Inbetriebnahme von Vinylsetup: Läuft nicht.

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Hey ihr,

Habe kürzlich mein altes Setup (Controller + Laptop m. Traktor 2 in Pioneer DJM500) gegen ein Vinylsetup (2x Stanton ST-150, Allen&Heath XONE-DB2) getauscht.

Die Hardware wurde gebraucht gekauft, war aber alles gut verpackt und äußerlich unbeschädigt. Als "Standalone" über USB oder Line funktioniert das DB2 auch hervorragend, aber jetzt wo ich die Turntables dran gehängt hab geht nix. Das heißt, das Signal, das im Mischer ankommt, ist so schwach, dass es dort nicht mal als sichtbarer Pegel über die LEDs angezeigt wird, dafür brummt es wie Sau. Man kann das Signal in homoöpathischer Dosis erahnen (einmal direkt am Tonabnehmer, und eben über Monitor/Kopfhörer), aber das Brummen dominiert.

Ich habe sowohl die digitalen (S/PDIF) als auch die analogen Outs/Ins (Chinch) an Mixer und Turntables in Betrieb gehabt, sowohl mit eingeschaltetem Preamp der Turntables (also quasi als Line-Signal an den Mischer), als auch direkt unverstärkt als Phono in den Mixer. Ground Lift an und aus. Es tut sich nicht viel. Hat irgendjemand einen blassen Schimmer, was da los sein könnte? Ich kann mir das nicht erklären. Ist die Nadel hin? Das ganze System? Ein anderes Bauteil? Hab ich beim Verkabeln irgendwas übersehen?

Edit: Ich habe freilich auch die Line/Phono-Switches an den Inputs des Mixers betätigt.

Viele Grüße,
Phil
 
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Moinsen!

Als erstes müssen Plattenspieler immer an einen Phonoeingang am Mischpult angeschlossen werden, die das ankommende Signal auf Arbeitspegel bringen. Du solltest mal testen, ob die Plattenspieler auch ohne den Mixer tun, gibt es da einen Kopfhörerausgang oder so? Evtl. an eine vorhandene HIFI Anlage anschließen. Das beschriebene Phänomen hört sich aber nach Brummschleife an, irgend etwas hängt da zusammen was nicht das gleiche Potenzial hat. Sollten die Tabels i.O. sein, dann bräuchtest du da vielleicht noch eine DI Box.
Kabel sind soweit alle funktional?

Greets Wolle
 
Als erstes müssen Plattenspieler immer an einen Phonoeingang am Mischpult angeschlossen werden, die das ankommende Signal auf Arbeitspegel bringen.

Das stimmt zwar tendenziell, hängt aber vom Plattenspieler ab! Nach meiner Info hat der Stanton ST-150 einen integrierten (und guten) Phono-Preamp bereits integriert, so dass man am Plattenspielerausgang zwischen Phono und Line umschalten kann. Beim Mixer kann man ebenfalls umschalten. D.h. die Einstellungen an beiden Geräten müssen natürlich selbstredend identisch sein! Hast du auch mal den Digitaleingang probiert?

Wenn das Singal zu leise ist, wäre die klassische Vermutung: Plattenspieler-Phono-Signal an Mixer Line-In angeschlossen. Vielleicht hast du ja dich ja bei den Schaltereinstellungen vertan.
Wenn es brummt, hast du eigentlich ein Masseproblem. Im Bonedo-Test des Turntables wird darauf hingewiesen, dass es kein Massekabel gibt sondern die Masse übers Netzkabel kommt und daher der Plattenspieler und der Mixer im gleichen Steckdosenverteiler stecken solten, auch wenn ich vermutet hätte, dass man das auch durch den Ground-Lift Schalter beheben könnte.
Ich gehe mal davon aus, dass die Mischpult-Kanaleinstellungen (z.B Input-Select) passen, man hört selbst bei maximalem Trim (Gain) nichts?

Kabel sind immer eine Fehlerquelle!

Ich schließe mich @WolleBolle an, wenn du schon den Mixer als Stand-Alone getestet hast, liegt es doch nahe, das für die Plattenspieler auch zu machen. Einfach systematisch alles einzeln ausprobieren.
Nun, beim Plattenspieler kann durchaus die Nadel defekt sein, es kann auch sein, dass der Übergangs-Kontakt der Nadel - warum auch immer - verdreckt ist, einfach mal abschrauben und nachschauen.
Aber es erscheint schon recht seltsam, wenn beide Plattenspieler das gleiche Problem ausweisen sollten.....
 
