Gibt es ein Plugin zum dekomprimieren???

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RayBeeger
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Seitdem ich öfter mal mit Hip Hop Songs beim Mixing konfrontiert werde, stelle ich fest, dass viele Synth Sounds insbesondere Bass Synths schon so stark komprimiert sind, dass es mir meistens schwer fällt dann noch eine Kick dazuzumischen ohne den Bassbereich insgesamt zu überkomprimieren.

Deshalb stellt sich mir die Frage, ob es ein Plugin gibt, das Dekompression ermöglicht?

Ich bin mit Kompressoren und deren Möglichkeiten komplett vertraut, verwende auch Expander oder Upward Compression, Clipper usw., dennoch fällt mir kein Plugin ein, das explizit für die "klassische" Dekomprimierung geeignet wäre.

Hat jemand von Euch eventuell eine Idee?

Viele Grüße
Ray
 
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Vancosso
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Wirklich interessante Anfrage, die auch mich interessieren würde.
"Sag niemals nie", aber abgesehen einmal von Tools für Restaurierung, Transientendesigner usw- die ja gerade hinsichtlich Transienten natürlich auch umgekehrt etwaige Kompressionen etwas "aufweichen" klingen lassen können, weiß ich allerdings um kein Tool, dass die Verdichtung durch Kompression wieder soweit rückgängig machen könnte, dass man insoweit ein halbwegs-komplett wirklich entzerrtes Signal hätte. :unsure:
 
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RayBeeger
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@exoslime, ich habe mir den DCompressor angesehen und auch gelesen, was dort zur Funktion steht. Danke für die Links,
FAA52026-0190-4E47-AC31-9AF31008F20A.jpeg
So richtig verstanden habe ich nicht, was sie dort schreiben.

Für mich persönlich wäre DeCompression, die Anhebung des Signals "über" dem Threshold, siehe Anhang.
 
soundmunich
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Was ich mich frage ist, wie eine Dekompression sinnvoll funktionieren soll? Die Kompression arbeitet mit einem Schwellenwert und kappt alles, was darüber hinaus geht. Ein Dekompressor soll das umkehren. Aber der Dekompressor weiß doch nicht, wo, wann und um wie viel das ursprüngliche Signal über dem Schwellenwert lag. Um das richtig machen zu können, müsste ein Dekompressor quasi eine Un-do (Rückgängig-Machen) Funktion haben und dazu "wissen", was "vorher" der Kompressor wo, wann und um wie viel komprimiert hat. Ohne die "Erinnerung" and den Kompressionsvorgang oder den ursprünglichen Signalverlauf (und dann hätte man ja sowieso die unkomprimierte Datei) kann ein Dekompressor doch nur eine insbesondere konstante Signalanhebung durchführen und die bringt jedenfalls keine verbesserte Dynamik.

Meiner Meinung nach kann das Dekomprimieren nicht zu einer Aufhebung einer vorherigen Kompression führen, weil Information fehlt. Oder kann mir das jemand erklären, wenn es anders ist?
 
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adrachin
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Was in den Diagrammen fehlt ist die Zeitebene. Die durch Attack und Release bestimmt wird.

Zufällig habe ich die Plugins von Flux Audio. Und auch schon die De-Compress Funktionen angewendet. Das funktioniert bei Transient reichem Material. Denn da kann der Detektor was delektieren, was dann in der Folge zur Regelung verwendet werden kann. Das funktioniert nur sehr begrenzt bei schon gemischtem Material. Oder wenn schon vorher heftig Komprimiert wurde. Und verändert dann natürlich nicht nur die Dynamik sondern auch die Balance der Mischung. Da, wie schon erwähnt, Transienten zur Detektivin verwendet werden müssen, die unterschiedlich verteilt sind in der Instrumentierung.

Abgesehen davon, Kompression wird ja auch verwendet, um zum Beispiel Transienten zu bändigen. Sind die erst mal gekappt, bringt die auch keine De-Compression der Welt wieder zum Vorschein.

Kurz gesagt, vergiss es. Das ist nicht der richtige Weg.

Ab und zu verwende ich das bei realen Drums an. Da kann man dann die Transienten anheben und danach dann den Level ingesamt runterregeln. Womit dann auch der Noise Floor abgesenkt wird.
 
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RayBeeger
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@soundmunich und @adrachin, ich bin da voll bei Euch! Mir fehlt auch der Bezugspunkt, um den Umkehrpunkt festzulegen.

Am Ende bleibt als Krücke weiterhin nur der Downward Expander, der das "leise" Signal komprimiert...
 
adrachin
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Na ja, wenn es wirklich nur darum geht, die Bassdrum unterzubringen, ist eventuell eine Sidechain Lösung auf einen Dynamic EQ eine Möglichkeit. Der ist in dem Signal, in dem Raum geschaffen werden soll und wird angesteuert von der Kick.

Das funktioniert gut. Mach ich in vielen Fällen, auch wenn es überhaupt kein Probemsignal ist. Da gibt einen definierten Mix und die Elemente, die ich immer vorne haben will, sind das dann auch.
 
RayBeeger
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@adrachin, mein Problem ist oft, dass beim Einsetzen des Bass Synths, die Kompression hart an der Überkomprimierungsgrenze läuft und, je nach Songabschnitt, überbordet, klanglich "zukleistert".

Die Trennung von Kick und Bass ist nicht das Übel und funktioniert mit Ducking auch problemlos, egal ob dyn. EQ mit Side Chain, Comp oder Trackspacer. Volume hilft auch nicht wirklich, Automation des Volumes auch nicht. EQing oder "gesteigertes" EQing im M/S Mode waren für mich auch nicht hilfreich, daher kam bei mir die Eingangsfrage auf.

Phase Alignment ist auch berücksichtigt...
 
sascha-75
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Wenn ein Exiter und dyn. EQ es nicht schafft, dann hilft nur, den Leuten die solches Audiomaterial produzieren mal auf die Finger zu klopfen. Ist schon krass was einem da manchmal an Material angeboten wird :rolleyes:
 

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