset-Schiene aufgebaut.
     
  7. Leberfläkel

    Leberfläkel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.07   #7
    Frage: wenn das der Fall sein sollte: Wie sollen dann die chinesischen Firmen überhaupt auf den Markt kommen?! Wenn man (logisch) voraussetzt, dass die Qualität erst mit dem Absatz und den Anforderungen der wachsenden Kundschaft steigt, müssen die Hersteller erst mal - wie jetzt der Fall - billige Preise machen. Und anders als die Japaner in den 1970ern produzieren die Chinesen so viel und mit einer solch rigiden (Preis-)Politik, dass sie sich nur begrenzt darin einmischen lassen werden und insofern sich eher die Europäer und Konsorten auf die Preise der Chinesen "herablassen" müssen. Sicherlich wird es einen Preisanstieg auch bei chinesischen Produkten geben (schon allein wegen der immensen Nachfrage nach Rohstoffen), aber nicht in dem Maße, dass wir uns auf dieser Seite unserer Kontinentalplatte keine Gedanken machen müssten...
    Insofern sollte man seine Hoffnungen in die Vertriebe und den Einzelhandel setzen, das billige Chinesische Zeug mit einer riesigen Preisspanne teuer zu verkaufen und so - paradoxerweise! - mit überteuerten chinesischen Produkten europäische Produktion aufrechtzuerhalten! :):screwy:
     
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