Klangeigenschaften Holz (Marimba)

von Janthinidae, 22.10.18.

  1. Janthinidae

    Janthinidae Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.18   #1
    Ich bin im Begriff eine eigene Marimba zu bauen und bin da generell versuchen herauszufinden was die wesentlichen Eigenschaften sind welche den Klang bestimmen. Bei Marimbas wird meistens Rosewood/Palisander oder Padouk/Sandelholz verwendet. Ich möchte aber, wenn möglich, lieber einheimisches Holz verwenden.

    Wenn ich nun Dichte, Härte und Elastizität der Holzarten vergleiche, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass ein Versuch mit Buche z.B. interessant sein könnte.

    Effektiv konnte ich aber keine Marimba finden die nicht aus einem der zwei Eingangs erwähnten Holzarten gefertigt wurde. Kennt da evtl. jemand die Gründe und würde mir ohnehin zu einem ganz anderen Holz empfehlen? Da ich noch länger in der Test-Phase sein werde, bin ich für jede Idee dankbar.
     
  2. Jenzz

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    Erstellt: 22.10.18   #2
    Nabend :-)

    Beginnst Du mit dem Bau bei 'Null' oder nach einer Anleitung wie auf z.B. www.makeamarimba.com?


    Bei Yamaha gibt es eine informative Seite zu Bau und Materialien von Marimbas:

    https://www.yamaha.com/en/musical_instrument_guide/marimba/manufacturing/


    Eine Begründung, warum ausgerechnet die 'üblichen' Hölzer zum Einsatz kommen, habe ich auch nicht, könnte mir aber vorstellen, dass auch so Dinge wie Harzgehalt oder sonstige Langzeit-Eigenschaften eine Rolle spielen.

    Auch interessant:

    http://www.lonestarpercussion.com/Rosewood-vs-Synthetic-vs-Padauk-Marimba-Bars.html


    Ich selber spiele Vibraphon, da gibt es die 'Holzprobleme' natürlich nicht.. ;-)

    Jenzz
     
  3. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.18   #3
    Hallo Janthinidae,

    frag da mal einen (Möbel-)Schreiner, das ist eher zielführend. Die üblichen Holzarten hier sind viel zu sehr witterungsempfänglich bzw. empfindlich.

    Ich gehe mal davon aus, daß Du Rotbuche gemeint hast, ich (sehr persönlich) würde auch auf die "üblichen" Holzarten zurückgreifen, wenn die aber nicht zur Verfügung stehen, dann eher auf Weißbuche setzen. Durch die Kulturform kann das aber wieder Probleme machen, daß Du keine ausreichende Querschnitte findest um Klangplatten aus der neutralen Mitte zu schneiden.


    Andere Idee..., hast Du schon mal nachverfolgt, aus welchem Material die Platten von Balafonen sind? Sind sicherlich typisch afrikanische Hölzer und keine einheimischen, aber vielleicht läßt sich da was ableiten?
     
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  4. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.18   #4
    Ich würde zum Experimentieren einen alten Lattenrost besorgen (Kleinanzeigen, ...), da sind bei den etwas besseren normalerweise zumindest die Längsholme Buche massiv (sofern sie nicht aus Leimholz sind). Da könnte man mit wenig Geld herumbasteln.
     
  5. Janthinidae

    Janthinidae Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.18   #5
    Schreiner und Holzkenner habe schon mehr als einen gefragt, das Problem ist keiner konnte mir bezüglich Klangeigenschaften wirklich weiterhelfen. Meistens wird mir angeraten einfach dass zu nehmen was andere verwenden ... das reicht mir aber ehrlich gesagt als Antwort nicht und wäre auch relativ teuer, erst Recht in der Phase in der ich bin. Ich bin da glücklicher über Texte wie z.B. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17471752.

    Die Idee mit dem Lattenrost ist super (ich darf eine Werkstatt mitverwenden und da durfte ich schon diverses Abfallholz mitnehmen, weiss dann aber oft nicht so genau was es ist).

    Balafonen kannte ich nicht, auch danke für diesen Tipp.

