Ganztonleiter

Freu

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Ich übe mal wieder die Ganztonleiter. Eine Oktavteilung in Ganztonschritten. Im praktischen Einsatz ganz easy, egal von welchem Ton man startet, die Fingersätze bleiben immer gleich.

Eigentlich eine recht brotlose Kunst, weil richtig schön klingt das Ganze nicht.
Ihr könnt mal in der nächsten Probe eine Ganztonleiter einwerfen, und die immer länger werdenden Gesichter eurer Bandkollegen bestaunen.
In einer Tanzkapelle vielleicht auch ein Kündigungsgrund. Beim Vorsprechen absolut tabu (Free-Jazz-Frickel-Bands ausgenommen).
Naja, mir gefallen die Ganztonschritte und die Töne können an geeigneter Stelle gehörig Spannung aufbauen.


Mal die Leiter kurz angespielt Link

Als Anwendungsbeispiel, wie eine 80er Metal Band ein Intro aufbaut. LInk

Im zerrgewand für Fetischisten Link

Mit Doublestops und Dreiklängen, hat Ennio Morricone öfters verwendet, ich glaube im James Bond Titeltrack auch zu hören. Link

Ähm, sicherer Grund zum Rauswurf aus jeder bestehenden Band Link


Seit ich Bass spiele kommt mir diese Tonleiter immer wieder in die Quere. Ich mag den Sound und freu mich wenn ich den Klang in Songs entdecke. Härtere Metalcombos mit Hang zur verminderten Quinte bieten mir öfter mal dies Glück. Auch wenn die daraus resultierenden Ganztonschritte eher unbeabsichtigte Unfälle sind.


Eingespielt mit einem Squier über ein Zoom b2.1 USB.

Die Links führen auf meinen eigenen Webspace, sind als sicher zu bezeichnen.
 
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Im praktischen Einsatz ganz easy, egal von welchem Ton man startet, die Fingersätze bleiben immer gleich.

Ja, ja - so hat jede Tonleiter ihre ganz typischen und charakteristischen Eigenheiten! :D :D
 
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Ja, ja - so hat jede Tonleiter ihre ganz typischen und charakteristischen Eigenheiten! :D :D
...egal von welcher Stufe der Tonleiter. Damit ist die Ganztonleiter schon einzigartig.

ganztonleiter2.gif
ganztonleiter1.gif


Die Fingersätze stammen von der Gitarre, daher die Verschiebungen.
 
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Ich übe mal wieder die Ganztonleiter. Eine Oktavteilung in Ganztonschritten. Im praktischen Einsatz ganz easy, egal von welchem Ton man startet, die Fingersätze bleiben immer gleich.

Eigentlich eine recht brotlose Kunst, weil richtig schön klingt das Ganze nicht.
Ihr könnt mal in der nächsten Probe eine Ganztonleiter einwerfen, und die immer länger werdenden Gesichter eurer Bandkollegen bestaunen.
In einer Tanzkapelle vielleicht auch ein Kündigungsgrund. Beim Vorsprechen absolut tabu (Free-Jazz-Frickel-Bands ausgenommen).
Naja, mir gefallen die Ganztonschritte und die Töne können an geeigneter Stelle gehörig Spannung aufbauen.


Mal die Leiter kurz angespielt Link

Als Anwendungsbeispiel, wie eine 80er Metal Band ein Intro aufbaut. LInk

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Mit Doublestops und Dreiklängen, hat Ennio Morricone öfters verwendet, ich glaube im James Bond Titeltrack auch zu hören. Link

Ähm, sicherer Grund zum Rauswurf aus jeder bestehenden Band Link


Seit ich Bass spiele kommt mir diese Tonleiter immer wieder in die Quere. Ich mag den Sound und freu mich wenn ich den Klang in Songs entdecke. Härtere Metalcombos mit Hang zur verminderten Quinte bieten mir öfter mal dies Glück. Auch wenn die daraus resultierenden Ganztonschritte eher unbeabsichtigte Unfälle sind.


Eingespielt mit einem Squier über ein Zoom b2.1 USB.

Die Links führen auf meinen eigenen Webspace, sind als sicher zu bezeichnen.
Die Ganztonleiter taucht auch in Stevie Wonders "You are the Sunshine of my Life" auf. Auch die Basslinie bei "Giant Steps" folgt einer Ganztonlinie. Viertönige Akkorde auf dieser Skala klingen immer scharf. Das liegt daran, dass sie, wie die vollverminderten Mollseptakkorde oder die fünftönigen b9-Akkorde immer 2 Tritoni enthalten. Entsprechend vielfältig sind auch die Auflösungsmöglichkeiten. Der Brasilianische Komponist Carlos Antonio Jobim verwendete diese Akkorde häufig. Oft ist dann aber nicht etwa C7b5 notiert, sondern C7#11. der Unterschied besteht darin, dass bei #11-Akkorden gleichzeitig die Quint gespielt werden darf, weil ja die 4 alteriert wird und nicht die 5.

Bezüglich der Akkorde, die man auf dieser Skala spielen kann bin ich auf einen interessanten Zusammenhang gestoßen.
Man kann alle 6 Töne gleichzeitig verwenden. Der Akkord heißt dann z.B. C7b5,9,b13. So besteht z.B. die Möglichkeit in einem Left-Hand-Voicing ein D7b5 zu spielen und die beiden anderen Töne nämlich E und B für die Melodie zu verwenden.
Spielt man stattdessen den Akkord C7,9,#11,b13 sowird aus der sechstönigen Ganztonskala eine 7-tönige, die außer den 6 Tönen der Ganztonskala die Quinte des Akkords enthält. Die dazugehörige Skala kann man als Mixolydisch#11,b13 bezeichnen.
Und jetzt kommt der interessante Zusammenhang: Die Quinten der 6 Akkorde (ist ja eigentlich nur ein Akkord in sechs verschiedenen Umkehrungen) bilden zusammen die andere Ganztonskala.
Spielt man alle sechs Töne der Ganztonskala enthält der Akkord 3 mal den Tritonus. Mehr geht nicht.
Die Ganztonreihe klingt im Kontext zu den üblicherweise gespielten Terzschichtungen ungewöhnlich. Gerade bei Latinstücken kann man sie aber passager gut anwenden.
 
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