Gott ist tot! - Deutsch

von janjanjan, 27.02.08.

  1. janjanjan

    janjanjan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #1
    Hey!
    Ich poste mal meinen Text, der zurzeit eher ein kurzes Gedicht ist. Das es das erste mal ist, dass ich ernsthaft was geschrieben hab würde ich mich natürlich über Feedback freuen. Es ist noch recht wenig festgelegt (nichts?^^) was Musikstil ect. betrifft. Angeregt wurde ich von Nietzsche und seinem Nihilismus... ;-)

    Wie kann man an Gott glauben,
    ohne zu wissen ob es ihn gibt?

    Wie kann man an Gott glauben,
    wenn sein einziger Sohn stirbt?

    Wenn keiner mehr glaubt, wenn keiner vertraut,
    stirbt dann nicht Gott, weil keiner in braucht?

    Und wenn's dann passiert, wenn's ihn nicht mehr gibt,
    gibt es dann noch Hoffnung, wird noch geliebt?

    Der Mensch erhebt sich an seine Stelle
    übernimmt seine Position und seine Macht
    und so stirbt er ertrunken in einer Welle
    von Missgunst und von Niedertracht.

    Hass und Gewalt überziehen die Welt,
    den Menschen geht es nur noch um Geld
    auf ihr wandern nur seelenlose Körper
    "Gott ist Tot! und wir sind seine Mörder!"

    Ist von der Form her noch etwas undefiniert soll aber noch vertont werden.

    mfg jan

    edit: Ich denke ich nenne den Song/ das Gedicht "Gott ist tot"
     
  2. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #2
    Die ersten beiden Verse wirken noch etwas unfertig von der Form her; als dezente Einleitung könnten sie aber durchaus passen. Was danach kommt, gefällt mir gut, ist inhaltlich stimmig, rhythmisch und sprachlich ansprechend. Vor allem hat der Text eine durchgehende emotionale Steigerung bis zum Schluß. Mit einer entsprechend gesteigerten musikalischen Umsetzung dürfte das gut rüberkommen :great: .
     
  3. the_priest

    the_priest Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #3
    tja, da spricht der ganze nietzsche^^.
    gefällt mir schon ganz gut, aber, wie schon angesprochen: die ersten beiden strophen sind etwas unfertig und passen meiner meinung nach auch gar nicht richtig zum thema. du gehst ja darauf ein, dass der mensch schuld am "tod" gottes ist, kritisierst also das wesen der menschen, dessen nihilismus, unglauben, der ideale zugrunde richtet. in den ersten beiden strophen allerdings hinterfragst du ja einfach nur den glauben und die glaubenslehre an sich, was, finde ich, die intention des restlichen textes verfehlt. ich würde das nicht so stehen lassen. auch wenn der text an sich sehr schön geschlossen ist, fehlt mir irgendwo noch etwas inhaltliches, am besten am anfang platziert.

    gruß
     
  4. janjanjan

    janjanjan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #4
    Hey!
    Danke schonmal für die Kritik! Wenn ich mir den Text jetzt nochmal durchlese denk ich irgendwie, dass er garnicht zu mir passt, bzw. eigentlich nicht die message rüberbringt, die ich rüberbringen wollte... werde mich auf jeden fall nochmal dransetzen.

    edit:

    habs ein bisschen geändert und noch 1 teil dazugeschrieben. Ich tu mich nur etwas schwer auszudrücken, was ich sagen will, bzw. der gesamte gedanke ist noch etwas konfus bei mit im Kopf (was eigentlich nicht weiter schlimm ist mMn^^)...

    Gott ist tot!?

    Wenn keiner mehr glaubt,
    wenn keiner vertraut,
    stirbt dann nicht Gott,
    weil keiner in braucht?

    Und wenn's dann passiert,
    wenn's ihn nicht mehr gibt,
    gibt es dann noch Hoffnung,
    wird dann noch geliebt?

