Jazz Piano spielen lernen

  • Ersteller thommy747
  • Erstellt am
Wir haben Giant Steps früher immer als Slow Bossa gespielt. Macht viel Spaß, man kommt beim Improvisieren mit 3 Pentatoniken aus und der Lerneffekt ist gewaltig. Je früher man damit anfängt, desto schneller entwickelt sich auch das Gehör dazu. Ich sehe auch keinen Grund, warum man das nicht machen sollte.

Viele Grüße,
McCoy
 
Meiner Meinung nach sollte man ein Stück innerhalb von zwei drei Monaten einigermaßen vorspielfertig kriegen. Für Anfänger eher noch kürzer. Wenn das bei GS funktioniert, OK.
Die Frage ist, ob das überhaupt so gemeint ist, dass man jedes Übungsstück zur "Aufführung" bringt. Bei mir ist es jedenfalls eher so, dass ich mir das eine oder andere Stück zum Üben raussuche, an dem ich ein bestimmtes Konzept ausprobieren bzw. einüben kann. Mein Bedarf, "vorführbare" Stücke zu sammeln, existiert durchaus, aber bisher hielt ich das nur für einen Nebeneffekt - mit dem Hauptziel, meine Musikalität zu erweitern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
@opa_albin In der Sache bleiben Leser nach Deiner Antwort im Unklaren.
Wie gesagt, das Problem an Giant Steps ist "normalerweise" das höllische Tempo, die Lösung dafür sind gut geübte, einfache Patterns, natürlich nachdem man bereits sehr schnell spielen kann.
Jetzt zur Übung bei Moehrke: die Übung zur Akkordfolge im Heft benutzt keine Melodie (die betont schlicht wäre), verlangt keine Improvisation und gibt auch kein schnelles Tempo vor.

Konkret, woran genau sollte jemand scheiterrn, diese Akkordfolge im Tempo des Klangbeispiels abzuliefern, nachdem wahrscheinlich über einige Monate so ziemlich das komplette Lehrheft mit -zig Übungen von Akkordfolgen in etlichen Variationen durchgearbeitet wurde?

Das klavierspieltechnische Niveau liegt kaum jenseits der Grundkenntnisse im Klavierspiel, die u.a. in der Reihe von Jens Rupp zum Klavierspiel von Anfang an vermittelt wird.

Moehrke Giant Steps.jpg



Quelle: Ausschnitt Giant Steps in Philipp Moehrke, Jazz Chord Voicings. AMA-Verlag, Brühl 1997

Gruß Claus



.
 
OK, ich gebe mich geschlagen. 😉

diese Akkordfolge im Tempo des Klangbeispiels abzuliefern

... hatte mir allerdings unter Giant Steps schon irgendwie das Stück vorgestellt. Mein Fehler. So als Übung ist es natürlich absolut machbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um beim eigentlichen Thema zu bleiben, bräuchten wir eine Rückmeldung von @thommy747, ob und welche Stücke in seiner zweiten Auflage angesichts der Überarbeitung konkret enthalten sind.

KEINE , der hier genannten:

Joy Spring (21), Blue Bossa (28), Have You Met Miss Jones (30), Maiden Voyage (31), Central Park West (36), Confirmation (38), Voyage (41), Sweet Gorgia Brown (44), Four (54), Yesterdays (56), Blues For Alice (58), Jazz-Blues in F (60), Fly Me To The Moon (61), The Girl From Ipanema (63), Giant Steps (64), Moment's Notice (65).


Hab das Heft jetzt überflogen und finde in der Ausgabe von 2007 nur:
Anwendungsbeispiele mit der Anmerkung (aus Jazz Piano - Solo Concepts, "XXXXX" Seite. NN)

z.B.:
1710255096019.png


Finde ich echt traurig!


Das sind die Tracks in der Ausgabe 2007:
IMG_20240312_162026010.jpg
IMG_20240312_162032818.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Das verstehe ich nicht - in der zweiten Auflage sind all diese Stücke aus der ersten Auflage nicht mehr enthalten??
 
Welche/Wieviele Tracks sind es denn auf der CD der Ausgabe von 1997 ?
 
