Improvisation

von CrepeZ, 05.11.03.

  1. CrepeZ

    CrepeZ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.03   #1
    Servus,

    ich habe hier das Lied "It Don't mean a thing" von Duke Ellington und Irving Mills. Es ist ein Jazzstück (Fast Swing).

    Nun muss ich dazu (über das ganze Lied hinweg) etwas improvisiertes spielen.
    Die Akkordreihenfolge sieht wie folgt aus: Gm, Gm maj7, Gm 7, Gm 6; C 7, F 7, Bb6 und D 7 #5.

    Wie würdet ihr nun dazu improvisieren. Ich habe so etwas leider noch nie gemacht und suche mir deshalb Rat bei euch!
    Vielleicht habt ihr ja vorgefertigte Notenbläter, wo z.B. nur die Notenlängen draufstehen und wo ich nur noch meine Töne dieser Akkorde einflechten brauche?!
     
  2. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.11.03   #2
    [sarkasmus]
    Nun ja, mit Jazz als einfachster aller Musikrichtungen hast du dir ja das richtige ausgesucht. Selbst für jemanden, der das noch nie gemacht hat, sollte das in 10 Minuten möglich sein.
    [/sarkasmus]

    Ob so eine Improvisation aus Sechzehnteln, Achteln, Vierteln usw. besteht, kann man nicht pauschal sagen. Da musst du sehen, was zum Rhythmus des Songs passt.

    Ich kann die nur das Buch "Rock Piano 1" von Jürgen Moser empfehlen, da wird das Improvisieren (und einige andere Sachen) absolut super erklärt.

    Wie sind den deine "Skills" an den Keys? D.h. wie lange spielst du schon und was für Musikstile?

    Gruß,
    Jay
     
  3. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.03   #3
    Moin,
    improvisieren tut ja jeder irgendwie anders.
    Mach deinen Kopf frei und spiele was eigenes!!!
    Ich kann nur ein paar Sachen empfehlen...

    Nimm z.B. die Melodie vom Song und schmücke sie aus oder reduziere sie, du brauchst meißtens nur ein paar Töne in der Melodie damit der Hörer noch bei der Sache bleibt, den Rest gestaltest du so um wie es dir gerade paßt!

    Du kannst natürlich auch eine oder mehrere Tonarten raussuchen, die über die Akkorde passen und frei darauf abgehen, Disonanzen können (müssen aber nicht) durchaus was reizvolles sein.

    Du kannst auch bei jedem Akkord die jeweilige Tonart frei spielen, das ist aber schon fast Bebop und kann eine recht hastige Angelegenheit werden.

    Aber gerade beim Improvisieren kann ich nur sagen probieren geht über studieren, gerade das Improvisieren gibt der Musik deine persönliche Note.

    Viel Erfolg
    Orgelmensch
     
  4. CrepeZ

    CrepeZ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.03   #4
    Ich spiele seit 8 Jahren.
    Eher rockigere Sachen.

    Wo gibt es spezielle Jazzbegleitungen, die ich mir mal anschauen könnte oder was würdet ihr empfehlen?
     
  5. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.11.03   #5
    Na dann solltest du wirklich in der Lage sein, das in 10 Minuten zu machen. ;)

    Wie gesagt, das o.g. Buch. Natürlich hat jeder seinen eigenen Improvisationsstil, aber in dem Buch bekommst du die Grundlagen und "handwerklichen" Fertigkeiten vermittelt, auf denen du deine Improvisationen aufbauen kannst. Da sind auch verschiedene Grundrhythmen usw erklärt.

    Es gibt auch nochn 2. Band, in den könntest du auch mal reinschauen, aber der is IMHO schon ziemlich abgefahren (Jazz, Funk, etc.).
     
  6. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.03   #6
    Beim Begleiten mache sich Quarten und Quinten in der Linken immer ganz gut.
    Immer die Grundtöne der Akkorde weglassen, dadurch klingt es oft interessanter...für Grundtöne hat man einen Bass-Menschen!!!
    Spielst du Orgel oder Klavier?
     
  7. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.03   #7
    Die Seite behandelt das Thema recht gut:

    www.outsideshore.com/primer/primer
     
  8. CrepeZ

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    Erstellt: 05.11.03   #8
    Ich spiele wenn schon Klavier :)
    Danke schon mal für die Tipps. Weitere davon sind natürlich noch gerne gesehen.
     
  9. binOr

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    Erstellt: 17.03.05   #9
  10. Orgelmensch

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    Erstellt: 17.03.05   #10
    Sehr schön!!! :great:
     
  11. KnightOfCydonia

    KnightOfCydonia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.05   #11
    Gibt's da zufällig auch noch nen 3. Band davon oder irgendsowas in der Art, was auf dem gleichen Level wie Rock Piano II ist? Ich hab den 2. Band jetzt bald durch und such nach irgendwas, was darauf aufbaut.
     
  12. richy

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    Erstellt: 17.03.05   #12
    It aint mean a thing ist net gerade ideal fuer den Einstieg ins Improvisieren.
    Das Hauptthema ist keine II V I Verbindung, bei der das Impovisieren besonders einfach ist. Zwei solcher Verbindungen kommen erst im B Teil.
    Beginnend mit fm und die Zweite mit gm. (Spielst du auch den B Teil ?)
    Bleibt man bei da in der Grundtonart klingts bischen schraeg.

    Probiere mal folgende Toene:
    Des D F (Ges) A B C (G natuerlich auch, klingt aber etwas einfach)
    Im Prinzip also dm und F aufloesen.

    Ein beliebter Ausschnitt damit waere zum Beispiel:
    A B A F D
    oder
    Des C B G
    oder
    C B A Des D F A C ( C H B A As G F D )
    3 2 1 3 1 2 3 5 ( 5 4 3 1 4 3 2 1 )
    Wird oefters auch hier verwendet:
    http://josefhuber.com/index.php?option=com_content&task=view&id=34&Itemid=94
    Das Stueck findest du unter S wie SWING
    Darin jede Menge Improvisationen.
    (Von der Seite hab ich auch schon viel abgeguggt)

    Auch a b g a f g e f d e c d b c a b kommt da wohl drin vor.
    Fuer den Anfang vielleicht blos mal mit den Noten d f a c experimentieren.
    Dazu b und des einbauen, mit g die Spannungen loesen.

    ciao
     
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