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Die Masse kommt über das Netzkabel?
1. sehr gewagt, wer so etwas produziert
2. es gibt Mischpulte, die sind gar nicht über Masse an der Steckdose angeschlossen
 
1. sehr gewagt, wer so etwas produziert
Und scheinbar hat Stanton als DJ-Hersteller damit auch sogar noch Erfolg!
Ich finde den Kommentar dazu in dem verlinkten Bonedo-Test ganz passend:
Bonedo_Test ST-150 schrieb:
Wer an diesem Plattenspieler eine Feststellschraube für eine Masseleitung sucht, wird nach kurzer Zeit dieses Vorhaben erfolglos aufgeben müssen, da das Turntable die Masse über das angeschlossene Kaltgerätekabel bezieht. Grundsätzlich ist diese Entscheidung des Herstellers zu begrüßen, da es die Verkabelung eines Setups vereinfacht. Allerdings bedarf es dann auch der Aufklärung der DJs bezüglich sternförmiger Masseführung:
Nehmen wir einmal an, der DJ-Mixer wird ebenfalls über ein Kaltgerätekabel (also mit eigener Masse) an das Hausnetz angeschlossen, ist es wichtig, dass die Geräte aus der gleichen Steckdose ihre Versorgungsspannung beziehen, da es sonst höchstwahrscheinlich zu Massepotential-Unterschieden kommt, die sich durch fieses Brummen auf der Mastersumme äußern.
Wenn im Plattenspieler schon ein Preamp integriert ist, kann ich diese Entscheidung sehr gut nachvollziehen. CD-Player haben ja auch kein zusätzliches Massekabel.
Ich denke, ich würde tendenziel den internene Preamp und damit Line-out wählen.
Gleichzeitig halte ich es schon für wichtig, dass DJ's ihre Hardware kennen und wissen, wie alles zusammenhängt und funktioniert.
2. es gibt Mischpulte, die sind gar nicht über Masse an der Steckdose angeschlossen
Ach was. Davon reden wir aber gerade gar nicht (sondern vom A&H XONE-DB2) und eigentlich kann man doch schon davon ausgehen, dass der DJ sich im Vorfeld informiert, was passt und was nicht passt, oder?
Und außerdem kann er ja die Line-out-Ausgänge nutzen und evtl. hilft ja auch der Ground-Lift-Schalter.
 
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Ach was. Davon reden wir aber gerade gar nicht (sondern vom A&H XONE-DB2) und eigentlich kann man doch schon davon ausgehen, dass der DJ sich im Vorfeld informiert, was passt und was nicht passt, oder?
Davon kann man nicht ausgehen, es ist unüblich, dass man eine Masseleitung über die Erde verbindet. Nutzt Du nämlich nicht dieselbe Steckdose oder denselben Stromkreis, dann bekommt man an den Geräten mal eben eine gewischt. Ich vermute mal eher, dass die Masse über die Cinchkabel läuft und die Aussage "Masse über Erde" nicht stimmt (zumal Bonedo und Amazona für mich eh nicht aussagekräftig sind, was deren Tests anbelangt).

Darüber hinaus bringt der Dreher Lineausgänge mit. Bei einem Linesignal läuft die Masse immer über Cinch. Genau dasselbe, vermute ich mal, passiert hier mit dem Phonosignal. Dort wird lediglich das Signal einmal vor dem Phonoamp und einmal nach dem Phonoamp auf den umschaltbaren Ausgang gelegt. Insofern braucht man hierfür kein Massekabel. Auch das spricht dafür, dass es über die Cinchkabel läuft.

Natürlich reden wir hier vom Xone-DB2, doch manche Sachen und elektrische Gegebenheiten sollte man schon einmal klären, die kann man nicht mit einem "ach was" unter den Tisch kehren.
 
Moin Leute, danke schon mal so weit.

Ich habe freilich die Phono-Eingänge des Mixers verwendet (sofern ich die analogen Outs der Dreher in Gebrauch hatte). Das Problem besteht aber genau so bei Benutzung der Digital-Outs. Daher (und weil es sich bei den Kabeln um nagelneue Qualitätsprodukte handelt) halte ich ein Kabelproblem auch für eher unwahrscheinlich, durchgemessen habe ich sie aber zugegebenermaßen nicht.

Habe eins der Turntables jetzt mal an einen HiFi-Amp gehängt, dort brummt es nicht und der Pegel stimmt auch, allerdings ist das Signal stark verzerrt und zum Teil fällt einer der Stereokanäle aus (bzw. fällt extrem im Pegel ab, so dass man ihn nur noch hört wenn man komplett in die entsprechende Richtung panned und das Ohr an den Speaker hält). Stoppe ich den Motor, bremst sich die Nadel unter lautem Geknacke und Gebrumme ein - nicht das typische Geräusch einer langsamer werdenden LP. Hab daher schon die Nadel im Auge. Ziemlich diffus, wie sich das darstellt, wenn ihr mich fragt. Sämtliche Hardware hing an der gleichen Steckdose, im Test mit dem HiFi-Amp ebenfalls.

Kann ich ohne Mikroskop irgendwie ausbaldowern, ob die Nadeln noch gut sind? Ich bin ziemlich sicher, dass die Dreher beim Vorbesitzer lange ohne Case/Abdeckung rumstanden. Waren auch ziemlich verstaubt. Das Auflagegewicht, Anti-Skating usw. usf. müsste korrekt eingestellt sein. Wäre die Nadel hin würde das zwar meinem Verständnis nach immer noch nicht erklären, wieso bei Anschluss an verschiedene Amps/Mixer unterschiedliche Probleme auftauchen, aber gut.
 

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