Gibson Schaltung mit 2x Treble Bleed

von killnoizer, 28.06.20.

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  1. killnoizer

    killnoizer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #1
    Ich versuche jetzt erstmal mit der Schaltung meiner WILDKAT zurecht zu kommen bevor ich doch noch mal die PUs tausche.
    Das ganze Ding klingt einfach zu dunkel , für cleane Singlenotes in meinem Universum unbrauchbar....

    Besteht die Möglichkeit für die beiden Volumepotis jeweils ein trebble bleed zu installieren um den Höhenmangel zu bekämpfen ?

    Oder besser grundsätzlich die Schaltung ändern ? Ein Mastervolume ist allerdings zwingendnotwendig . Eigentlich bin ich bisher auch gut nur mit dem Dreifach Schalter wie bei der Telecaster zurecht gekommen, aber wenn ich die Mischsektion ohne Höhenverlust realisieren kann ist das auch sehr reizvoll.
     
  2. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #2
    .... trebble bleed funktioniert nur , wenn die entsprechenden volumenregler nicht voll auf oder zugedreht sind .

    alternativ geht ev noch ein umbau auf aktive elektronik mit bass und treble regelung ..... denn im gegensatz zu den passiven ton blenden , die nur etwas " wegnehmen " können , können aktive auch etwas " anheben " .
     
  3. 141082

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    Erstellt: 28.06.20   #3
    Wieviel Höhen fehlen dir da denn? Ist das das kleine Bißchen, das zur Perfektion fehlt, oder klingt die Gitarre insgesamt ernsthaft dumpf?

    Wenn Du die Potis mal alle, nur mal für Spaß, aus der Schaltung nimmst - also eine komplett lastfreie Elektrik hast - ist es dann höhenreich genug?

    Das ist das Maximum, das passiv geht. Passiv kann man nur Dinge wegnehmen, nie zufügen. Daher dürfte dieses Experiment beantworten, ob mit den vorhandenen Pickups überhaupt drin ist, dahinzukommen, wo Du hinwillst.

    Eine aktive Elektronik ist immer gleich eine recht große Änderung ... fast alles muß neu. Da würd ich schauen, drumrumzukommen...

    Wie ist die überhaupt geschaltet? Die hat zwei Einzelne und ein Mastervolume, oder? Wenn ... an den Einzelvoumes die Masse getrennt wird, wirken sie nur noch als Verstellwiderstände im Signalweg, ohne Last - das bringt manchmal schon ein Stück, bei beiden Pickups und überall gleichen Potis landet man bei einem Drittel der (volume-Poti-bedingten) Last, bei den Ein-Pickup-Stellungen halbiert sichs.

    Obendrauf ließe sich als Mastervolume ein 1MOhm-Poti verwenden anstelle von 500 kOhm oder was die haben ... das kann schon ein Bißchen was an Höhen freisetzen.

    Zusätzlich würd ich, vor größeren Änderungen, nach einem günstigen Trebleboost-Pedal schauen. Die können da auch n Stück was reißen, je nach Schaltung und Werten der Komponenten läßt sich ja recht selektiv verstärken.

    Welche Pickups hatn die? Waren die ab Werk drin?
     
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  4. killnoizer

    killnoizer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #4
    Erstmals ganz vielen Dank für eure Aufmerksamkeit !

    Die klingt schon seeehr bedeckt, das könnt ihr glauben. Jetzt grade spiele Ich drei verschiedene gitarren und bin auch etwas auf der Suche ... nach dem richtigen Ton.

    Rockinger Telecaster , eine sehr gute Gitarre mit original Pickups, S-S

    Eine SG, 70 er Jahre Japan, geschraubter Hals , ebenfalls richtig gut und mit DiMarzio HH .

    Mit der Tele kann ich Fensterscheiben zertrennen, die SG hat unheimlich SCHMATZ aber gleichzeitig auch tolle Obertöne ....

