Haben Metallica bei ihren Alben bei der Produktion die Fans betrogen?

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fetterbutterfinger
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Hi Leute,

ich hab gestern ne Doku über Metallica geschaut auf YT und ich war geschockt!

Der Produzent Rasmussen gibt dort ganz offen zu (mich wundert es wirklich, dass sie das sogar zugeben und sich nicht dafür schämen), dass
sie bei der Produktion im Grunde genommen "gecheatet" haben!

Ich bin fast vom Hocker gefallen und dachte ihr hör nicht recht!!!!

Er erzählt dort davon, wie er selbst minutiös bei der Produktion von Justice Lars' Drumfehler korrigiert hat und jedes Mal wenn Lars nicht im Takt war hat er
Teilchen vom Band rausgeschnitten!

Und bei James haben sie bei der Produktion von MOP seine Gitarrenparts langsamer aufgenommen und dann mit Verispreed schneller abgespielt, damit
es noch "tighter" wird! UNGLAUBLICH!!!

Wie erbärmlich ist das denn???

Das heißt im Grunde, dass die Alben ein reines Kunstprodukt sind und dass die Musiker diese Leistung niemals selbst hinbekommen hätten!

Da kann man sich ja gleich AI-Metal anhören.... wo ist denn da der Unterschied zu AI-Metal wo alles aus dem Computer kommt?

Und Lars meinte dann noch so bei Justice hätten sie etwas "beweisen" wollen, wie technisch und gut sie sind. :bang::bang::bang:

LOL!

Was haben sie denn bitte "bewiesen" wenn sie dermaßen cheaten müssen?

Ich bin unfassbar enttäuscht!!!!

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Das ist die Doku falls ihr es selbst hören wollt. Ich wette ihr werdet auch vollkommen desillusioniert sein.


View: https://www.youtube.com/watch?v=sN9quQ-ox2U

Dass die das auch noch offen zugeben wundert mich wirklich. Das ist im Grunde genommen eine Bankrotterklärung!
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Das heißt im Grunde, dass die Alben ein reines Kunstprodukt sind und dass die Musiker diese Leistung niemals selbst hinbekommen hätten!
Du hast gerade herausgefunden, wie Musikproduktion in der Regel abläuft. Studioaufnahmen sind Kunstprodukte, die es live so nie geben könnte. It‘s as simple as that.
 
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Du hast gerade herausgefunden, wie Musikproduktion in der Regel abläuft. Studioaufnahmen sind Kunstprodukte, die es live so nie geben könnte. It‘s as simple as that.

Machen das etwa alle?

Ich bin geschockt! Das ist ja dermaßen erbärmlich.

Dann können sie ja gleich richtig gute Musiker anheuern die dann ihre Songs im Studio einspielen und live kacken sie dann total ab weil sie es nicht selbst

so spielen können. LOL!

Was für eine Verarschung!!!!

Das ist ja wie bei Milli Vanilli.
 
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deswegen treten Metallica ja auch nie live auf.

Nö aber man hört doch immer wie kacke Lars live ist. Jetzt kapier ich das erst richtig.

Ich dachte der ist einfach müde und schafft das Pensum live nicht. Aber dass er so unfähig ist war mir nicht bewusst.

Und James scheint ja an der Gitarre auch nicht so der Burner zu sein wenn er im Studio langsamer aufnehmen muss. Echt schwach!
 
Die Kastelruther Spatzen z.B. lassen konsequenterweise ihre Alben gleich von guten Studiomusikern einspielen.

What's the problem ?
 
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In echt hat James auch gar keinen Reverb auf der Stimme. Was für Gauner!

Andersrum wäre interessant: wer, der irgendwas halbwegs ernsthaft aufnimmt, hat noch nie irgendwas grade gebogen?
Das ist stinknormale Studioarbeit.
 
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Und James scheint ja an der Gitarre auch nicht so der Burner zu sein wenn er im Studio langsamer aufnehmen muss. Echt schwach!

