Einstellungen für Gesangsmikrofon am Mischpult

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Niki
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Hallo Leute, ich habe mich für die Plauderecke entschieden da mein Thema nirgends 100%ig dazu passt. Wir hatten am Wochenende einen Auftritt mit unserer Band (Rock/Heavy), an Gesangsmikros haben wir zwei Shure Beta58, das Mischpult ist ein Presonus 32SX. Ich frage mich welche Einstellungen am EQ des Mischpults für die Mikros zu empfehlen sind, sowohl für Live als auch für den Proberaum. Mir ist schon klar dass das nicht das Gleiche ist, mir geht es eher um grundlegende Einstellungen. Ein Typ kam nach dem Auftritt zu mir und meinte es wäre gut alle tiefen Frequenzen rauszunehmen. Nachdem er sich nur mit Mühe auf zwei Beinen halten konnte wirkte er wenig vertrauenswürdig...Gibt es hier irgendwelche Fixpunkte an die man sich halten sollte ? Das Problem war im Wesentlichen dass sich die Mikros schwer gegen den Rest durchsetzten, was aber nicht an der Lautstärke lag. Eher hat man auf den Aufnahmen den Eindruck das alles zu vermischt und wenig differenziert war.
Besten Dank,
Niki

Ich habe deinen Thread in das KnoHow-Sub verschoben. da passt es besser. Gruß, mHs, für die Moderation
 
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Ganz grundsätzlich ist das mit den tiefen Tönen nicht verkehrt.
Ich setze in allen Kanälen, die nicht wirklich tiefe Töne beitragen müssen (Bass, Kick Drum oder auch Cajon) immer einen Low Cut oder High Pass (2 Begriffe für das gleiche).
Wenn der einstellbar ist: bei Männersitmmen und Gitarre 80 Hz, sonst eher 100 Hz. Eigentlich immer so, dass der tiefste Ton des Nutzsignals noch durchkommt.
Das verhindert, dass Rumpelgeräusche durch Trittschall oder Anfassen der Mikros zu sehr übertragen werden und sorgt dadurch für einen aufgeräumteren Mix.

Auch wenn ich sonst eher spaream am EQ bin, der Low Cut ist bei mir immer drin.

Edit: beim Presonus heisst der Knopf HPF (High Pass Filter) und da solltest du die Frequenz einstellen können.
Bei Frauenstimmen würde ich 120 - 160 Hz HPF setzen, je nachdem wie tief die Sängerin kommt - Manche Altistinnen kommen sehr tief runter.

Ansonsten stöbere doch mal beim Mischpult Workshop Absatz 8 Einstellungstipps
 
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Das Beta58a ist ein gutes Mikro, ich habe auch ein paar davon, sowie von seinem Bruder Bet57a - dieselbe Kapsel, anderer Korb, niedrigerer Preis. Für eine Rockband setze ich da eigentlich nur einen LoCut (unterhalb ca. 100 bis 130 Hz bei einer männlichen Stimme, ca. 120 bis 140 Hz bei einer weiblichen). Das Prinzip ist einfach: Sänger/in singt, Du drehst den LoCut hoch, bis man anfängt zu hören, dass bei der Stimme die Tiefen abnehmen. Damit bist Du ein wenig zu weit, gehst einen kleinen Dreh zurück, fertig. Der Rest bleibt bei mir linear, evtl. eine dezente Anhebung der Höhen um 10 oder 12 kHz. Das ist bei mir die Einstellung für eine Rockband. Wenn es sanfter zugeht und ich die "Durchschlagskraft" des Mikros nicht so sehr brauche, reduziere ich zusätzlich noch die Anhebung bei 2.5 kHz, die das Mikro von sich aus mitbringt, um ca. 2 dB. Feddich.

Bei dem oben geschriebenen gehe ich aber davon aus, dass man die Unebenheiten von Raum und PA bereits am Summen-EQ ausgebügelt hat, und typischerweise würde man dort die von dem betüdelten Kollegen angesprochenen möglichen Probleme mit dem Bassbereich lösen. Oder in Deinem Mix sind sich Bassdrum und Bassgitarre (und ggf. Keyboards oder übermäßig fette Gitarren) gegenseitig ins Gehege gekommen. So genau kann man das, ohne es selbst gehört zu haben, nicht sagen, aber das wären so die typischen Baustellen eines Live-Mixes.
 
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Super, vielen Dank für die Tipps, werde ich gleich heute probieren.
LG, Niki
 
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Wenn sich der Gesang nicht durchsetzen kann, liegt das oft auch an den Instrumenten, die Frequenzmässig den Gesang überlagern/maskieren. --> Instrumente im Bereich der Maskierung etwas absenken, und der Gesang bekommt mehr Freiraum. Ist meistens besser als den Gesang in dem Bereich anzuheben. Das löst den Konflikt nicht.
 
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