Habe neulich mit nem Kumpel Filme gucken wollen und da dieser mit seinen Gedanken nicht zu sehr von seiner Geschichtsprüfung , die thematisch gesehen u.a. die Kuba-Krise beinhaltet, abweichen wollte, haben wir als Kompromiss Thirteen Days geguckt.
Ich habe ja vonvornherein nicht allzu viel erwartet, aber der war ja mal sowas von schlecht.
Laut meinem Kumpel ist der Film fast eine einzige Tatsachenverdrehung. Darüber hinaus wirkt der auch für historisch Uninformierte wie mich wie eine einzige USA-Glorifizierung. Und der Film macht nichtmal Anstalten, diesen Umstand irgendwie zu vertuschen.
Im Großen und Ganzen wird die Kuba-Krise schon nacherzählt, allerdings wird jede politische Entscheidung in ein total verfälschtes Licht gerückt. Zumal es im Film auch so rüberkommt, als seien die Amerikaner die einzigen gewesen, die zu der Zeit auch nur irgendeinen Finger gerührt haben. Ist natürlich idiotisch, sich über sowas zu wundern, wenn man nen Hollywood-Film guckt, bei dem es um die USA und Politik geht, aber in dem Maße erlebt man das dann doch selten.
Filmisch gesehen ist auch sonst überhaupt nichts los, die Besetzung ist total unverständlich und Kevin Costner der einzige, der die miesen Dialoge überzeugend spielen kann. Seine Figur ist auch sowieso die einzige, bei der man irgendeine Art von Tiefe erahnen kann.
Atmosphäre hat der Film keine und ist einfach nur blöd.
