Frage zu Harmonien bei der Rock/Blues-Orgel (Foxy Lady-Freischlader/ M. Fuhrhop)

von Bassman_94, 30.10.12.

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  1. Bassman_94

    Bassman_94 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.12   #1
    Hallo,

    Ich versuche mich seit geraumer Zeit autodidaktisch am Piano (klappt auch ganz gut bis jetzt). Da ich sehr gern Blues/Bluesrock höre und viele Bands in diesem Genre gebrauch von einer Hammond machen dachte ich mir ich hau die (zugegeben grottige) Orgelsimulation rein und versuch ma rauszufinden was die da spielen. Hier ein link zum Song:
    http://www.youtube.com/watch?v=NU71e9mBzi4

    Das Grundriff was Mr. Mo da spielt ist ja im Prinzip (in der Strophe) D / F / G. Hab versucht normale Dur und Quntgriffe zu spielen,aber irgendwie passts nicht. Die Terz empfand ich irgendwie störend,hab sie also rausgeschmissen. Also hab ichs dann mal mit Grundton, Quinte und Septime versucht aber es will nicht so recht klingen. Vielleicht noch ne 9 oder ne #9? Ich bekomms auch nicht so recht rausgehört. Hoffe mir kann jemand helfen ;)

    lg
     
  2. Philipp Grey

    Philipp Grey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.12   #2
    Mal etwas generelles.
    Ich hab keine Ahnung von deinem Kenntnisstand.
    Es gibt eine Bluestonleiter, die die Abweicht von Dur, Mol und so weiter.
    Hier ein Beispiel:
    EBluesnoten: E G A B H D E

    Der Aufbau gilt für alle anderen Tonarten auch.
    Wahrscheinlich bestehen die Akkorde aus dem Song den du meinst aus diesen Tönen, sie klingen dadurch schriller
    und unharmonischer, passen aber trotzdem dahin wo sie sind.
    Im Blues gibt es auch keine grenzen was Dur und Moll betrifft, also kann auch schonmal
    E Dur und E Mol im Wechsel gespielt werden.
     
  3. Bassman_94

    Bassman_94 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.12   #3
    Ja,Bluestonleitern kenn ich ;)
    Komme halt von Gitarre und Bass und versuche mich darin diese Kenntnisse quasi aufs Piano zu projezieren^^
    Jazzakkorde etc. sind mir schon bekannt, spiel auch Gitarre in ner Swing/Jazz-Band-bin aber Piano-und vor allem Orgelmäßig schon sehr grün hinter den Ohren. Ich versuch mich dann mal darin die Akkorde neu aufzubauen, vielen Dank für deine Hilfe ;)

    lg
     
  4. KlausG

    KlausG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.12   #4
    @Philipp Grey
    Der Harmonische Aufbau ist nicht von der Bluestonleiter abgeleitet. Dieser kann ganz "normal" Dur oder Moll sein. Die Töne der Bluestonleiter werden dann über diesen Harmonien gespielt.

    @Bassman
    Raushören tu ich da auch nichts. Aber was du versuchen kannst sind 9er, 6/9er und 7/9er, 7/#9er Akkorde. Kann auch sein, dass ab- und an mal ein verminderter bzw. verminderter Septime Akkord eingeschoben wird. Das schliesst aber nicht aus, dass auch mal ganz normale Akkorde bzw. 6er oder 7er dabei sind ;).

    Gruß
    Klaus
     
  5. Be-3

    Be-3 Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 06.11.12   #5
    Hallo Bassman_94,

    das mit der #9 ist doch gar nicht schlecht! Man kann zwar drüber diskutieren, ob man einen Dm7 oder einen D7#9 hört, aber ich würde von D7#9 sprechen, weil die #9 als oberster Ton sehr deutlich hervorsticht und charakteristisch für den Klangeindruck ist.
    In der Praxis (Orgel) würde ich (neben 7 und #9) noch die große Terz dazunehmen, weil sie sich so schön mit der #9 "reibt", also:
    im Baß D, in der rechten Hand F# + C + F. Strenggenommen ist das F ein E# (die #9). Quinte brauchen wir nicht, die wäre zu viel des Guten (für meinen Geschmack).

    Viele Grüße
    Torsten
     
  6. Funkeybrother

    Funkeybrother Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.11.12   #6
    Ja, Quinten sind hier meistens überflüssig. Dm7 würde ich hier auch nicht hören. Wenn man mal darauf achtet was Henrik so spielt fällt auf, das er die Terz sehr oft nach oben beugt, also schön zwischen kleiner und großer Terz herumsuhlt.

    Für dieses Voicing hab ich sogar schon al den Ausdruck "Hendrix-Akkord" gehört. :D

    Passt hier ja auch sehr gut - allerdings wir diese Tonanordnung auch im anderen Kontexten oft verwendet.
    Genau diese Töne funktionieren z.B. als Rootless-Voicing (also ohne den Grundton) auch als Ab7/13 (Tritonus-Substitution)

    Nochmal:
    F# + C + F mit Basston D => D7/#9
    F# + C + F mit Basston Ab => Ab7/13

    Der Abstand zwischen den Basstönen ist ein Tritonus

    Äh...wollte nur sagen: für die Spielpraxis wichtiges Voicing - also merken! ;)
     
  7. Bassman_94

    Bassman_94 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.12   #7
    Ok, vielen Dank für eure Hilfe ;)
    Der D7#9 war doch der Schlüssel zum Sound. Hatte den zwar anfänglich schon versucht, allerdings einen Fehlschlag mit der "Anordnung" der einzelnen Töne gemacht, deshalb klangs auch nicht so pralle.
    Nach einigem Experimentieren klingts jetzt schon um längen besser ;)

    lg
     
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