Hört beim Geld auch der Band-Zusammenhalt auf?

von Heier, 23.04.05.

  1. Heier

    Heier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.05   #1
    Also,
    Bei uns ist es so, dass meine Eltern zwar die CDs kaufen (aus Mitleid vielleicht) aber bei jeden entscheidenen Schritt, den wir vornehmen (Neuanschaffung) rumstressen. Und ich als "Kopf" der Band (ich mein, irgendjemand muss sich um den Business-Kram kümmern, ist ja auch mit Arbeit verbunden und verdienen tu ich daran auch nix) bekomm sogar noch den Brass von den Eltern der anderen ab, wenn ich die "Anteile" "einsacke" (das evtl. Anschaffungen geteilt werden, dachte ich bis dato, wäre normal). Und die "Geldübergaben" scheinen als ob ich irgendwelchen Solidaritätszuschlag einnehme. Muss ich mir jetzt sorgen machen, wenn das bei uns in der Beziehung nicht läuft, ist das normal oder sollte da was getan werden?
     
  2. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.05   #2
    nicht zwangsläufig - aber immer öfter!!!

    Kleiner Vertrag ist da nie verkehrt, vorher festlegen, wem was gehört und wie es im Ernstfall zu teilen ist.
    Aufzeichnungen / Bandkasse / Quittungen sollten aber schon Grundausstattung sein, es macht sich einfach gut, wenn jederzeit alles nachvollziehbar ist.
     
  3. Heier

    Heier Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.05   #3
    Kassenbuchprogramm führe zum Glück bereits schon, hehe.
    Und Quittungen sind vorhandenen, Kopien davon wird aber als unnütziges Papierzeug abgetan und nicht angenommen.
    Komische Mentalität.
     
  4. silent

    silent Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.05   #4
    Habt ihr eine Bandkasse in die regelmäßig eingezahlt wird oder legt ihr immer dann zusammen wenn Anschaffungen anstehen?

    Ersteres sollte für alle Eltern einleuchtend sein, da eine Amateurband ähnlich wie ein Club oder Verein zu sehen ist. Da gibt es ja auch entsprechende Mitgliedsbeiträge für die Gemeinsamen Anschaffungen und Ausgaben.

    Allerdings währe ich froh wenn die Eltern nur meckern und dennoch die Ausgaben mittragen. :great:

    Das mit den Quitungen und Kassenbuchprogramm ist sehr gut, es gibt immer Ärger ums Geld wenn mal einer Aussteigt oder auch einer mal nicht flüssig ist und die anderen das dann mit Tragen müssen.

    lg silent
     
  5. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #5
    Also ich kann nur sagen wie wir das lösen:

    Unser Drummer verwaltet unser Bandkonto, das wir extra eingerichtet haben.
    Wir archivieren alle Unterlagen.

    Geld kommt vor allem von Auftritten und Sponsoren (die man selber anlabern muss um sie zu bekommen). Wir haben noch keinen Cent aus eigener tasche bezhalt, ausser für eigenes Equipment. Das ist jedermanns eigene Sache.

    Dass eure Eltern da eingreifen halte ich für sehr lächerlich da es sie ja eig echt nix angeht was ihr mit eurem eigenen Geld macht.
    Und das nicht mal rechtlich wenn man das BGB ankuckt (Taschengeldparagraph).

    Wobei es da natürlich sehr hilfreich ist wenn alle über 18 sind.
     
  6. slaytalix

    slaytalix Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #6
    Auf jeden Fall strikte Trennung der Finanzen.

    Ausstellung der Rechnungen auf Dich, wenn Du PA etc. anschaffst.

    Dann bist Du auf der sicheren Seite, falls Du einmal ausscheidest. Glaube mir, wir hatten da mit der GbR schon genug Schwierigkeiten. :evil:

    Sonst gibt es Trouble mit Auszahlungen, wenn die Sachen mehreren Leuten gehören, Jemand die Band verläßt.
     
