Erfahrungen mit iLive R72?

  • Ersteller alfredtheripper
  • Erstellt am
RaumKlang und Socapex: Bitte bleibt hier objektiv und kennzeichnet eure persönliche Meinung auch als solche - und führt hier nicht wieder eine Auseinandersetzung über persönliche Vorlieben; das hattet ihr schon an anderer Stelle.
War dem nicht so? Ich meine durchaus objektive Fakten beigesteuert zu haben und da wo es subjektiv wird ist dieses auch deutlich erkennbar.

Den Unterschied zwischen einem 01V und einer GL2200 höre ich (und sogar mein tauber Trommler) selbst über eine HK LP12M - und das will was heißen.
Sprichst Du über ein 01V ohne 96? Falls ja, überleg Dir bitte mal aus welchem Jahrtausend dieses Pult stammt und welche Entwicklungen in der Zwischenzeit im Bereich Digitalaudio statt gefunden haben..
Um ähnliches zu diesem Preis anbierten zu können haben andere Hersteller 15 Jahre länger gebraucht.
Trotzdem bleib ich dabei das es unter Live Bedingungen speziell bis zu einer gewissen Größe einfach deutlich prägnantere Einflüsse gibt als die Unterschiede zwischen Pulten.
Das es welche gibt stell ich ja auch gar nicht in Abrede.
Habe vor Jahren mal nen XL3 mit einem SC K3 verglichen und das war durchaus auch frappierend.
Ich fände es halt gut wenn man nicht immer solche Schwarz/weiß Malerei betreiben würde.

Motorfader braucht bei dem Bedienkonzept kein Mensch. Die Faderbank macht immer nur exakt eins: Main-Mix - wie bei einem analogen Pult. Dass das Pult eben keine Sends on Fader hat, halte ich für einen der größten Vorteile bei dem Ding. Statt dessen nimmt man dafür die in jedem Kanal vorhandenen Encoder und LED-Ketten. Ist genau so übersichtlich, braucht kein Umschalten des Layers und geht vollkommen lautlos vonstatten. Für einen Monitormix setzt Du alle Auxe auf post, fährst alle Fader auf 0dB, machst Deine Aux-Mixes über Encoder/LED-Bars und fertig. Mischt sich genau wie analog.

Muß ich an einem LS9 oder M7 Monitor aus der Front machen, nervt diese ewige Faderbank-Umschalterei doch ganz extrem, zumal man beim LS9 immer zweimal auf den entsprechenden Knopf drücken muß, um die Fader auch in den Send-Mode zu bekommen...

Ich würde empfehlen, sich das StudioLive mal in Ruhe anzuschauen und vor allem mal einen Job darauf zu mischen. Danach fehlen Dir keine Motorfader mehr :)

Hier ist meine persönliche Meinung das Du dir das fehlen der Motorfader mit obigen Argumenten versuchst schön zu reden.
Evtl. passt sich das Pult deiner Arbeitsweise ja perfekt an - zu behaupten man bräuchte keine Motofader finde ich einfach vermessen.

Das Presonus bietet eine Menge für den Preis - für mich ist das fehlen der Motorfader und das dadurch nur eingeschränkt mögliche Arbeiten mit Szenen oder in Monitorapplikationen ein Ausschlußkriterium.
Mir fehlt da einfach Felxibilität - das mag für andere Nutzer wieder ganz anders aussehen.
Bitte bedenke das es auch Leute gibt die andere Arbeistweisen präferieren oder auch einfach andere Bereiche bedienen.

Gruß
Soca

PS: Würde ja gerne auf deine Empfehlung zurück kommen um mir eine Handson-Meinung zu bilden, leider kenne ich niemander der das Pult besitzt oder einsetzt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also das PreSonus gefällt mir einfach nicht. Was ist mit dem Yamaha Dm 1000 VCM oder dem Ls 9-16?

Was genau gefällt Dir denn am PreSonus nicht? Für die genannte Anwendung mit den paar pisseligen Kanälen muß man ja nun wirklich nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, es sei denn Du hast zu viel Geld :)


Socapex schrieb:
Um ähnliches zu diesem Preis anbierten zu können haben andere Hersteller 15 Jahre länger gebraucht.
Trotzdem bleib ich dabei das es unter Live Bedingungen speziell bis zu einer gewissen Größe einfach deutlich prägnantere Einflüsse gibt als die Unterschiede zwischen Pulten.

Ja, Yamaha war schon immer recht schnell mit Innovationen und das ist auch der Grund dafür, dass Digipulte aus diesem Hause so verbreitet sind. Trotzdem muß ich sagen, dass mir englische Bedienkonzepte mehr zusagen als die japanischen. In der <15kEUR Liga gibt es eben auch deutlich besser klingende Pulte als ausgerechnet die Yamahas. Eigentlich kenne ich keinen Kollegen, der ein Yamaha seines Sounds wegen gekauft hätte - Hauptgrund war meist ein Mangel an Alternativen zum Anschaffungszeitpunkt und eben der Umstand, dass sich mittlerweile viele an die etwas verspielten Bedienkonzepte gewöhnt haben. Aktuell kann es sich jedenfalls kein Operator leisten, ein M7CL nicht bedienen zu können :)


Socapex schrieb:
Hier ist meine persönliche Meinung das Du dir das fehlen der Motorfader mit obigen Argumenten versuchst schön zu reden. Evtl. passt sich das Pult deiner Arbeitsweise ja perfekt an - zu behaupten man bräuchte keine Motofader finde ich einfach vermessen.

Das hast Du falsch verstanden: Eine M7, LS9, 01V oder iLive ohne Motorfader geht einfach nicht - da gebe ich Dir Recht. Was das PreSonus angeht: Bei _dessen_ Bedienkonzept braucht man keine Motorfader.
Recalls von Mixszenen funktionieren auch ohne ganz hervorragend, zumal beim Aufruf der Szene die Faderstellung im Mix bereits aufgerufen wird. Die physische Faderstellung wird erst dann wirksam, wenn man den Locate-Modus wieder verlässt. Solange man im Locate-Modus ist, kann man die Fader schieben wie man will, das hat keine Auswirkungen auf den bereits aufgerufenen Mix. D.h. man hat alle Zeit der Welt, um die Positionen von Hand anzufahren.

Ein Problem ist zugegebenermaßen die kurze Mute-Zeit beim Aufruf einer Szene am Pult selbst. Hier wird erstmal alles gemutet, dann genullt und dann die neue Szene aufgerufen. Das hängt mit der Rechenleistung des DSP zusammen. Ruft man die Szene per VSL vom Rechner aus auf, entfällt diese kleine Unterbrechung, weil die Berechnungen vom PC ausgeführt werden und dann nur noch ans Pult übermittelt werden.


Socapex schrieb:
Das Presonus bietet eine Menge für den Preis - für mich ist das fehlen der Motorfader und das dadurch nur eingeschränkt mögliche Arbeiten mit Szenen oder in Monitorapplikationen ein Ausschlußkriterium.

Ernstgemeinte Frage: Wofür brauchst Du Motorfader, um mit Szenen arbeiten zu können? Arbeitest Du mit Szenenaufruf per VSL (was angesichts der Mute-Geschichte direkt am Pult sehr sinnvoll ist), brauchst Du die Fader überhaupt nicht. Im Zweifelsfall fährst Du eine Show komplett vom Rechner aus, wenn Du nur mit Szenen arbeitest. Ansonsten steht Dir jederzeit der Locate-Modus zur Verfügung, um die physische Faderstellung an den aktuell aufgerufenen Mix anzupassen. In meinen Monitorsetups stehen die Fader eh alle auf 0dB und ich weiche nur dann davon ab, wenn es wirklich grobe Probleme zu fixen gibt (plötzlich auftretendes Feedback ohne zu wissen auf welchem Monitor das gerade passiert z.B.). Ansonsten mische ich auch Monitor fast ausschließlich über die Gains :)



Socapex schrieb:
Mir fehlt da einfach Felxibilität - das mag für andere Nutzer wieder ganz anders aussehen.
Bitte bedenke das es auch Leute gibt die andere Arbeistweisen präferieren oder auch einfach andere Bereiche bedienen.

