Erfahrungsberichte von Veranstaltungen

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Also erst mal hoffe ich, dass ich im richtigen Forum gelandet bin

Worum geht es mir:
Um Anekdoten aus der Eventbranche.
Ich arbeite vorwiegend im Professionellen Sektor der Veranstaltungsbranche. Trotzdem kommt es trotz aller Vorplanung, Dokumentation und Kommunikation immer wieder zu Zwischenfällen.
Meine Intention zu diesem Thread ist vielseitig. Einmal kann man natürlich aus Fehlern lernen, auf der anderen Seite finde ich es einfach nett Erfahrungen auszutauschen und hier und da mal zu schmunzeln, was so alles passiert.
Ich mach einfach mal den Anfang.

Ich bin heute als MfVT für eine Location als Aufsicht vor Ort. Kleine VA mit cateringbereich. Nix großes. Ein Backofen, ein konvektomat, diverser Kleinkram.
Strom wurde von einer Firma gezogen: 2x 32A CEE. Nun hat sich der caterer gedacht, er steckt seinen Konvektomaten (32A CEE) und auch ein weiteres Gerät (16A CEE) zusammen auf eine Unterverteilung statt es auf die beiden Unterverteilungen AUFZUTEILEN.
Ich sehe hier den Fehler allerdings gar nicht nur beim Caterer sondern vielmehr (wie so oft) in der Kommunikation.

Nur ausbaden, ausbaden durfte ich das wieder.

Vielleicht hat ja noch jemand was zu berichten…

Noch ein kleiner Nachtrag:
Richtig gut ist ja, wenn beide 32A Zuleitungen über die gleichen 35A schmelzsicherungen abgesichert sind :facepalm1:. Jetzt kann der Caterer halt immer nur 1 gerät zeitgleich nutzen… man man man. Da weiß ich gar nicht, was ich da noch sagen soll…

Nachtrag zum Nachtrag:
Ich hab jetzt aus einem anderen Raum einen neuen, unabhängigen 32A gezogen. Bisher läuft alles…
 
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Frans13
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Seefest bei einer Tauchschule. Drei große Tiefkühltruhen, wir sollen die P.A. dazustecken. Hatte den Truck voll dabei - hab dann nur 2 Topteile und ne 500W Endstufe ausgepackt. War eh überdimensioniert bestellt gewesen (facepalm). Dann kommt die Tanztruppe und will ihre Hintergrundmusik verstärkt haben.. auf Cassette... in ihrer Boombox. Chinch output? Nee. Mikrofon davorgestellt. Mono. Schmunzel.
 
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ich hab das in den Bereich Elektrik verschoben, da es definitiv nix mit Recording zu tun hat.
 
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Herford Schwimmbad Open Air. Ich hatte meine damalige Bell VPS 700 aufgestellt. Bühne war vorhanden. Der Baßist war wohl mal selbst Backliner bei Wolf Mahhn & hat auch den Rider abgeschrieben.

Sehr überheblich. Sein Baßtop sei besser mit mehr Leistung als meine komplette Anlage. Dann sollte ich auch noch Strom für ihn besorgen für die Bühne. Das Budget war mehr als schmal.
Bell PA 003.jpg
 
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Oh ja. Backliner von einem semibekannten Künstler. Da hat man natürlich Ansprüche :rolleyes:.

Hatte auch dieses Jahr wieder einen „Fall“. War ne Band auf nem Festival. Hab mit dem Typen jede Menge Mails und Telefonate geführt. Haben uns schon nach der zweiten Mail gegenseitig angezickt. Hat richtig genervt. Völlig überhöhter Anspruch von ihm an einen festivalmischer. Als ob ich nix besseres zu tun hätte als erst mal sein Album auswendig zu lernen…
Naja. Am tag des Auftritts kam dann vormittags die letzte Mail in der dann Sachen standen wie: wir haben doch noch Einspieler. Kannst du die vom foh abspielen? Und das vocal am Schlagzeug fällt weg,…

Der Auftritt selbst lief dann gut und am Ende war er ganz entspannt. Aber das war doch ein bisschen viel.
 
Trommler53842
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Mein Erlebnis der dritten Art:

Vor vielen Jahren hatte ich mit meiner damaligen Band (Oldie-Rock-Cover) einen Auftritt in unserer Heimatstadt Sankt Augustin auf einer Gewerbeshow.
Für die PA-Technik war unser Keyboarder verantwortlich. Der hatte aber dummerweise im Eifer des Gefechts die Zeck Boxen (15/3) falsch angeschlossen, so daß die statt mit 4 Ohm nur mit 2 Ohm liefen. Beim Soundcheck meinte der Saxofonist noch, daß wir noch nie so einen fetten Sound hätten.:D
Es kam, wie es kommen musste: Drei Speaker durchgeraucht, zwei Mischpultkanäle abgefackelt.

