Empfehlungen zu Notensatzprogrammen

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domingo
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Hallo

Ich bin auf der Suche nach einem Notensatzprogramm, das meine Ansprüche zufriedenstellt, die da wären:

- MIDI-Im- und Export (möglichst bugfrei)
- VSt-Unterstützung (hab eine gute Orchesterlibrary und würd die gern einbaun, auch setz ich gern Synths ein)
- Möglichkeit zu vielen Parallelstimmen (16 wenn möglich)
- Wiedergabe: sollte die Möglichkeit haben, sie nicht so technisiert/clean klingen zu lassen
- Intelligente Notation, die gegebenenfalls z.B. Haltebögen auf den nächsten Takt weiterzieht
- MIDI-Step-Notation
- nicht allzu umständliche Bedienung

Soweit ich gesehn hab, sind da Forte, Sibelius und Finale ganz gut dabei, aber ich hab keine praktische Erfahrung, va auch bezüglich von Absturzgefahr etc. oder von Bedienerfreundlichkeit. Sollte Forte nämlich oben Genanntes können, würde ich es vor einem der Grossen bevorzugen, da ja anscheinend der Workflow einfacher ist.
Eine Demo auszuprobieren bedeutet viel Zeitaufwand, da ich mich da ja auch erst in die Funktionsweise einarbeiten muss. Daher wäre ich sehr dankbar für Tips von denen, die sich da schon damit beschäftigt haben. Ich selbst habe bis jetzt nur Erfahrung mit herkömmlichen Sequenzern, stosse damit bei meinen Ambitionen (mehrstimmige klassische Sätze, Orchesterstücke) aber an meine Grenzen.

Vielen Dank schonmal für hilfreiche Antworten
 
Eigenschaft
 
Ich selbst habe bis jetzt nur Erfahrung mit herkömmlichen Sequenzern, stosse damit bei meinen Ambitionen (mehrstimmige klassische Sätze, Orchesterstücke) aber an meine Grenzen.

Du solltest ein Notensatzprogramm nur dann verwenden, wenn du auch gedruckte Noten brauchst. Nicht aber, wenn du bei einem Sequenzerprogramm an Grenzen gestossen bist und hoffst, mit einem Notensatzprogramm bessere Sequenzerfähigkeiten zu erhalten. Notensatzprogramme sind für ein gedrucktes Ergebnis gedacht, nur nebenher auch für ein akustisches.

Ansonsten arbeite ich seit ~15 Jahren mit Finale, seit Version 3.5, und kann es nur empfehlen. Sibelius war mir persönlich zu teuer und zu ressourcenhungrig. Finale beherrscht alle deine Anforderungen.

Harald
 
Als ich mir die Beschreibungen der verschiedenen Notensatzprogramme und die Testberichte angesehen habe, hat das aber einen anderen Eindruck auf mich gemacht... Mir gefällt vor allem, dass ich die Partitur übersichtlich vor mir liegen habe und nicht erst das eine oder andere Sequenzfile aufmachen muss, um da jeweils Positionen zu verschieben. Hier sehe ich alle Stimmen vor mir, und nicht nur "bunte Kästchen", wie das der Fall ist von Live über Logic bis Cubase.

Mit Ressourcenhungrigkeit habe ich kein Problem, mein Quadcore-Monster sollte das wohl schaffen. Ich habe nur gehört, Finale wäre etwas umständlich zu handhaben, was mich eher abschreckt.
 
Als ich mir die Beschreibungen der verschiedenen Notensatzprogramme und die Testberichte angesehen habe, hat das aber einen anderen Eindruck auf mich gemacht...

Ja, Beschreibungen und Testberichte können durchaus einen anderen Eindruck vermitteln. Trotzdem ist es so, wie du selbst mit dem Begriff Notensatzprogramm es ja auch ausdrückst: es ist in erster Linie zum Setzen von Noten gedacht.

Es ist halt imer die Frage, welches Endergebnis du haben möchtest: ein visuelles (->Notensatzprogramm) oder ein akustisches (->Sequenzerprogramm). Die Features überschneiden sich, aber wenn du Eingriffsmöglichkeiten auf elementarer Ebene haben willst, solltest du das richtige Programm für den jeweiligen Zweck wählen. Denk mal an deine erwähnte Orchesterlibrary und mit welchen Keyswitches du dort welche Artikulationen ansteuerst: die beste Kontrolle über diese Keyswitches hast du nun mal in einem Sequenzerprogramm, das dir die Keyswitchdaten z.B. im Pianorolleneditor darstellt.

Harald
 
Gut, aber wenn das Notensatzprogramm VSt unterstützt, dann kann ich ja wohl die MIDI-Dateien noch immer exportieren und im Sequencer importieren und dort die leidigen keyswitches umstellen. Trotzdem kann ich vorher fien vorhören, obs nach was klingt, und hab den Vorteil der besseren Übersichtlichkeit, die ich nämlich bei herkömmlichen Sequencern einfach nicht habe :(
 
Gut, aber wenn das Notensatzprogramm VSt unterstützt, dann kann ich ja wohl die MIDI-Dateien noch immer exportieren

Als MIDI exportieren kannst du natürlich auch, wenn das Notensatzprogramm kein VST unterstützt. MIDI-Export ist ja unabhängig von den angesteuerten Klangerzeugern.

Trotzdem kann ich vorher fien vorhören, obs nach was klingt, und hab den Vorteil der besseren Übersichtlichkeit, die ich nämlich bei herkömmlichen Sequencern einfach nicht habe :(

Ja, in der Tat, wenn man Noten gewöhnt ist, überschaut man ein Stück in Notenform natürlich schneller. Der Großteil der Sequenzerprogramme richtet sich halt nicht an notenorientierte Musiker, daher spielt Notation dort eher eine Nebenrolle. Ich kann da aber nur dringend zu einem großen Bildschirm raten; ich verwende zwei 17 Zöller bei Finale 2009 und das ist manchmal suboptimal, da Bearbeitungsfenster zentriert dargestellt werden. Dadurch liegen sie zur Hälfte auf dem linken Bildschirm, zur anderen Hälfte auf dem rechten. Und selbst zwei 17er sind für große Partituren zu wenig; ich wünsche mir ja nach wie vor einen ca. 2qm-Touchscreen für Notensatz. Erst bei einer solchen Größe könnte man so viele Noten darstellen, wie ein Hörer als großen Spannungsverlauf wahrnimmt: etwa 3 Minuten. Wenn man solche Mengen darstellen könnte und damit näher an der Dramturgie der Musik arbeiten könnte, wäre das eine echter Fortschritt, IMHO.

Harald
 

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