Instandsetzung Hohner ST metall S (u.a. Steinberger Tremolo, neue Bünde, fehlender HB)

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dr.barn
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Hallo
Bin neu in Eurem Forum und nicht wirklich vom Fach. Ich würde gerne die Hohner wieder spielbar machen und habe folgende Fragen:
Kann man den Hals leimen? Er hat oben einen Riss der von der Mechanik der tiefen E Saite zum Hals geht, oder muss ich auf die Suche gehen, was so gut wie keine Aussicht auf Erfolg hat.
Nimmt man den oberen Teil des Steinberger Tremolos ab, so ist einer der beiden eingeschraubten Bolzen zum Hals hin verbogen und muss erneuert werden.
Da die Steinberger anscheinend dafür bekannt sind den Geist aufzugeben, müsste man einen weiteren defekten finden können.
Der Typ wurde 85 auch bei gibson verbaut und im Forum haben auch andere ein Problem mit ihm.
Lassen sich die Bundstäbe problemlos erneuern?
Sollte die ST ein Fall für die Mülltonne sein, kann ich evtl. jemandem mit dem Tremolo oder anderen Teilen aushelfen.
 
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Hallo und willkommen im Forum!

Ein von der Mechanik ausgehender Riss ist ein recht häufiger Schaden und mit ziemlicher Sicherheit zu reparieren.

Bundstäbe lassen sich natürlich auch problemlos erneuern, vielleicht reicht es ja auch sie abzurichten. Da könnte ich natürlich mehr zu sagen wenn ich die Gitarre vorliegen hätte.

Für Steinberger haben wir hier im Forum einen richtigen Spezialisten, nämlich @Be.eM . Der kann zur möglichen Ersatzteilbeschaffung sicher mehr sagen.

So oder so wären aber Fotos von den Schäden hilfreich.
 
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cool und Danke - den Steinberger Experten habe ich bereits gefunden und mich bei ihm gemeldet.
Die Bundstäbe sind wirklich verschlissen und an den Saiten weggescheuert - datt muss neu.
Da ich durch Unfall und Krankheit zum sozialfall geworden bin, musste ich meine george and Leo verkaufen und die Restauration macht ja auch Spass.

Ich habe nach dem Ausbau des Tremolos ein blankes Kabel gefunden, zu den Potis gehend.
Ist dies serienmässig so, quasi ne Erdung, oder muss ich alles komplett zerlegen.

danke für dn freundlichen Empfang in eurem Forum.
 
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Ja das wird ein Massekabel sein. Die Saiten sollten zur Abschirmung gegen störende Einstreuungen geerdet sein. Diese Verbindung muss also später wieder hergestellt werden.

Ich sag´ dann mal frohes schaffen...
 
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dr.barn
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Tools für Wechsel der Bundstäbe - muss es Hosco sein?

Ich möcht Bundstäbe tauschen und habe nach entsprechendem Werkzeug gesucht.
1. Zange zum entfernen der alten Bundstäbe
2. Bundfeilen
Habe nur die Produkte von Hosco aus Japan gefunden, die beides anbieten. Knipex bietet keinen tauglichen Vornschneider an, da alle vorne eine Phase haben, also nicht wirklich vorne greifen.
Da die Zange zwischen 40-50 € kostet, muss ich ca. nen Hunni ausgeben - für mich zuviel, leider.
Gibt es andere Möglichkeiten, die Bundstäbe zu entfernen und welche Säge benutzt ihr, um die Nut nachzuarbeiten.
Will die Hohner nicht verhunzen.
In diesem Zusammenhang wäre auch eine Anleitung zum einsetzen der neuen Stäbe nutzbringend.
danke für eventuelle Tips.
 
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Hi,
meine Erfahrung ist, dass sehr gutes Werkzeug bei richtiger Anwendung immer das bessere und auch entspanntere Ergebnis liefert. Und länger hält.
Bei Bundfeilen würde ich nur Diamantfeilen nehmen. Da kostet eine aber schon 100,-€. Die anderen Feilen rattern leider alle.
Einen Vornschneider ohne Wate, also Fase, kann man sich auch selbst herstellen, indem man die Fase abfeilt, bzw. an einem Kantenschleifer abschleift. Hab das zur Not auch schon gemacht. Die Hoscos taugen aber am besten.