Kurzerhand unseren PA-Freund angeklingelt, der war im Freibad. Kein Problem, der hat Zugang zu der Aservatenkammer vom WDR. Der hat dann in kurzer Zeit für Ersatz gesorgt.
Und jetzt kommt das Beste: Zwischendurch sollte ein Soul-Sternchen ihre One-Hit-Wonder-Performance trillieren. Der Manager von ihr ,war sagen wir es mal,lsehr penetrant.
Wir haben ihr dann ein 58-Aldi-Mikrofon gegeben...:rock:
 
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mikroguenni
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Firmenjubiläum bei einem mittelständischen Betrieb. (im letzten Jahrtausend)

Es war eine grosse Location angemietet, mit einem grossen Saal wo irgendwelche Jazzgrössen auftreten sollten. Mit grossem PA System. Die Jazzer hatten ihre Tonfredies dabei
Für das Fussvolk gab es einen etwas kleineren Raum mit einer etwas kleineren Martin PA System und einer Country und Western Gruppe (ohne eigenen Tonmann)

Nach dem die Jazzer eingetroffen waren und sich alle Welt um sie kümmerten standen einige Mitglieder der Country Truppe verloren herum und zogen langsam einen Flunsch weil sich niemand um sie kümmerte

Ich nahm sie mit in den kleineren Saal sagte ihnen dass sie dort auf der Bühne spielen und schon mal die Backline aufbauen können. Ich würde mich dann um den Tonmann kümmern. Sie waren ganz froh dass sie beachtet wurden und bauten also auf.

Ich bin also zu dem zuständigen Mann und habe ihn gefragt wer denn den Ton dort fährt. Der erstaunte Blick sagte alles, es war einfach vergessen worden!!

Scheisse ! Jetzt retten was zu retten ist.

Mikrofone an der Backline aufgestellt, 2 oder 3 Vocalmikros vorne dran. Dann Soundcheck. Schlagzeug, Bass, Git. soweit ok, Vocals auch. Dazu ein paar "Exoten" wie Banjo o.ä. Keine Ahnung wie die eigentlich klingen sollen, egal da müssen wir jetzt durch.
Vom reinen Soundcheck ging es langsam in das erste Stück über, der Raum füllte sich ruckzuck, die Leute hatten Spass und die Musiker auch. Die Stimmung wurde dann richtig gut.

Zwischendurch kam auch der Firmenchef mal für ne knappe halbe Stunde rein. Naja, ihm war es etwas zu laut.

Alles in allem eine improvisierte Veranstaltung, gerettet was noch zu retten war. Oder wie man früher sagte: the show must go on.

Edit: vielleicht sollte ich noch hinzufügen dass es schon über 10 Jahre her war dass ich Bands bei irgendwelchen Clubgigs gemischt hatte. Und mixen gehört eigentlich nicht zu den Kernkompetenzen eines Entwicklers.
 
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yamaha4711
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Es kam, wie es kommen musste: Drei Speaker durchgeraucht, zwei Mischpultkanäle abgefackelt.
Wieso des denn?
Nur weil die Zecks 2 Ohm an der Endstufe machen (wohl 2 parallel an einen Endstufenkanal), wobei die Zeck 15/3 eigentlich 8 Ohm hat (welche 15/3er war es denn?)... da weiß ich nun gar nicht wie da bei 2 Boxen 2 Ohm am Ende herkommen.... hmmm.
Also wieso fackeln da am Pult 2 Kanäle ab und wieso rauchen die Speaker ab? Kapier ich nicht. Das mit den Speakern... naja, die Endstufe liefert bei kleiner Impedanz zwar mehr, allerdings verteilt sich die Mehrleistung auch aufgrund der Parallelschaltung. Am Ende sieht die Box auch nicht mehr, die Stufe allerdings muss mehr schuften.
Normalerweise qualmt die Endstufe in einem solchen Fall bzw. schaltet wegen zu kleiner Impedanz ab.

Egal...

Kleine Anekdote.
Umbau der Beleuchtung in einem Saal, in welchem eine Prüfung zu schreiben ist. Taschenrechner Solar, ohne Licht geht das nicht. Da in diesem Saal am Wochenende eine VA war haben wir zugesagt das Licht schon früher zu stellen, damit eine Beleuchtung da ist, sowohl für die Prüflinge als auch deren Taschenrechner.
4x 24 kW (damals war das noch Glühfadenbetrieb), entsprechend also 63er und 32er Zuleitungen, sowie Lastcore. Alles schön ausgelegt, damit die Verlustleistung weg kann.
Am nächsten Tag während der Prüfung mal nach dem rechten sehen. Vor der Türe roch es schon nach Ampere. Die Trottel hatten die Leitungen auf einen Haufen geschmissen, also Zuleitungen und Lastcores auf 2-3 Knäule. Das war sauheiß und der Mantel der Leitungen schon fast flüssig (Ölfelx!!!!!!!).
Erstmal alles aus, dann gemaule. Auf die Frage wieso man das alles auf einen Haufen geschmissen hat kam die Antwort, dass man da hat nicht laufen können und das auch doof ausgesehen hat.
Alles klar.
Oh, die Pointe: Es war die Gesellenprüfung der Elektriker.
 