Tja... und trotzdem können Lars und James sehr sehr gut von ihrer Musik leben und füllen regelmäßig Stadien voller Fans.

Irgendwas haben die wohl doch richtig gemacht.

Ich bin mir nicht sicher, ob dein Thread ernst ist und Du das erste mal mit Studio-"Tricks" konfrontiert wurdest... oder ob es Dir nur um ragebaiting geht.
 
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Hast du mal Lars trommeln hören? Ohne Editing geht da nichts.

Kann allerdings den "Schock" nicht nachvollziehen - völlig gängige Praxis bei allen Musikproduktionen.

:p:p
 
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Ranzo
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Mal wieder ein Metallica-Bashing-Fred.


:sleep:
 
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Tja... und trotzdem können Lars und James sehr sehr gut von ihrer Musik leben und füllen regelmäßig Stadien voller Fans.
Genius is in the idea rather than in the execution ;-)

Aber ernsthaft: wie schon mehrere vorher geschrieben haben: ganz normale Studioarbeit.

Alles über einen Live-Mitschnitt der nur noch signaltechnisch bearbeitet (Compressor, EQ) und gemixt wird ist in dem Sinne "getrickst".

- Gitarrenspuren doppeln: es sind zwei Gitarristen in der Band, die können auch nur zwei Gitarren gleichzeitig spielen
- Overdubs generell: das gleiche, siehe vorher
- man nimmt das beste aus verschiedenen Takes für eine Spur - ist ja gar nicht die Original-Performance
- ein Sänger singt den Song 15 mal, ist aber nur einmal durchgehend auf jeder Note in tune. Man nimmt diesen Take, und nichts wurde getrickst - aber hat der Sänger das dann wirklich "gekonnt" ?

Alsowie gesagt - die Studioproduktionen die frei von solchen "Tricks" sind, das dürfte zu 80% Budget-Gründe haben und nur zu 20% "nicht nötig wegen handwerklicher Kompetenz"

Zu einem gewissen Maß kann ich Dich ja verstehen - als ich das erste Mal gehört habe was etwa bei U2 an Ques im IEM-Mix mitläuft, da habe ich mir auch gedacht "Ihr seid professionelle Musiker, höchstbezahlt, die Lieder kennt Ihr teilweise seit Jahrzehnten und die Setlist birgt nicht unbedingt regelmässige Neuzugänge - braucht Ihr das wirklich?"
Aber hier geht's genauso wie bei den Metallica-Scheiben eben darum etwas beim Hörer abzuliefern bei dem der sagt "boah, geil". Und das finde ich eine absolut legitime Ansicht.
 
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The Beatles haben irgendwann entschieden, nicht mehr life zu spielen. Die Entscheidung hängt sicher nicht damit zusammen, dass sie life nicht spielen konnten. Aber die Musik, die sie danach veröffentlicht haben, war größtenteils mit den damaligen Möglichkeiten nicht mehr life umsetzbar. Man denke z.B. nur an "Strawberry fields".

Gleichwohl haben sie Kunst geschaffen und meiner Meinung nach sind ihre wirklich bahnbrechenden Alben, die Musikgeschichte geschrieben haben, nach 1966 entstanden.
 
Die Sachlage, dass eine Studioproduktion immer ein Kunstprodukt ist, ist ja ziemlich offensichtlich. Aber: die dahinter bzw. im Threadttitel stehende Frage:

Haben Metallica bei ihren Alben bei der Produktion die Fans betrogen?​

ist dagegen gar nicht so offensichtlich mit ja oder nein zu beantworten.

Metallica, wie viele andere Bands auch, produzieren Aufnahmen, um sie zu verkaufen. Da ist ein kapitalistischer Produktionsprozess am Werk, der halt qualitativ optimiert wird - so lange, bis eben mit mehreren Spuren, in kleinsten Teilen, mit Studiomusikern oder mit mit KI gearbeitet wird, um das Ergebnis marktkompatibel zu machen. Die Frage ist also eher: willigen Fans bewusst oder unbewusst ein, Teil einer Vermarktungsmaschine zu sein? Wenn ja, wurden sie nicht betrogen, sondern bekommen das, was sie wollen: ein verkäufliches Hochglanzprodukt.
 
