Ibanez AELBT1 Bariton - Kaufberatung?

von Filztier, 01.02.16.

  1. Filztier

    Filztier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.16   #1
    Kann mir das Kollektiv mit seinem Know-How bitte zur Verfügung stehen, bei dieser Bariton-Akustikgitarre aus dem Hause Ibanez?

    https://www.thomann.de/de/ibanez_aelbt1_nt.htm

    Die mageren Kundenbewertungen (genau genommen eine) ist nicht besonders aussagekräftig.

    Warum ich mich für die Ibanez AELBT1 interessiere ist schlicht weil ich gerne ein Bariton Modell mein Eigen nennen möchte, aber bis auf Thomann nicht recht fündig wurde und auch dieser kein allzu großes Sortiment an Bariton-Akustikgitarren führt.
    Alternativ zur Auswahl steht noch etwas teurere Stanford
    https://www.thomann.de/de/stanford_big_bang_1_e_deja_vu_series.htm
    Und die etwas günstigere Alvarez
    https://www.thomann.de/de/alvarez_abt60e_baritone.htm

    Die Ibanez AELBT1 ist alleine schon wegen ihrem Cutaway Wahl #1, allerdings bin ich auch bereit eine der beiden anderen in Erwägung zu ziehen, was Verarbeitung und Klangqualität angeht.
    Der Unterschied zwischen "Fichte", "massive Fichte" und "massive Sitkafichte" erschließt sich mir lediglich durch das Wörtchen "massiv", nicht jedoch wie sich das klanglich und dynamisch auswirkt.
    Vom Fishman Soundsystem habe ich schon gutes gehört, allerdings kann ich dazu auch nicht viel sagen und einen Vergleich zu Nautilus und SYS550 kann ich natürlich auch nicht anstellen.
    Sonst kann ich nicht sonderlich viel dazu sagen, da sich die drei Modelle, nach Beschreibung, ansonsten recht ähnlich sind.

    Vielleicht findet sich hier jemand mit Erfahrung an genau diesem Modell (oder eines der anderen). Bin aber auch dankbar für Tipps und Augenmerke beim Vergleich dieser drei.

    Lg
     
  2. Frank-vt

    Frank-vt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.16   #2
    Wenn nur Fichte da steht, handelt es sich um eine gesperrte Decke, bei massiv um "normale" Fichte, während Sitka-Fichte gemeinhin etwas hochwertiger ist.
    Halte nicht viel von Ibanez-Akustik und würde eher keine knapp 500,- Tacken für eine ohne massive Decke ausgeben.
    Es gab hier kürzlich einen Thread über Bariton-Gitarren, wo es m.W. auch Empfehlungen gab.
     
  3. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 01.02.16   #3
  4. zwetsche

    zwetsche Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.16   #4
    Mein Senf: Ich habe am Freitag die Alvarez Baritone BT 60 bekommen und kann nach einem angenehmen Wochenende nur kurz und schmerzlos sagen, dass die Gitarre vom Preis-Leistungs-Verhältnis (322 Tacken) unglaublich ist. Sehr gute Bespielbarkeit trotz fetter Saiten und langer Mensur, astreine Verarbeitung und ein sehr definierter (guter) Sound. Einer der Gründe für die Wahl war die massive Decke im Gegensatz zur Ibanez. Aber auch die gute Erfahrung mit Alvarez Gitarren, die ich bis dahin in der Hand hatte, insbesondere der AF 75.

    Ich habe mich für das rein akustische Modell entschieden, es gibt aber auch eine mit BBand System.
    Dass das Spiel auf einer Baritongitarre generell so viel Spaß macht, hätte ich (trotz Bestellung, die ja Neugier voraussetzt) nicht erwartet. Aber dieses Soundvolumen lockt einen fast von selbst in ganz neue Richtungen.
     
  5. Filztier

    Filztier Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.16   #5
    Also ist die massive Sitkafichte der Alvaerez grob gesagt "hochwertiger" als die massive (normale) Fichte der knapp doppelt so teuren Stanford?
    Und was kann ich mir unter einer "gesperrten Decke" vorstellen?

    Der Link zum Bariton-Westerngitarren Thread war recht hilfreich - Danke hierfür.
    Nichtsdestotrotz geht es bei meinem Thread aber hauptsächlich um eine Kaufberatung zur Ibanez AELTB1 und nicht mehr als die Modellbezeichnung habe ich auch in die Suchfunktion getippt. :tongue:

    Ich finde es schade, dass weder die Alvarez noch die Stanford einen Cutaway hat. Spielerisch finde ich das schon notwendig. Die hohen Bünde sind bei mir keine Deko!
     
  6. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 01.02.16   #6
    Ich persönliche brauche keinen Cut bei der Bariton ...

    Wenn ich bei der Bariton über dem 12.Bund solieren möchte, habe ich den gleichen Tonbereich wie bei einer normalen Steelstring ab dem 7. Bund (je nach Stimmung der Bariton).
    Der Reiz einer Bariton liegt ja gerade im tiefen Bereich, eben darin, dass ich mich in einem Klangbereich bewegen kann, den mir eine Standard-Steelstring nicht (auch durch Runterstimmen nicht) bieten kann.