Kannst Du die fehlende Flexibilität begründen? Ich hatte zugegebenermaßen auch Bedenken, bevor ich das Pult wirklich unter den Fingern hatte. Nach dem ersten Job auf dem Ding war davon nichts mehr übrig. Das StudioLive verfolgt, ähnlich wie das iLive, einen möglichst "analogen" Ansatz auf der Oberfläche. Für Leute, die lieber e-books statt richtiger Bücher im Bett lesen, ist das natürlich nichts. Ich persönlich bevorzuge nach wie vor ein richtiges Buch ohne Elektronik und eine "analoge" Oberfläche - auch wenn der digitale Unterbau mir mehr Möglickeiten gibt als das ein analoges Pult je könnte.


Socapex schrieb:
PS: Würde ja gerne auf deine Empfehlung zurück kommen um mir eine Handson-Meinung zu bilden, leider kenne ich niemander der das Pult besitzt oder einsetzt.

Wenn Du mal in der Gegend bist, sag bescheid. Kaffee und Pult sind idR. einsatzbereit vorhanden. Oder komm mal auf einen Sprung vorbei, wenn ich einen Job in Deiner Nähe (wo?) habe.


livebox schrieb:
RaumKlang und Socapex: Bitte bleibt hier objektiv und kennzeichnet eure persönliche Meinung auch als solche

Alles was ich hier schreibe, _ist_ meine persönliche Meinung. Ansonsten bräuchte ich sie nicht zu äußern :)
 
Also mir gefällt am PreSonus mal 1. das Design überhaupt nicht (ich weiß das zählt ja nicht wirklich, aber für mich schon). Das bedienkonzept mit einem 2 Reihendisplay finde ich auch äußerst doof, auch wenn ich es vielleicht zuerst einmal ausprobieren sollte. Aber mir gefällt das Konzept vom Summit grundsätzlich sehr gut, wenn es nur etwas durchdachter wäre, und die ausfallsicherheit deutlich höher wäre.
 
Also mir gefällt am PreSonus mal 1. das Design überhaupt nicht (ich weiß das zählt ja nicht wirklich, aber für mich schon). Das bedienkonzept mit einem 2 Reihendisplay finde ich auch äußerst doof, auch wenn ich es vielleicht zuerst einmal ausprobieren sollte. Aber mir gefällt das Konzept vom Summit grundsätzlich sehr gut, wenn es nur etwas durchdachter wäre, und die ausfallsicherheit deutlich höher wäre.
Ich wiederhol mich ja nur ungern, aber ein DDX3216 gebraucht wäre nichts für dich?
 
nachdem jetzt hoffentlich dieser Philosophenkleinkrieg abebbt, werf ich mal was "ganz anderes" in die Runde ...

Da es hier um lumpige 8 Kanäle geht, wäre auch ein Xilica XP-8080M eine Variante ...
- Bedienoberfläche wird ja nicht benötigt, da Fernsteuerung ja kein Thema war
- Ethernetschittstelle ist an Board
- alle Inputs besitzen Micpreamp und Phantomspeisung
- 8 EQs (PEQ/Highshelf/Lowshelf/Phase) pro Ein- und Ausgang sollten reichen
- Compressor je Input
- Limiter je Output
- gut ein Gate gibt's nicht
- Low- und Highcut in jedem Input und Output
- ...
Für Minimuggen (Sprachbeschallung + Einspiel incl. Delaylines und Monitoring) reicht das gute Stück + Laptop völlig aus :)
 
ZUm Thema - Livemitschnitt mit dem iLive .... einfach eine "Dante" karte in den BSlot stecken und ein Laptop via Ethernet dranhängen. 64in/64Out.... damit kannst du alles auf HD mitlaufen lassen. Die Platte sollte halt schnell genug sein.
Bin auch grade am umstellen von Analog auf iLive .... idr48 - Laptop mit iLive EditorSoftware- iPad mit MixApp ..... reicht. Willst du quasi-analog mischen - häng eine der möglichen konsolen dran. Je nach Geldbeutel R72, T80, T112, T140 usw. Komplette Intelligenz und FX ist aber in der Stagebox. Anlage kommt nächste Woche.
 

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