    Und die Wildkat hat P 90 Dogears drin, singlecoils . Deswegen ist es auch nicht so einfach zu tauschen , ebenso sind Lötarbeiten so fummelig daß Ich mir das vorher gut überlege ! Die Tonabnehmer sind ja auch nicht in der Höhe justierbar, und klar ist mir das der treble bleed nur bei nicht aufgedrehtem Regler funktioniert, würde für mich in der Mischung aber Sinn ergeben weil ich damit evtl. mehr Höhen zumischen kann und nicht gleichzeitig immmer fetter im sound werde .

    Ich denke schon das die originale und klassische Verschaltung Höhen raubt, ich muss mich wohl mit dem leidigen 50‘s wiring beschäftigen, ebenso eventuell auch die Potis mit höheren Werten ausprobieren.

    Und bitte erwartet nicht von mir daß ich sofort jeden vorschlag zum testen umsetze , wie gesagt habe ich eigentlich komplett ein neues Rig im Bau , alle alten Effekte sind raus , Zentral ist jetzt das Boss GT 10 und dabei müssen auch die Gitarren mal wieder gepflegt und auf den aktuellen Stand gebracht werden. Die Wildkat zB. ist seit drei Jahren in Besitz und noch nicht mal richtig „eingespielt „ !

    Aktiv scheidet vollkommen aus , und den Treble Boost könnte ich problemlos mit dem Multieffekt basteln, aber das ist nicht das gleiche .... Garbage in , Garbage out ! Ausserdem holen mir die Singlecoils sowieso zu viel Gebrizzel mit rein, ich muss immer Noise Gates benutzen . Deswegen kriegt die Telecaster auch sehr bald ein Set Noiseless Pickups , das ist schon bestellt .

    Wenn ich Zeit habe öffne ich mal die zwei Deckel an der Wildkat, mal schauen was da direkt im Zugriff ist und wie die ganze Kiste von innen aussieht . Ist schon schade das der Hersteller da insgesamt 5 Löcher auf die Frontseite gebohrt hat ....
     
  5. Thilo278

    Thilo278 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.20   #5
    Wahrscheinlich bringt genau das schon das gewünschte Ergebnis. Ich gehe stark davon aus, dass die Gitarre 250kOhm Potis verbaut hat, statt 500kOhm. Das kommt auch bei Humbucker-Gitarren schon mal vor, aber viel seltener. Bei P90-Pickups ist es eher Geschmackssache, was man da jetzt will.

    Ich hatte eine ähnliche Situation an meiner Eastman. Für Jazz-Cleansound ja ganz nett, aber es war mir immer alles viel zu dumpf. Ich habe sie entsprechend super selten gespielt. Ich habe die Pickups verdächtigt, die dann tauschen lassen und gleichzeitig höherwertige Elektronik einbauen lassen. Dabei ist aufgefallen, dass 250kOhm Ton-Potis verbaut waren.
    Jetzt sind vernünftige 500kOhm Potis und Pickups drin und die Gitarre klingt wieder fantastisch. Übrigens auch das "leidige 50s Wiring" ist jetzt drin. Gefällt mir viel besser als ein treble bleed bei Humbucker-Gitarren.
    Die Pickups waren übrigens definitiv nicht das Problem. Die sind jetzt in einer anderen Gitarre verbaut und klingen gut.
     
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  6. 141082

    141082 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.20   #6
    Ach, die hat Zugänge? Ist das ne Hollow oder Semihollow? Bin mir da grad nicht ganz sicher ... aber Wildkat ... da denk ich an Semi. Also Hollow mit Centerblock. Blöd dran zu arbeiten, das stimmt... Aber wennse Öffnungen hat, ... sollte man da herankommen.

    Hm hm ... naja, was könnt es sein? Sind irgendwie komische Seiten drauf, ne komische Stärke?

    Nene, natürlich muß das nicht sofort umgesetzt werden! Da denkt doch keiner hin.

    Generell ist das Trennen der Masse an Einzelüickup-Volumes sehr einfach ... schnipp, fertig ... aber man bekommt das auch einfach und schnell wieder verbunden. Das macht es in meinen Augen attraktiv. Wenn, zusätzlich dazu, genau jede Potis noch einen Treblebleed erhalten, sind sie quasi zum verstellbaren Lowcut umgebaut. Das könnte gut funktionieren.