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Metallica, wie viele andere Bands auch, produzieren Aufnahmen, um sie zu verkaufen. Da ist ein kapitalistischer Produktionsprozess am Werk, der halt qualitativ optimiert wird - so lange, bis eben mit mehreren Spuren, in kleinsten Teilen, mit Studiomusikern oder mit mit KI gearbeitet wird, um das Ergebnis marktkompatibel zu machen. Die Frage ist also eher: willigen Fans bewusst oder unbewusst ein, Teil einer Vermarktungsmaschine zu sein? Wenn ja, wurden sie nicht betrogen, sondern bekommen das, was sie wollen: ein verkäufliches Hochglanzprodukt.

Ich weiß nicht, ob ich diese Verengung auf den kapitalistischen Aspekt so mitgehen würde.

Ich denke schon, dass es vielen Musikern im Studio ganz vordergründig auch darum geht, "ihre" Musik bestmöglich klingen zu lassen. Die Vermarktungsmaximierung setzt mit Sicherheit auch höhere Ansprüche an die Produktionsqualität, aber ein monokausaler Zusammenhang ist da nicht.

Als ich vor Jahren mit meiner Band im Studio war, hatten wir überhaupt keine kommerziellen Erwartungen. Wir wollten einfach eine gute Aufnahme. Wobei - und da mag ich dem TE sogar ein wenig Recht geben - schon der eigene Anspruch war, die Parts alle auch genau so gespielt zu haben. Aber: Unsere Studiozeit war vergleichsweise günstig und wir hatten kein Label mit hohen Produktionsniveua-Erwartungen im Nacken.

Und was wollen die Zuhörer heute? Bei einer Studioproduktion erwartet der typische Zuhörer schon eine hohe Qualität. Wer was anderes sucht, greift bewusst zu Live-Aufnahmen oder gar unproduzierten Mitschnitten (bootlegs)
 
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Es gibt viele Bands, die ihre Platten von Studiomusikern einspielen lassen, darunter auch namenhafte Bands, die teilweise weltweit bekannt und berühmt sind.
Live ist es dann halb so schlimm, das verzeihen die Fans.

Ich habe Metallica 1999 auf Rock im Park live gesehen und das war schon der Knaller; die Jungs hatten es echt drauf! (y)
 
Ich weiß nicht, ob ich diese Verengung auf den kapitalistischen Aspekt so mitgehen würde.
Ich les da keine „Verengung“ raus. Ist halt das System, aus dem selbst die Punks nicht rauskamen.

Als ich vor Jahren mit meiner Band im Studio war, hatten wir überhaupt keine kommerziellen Erwartungen.
Keine kommerzielle Erwartungen kann man nur haben, wenn das Brot schon da ist.
Diesen Mechanismus auf Herstellerseite hat @HaraldS (so lese ich es) für die Konsumerseite beachrieben.
 
Skandal !

Bei den Konzerten läuft dann vermutlich noch Full Playback, weil die es ja offensichtlich gar nicht drauf haben...
:D :p
 
Enttäuscht wäre ich erst, wenn Metallica live auf der Bühne nichts könnten, aber das sie sehr wohl was können, haben sie ja oft genug gezeigt.
Die Frage ist also eher: willigen Fans bewusst oder unbewusst ein, Teil einer Vermarktungsmaschine zu sein? Wenn ja, wurden sie nicht betrogen, sondern bekommen das, was sie wollen: ein verkäufliches Hochglanzprodukt.
Naja, also Fehler/Verspieler im Studio nicht zu korrigieren wär für mich jetzt nicht unbedingt antikapitalistisch... aber ich versteh schon was du meinst und ganz unrecht hast du ja auch nicht.

Aber das bringt mich auf eine Idee, wie ich zukünftig mit meinen Verspielern umgehe. Ich mache keine Fehler, ich mache Klassenkampf!!! 💪
 
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