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HFU
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Wo fang' ich an, wo hör' ich auf... :unsure:
Zusammengefasst kann man eigentlich sagen: Du kannst keinem irgendwas in die Hand geben. :D

Aktuellstes Beispiel: Kleines zweitägiges Festival zuhause beim Sänger einer befreundeten Band. Als die Musiker ihren Kram fertig aufgebaut haben, schau ich mir alles nochmal an. Drummer war schon mal so nett, den Bassamp anzustecken. Dafür hat er natürlich die erste Schuko genommen, die irgendwie in Reichweite war. Das war dann Channel 4 von einem Dimmerpack. :ugly:
Nix passiert, Amp war eh noch nicht an, aber ich musste schon wieder grinsen. Ist ja nicht so, dass das nicht dick und fett draufsteht. Und gleich schon wieder ein Déja-vu gehabt. So eine Aktion hatte jemand mit dem Steckernetzteil seiner Gitarrenfunke auch schonmal gebracht. Da fiel es mir aber tatsächlich erst nach dem Gig auf. Lief auch problemlos, da die Last dermaßen gering war, dass der Leckstrom des Triacs ausgereicht hat; der Dimmer war überhaupt nicht hochgezogen.
Ohne Sinn und Verstand...Ist wie beim Catering, die meinen ja auch immer, dass ihre Steckdosenleisten den Energieerhaltungssatz außer Kraft setzen. 1x 3,6kW rein und 6x3,6kW raus...

Herrlich sind auch immer irgendwelche Einlagen bei Hochzeiten, wo Leute meinen, einen 200qm-Saal inkl. quatschenden Gästen mit ihrer 20W JBL Bluetooth-Boombox beschallen zu wollen (falls Videocontent mit dabei ist, alternativ über dessen eingebaute Speaker). Mittlerweile hab ich also auch einen kompakten Bluetooth-Empfänger dabei, weil 3,5er Klinke is' in 90% der Fälle nich' mehr.

Wieder Thema Strom: Ca. 10 Jahre her, riesen Faschingsparty in einer Mehrzweckhalle. Kurz nach zwölf halbe Bühne tot - L1 fehlt. Ca. halbe Stunde später (zwischenzeitlich nur noch Schummerlicht über zwei Leuchten der SiBel im Saal, während der Hausmeister den NH-Trenner zum Sicherungen wechseln draußen hatte) ging es wieder weiter. Scheinbar haben sie es in der Küche trotz mehrerer Stromkreise irgendwie geschafft, alle dicken Verbraucher ausgerechnet auf die gleiche Phase zu stecken. War in Kombination mit unserer Lichtanlage zu fortgeschrittener Stunde dann halt zu viel. :tongue:

Bei einem Fest des örtlichen Gewerbevereins mit Livebühne war der Fliesenleger schon mal so nett, uns eine CEE-Leitung aus der Werkstatt rauszulegen. Habe ich leider ablehnen müssen, weil ohne N. "Achso...hm. Blöd. Bei mir an der Kreissäge funktionierts..." :engel:
 
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yamaha4711
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Naja, das mit dem Strom ist eben so eine Sache.
Event mit damals dicker Anlage und viel Licht. In Summe 3x 80 A. Aufgeteilt auf 2x 63 CEKON Verteiler, damit noch Reserve da ist. Die Parameter waren klar kommuniziert und der Hauselektriker sagte zu. 63A gehen, aber 2x 63 geht nicht. Max. 1x 32 noch, da man eine Leitung vom nicht weit entfernten Trafohäuschen organisieren kann.
OK, 32 und 64 geht, wird knapp aber geht.

Mein Lichtler macht immer einen Pultkanal auf Summe alles voll an.
Als er zum Test nach vollständigem Aufbau und Einzelprüfung der verschiedenen Kreise dann die Summe auslöste wurde es zu einer vollständigen Negation: Die Lichter der Halle und den daran angeschlossenen Gebäude gingen komplett aus. Im Trafohäuschen roch es ein wenig komisch.... Ja, von der Hauptzuleitung ist die Hauptsicherung gefolgen.
Anscheinend wurde die Halle selbst nur mit 40 A pro Phase angefahren. Nach 30 Minuten war die Sicherung gewechselt. Wir haben dann doch noch ein wenig das Licht umprogrammiert und diverse Kanäle limitiert. Lief dann auch. War zum Glück alles noch beim Aufbau am Vortag.
 
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