    Grundsätzlich wäre aber meine erste Idee, daß mit den Pickups was kaputt ist. P90 sollten nicht dumpfer als PAF klingen, sondern im Gegenteil ein gutes Stück heller. Wie alt isn das Instrument? Ist die Magnetisierung evtl beschädigt oder so? Überhaupt irgendwo an elektrischen Teilen, innerlich oder äußerlich, irgendeine Art Schädigung zu sehen, auch ne Kleine? Hatte sie derbsinnige Vorbesitzer? Geht alles leicht, kein Kratzen, keine Unterbrechung im Signal beim Verstellen irgendeines Potis?

    Hm, ja ... die 250 kOhm, die @Thilo278 grad nannte ... dazu hab ich mal ein Experiment gemacht, mit meiner Tele. Bridge Pickup ist (und war während des Experiments) ein Seymour Duncan STK3TE, also ein noiseless stacked mit relativ wenig Ausgangsleistung, der wirklich erstaunlich gut klingt, Poti so eingelötet, daß ich einen parallel Widerstand zwischen beiden Anschlüssen hatte (intern normal = Reihe). Damit hab ich also verstellt, quasi den Wert des Potis bei Volume auf Maximum, und dann getrennt und gemessen. Bis runter in den Bereich von ca 100 kOhm hat sich da nahezu nichts getan - erst ab da wurd es echt dumpfer, dunkler, höhenärmer. Twang kaputt. Also ... wenn die Gitarre relativ viele als Last wirkende Potis verbaut hat, was ja oft auch so ist, dann kann deren Ersatz durch welche mit höherem Wert schon nen Schritt machen, aber wenn die Gesamtlast hier keinen großen Schritt macht, macht der Klang der Gitarre erst Recht keinen. Dreimal 250 kOhm durch dreimal 1000 kOhm zu ersetzen dürfte schon was nützen.

    Wunder erwarten kann man allerdings, sofern nicht totale Grütze verbaut ist, davon nicht. Das ist inne klangliche Details drin, einen grundsätzlich anderen Klang erreicht man so definitiv nicht.

    Aber ... erstmal den Bestand in Erfahrung zu bringen schiene mir optimal ... wenn Du weißt, was drin ist, läßt sich das hinsichtlich Wirksamkeit besser einschätzen.
     
  7. killnoizer

    killnoizer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.20   #7
    . . . Semi Hollow nennt sich das glaube ich, also einteilige Rückseite aus Mahagoni , ausgefräst und eine seeeeehr schöne Decke oben drauf, Ahorn oder es könnte auch Birke sein, sehr hell Richtung Gelb lasiert. Deswegen heißt sie auch BLONDIE :). Und ich habe sie vor drei Jahren neu gekauft , da ist nur eine Rollerbridge draufgekommen um das Bigsby optimale zu benutzen.

    Zugänge hat sie zwei kleine Deckel jeweils unter dem Wahlschalter im oberen Horn und dem Mastervolumen im unteren Cutaway , die restlichen Regler sind dann wieder ganz unten am F-Loch angeordnet. Ich glaube auch das die Potis nicht optimal passen, so hat der Master fast eine Wirkung wie ein Killswitch, erstmal passiert garnichts und dann ist schwupp alles weg . Unpassend .
    Außerdem sind die kabelwege auch überflüssig weit...
    Ach ja und Saiten sind Elixier in 010 drauf , daran liegt es auch eher nicht ( benutze ich bisher ausschließlich, habe aber grad mal zum probieren beschichtete D’addario gekauft ) .

    Diese Woche komme ich auch nicht viel weiter, nach zwei Monaten Kurzarbeit muss ich auch mal wieder richtig arbeiten .
    --- Beiträge zusammengefasst, 29.06.20, Datum Originalbeitrag: 29.06.20 ---
    https://www.musiker-board.de/threads/guenstige-und-gute-semi-hollowbody.709331/#post-9002986

    Beitrag Nr. 5. , Grade zufällig entdeckt .
     