  7. Heier

    Heier Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #7
    Im Falle des Falles sehen wir da eine Art "Abfindung" vor, die sich aus den Anteilen zusammenrechnet.
     
  8. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #8
    Klar, aber dann brauchst du ziemlich Rücklagen, die sich fast keine Band leisten kann. Schon gar keine, die ganz am Anfang steht und die realistischerweise in den nächsten Jahren keine große Gagenerwartungen haben sollte.

    Wieviele kommerzielle Bands sind schon komplett auseinandergebrochen wegen finanzieller Forderungen, die einem einzelnen Mitglied bei seinem Ausstieg berechtigterweise zustand??

    Sinnvollerweise hat jeder seine eigene Ausrüstung, auch die größeren Sachen (PA, Licht, Bandbus,etc.) gehören einem, der sie gegen Leihgebühr zur Verfügung stellt. Die Finanzierung kann dann durchaus durch Kredite der anderen Bandmitglieder erfolgen, aber Eindeutigkeit hat noch niemandem geschadet!
     
  9. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.05   #9
    1. Geht es hier imho darum, dass die Eltern auch einen Teil der Kosten tragen

    2. Ist deine Aussage zum Minderjährigenrecht schlicht falsch. Der sog. Taschengeldparapgrap § 110 stellt keine Ausnahme des §107 dar, sondern vielmehr eine besondere Form der Einwilligung. Auch wenn Minderjährige somit über kleinere Summen frei verfügen dürfen, sind dem dennoch Grenzen gesetzt.

    @topic : Ich würde jetzt mit den LEuten aus deiner Band reden. Setzt euch zusammen und klärt die Frage in welchem Zeitraum ein Mitglied seine Anteile ausgezahlt bekommt, wenn es die Band verlässt. Es muß jedem klar sein, das dies nicht ohne eine gewisse Verrzögerung möglich ist, da eine Band keine Bank ist. Ausserdem kann im Grunde auch nicht erwartet werden, das das gesammte für Equiqment ausgegebene Geld wieder an den Abtrünnigen ausgezahlt wird, da Equiqment schließlich auch einen Wertverlust hat. Wenn man sowas vorher klärt und eine Einigung findet, ist das immer viel einfacher als Nachher, wenn manchmal eh schon böses Blut herrscht
     
  10. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.05   #10
    Also um das mal wörtlich aufzugreifen:

    § 110
    Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln
    Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.


    Habe ich grade Vorlesung darüber und der besagt nichts anderes als dass ein Jugendlicher, der Taschengeld (!!!) als dieses von seinen Eltern zur freien Verfügung bekommt damit uneingeschränkt machen kann was er will.
    Ein Versuch den Vetrag anzufechten oder das Geld zurück zu bekommen seitens der Eltern ist fürn Arsch.

    --> Vertrag voll wirksam
    --> Eltern geht es null an.

    Aber egal....
     
  11. motus

    motus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.05   #11
    also wir versuchen das bei uns so zu regeln, dass jedes teil das gekauft wird nur einem gehört. zB ham wir uns darauf geeinigt, dass unsre sängerin ne kleine pa kauft (nur für proberaum zwecke und kleine auftritte), da sie ansonsten so gut wie keine ausgaben für instrumente hat. ich als gitarrist muss hab da schon vielmehr ausgegeben, ganz zu schweigen von unserem schlagzeuger. außerdem wird generell drauf geachtet, dass derjenige der etwas kauft, das auch gebrauchen kann. zB werd ich ddemnächstmal ein mischpult kaufenb, da ich nebenbei auch ab und zu andere bands abmische, so dass ich das teil auch anderweitig verwenden kann. ansonsten müsst ich dann immer die anderen fragen, ob sie damit einverstanden sind (was sie zwar bestimmt wären, aber sicher ist sicher). falls mal größere anschaffungen von nöten sind, wird auch schonmal zusammengelegt, aber da werden wir uns auf jeden fall vorher einigen, wie alles geregelt wird falls einer aussteigt.
     
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