Das verstehe ich nicht...
Ich vermute zu hohe Lizengebühren, das hat schon die Erstausgabe der Klavierschule von Margret Feils ihre vielen Bearbeitungen von Stücken der Rolling Stones, Beatles, Simon & Garfunkel, Elton John und Co gekostet.

Gruß Claus
 
Sehr bedauerlich.

In Bill Dobbins alten Büchern sind aus dem Grund nur die Stufen-Bezeichnungen drin. Aber wahrscheinlich zählt hier selbst eine Begleitung als Bearbeitung ... :cry:
 
Nachdem die Abozahlen des Kanals bisher ziemlich gering, aber die Themen recht interessant sind, macht der Hinweis hier vielleicht Sinn:
Peter Anderson veröffentlicht regelmäßig Videos zu den Themen Jazz Harmony, Barrie Harris und Bebop Jazz Piano

Die Playlists sind nicht unbedingt vollständig aktualisiert, so fehlen z.B. noch die beiden jüngsten Lektionen zu
Peter Anderson, How to Play Bebop Piano

Das neueste Video in der Reihe ist Lektion 20:

View: https://www.youtube.com/watch?v=A8ueGSWA4P8


Immer ausgesprochen konkret und daher mit Arbeit am Instrument verbunden: :D
Guided Practice Sessions des Kanals Open Studio

Wegen des Bezugs zu Anderson, neben anderen geht das folgende Video von Open Studio auf (Anfangs-)Übungen zum Thema Akkordtöne umspielen ein:

View: https://www.youtube.com/watch?v=BfmsVAF0nK8

Das neueste Video des Kanals finde ich ebenfalls sehr motivierend und eine gute Übeanleitung:

View: https://www.youtube.com/watch?v=aZFRngIdTpY

Gruß Claus
 
Grund: Hinweis zu Open Studio Videos; Rechtschreibkorrekturen
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Konnte inzwischen eine gebrauchte Ausgabe von Moehrkes Voicing erwerben.
Mir ist dann aufgefallen, dass ich in einigen bestimmten Tonarten die Akkorde wesentlich langsamer "zu fassen" bekomme als in Anderen.
Denke das liegt auch daran, daß ich bis Heute in manchen Tonarten seltener gespielt habe.
Werde erst Mal alle (3er/4er) Grundakkorde und deren Umkehrungen in allen Tonarten, und erst danach einfache 3 stimmige Voicings üben;
Das scheinen dann recht "trockene" Übungswochen zu werden,
oder gibt es dazu eigentlich einfache Übungsmuster oder Stücke, die Spaß machen können ?!
 
Das scheinen dann recht "trockene" Übungswochen zu werden,
Du kannst Dir doch die Akkorde aus Stücken Deiner Wahl nehmen.
Muss ja nicht gleich "Bluesette" sein ;) Blues hat nur drei Akkorde, gibts in Moll und Dur, oder je nachdem was so dein Style ist. So What, Cantaloupe Island usw. haben nur wenige Akkorde.
Oder halt Stücke, die Du schon gut kennst.
Erstmal in Ruhe die Voicings checken, ggf. aufschreiben, dann spielen.

oder gibt es dazu eigentlich einfache Übungsmuster oder Stücke, die Spaß machen können ?!
Na klar.
2-5-1 gibts von Aebersold oder zu Dutzenden auf youtube. Stichwort Backing Track.

Auch Stücke, wo Deine Akkorde vorkommen, kannst Du Dir ja beim youtube suchen. Auch da Titel + "Backing Track". Da ist dann allerdings oft schon Klavier dabei.
Tonart und Tempo lässt sich verändern.

Sehr zu empfehlen ist die App iRealPro. Dort hast Du hunderte Songs, kannst Tempo und Tonart einstellen, und kannst Dir sogar selbst Übungsstücke erstellen.
Kostet glaub ich 15 Euro, ist das aber auf jeden Fall wert.

Oder dritte Variante, Backing track selber machen. Irgendeinen Drum-Rhythmus aus dem Netz, Basstöne selbst einspielen, fertig. Hab ich früher gemacht. Macht halt bisschen mehr Arbeit, aber geht auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
iREalPro hab ich mir gerade auf dem Tablet installiert.
Tolle App. genau richtig, um in die bei mir "noch schwachen" Tonarten zu transponieren.
Danke.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben