Klang einer alten Konzertgitarre (Alhambra 7c) im Bassbereich verbessern - Saitenauswahl? Oder gar neues Instrument?

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Aranjuez
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Guten Tag!
Vor einigen Wochen habe ich nach vielen Jahren meine Gitarre wieder hervorgeholt und seitdem regelmäßig gespielt. Dabei verwende ich meine ehemalige Gitarrenschule von Hans Ragotzky, Gitarristischer Lehrgang 1-3. Hauptsächlich Etüden und kleine Stücke von Carcassi, Sor etc. Soweit läuft alles ganz gut und macht Spaß. Ich spiele eine Alhambra 7c von 1980 - Zederndecke. Sie klingt schön und warm und rund in den mittleren und auch hohen Lagen. Aber die Bässe klingen etwas dumpf - ich hatte sie brillanter, strahlender in Erinnerung. Vielleicht dem Alter geschuldet, vielleicht meiner Erinnerung. Aber vielleicht kann ich durch die Auswahl der Saiten etwas bewirken? Aktuell sind seit einigen Wochen Hannabach 500 MT aufgezogen. Über Anregungen von Euch würde ich mich freuen! Grüße aus Hamburg von Karen
 
 
Probiere mal Hannabach 815 oder Optima No6 Carbon, HT. Eigentlich ist man bei Hannabach mit Bässen gut bedient, ich kenne aber die 500 nicht.
Es kann aber nach all den Jahren auch sein, dass ihr euch wieder aneinander gewöhnen müsst (aka "Einspielen"), dass deine Ohren hohe Frequenzen nicht mehr so gut wahrnehmen wie vor Jahren, oder dass du heute anders spielst (Kuppe vs Nagel etc.)
 
Danke für Deine hilfreichen Anmerkungen. Ich habe früher in meiner aktiven Zeit wenig auf die Saitenauswahl geachtet, mal Augustine, mal Savarez, und fand die Unterschiede auch nur marginal. Hauptsache regelmäßig gewechselt. Warum soll sich daran groß was geändert haben. Spieltechnik und das "wieder aneinander gewöhnen" werden tatsächlich die Hauptkriterien sein. Also werde ich die nächsten Wochen weiter üben und dann beim nächsten Saitenwechsel mal die Hannabach 815 aufziehen. Und später dann vielleicht mal mit der Gitarre zum damaligen Händler gehen (ja, den gibt es noch) und mit anderen vergleichen. Wenn mich da ein Klang völlig überwältigt, könnte ich neu kaufen. Wer weiß. Nur hätte ich dann zwei Gitarren, denn diese gebe ich nicht her. Mal schauen. LG Karen
 
Die 7c ist schon gut,. Und 2 Gitarren sind noch besser.
 
Ich bin kein Sammler, aber zwei gingen vielleicht. Im übrigen klingt sie heute schon besser, habe verstärkt auf den Daumenanschlag geachtet und mich auf die Aussagen meines damaligen Lehrers (sehr) alter Schule besonnen: "üben, üben, üben. Du musst besessen sein. Zwischendurch ein kleiner Spaziergang, und dann sofort wieder üben." Soweit wird es nicht kommen, aber letztlich hatte er recht. Die Gitarre ist gut, die Saiten okay, mein Gehör noch intakt, und die Finger haben sich erstaunlich schnell erinnert, was sie tun sollen. Zeit ist auch genug da, einer der wenigen Vorteile im Alter. Der Rest ist geduldiges üben mit Freude an der Sache.
 
Ich bin kein Sammler, aber zwei gingen vielleicht.
Es gehen auch mehr... Du musst überlegen, ob das andere Instrument eine andere Klangcharakteristik haben soll (Fichte vs. Zeder, Palisander vs. Ahorn, verschiedene Beleistungen, Klangphilosophie etc.) und / oder eine kürzere Mensur (falls Gelenke zum Problem werden sollten; im Umfeld herum kaufen sich viele um die 60 und drüher Instrumente mit 640er oder 630er Mensur, bzw. lassen sich die bauen).
Aber die 7c ist so gut, dass du da alle Zeit der Welt hat und warten kannst, bis dich das passende Instrument findet.
Im übrigen klingt sie heute schon besser, <...> Der Rest ist geduldiges üben mit Freude an der Sache.
+1 Prima!
 