    Der Mensch erhebt sich an seine Stelle
    übernimmt seine Position und seine Macht
    und so stirbt er ertrunkten in einer Welle
    von Missgunst und von Niedertracht.

    Hass und Gewalt überziehen die Welt.
    Den Menschen geht es nur noch um Geld.
    Und auf ihr wandern nur seelenlose Körper:
    "Gott ist tot! und wir sind seine Mörder!"

    und wenn alle glauben
    und nurnoch vertraun
    und wenn sie den tag lang
    nur gen Himmel schaun

    wenn man blind befehlen folgt
    Wenn man aufhört zu denken
    ohne fragen zu stelln
    dann lässt man sich lenken

    Der Mensch wird auf einmal zur Marionette
    und entscheidet nicht mehr was er macht
    man lebt gebunden ein eine Kette
    aus falschen Versprechen und Niedertracht

    Hass und Gewalt überziehen die Welt.
    Den Herrschern geht es nur noch um Geld.
    Und auf ihr wandern nur seelenlose Körper:
    "Die menschen sind tot und wir sind ihre Mörder!"



    grüße jan
     
  5. the_priest

    the_priest Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #5
    interessantes ergebnis der weiterentwicklung. ich hätte jetzt nicht damit gerechnet, dass du es noch in diese richtung bringst, aber es gefällt mir gut. der text wirkt jetzt abgerundet und geschlossen, ich wüsste gerade nichts, was man noch dran ändern sollte.
    der zweite teil hat nochmal eine steigerung, eine logische erweiterung des themas, was ich als sehr gelungen betrachte.
    schön gemacht!:great:

    gruß
     
  6. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #6
    Jetzt stehen da zwei Teile mit gegensätzlicher Aussage, was den Gesamttext durchaus interessanter macht. Rein logisch bzw. historisch (auch im Sinne Nietzsches) wäre es vielleicht sinnvoller, die Reihenfolge zu vertauschen. Wenn Gott im ersten Teil getötet worden ist, warum lebt er dann im zweiten Teil?

    In diesem Sinne interpretiere ich Deinen Text so: Der erste Teil beschreibt die Stufe des Löwen, der zweite die des Kamels. Die Stufe des Kindes könnte einen dritten Teil inspirieren, kann aber auch, um nicht zu belehrend zu wirken, dem Urteil des Zuhörers überlassen bleiben.
     
  7. janjanjan

    janjanjan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #7
    Danke fürs erneute Feedback!
    Die reienfolge der Strophen folgt daraus, dass ich eigentlich eher (sehr) religionskritisch bin und daher meine Meinung am Schluss angeben wollte, aber ich muss mal noch mehr leute fragen, was sie dazu denken... ich werd auf jeden fall versuchen noch eine bridge einzubauen die situation etwas klärt.

    gruß jan
     
  8. antipasti

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    Erstellt: 01.03.08   #8
    Was für ein Sprung von Vs. 1 zu Vs. 2...

    Wie kann man an Gott glauben,
    wenn sein einziger Sohn stirbt?


    Da dachte ich ja noch: Wie kann man nicht an Gott glauben, wenn man doch an einen Sohn Gottes glaubt.

    Aber da hat sich ja Unglaubliches getan und jetzt ist es sehr stimmig.

    Aber "Bieber" schreibt man ohne "e" ... der musste sein :)

    ....
     
  9. janjanjan

    janjanjan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #9
    -.-... biber wird geändert ^^
     
  10. Violence

    Violence Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.08   #10
    Von der Idee her ne nette Sache, aber die Durchführung.

    Abgesehen davon, dass es stilistisch noch unter "Jenseits von Eden" rangiert, plätschert der Text leider an mir vorbei.
    Zuviele haben bezüglich dieses Themas etwas nahezu gleiches geschrieben.

    Achso ....Befehlen...solltest du noch groß schreiben.
     
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