Ein kurzes Streichquartett, Feedback erwünscht

von JapaneseDeathPoem, 06.11.19.

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  1. JapaneseDeathPoem

    JapaneseDeathPoem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.19   #1
    Servus,

    habe mich die Tage, daran versucht ein kurzes Streichquartett zu schreiben.
    Schritt für Schritt, mit viel rumprobieren um einfach zu schauen wie weit ich mit unvertrauter Materie kommen kann, wenn ich einfach täglich "handwerke" und das vergebliche Qarten auf Inspiration, mal sein lassen. Siehe da Inspiration kommt zum Teil einfach wenn man macht... schön :). Jetzt würde ich gerne wissen, was die Boardgemeinde so von diesen Ergüssen hält.
    Die Kritik muss nicht in ein gut/schlecht Scheme fallen, wenn jemand meint, eine Stelle hätte mehr schliff verdient, oder würde einfach nicht Rund wirken, wäre das genauso willkommenes Feedback.

    Stylistisch wollte ich eine Art "modernen" Kontrapunkt anstreben, also die baroquen Regeln nicht immer als Maßstab nehmen, aber schon unabhängige Stimmen kreieren.

    PDF ist angehangen, eine DAW-Vertronung mit Konservenstreichern gibts hier:



    dickes Danke für jeden der sich die Zeit nimmt es, sich anzutun und noch mehr für jede Rückmeldung :)

    liebe Grüße
     

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  2. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.19   #2
    Der Klang der Streicher ist, gelinde gesagt, seltsam. Es klingt für mich , wie wenn alles "reverse" läuft, sozusagen das ganze Stück
     
  3. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.19   #3
    Eine treffende Beschreibung. :)

    Musikalisch konnte ich das eben Gehörte nicht nachvollziehen. Entweder bin ich noch nicht so weit, oder irgendwas stimmt damit nicht. Ich glaube, es würde mir besser gefallen, wenn es "vertrauter", irgendwie konventioneller klingen würde. Denn ich fürchte, ich kann "modern" von "falsch" nicht immer unterscheiden.^^

    Edit: Achja, die Noten... Ich fürchte, dafür fehlt mir im Moment die Motivation. Daher belasse ich es beim Hören. :)
     
  4. omnimusicus

    omnimusicus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.19   #4
    Hm, unabhängige Stimmen hast Du schon erzeugt. Leider mit dem Ergebnis, daß sie nun gar nichts mehr miteinander zu tun haben, außer der Tatsache, daß sie zur selben Zeit ablaufen.
    Klingt alles sehr nach Zufallsgenerator mit einzelnen Schlußakkorden.
    Leider nicht überzeugend.
     
  5. Trommler53842

    Trommler53842 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.11.19   #5
    Das Kontra fehlt schlichtweg. Punkt.
     
  6. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.11.19   #6
    @JapaneseDeathPoem, erst mal Willkommen im Forum!

    Meine Kritik wird allerdings ziemlich vernichtend ausfallen, bitte nicht persönlich nehmen, aber ich will ehrlich sein.
    Ich kenne nicht die Intention, die du mit diesem Satz verfolgt hast, aber wenn "Failure in the making" der Titel sein soll, dann ist der immerhin zutreffend.

    Es ist einfach nur ein Durcheinander von Tönen, die in keiner erkennbaren Beziehung zueinander stehen. Innerhalb der Stimmen ist keine Melodik oder halbwegs sinnvolle, stringente und zielführende Melodie erkennbar, auch keine sinnvoll aufgebauten Motive.
    Ein funktionierender Bezug der Stimmen zueinander ist nicht erkennbar bzw. nicht vorhanden.
    Spannung kommt an keiner Stelle auf, wie denn auch, treffen die Töne doch mehr oder weniger zufällig aufeinander ohne jedes harmonische Konzept oder rhythmisch prägnante oder gar attraktive Struktur.

    Mit Kontrapunkt hat das ganze rein gar nichts zu tun.

    Hier scheint mir nichts ausgehört, nachgehört und auf ein in klanglicher Hinsicht ausgefeiltes Bemühen hinzuweisen.
    Nein, die Töne schwurbeln und wabern völlig unmotiviert herum und es klingt - nicht.


    P.S.
    Der grottige Pseudo-Streicher-Sound verschlimmert den Eindruck eines Klangbreis leider zusätzlich.
    Die Bemerkung von @Ralphgue hatte, dass alles klingt wie rückwärts gespielt, kann ich gut nachvollziehen.
     
  7. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.11.19   #7
    Der Streichersound ist so eine "Slow Attack" Nummer. Da sollte aber jede Tischhupe etwas besseres zu bieten haben?
    In der Windows Wavetable "Libary" gibt es da zum Beispiel 2 Varianten. Die zweite heißt in der Regel "slow Strings" oder ähnlich.

    Warum verwendest Du manchmal Des und manchmal Cis?
     
  8. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.11.19   #8
    Dahinter würde ich eine Unkenntnis von harmonischen Strukturen und Zusammenhängen und den allgemeinen Notationsregeln vermuten.
    Das Notenbild sieht in dieser Hinsicht ebenso konfus aus, wie der Satz konfus klingt.

    Nun denn, ich denke, wie haben @JapaneseDeathPoem heftig verschreckt.
    Jedenfalls sicher ich vorneweg, und jetzt auch noch mal kräftig nachgelegt :bad::bad::bad::bad::bad: ......
    ... komme mir vor wie ein :evil:
    Ich hoffe nicht, dass er jetzt :weep:

    Aber es nützt ja auch nichts, jemanden zu :patpat:, wenn man sieht, wie er möglicherweise in eine Sackgasse und am Ende vor eine Wand läuft, und dann :stars:.

    Es kann sehr spannend sein, sich mit den musiktheoretischen, aber auch vor allem musikpraktischen Hintergründen zu beschäftigen, vor allem, wenn man Ambitionen hat, Musik zu arrangieren oder gar zu verfassen. Dann ist diese Beschäftigung eigentlich schon ein Muss.
    Es ist spannend, der Frage nach zu gehen, warum die eine Musik "Klingt" und die andere nicht. Und wie man es bewerkstelligen kann, seine musikalischen Ideen zum Klingen zu bringen.
    Wenn tieferes Interesse vorhanden ist, lohnt sich die Mühe allemal, man kann nur lernen :great:.
     
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  9. Fastel

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    Erstellt: 08.11.19   #9
    @JapaneseDeathPoem
    Okay also ist halt scheiße das Ding.

    Möchtest Du das besser machen oder aufgeben?

    Wenn Du das besser machen möchtest gebe ich Dir den Tip mal ganz altbacken anzufangen, dein Ergebnis ins Forum als "Übung" zu stellen, und wenn dann ein "gut" oder "befriedigend" raus kommt, kannst Du den nächsten Schritt gehen.

    Aufgabe:
    1) nimm Dir die Pachelbel (sorry ich weiß immer nicht wo das "doppel-L hinkommt") - Sequenz und arrangiere sie mit 3 Durchläufen für ein Streichertrio (Violine, Violine, Cello). Einfach nur Haltenoten ohne Melodie

    2) Gleiche Sequenz, die ersten 3 Durchgänge - jetzt für Streichquartett mit der Melodie.

    3) Eigene Melodie erfinden über 3 Durchgänge. / Gib für jeden Durchgang einem anderen Instrument die "eigene" Melodie

    Die Aufgabe wäre es, Instrumente in ihrer Funktion als Begleitung oder harmonische Puzzleteile klar dar zu stellen (zu trennen) und ein gutes Notenbild zu schreiben. Halte Dich an den Tonraum, der nicht mehr als 2 Oktaven über dem Grundton liegt. Die ersten Jahrhunderte Musikgeschichte wurde fast keine Musik geschrieben, die über Instrumentale "extreme" verfügt. Zumindest nicht in der Tutti-Begleitung.
     
  10. JapaneseDeathPoem

    JapaneseDeathPoem Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.19   #10
    Hey, sorry war fleißig am Mitlesen musste erst noch einiges verdauen, aber ich bin am Leben und immer noch hoch motiviert, keine Sorge :)

    ich hab das ganze jetzt nochmal kräftig überarbeitet, und erstmal als Klavierquartett :-)P) neu vertont, um die verwaschenen Streichersounds zu umgehen.

    https://soundcloud.com/pascal-wigger/failures-in-the-making-take-2

    ich hoffe da kommt zu mindestens die Ungefähre Absicht, etwas besser durch und es klingt zu mindestens "verträglich" wenn nicht, wäre das aber auch eine wichtige weitere Rückmeldung.

    Persönlich sah ich bei dem Stück mein größtes Problem dadrin, dass es etwas atemlos wirkt, aber nach eurer Rückmeldung werde ich jetzt noch weiter die Balance zwischen Harmonie und Dissonanz verfeinern und danach , vielleicht etwas mehr Stille einbauen :)

    Danke an Fastel für die praktischen Tipps, ich mach mich die Tage daran, das anzugehen.

    und auch nochmals Danke für jeden der sich die zeit genommen hat, durchzuhören und zu kommentieren

    Cheers,
     
  11. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.11.19   #11
    In der Tat weiß mir dieser Klaviersatz (ein Klavier-Quartett höre ich nicht) deutlich mehr zu gefallen.
    Es sind melodische Linien erkennbar, ebenso klarere und prägnantere Rhythmen und rhythmische Strukturen. Dazu kommt eine symmetrische Anlage mit zu ihren Schlüssen hin zumindest in Ansätzen als Kadenzen wirkende Wendungen.
    Die vielen Dissonanten Klänge wirken auch hier etwas unmotiviert und ein echtes harmonisches Konzept kann ich auch hier nicht erkennen. Aber diese Dissonanzen haben (zumindest für mich) einen gewissen Reiz, weil eine gewisse Farbigkeit in den Klang kommt. Konfus ist der Satz aber immer noch, weil auch hier die Spannungsbögen nicht bzw. kaum vorhanden sind bzw. nicht nachvollziehbar ´rüber kommen.

    Aber insgesamt um Größenordungen besser als der völlig misslungene Satz für das Steichquartett.
     
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