Eine Gitarre bauen zu lassen wäre ein Abenteuer, das mich sehr reizen würde. Aber noch sind meine Vorstellungen viel zu vage. Die 65er Mensur passt noch, aber das kann sich ja ändern. Vielleicht ein Winterprojekt. Danke für die Anregung. Damals musste es übrigens Zeder sein, obwohl mein Umfeld auf Fichte schwor. Das Mahagoni des Körpers war Zufall. Ich habe die 7c aus ca 20 angespielten Gitarren ausgewählt und sie lag am oberen Ende des Budgets, eigentlich schon drüber. Aber sie musste mit. Und grade bin ich wieder sehr froh darüber.
 
Bei meiner 10p komme ich immer wieder ganz gern auf die Savarez Carbon zurück. Da gefallen mir die Bässe auch besser. Ein bischen "knackiger", wie ich finde. Allerdings spiele ich eine Fichte/Palisander.
 
Carbonsaiten habe ich noch nie probiert, kommen auf die Liste. Die 10p stand nach erster Orientierung ganz oben auf meiner Liste zum Testen. Ich habe einen irrationalen Hang zu spanischen Gitarren. Jetzt bleibe ich erstmal bei meiner, aber wüsste doch gerne, wie du mit ihr zufrieden bist. Was sie besonders macht..
 
Ich habe die 10p schon recht lange. Heute spiele ich zwar weit häufiger meine Steelstrings, aber die Allhambra fand und finde ich gut weil ich auch der Meinung bin, dass sie klanglich irgendwie einen anderen und etwas speziellen Charakter hat. Eine Zeit lang habe ich die übrigens auch mit La Bella Flamenco Saiten gespielt. Fand ich auch spannend.

Ich habe zum Beispiel noch eine schöne alte japanische Yairi und andere Modelle, die halt schon irgenwie "klassischer" klingen. Schwer zu beschreiben. Ein alte Allhambra 3c als Zeder habe ich auch noch. Die klingt natürlich auch wieder ganz anders.
 
Die 10p war als Ersatz, gewissermaßen als Upgrade zu meiner 7c im Rennen. Jetzt bleibt sie, und wenn ich nach einer zweiten schaue, dann mit einem ganz anderen Klangbild, wie rw schon anregte. Rein assoziativ: hell, klar, prägnant- Fichtendecke, Ahornkorpus, japanisch. Oder so ähnlich.
 
Das waren halt meine ersten Einfälle für einen Gegenpol zu meiner Spanierin. Sie klingt warm und voll und spanisch halt, manchmal etwas "verwischt" romantisch. Dagegen dann ein heller, klarer, präziser Klang -'wie eine Fuge von Bach. Klassischer, wie SlowGin schrieb.
 
Wenn es eine echte Spanierin sein darf, kann ich die Valdez Mod. 14 mit Fichtendecke und Palisanderkorpus empfehlen. Ich habe eine solche seit einigen Jahren und es ist nach wie vor meine Lieblingsgitarre. Der Korpus ist ein wenig größer als normal, aber für den Preis von aktuell 1130,- € UVP habe ich im Vergleich in dieser Preisklasse noch nichts besseres gehört.
 
Wenn mich da ein Klang völlig überwältigt, könnte ich neu kaufen. Wer weiß. Nur hätte ich dann zwei Gitarren, denn diese gebe ich nicht her. Mal schauen. LG Karen
Es geht hier im Thread um Saiten für eine vorhandene Gitarre, nicht um eine Kaufberatung für ein neues Instrument ;)

Dann habe ich wohl Schwierigkeiten, den oben zitierten Text richtig zu verstehen.
 
Wenn der Threadersteller ein neues instrument sucht, dann soll er bitte einen neuen Thread in der "Kaufberatung" eröffnen ;)
 
Wenn der Threadersteller ein neues instrument sucht
Karen weiß ja nicht, ob sie ein neues Instrument sucht, sie sucht vor allem bessere Bässe. Aber vielleicht haben andere Saiten ja auch irgendwelche Grenzen.
 

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