Hagstrom HIIBN von 1970

von orange132, 16.11.16.

  1. orange132

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    Erstellt: 16.11.16   #1
    Einleitung
    Vor ein paar Wochen habe ich recht günstig einen alten Hagstrom Bass mit sehr guter Restaurationsbasis bekommen. Nach einigen kleineren Arbeiten ist er nun fast fertig.

    Den Bass habe ich über das Netzt besorgt. So wie mir erzählt wurde stammt er aus dem Umfeld der Band Accept bzw. Udo Dirkschneider. Das gute Stücke hätte schon mehrere Bühnen gesehen und fristete die letzten Jahre sein Dasein als Deko in einem Wohnzimmer. Als der Bass angeboten wurde habe ich schnell zugeschlagen.

    Warum Hagstrom
    Ich mag Hagstrom und vor allem die alten vintage Instrumente. Ich besitze noch eine Hagstrom HIII Gitarre von 1966. Meiner Meinung nach haben die Instrumente etwas ganz besonderes. Die extrem flachen Hälse, die besondere Bauweise und der Klang sind für mich sehr außergewöhnlich. Da ich mittlerweile hauptsächlich nur noch Bass spiele war es für mich schnell klar, dass ich mir auch einen alten Hagstrom Bass holen werde.

    Mein Bass
    Der Bass wurde mir schließlich aus dem Allgäu zugesendet. Er kam in einem alten, nicht originalen Koffer zu mir. Gleich nach dem Auspacken hatte ich den Bass angeschlossen um die Funktion zu testen.
    Alle Schalter knacken wenngleich das Potenzial des Basses trotz alter Saiten, schlechte Einstellung und verstaubter Technik zu hören war.

    Als erstes habe ich also den Bass zerlegt. Nachdem ich die Saiten entfernt hatte konnte ich die Brücke säubern, die Reiter putzen und den Rest reinigen. Anschließend habe ich die Elektronik abgenommen und alles durchgepustetet. Dabei ist mir ein kleiner Riss aufgefallen der sich der sich im inneren an der Stelle der Halstasche befand. Routinemäßig habe ich die Stelle repariert. Bei genauer Betrachtung gab es außen noch einen kleinen Riss in der Rundung vom rechten Horn. Ich konnte zunächst nicht genauer definieren ob es sich um einen Lackriss oder um einen Holzriss handelte. Schließlich stellte sich der Riss nach genauer Betrachtung und Bearbeitung als alte Reparaturstelle heraus die ich dann wieder ordentlich verschloßen hatte.

    Nach den Arbeiten und der Reinigung der Elektronik und der Metallteile habe ich den Bass wieder zusammengebaut und frische Daddario ECB81M, Medium Scale Saiten, Flatwound in den Stärken 045-065-080-100 aufgezogen. Dabei habe ich alles eingestellt. Beim checken der Elektronik ist mir aufgefallen, dass 470er Potis verbaut wurden.
    Nach einem ordentlichen Test und etwas Kontaktspray für die Potis ist der Bass fast fertig aber auf jeden Fall spielbereit.
    Demnächst werde ich den Bass neu bundieren (lassen). Das ist zwar nicht akut notwendig aber ich möchte alle Arbeiten abgeschloßen haben. Weiterhin muss die alte Reparaturstelle nachlackiert werden.

    Nun ein paar Fakten
    Mein Bass wurde 1970 als Hagstrom HIIBN Bass in Älvdalen, Schweden gebaut. Er ist Nummer 93 von 200 gebauten HIIBN Bässen in 1970. Der HIIBN ist der Bruder des HIIB.

    Vom HIIB wurden insgesamt 6767 Instrumente im Zeitraum 1965 to 1970 gefertigt.
    Der HIIB N wurde 3393 im Zeitraum 1969 to 1976 hergestellt.

    Mein HIIBN ist ein Medium Scale Bass. Er verfügt über einen extrem dünnen Hals mit dem berühmten H-Truss Rod. Verbaut sind zwei Humbucker. Es gibt eine Kill-Switch, zwei Tone- und zwei Volume Regler. Dazu kommt ein Dreiwegeschalter. Der Korpus ist aus drei schichten zusammengebaut. Das Holz ist Mahagoni.

    Der Sound ist absolut vielschichtig und speziell im positiven Sinne. Ich würde den Bass nicht als absoluten Allrounder Bezeichnen aber er ist definitiv im Blues und auch im Rock zu Hause.
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    --- Beiträge zusammengefasst, 16.11.16 ---
    Hier ein paar weitere Bilder.
     

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