  8. killnoizer

    killnoizer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.20   #8
    Heute war mal Zeit dafür , und ich spiele die Gitarre jetzt auch so oft wie möglich .

    Da ich sowieso die Saiten wechseln will habe ich sie kurzerhand zerlegt . Was dabei an Kabeln zutage kommt ist wirklich gruselig . Alleine das Kabel zwischen Mastervolume und Klinkenbuchse ist 60 cm lang !! Von den ganzen übrigen Verbindungen mal abgesehen , insgesamt kann ich da etwa 120 cm Signalweg einsparen .

    Merken die noch was in Korea ??

    Um zu testen wie die Pickups wirklich klingen können werde ich eine simple Teleschaltung verbauen , damit sind zwei Bohrungen überflüssig, das macht mir aber erstmal nichts. Alles was nicht abgeschirmt ist fliegt raus .
    Ebenso die Steckverbinder .
    Der Kondensator hat leider keine ersichtliche Angabe zum Wert, da kaufe ich morgen was nach oder schaue im Teilelager was noch da ist , und Treblebleed will ich auch.
    Außerdem kommt innen Epoxidharz rein, soviel staub und Hobelreste wie da rumfliegen . Sogar der offene Schalter hat nach zwei Jahren schon Kontaktprobleme !!




    IMG_20200713_182122676.jpg IMG_20200713_180411828.jpg IMG_20200713_180739435.jpg
     
  9. killnoizer

    killnoizer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.20   #9
    Wie schon erwähnt habe ich den Korpus mit Epoxidharz versiegelt und dann eine neue Schaltung installiert .
    Insgesamt habe ich über ZWEI METER Kabel eingespart ...
    Mit dem installierten Treblebleed habe ich jetzt so etwas wie eine Bassblende , funktioniert super , allerdings wird es erst auf dem letzten Stück des Regelweges wirklich leiser . Ist aber eigentlich nicht schlimm für mich .

    IMG_20200715_174550960.jpg IMG_20200715_151036071.jpg
     
  10. boisdelac

    boisdelac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.20   #10
    @killnoizer

    Weshalb hast Du die Gitarre innen mit Epoxid-Harz versiegelt?
     
  11. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.20   #11
    Deshalb ......
     
  12. killnoizer

    killnoizer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.20   #12
    Korrekt .
    Und mein Voodoo Mojo sagt das ich vielleicht noch ein Quentchen Brillianz mehr aus dem Body zaubern kann.
    Insgesamt ist die Gitarre jetzt deutlich besser geworden, erstmal auch ALLE Schrauben nachgezogen, die beweglichen Teile am Bigsby mit Silikonöl geschmiert ( die Rolle hat sich besch... gedreht ) ,
    09er Saiten von Elixier und den Sattel auch mit Silikon behandelt. Klingt direkter und härter im Anschlag.

    Den Sattel lasse ich aber noch nachfeilen um den Saitenverlauf zu optimieren.

    Der deutliche Treblebleed ist ja jetzt in der Praxis ein Bassregler geworden, wahrscheinlich werde ich zusätzlich noch ein normales Mastervolumen einsetzen, im unteren Horn wäre ja noch eine Öffnung frei. Die Funktion ist jedenfalls absolut großartig und ich muss das auch noch unbedingt dokumentieren, sowohl bei cleanen als auch mit distortion sounds !

    Heute ist Freitag und ich habe frei.
     
  13. Zwo5eins

    Zwo5eins Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.20   #13
    Ein Bekannter hatte das selbe Problem mit seiner Wildkat. Er hat die komplette Verkabelung inkl. Potis ausgetauscht. Er sagte, das hat den Sound vollkommen verwandelt, die Pickups klingen jetzt sehr gut.
    Ein anderer Bekannter hat eine Casino, die in meinen Ohren auch leblos klingt, ohne Brillianz, er steht aber drauf ...
     
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