Gruß, Flo
 
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Ja abfeilen - hab ich auch grade dran gedacht - schleifen NEIN, weil die Stahl dann die Härtung verliert - nennt man glaub´ich Ausglühen.
Das habe ich bei meinen Meisseln gemerkt.
Habe gerade noch die Zange von DICTUM gefunden, eine modifizierte Fliesenlegerzange (Papageienschnabel).
ja ich denke es wird die Hosco werden :) danke
 
Sashman
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Hast Du schon daran gedacht, wie Du den neuen Bunddraht einpressen möchtest?

Gutes Werkzeug macht die Arbeit einfach leichter und um ehrlich zu sein, macht es dann auch viel mehr Spaß ;)
Für gelegentliche Arbeiten muss es aber nicht zwingend die Oberklasse sein.

Grüße
Sash
 
Günter47
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Ich arbeite seit Jahren mit dieser Zange.
Im Prinzip eine ordinäre Kneifzange. Der Vorschnitt ist geschliffen...funktioniert einwandfrei seit Jahren.
Kostet 10 Euro und ne halbe Stunde Arbeit.
IMG_20190427_174349.jpg
 
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Meine ist auch selbst zurechtgeschliffen (und bis auf die Lackierung noch viel schöner als die von Günter).

schleifen NEIN, weil die Stahl dann die Härtung verliert - nennt man glaub´ich Ausglühen.

Schleifen geht auch fachgerecht. Machen die Werkzeughersteller ja auch. Als Heimwerker hat man ja leider nicht den großen stationären Bandschleifer, aber dann muss man eben mit anderen Werkzeugen geduldiger sein, also langsam schleifen und immer wieder kühlen...

Vielleicht knipse ich sie bei Gelegenheit mal für Euch.
 
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Günter47
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So ist es. Und wenn man die Kneifzange von Opa nimmt, oder vom Flohmarkt, dann kann man die auch mit einer vernünftigen Feile bearbeiten.
Bis auf Edelstahlbünde ist normales Bundmaterial kein Problem für die modifizierte Kneifzange.
 
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Ich empfehle die sehr guten Videos von Stewmac auf YouTube. Dort gibt es auch Gitarrenbauerwerkzeuge,.. allerdings wäre das mit Versand aus Übersee kontraproduktiv, Rockinger ist noch eine Adresse in Deutschland für diverse Werkzeuge.
Um welche Gitarre genau geht es denn? Ohne Erfahrung und handwerkliche Skills würde ich davon eher abraten. Selbst wenn die Kosten für Werkzeuge zu hoch sind, lieber sparen und einen guten Gitarrenbauer ran lassen. Das wird sinniger sein ,... alles andere ist erstmals sehr mutig,... Abrichten, Ecken runden, polieren, uiuiui .... Mache Dir doch einfach einen Eindruck, dann siehst du ob und wann Du es Dir zutraust ;)
Die Videos zeigen einige nützliche Tricks, auch wenn vielleicht nicht alles davon auf deine Gitarre zutrifft.
Hoffe es hilft weiter.

Hier ein gutes Video von vielen:


 
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Danke schön - cool . Wusste nicht, dass sie mit Hitze und Waser besser rausgehen. Alles geht einfach, wenn man weiss wie. Jetzt habe ich keine Angst mehr - ich freue mich total !!!
Ich bin Handwerker, quasi in einer Schreinerei aufgewachsen, habe aber mit Naturstein gearbeitet. Ich traue mir das zu, dank deiner Infos sollte es nun keine Probleme geben.
und nun ab in den Keller die Profifeilen suchen (Geschenk eines Kunden) :great::m_elvis:
 
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Wasser und Hitze ??
Wenn die Bünde nicht geklebt wurden...und das ist es meistens nicht, dann braucht es keine Hitze.
 
