Epiphone Les Paul Nightfall [Review]

von Stephan 1234, 21.07.20.

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  1. Stephan 1234

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    Erstellt: 21.07.20   #1
    Epiphone Les Paul Nightfall (Review)

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    Es ist schon ein paar Jährchen her, da hab ich sie stehen sehen, eine wunderschöne komplett schwarze Les Paul, mit Floyd Rose, EMG Pickups schwarzer Hardware und einem matt schwarzen Hals. Ich wusste direkt, die muss ich haben, die kann nur geil sein. Schon allein von der Optik überzeugt habe ich sie von der Wand beim Händler genommen, schön schwer, irgendwie hatte ich das Gefühl die war schwerer, als die ganzen anderen Epiphone Paulas, die ich bisher in der Hand hatte. Aber doch irgendwie handlich, und es fühlte sich wertig an, also angesteckt und gespielt. Nicht wirklich lange genug, um sie komplett auszutesten, aber das was ich probiert habe hat mir gefallen und so habe ich sie gekauft. So kam ich in unter 15 min zu einer neuen, meiner neuen Lieblingsgitarre.

    Warum erzähle ich das? Warum schreibe ich einen Review für eine Gitarre die schon um die zehn Jahre alt ist?
    Ganz einfach, ich hab neulich mal eine auf einer Auktionsplatform gesehen und hab mir gedacht, kennt das Musikerboard die denn eigentlich…. Vielleicht will ja mal wer so´n Ding gebraucht kaufen.

    Aber zur Gitarre:

    Body:

    Der Body besteht aus Mahagoni , der Hals aus „Hard maple“ also Ahorn. An sich ja ganz brauchbare Hölzer zum Gitarrenbau. Hier gibt es eigentlich nicht viel dazu zu sagen. Das Ganze ist schwarz lackiert, der Body glänzend, der Hals matt, wobei hier inzwischen eher von seidenmatt gesprochen werden sollte, durch das spielen, Handschweiß und fett ist der matte Lack leider etwas glänzend geworden, geht aber immer noch. Das Griffbrett hat nur ein Inlay im zwölften Bund, und ist ansonsten eher unauffällig. Durch die Hochwertigen Materialien in Verbindung mit der Hardware kommt natürlich etwas Gewicht zusammen, das mich aber nicht stört, für nen 4 Jährigen ist sie Vielleicht n bisschen zu groß, der wird sich aber auch mit der Mensur schwer tun. Das Griffbrett hat 22 Medium-Jumbo Frets, die schon bei kauf gut verarbeitet waren, also keine scharfen Bund enden und sauber abgerichtet.

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    Hardware:

    Die Gitarre verfügt, wie schon bereits oben mehrfach erwähnt über ein Floyd Rose Tremolosystem, genauer, ein: „Floyd Rose® Special tremolo with locking R4 nut“. Ob man das nun braucht an einer Paula, nun ja, das ist Ansichtssache, ich find’s super.
    Als Mechaniken sind schwarze von Grover mit 14:1 Übersetzung verbaut, das sind solide Dinger, die voll und ganz ihren Zweck erfüllen und dabei auch noch farblich perfekt zur Gitarre passen ;) . Das Ganze Instrument hällt die Stimmung ich muss selbst nach einer längeren Autofahrt nur ganz wenig an der Stimmung machen, und wenn sie mal zwei Wochen an der Wand hängt, dann ist sie danach immer noch komplett inTune.

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    Pickups:

    In der Gitarre sind verbaut:
    · Neck pickup: Passive EMG-HZ-4 humbucker
    · Bridge pickup: Passive EMG-HZ-4A humbucker
    Die erfüllen ihren Zweck auch bei härteren Gangarten ganz gut, mir gefallen sie zumindest sehr, gibt ja aber auch genug, die passive EMG schon fast für ein Verbrechen halten…. Zumindest hat mir das mal einer so erzählt. Die Dinger lassen sich ganz normal über 3 Wege Toggle-switch umschalten und es gibt einen Ton und einen Volumen Poti pro Pickup. Aber die Volumen Pottis sind jeweils als Push-Pull Potis ausgestattet…. Das hab ich erst vor 2 Jahren eher unabsichtlich gemerkt… seit dem nutze ich das sogar manchmal ;) … Mit diesen Pottis lassen sich die Humbucker auf splitten und schon fast, Stratähnliche (also halt klänge eines Singlecoil) Klänge erzeugen. Sie funktionieren sowohl stark verzerrt, als auch clean ganz Gut.

    Verarbeitung (zeitliche Betrachtung):

    An der Verarbeitung habe ich rein gar nichts auszusetzen, die Saitenlage habe ich vor ein paar Jahren mal beim Gitarrentechniker meines Vertrauens neu einstellen lassen, die war aber vorher auch schon gut. Das Lackbild ist sauber, es funktioniert alles, Bünde waren sauber abgerichtet und die Kanten sind auch nicht scharfkantig oder stehen über. Dass der Matte Lack irgendwann mal das glänzen anfängt war eigentlich schon beim Kauf klar, das ist bei Mattlacken leider häufig so. Seit drei Wochen springt mir übrigens aus dem Floyd Rose die B-Saite raus…. Ich glaube da brauch im mal neue Böckchen, aber gut, das sind nach zehn Jahren und spätestens alle zwei Monate neue Saiten Verschleißteile.

    Fazit:

    Alles in allem ein Kauf den ich nicht bereue, auch wenn ich nicht mehr weiß, was das gute Stück mal gekostet hat (finde die Rechnung nicht mehr, müssten aber grob um die 800 tacken gewesen sein( ohne Gewähr)), ist sie jeden Cent wert. Und wohl neben meiner komplett modifizierten Squier Strat wohl die von mir meist genutzte E-Gitarre, sowohl Live als auch im Studio, weshalb sie auch den Platz an der Wand neben dem Fernseher bekommen hat ;). Insgesamt handelt es sich bei der Nightfall um ein absolut tolles Instrument, das Hervorragend verarbeitet ist. Einziges Contra ist und bleibt der Matte Lack am Hals, aber des ist ja wenn´s so weiter geht bald nicht mehr Matt.

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    Nur was es mit diesem Epiphone Customshop Logo auf der Rückseite auf sich hat, und was das über die Gitarre aussagen soll weiß ich leider nicht, dazu hab ich auch leider nichts im Netz gefunden, also wenn da wer was weiß, nur her mit den Infos.

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    Weitere Fragen bitte immer gern stellen.
     
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