    Bezüglich der Frage ob ich eine bestehende Anleitung nehme. Nein, das hat mehrere Gründe wie z.B.: Da ich gerne anderes Holz probieren möchte, werden ich die Angaben für Klangplatten ohnehin nicht übernehmen können. Weiterhin bin ich kein grosser Fan davon dass die Marimbas die ich kenne gemäss der Klaviertastatur aufgebaut werden und damit die C-Dur/A-Moll Tonleiter anders behandeln. Ich habe da z.B. Ideen von Knopf Akkordeon, Gitarre, Harfe, gestohlen die sich z.B. viel einfacher transponieren lassen. Ich habe hier vor mit verschiedenen Ideen zu probieren (bzw. habe ich auch schon). Ich lasse mich aber schon von der einen oder anderen Seite inspirieren (z.B. https://www.maxhinze.de/musikinstrumente/marimbaphon/).
     
  6. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.18   #6
    nur noch mal zum Ideen sammeln...
    ich kenne einen Landschaftsgärtner, der auch Musiker ist - der hat sich selber eine (Strom-)Gitarre gebaut.

    Für den Hals hat er auf "Hartriegel" ( https://de.wikipedia.org/wiki/Hartriegel ) gesetzt.


    Aber frag mich bitte nicht, ob und wie das klingen könnte als Platten...??!
    Das Holz scheint aber ziemlich dicht zu sein und nicht zum Verziehen zu neigen - wenn es denn erstmal trocken ist.

    Ich hatte schon Hartriegel aus Kulturmaßnahmen als Brennholz (dafür sehr gut geeignet:rolleyes:), das hat sich wähernd dem Trocknen ordentlich verdreht.
     
  7. Jenzz

    Jenzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.18   #7
    Ah ok ...

    Ich vermute mal, daß Du dann diese TriChromatic-Geschichte schon kennst?




    Ein sehr interessanter Ansatz, allerdings würde ich mich schwertun, auf meine 'alten Tage' nun meine gewohnte Spielweise noch umzustellen... ;-)

    Jenzz
     
  8. Janthinidae

    Janthinidae Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.18   #8
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    Erstellt: 23.10.18   #9
    Kennst Du den Begriff Strohfidel?
    Das ist ein volkstümliches Xylophon, bei dem die Klangstäbe auf lange, runde Strohbündel gelegt werden. Resonanzröhren keine. Im www fand ich Fotos davon. (Frag mich nicht, wo) manche schienen mit sehr einfachen Mitteln hergestellt worden zu sein.
    Wenn Du an Holzschnitt aus dem Garten kommst, sammel einfach mal drauf los. Ich habe schon mit ganz verschiedenen Hölzern experimentiert. Manche Äste klingen erstaunlich gut, wenn sie das richtige Verhältnis von Länge und Durchmesser aufweisen. Lebensbäume z.B..
    Ahornäste sind meine Favoriten. Aber da braucht man natürlich eine Quelle.
    Gedankensprung - Ahorn wird zum Parkett verlegen genutzt. Wenn Du an Reste von Parkettstäben kommen kannst ...
    Soweit mal ein paar unsortiert Gedanken ...
    Ganz wichtig : frischen Holzschnitt langsam trocknen
    Heizungsluft ist Gift, dann reißt das Holz und das wars dann.

    Gruß
    Lisa
     
  10. Janthinidae

    Janthinidae Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.18   #10
    Die Idee Parkettplatten wieder zu verwenden finde ich interessant.

    Strohfidel: Unter dem Begriff Hölzernes Glachta findet man da auch Bilder. Um den Grundklang herauszufinden sieht es bei mir auch nicht besser aus, ich habe einfach Abwaschschwämme zerschnippelt und darunter gelegt :)
     
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  11. Lisa2

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    Erstellt: 24.10.18   #11
    :great:

    Man kann auch Hosenbeine oder Ärmel zu einer langen Wurst rollen und dann durch Umwickeln mit einer Schnur die Rolle fixieren.
     
  12. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.18   #12
    Moosgummi gibt es in verschiedenen Härtegraden, in vielerei Profilen als Meterware relativ preisgünstig.

    Oder Dichtband aus dem Bereich Dachdeckerei/Trockenbau - kostet fast gar nix. Im Zweifel zwei übereinanderkleben (->klebt einseitig, wenn man die Folie abzieht).
    https://www.bausep.de/dichtungsband...K55IikGnpry0S-JDAFskHui7TSTVaOUQaAn2wEALw_wcB
     
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