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dr.barn
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ah okay - da die Hohner ST metall S Baujahr 1988 ist, könnte es eingepresst sein.
Es gibt anscheinend auch verschiedene Typen von Bundstäben, habe ich gestern entdeckt. Das Einsetzen habe ich noch nicht durchdacht. Ich würde am liebsten ohne Kleber arbeiten, das fühlt sich son bischen wie Pfusch an.
Auch die Breite ist eine Frage, 2,3mm oder 2,8 mm. Was sagt ihr dazu?
Material fände ich Edelstahl schön, wenn´s ne gute Legierung ist, dürfte sie recht haltbar sein.
Da muss ich noch Informationen sammeln - denke ich muss youtube mal durchforsten und anschauen , wie dies professionel gemacht wird.
Erstmal die Zange feilen und schleifen, dann die bleche besorgen und strippen.
danke
 
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Hi,

ich sehe das eher anders herum mit dem Einkleben der Bünde und dem Pfusch. Ich klebe die Bünde immer ein und gerade bei Edelstahl macht es Sinn. Da der sehr starr ist, MUSS man den Radius exakt an den Griffbrettradius anpassen, sonst kann es sein, dass sich die Bünde durch die Spannung wieder lösen, wenn nicht exakt vorgebogen. Nickelsilberbünde sollten einen etwas kleineren Radius als das Griffbrett haben. Dann ist genug Druck auf den Bundenden. Aber auch diese klebe ich ein mit Sekundenkleber-Gel.
Jetzt wird sicher wieder die Vintagefraktion auf die Barrikaden gehen mit dem Einkleben, aber ich baue meine Gitarren eben nicht wie vor 50 Jahren, sondern zeitgemäß, mit dem Wissen und den Möglichkeiten von HEUTE! :D
Sorry, musste sein!!;)

Entscheiden muss natürlich der Threadersteller! Ist ja auch seine Gitarre

Gruß, Flo
 
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Günter47
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Das mag bei Edelstahl Sinn machen. Aber ansonsten sehe ich keine Notwendigkeit.
Das hat auch nichts mit Vintage zu tun, sondern vielmehr damit, dass sich der zukünftige Gitarrenbauer nicht freuen wird...wenn er mit Sekundenkleber eingeklebte Bündner erneuern muss.
Sekundenkleber hat für mich generell nichts an einer Gitarre zu suchen.
 
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Danke erstmal zu den Hinweisen bezüglich Edelstahl-Frets und deren etwas schwierigeren Verarbeitung. Als Greenhorn sollte man sich ruhig die Zeit nehmen und Informationen sammeln. Dann macht das Basteln auch mehr Spass und man hat wirklich alles notwendige am Start. Ich hasse es, wenn ein Plan nicht funktioniert und man deshalb in seinem Schaffen unterbrochen wird - und soll ja auch schön werden. Die St metall S soll ja mein Grundkapital für meine Telebau werden, iss ja nix für jemanden der den Blues mag oder besser gesagt spielen lernen will. Da ich meine Cohiba Zigarrenkiste etwas aufwerten will muss ich lernen Bundstäbe sauber einzusetzen.
Wissen ist das beste Kapital. danke euch
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
sorry hab likes aus versehen gelöscht - ich mag alle Beiträge, bin nur a bissl verblödet, wie mir scheint :D
 
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DerZauberer
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Das mag bei Edelstahl Sinn machen. Aber ansonsten sehe ich keine Notwendigkeit.
Das hat auch nichts mit Vintage zu tun, sondern vielmehr damit, dass sich der zukünftige Gitarrenbauer nicht freuen wird...wenn er mit Sekundenkleber eingeklebte Bündner erneuern muss.
Sekundenkleber hat für mich generell nichts an einer Gitarre zu suchen.
Einige der besten Guitar-Techs, die auch sehr Vintage-Orientierte Gitarren bauen, verwenden genau dafür aus gutem Grund Sekundenkleber und haben auch kein Problem, solche Bünde wieder rauszukriegen.
(Beispiel - Eric Daw mit https://www.pinupcustomguitars.com/ - der weiß 100% was er tut, arbeitet bei A-Gitarren praktisch nur mit Hautleim, aber eben Sekundenkleber bei Neubundierungen beispielsweise)...
 
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