Hat jemand versucht, die Pickups in einer Charvel Pro Mod 22 SSS zu tauschen?

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Ich habe zwei Noiseless Seymour Duncan STK-6B bestellt, um sie gegen die originalen PUs (Hals und Mitte) auszutauschen.

Als ich mich an die Arbeit machte, stellte ich fest, dass ich die originalen Pickups nur mit Gewalt ausbauen konnte, da sich die Kabel nicht mit normaler Kraft bewegen ließen. So würde ich wahrscheinlich die originalen Pickups zerstören und nicht einmal sicher sein, ob es mir gelingen würde, die Kabel der neuen Pickups in die schmalen Kanäle einzufädeln, sodass es keine Möglichkeit gäbe, zurückzugehen, falls mir das Ergebnis nicht gefällt, falls ich überhaupt mit der Installation Erfolg haben würde. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig sein würde.

Hat jemand von Ihnen das schon einmal ausprobiert? Gibt es Tricks?

Danke und Gruß
Robert
 
Die Bohrungen laufen jeweils von den PU-Fräsungen in das Elektrikfach mit jeweils einem Kabel darin?
Hm, irgendwie sind die Kabel ja auch in die Kanäle/Bohrungen hinein gekommen. Ein wenig mit etwas schmieren, was die Kontakte im Elektrikfach nicht unbedingt lötunfähig benetzt und nervige Reinigung erfordert, z.B. Flüssigseife oder Spüli statt Öl oder Silikonöl?
Dass die neuen Pickupkabel nicht dicker sein sollten als die jetzigen ist schon keine schlechte Idee. Ansonsten lassen sich die Kanäle aber auch sicher aufbohren.
 
Nun, die Original-PUs haben nur 2 Drähte, und die sind nicht zusätzlich geschirmt oder ummantelt. Die SD Pickups haben ein Gesamtkabel mit 4 Leitungen und einer Abschirmung.

Aber das Hauptproblem ist, dass ich mit gemäßigter Kraftanwendung nicht einmal die Pickups aus den Vertiefungen im Korpus anheben konnte, sodass ich nicht sehen konnte, wie dieser Kanäle tatsächlich aussehen.

Auch stelle ich mir schwierig vor, sie aufzubohren, da sie mehr oder weniger parallel zur Stirnseite der Gitarre zu verlaufen scheinen, wenn ich mir die Lage des Austrittslochs (auch noch um die Ecke!) angucke.
Merkwürdige Konstruktion, nicht an Modifikationen gedacht...
 
Oh ja, klingt blöd.
Dann vom Elektrikfach aus schmieren.
Die Kanäle laufen ja in einem Winkel, wenn mit einem sehr langen, geraden Bohrer gefertigt. Entspr. wird das Vergrößern möglich sein, man braucht eben das passende Werkzeug - dann wohl leider einmal und wahrscheinlich nie wieder.
Hast Du einen erfahrenen Gitarrenbauer in der Nähe, der das erledigen könnte?
 
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Danke für die Ideen. Ich habe zwei weltklasse Gitarrenbauer von klassischen Gitarren als Freunde hier, aber kenne leider niemanden, der nachweislich und bekanntermaßen fit mit e-gitarren ist.

Ich glaube, ich werde versuchen, mich mit den Originalpickups anzufreunden, die ja hervorragend klingen, und eben, zumindest in der Neckposition, die üblichen Begleitgeräusche von single coils von sich geben. Vielleicht ringe ich mich eines Tages auf, noch einen Versuch zu starten. Die Gitarre mag ich ja sehr gerne.
 
Ich habe nicht ganz verstanden wo das eigentliche Problem liegt.

Die Pickups sitzen zu fest in der Fräsung - > Fräsung zu schmal gefräst. Evtl ein Montagsmodel bei dem eine Ecke nicht vollkommen ausgefräst ist und deswegen klemmt es. - >nachfeilen. Am besten mit so einem Schleifgerät.

Die Kabel kommen nicht raus.
-> Sie sind ja irgendwie reingekommen, sicher nicht mit extremen Aufwand.
-> vielleicht wurden nur die Spitzen nach dem Ziehen draufgelötet.
—>bei ernsthafte Interesse zu Tausch einfach die Spitzen mit einem Seitenschneider abknipsen.
Das Loch ist zu klein um 4 Kabel durchzuführen. - >es gibt Winkel Bohrmaschinen, wobei es mit einem normalem langem Bohrer die Löcher sich erweitern lassen.

Solange es sich nicht um Vintage oder um ein sehr teures Instrument handelt, und dabei die Handhabung wie Faust auf Auge passt, würde ich mich da auf jeden Fall dranmachen.

1. Man lernt was dazu. Lehrgeld ist gut investiert für die Zukunft.
2. Hast am Ende das was du haben willst.
 
Hab das gleiche Problem mit meiner PRS SE 594SC. Die Kabelkanäle sind dermassen eng, das da kaum was anderes als die original PU-Kabel durchpassen. Sowohl die Kabel meiner Superdistortions als auch die Kabel meiner Wilkinson (ja, Wilkinson) PAFs (die aus den Lemondrop-Modellen der Firma Vintage) passen da NICHT durch. Der Trick mit dem ich mir geholfen habe: die scharze Ummantelung der 4 (5 mit Masse) Einzelleitungen auf der kompletten Kabelkanallänge abisolieren, dann hats mit Müh und Not gepasst............................................... Ich hab keine Ahnung warum die Firmen solch enge Kanäle bohren müssen? Hab auch noch ne andere Gitarre mit ähnlichem Problem, hab nur vergessen welche (ich glaub aber das ist meine Epi '59 Outfit)
 
Danke für die Anregungen. @Niki:

Variante 1 - nein.
Variante 2 - sicher, irgendwie sind die Kabel hineingekommen, aber ist es nicht zum Beispiel möglich, dass sie irgendwie im Kanal verklebt worden sind oder sich mit der leitenden Farbe verklebt haben?

Ich wollte eben nicht die bestehende Verdrahtung zerstören - dann hätte ich sonst die Kabel sicher irgendwie schon herausbekommen.

Wie geschrieben: vielleicht gehe ich es eines Tages wieder an. Erstmal war ich etwas ernüchtert.

Bezüglich des Winkelbohrers muss ich mich mal kundig machen? Biegsame Welle? Ein Kardangelenk?
 
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Winkel Bohrer ist zwar gut aber für die Anwendung wahrscheinlich nicht ganz hilfreich.

Hier gibt es Biegsame Bohrer um das Loch aufzubohren bzw zu erweitern.
 
Danke für die Anregungen. Wenn ich mal Muße habe, gehe ich wieder dran...
 

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