    Eine gesperrte Decke besteht im Gegensatz zu einer vollmassiven aus mehreren verleimten Lagen dünnen Holzes.
     
  7. Filztier

    Filztier Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.16   #7
    Ich kann mir aber sehr gut vorstellen auch eben diese Bünde zu verwenden. Sollte ich beispielweise etwas in Standard Stimmung einer konventionellen Gitarre spielen wollen, habe aber gerade nur meine Bariton im Gepäck, dann wären diese Bünde wieder sehr hilfreich ... wenn nicht notwendig.
    Der Reiz einer Bariton liegt natürlich im tiefen Bereich, ich will da auch nichts anderes behaupten, aber ich vertrete die Einstellung "was man hat, das hat man". Lieber einen Cutaway, den man nicht braucht als keinen, den man aber bräuchte.
    Aber mal eine Gegenfrage, wieso haben denn konventionelle Gitarre so oft keinen Cutaway? Sind die Bünde in dem Bereich wirklich nur Deko ?
     
  8. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.16   #8
    Deko - nicht wirklich - aber akutische Gitarren haben "da oben" durchaus Probleme.
    Zum einen ist die Intonation bei den meisten Akustikgitarren eher geschaetzte Wurfpassung. Wenige Instrumente sind sauber intoniert, meist dann auch nur fuer uer eine bestimmte Saite. Binh baut meine Gittarrern mit EXP16. Nehme ich eine andere Staerke oder Marke ist die Intonation nicht so perfekt. Ausserdem ist die Lautstaerke eine Funktion der schwingenden Saitenmasse und die kurze Saite ist dementsprechend nicht klingend.
     
  9. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.16   #9
    Im billigen Preissegment, also da, wo Cut und PU zur Regelausstattung gehören, eigentlich ja... Achte mal darauf, wieviel Sustain und "Ton" da oben noch zu finden sind. Das ist dann häufig so, dass Dir das Spielen im Cut-Bereich schon genug verleidet wird. Bei einer guten Gitarre ist da oben noch Ton da, aber da setzen sich Cuts erst allmählich durch. (Keine Ahnung, wer die erste mit Cut gebaut hat. Die erste, die ich kannte, war bei den "Westerngitarren" die 12saitige Levin, und auch bei den klassischen eine Levin, beide von Anfang/Mitte der 1970er. Die Jazzgitarren waren natürlicih schon vorher damit versorgt.)

    Aber lange Jahre wurde in den hohen Bünden nicht gespielt, kaum im "klassischen" Bereich und auch nur sporadisch bei den "Westerngitarren". Das kam erst später auf. Und wenn man nicht versucht, schnelle Skalen in dem Bereich zu spielen, dann kann man auch recht gut ohne Cut klarkommen.
     
  10. saitentsauber

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    Erstellt: 02.02.16   #10
    Vielleicht nicht unwichtig ist im Übrigen, dass die Ibanez einen vergleichsweise schmalen Hals (43mm - Alvarez 44,45 und Stanford 45) und eine eher kurze Mensur (686mm, ggüber 704 bzw. 725) hat. Die drei sind also alles andere als eineiige Drillinge und dürften auch recht unterschiedlich zu spielen sein.

    Nebenbei: Eine noch kürzere Mensur (680) als die Ibanez hat die Lakewood - aber die kommt mit 48mm Halsbreite...
     
  11. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.16   #11
    Ich habe eine Ovation TX Bari - mit 720 mm (28 1/3 ") Mensur - und das ist die Grenze, was ich noch "gitarrenartig" spielen kann. Alles was länger als die besagten 720 mm ist, braucht bei meinen Wurstfinger-Patschehändchen Basstechnik und keine Gitarrentechnik. Die Baris sind nicht schlecht, wenn man alleine oder mit einem anderen Gitarristen spielen möchte und etwas sucht, was sich entweder dem Stimmumfang gut anpassen kann, oder wenn man halt schon z.B. einen anderen Gitarristen hat, der dann - evtl mit Capo - in die höheren Register wandert.
    Mit "normaler" Gitarre zusammengespielt gibt es mMn eher Klangbrei, da sind Baris nicht wirklich weit genug wg von der normalen Gitarre.
    Und der Bassist hat dann erstmal auch Pause, sonst gibt es untenrum noch mehr Matsch.
    Baris sind hochinteressante Instrumente. Im richtigen Kontext eingesetzt. Im "normalen" Bandkontext aber weder Fleisch noch Fisch und hoffnungslos zwischen Gitaqrre und Bass verloren.
    Wenn man siwe richtig einsetzt, aber sehr interessant. Also als Begleitinstrument im Solo-Umfeld fuer den, der halt stimmlich limitiert ist (so wie ich), oder halt als interessante Combo mit einem höher gestimmten/gespielten Instrument.
     
  12. Wattministrator

    Wattministrator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #12
    Hallo auch,

    hatte beide im Vergleich in der Hand gehabt. Habe mich als Ibanez-Fan dann doch für die Alvarez entschieden, da sie mir unverstärkt präsenter und lauter vorkam als die Ibanez. Wie das verstärkt klingt, habe ich nicht getestet.

    Jetzt warte ich auf das große gelbe Auto mit meinem Paket :w00t:
     
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