Klangverbesserung eines Cocktail Drumsets

von Pitjepit, 13.06.18.

  1. Pitjepit

    Pitjepit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #1
    Hallo zusammen,

    gestern fand unsere erste Probe mit diesem Teil hier https://www.ebay.de/itm/Super-Cockt...YiOjMsInNvIjoxNTAwLCJjIjo0MTQ1Mn0=&rmvSB=true
    statt. Bei all den Proben zuvor spielte unser Musikerkollege diverse Perkussionsinstrumente (Cajón, Bongos, Djembé, Darbuka etc.), von deren Klang der Rest der Band nicht ganz überzeugt war, weil bei manchen Liedern ein "straighter Beat" mit HH, BD, SD einfach besser kommt, als mit den o.g. Perkussionsinstrumenten.

    Allerdings klingt die kleine Schießbude jetzt nicht so dolle, wie wir uns das erhofft hatten. Zwar gab es eine klangliche Verbesserung, nachdem die oberen Felle mit Moongel Auflageblättchen bzw. Evans E-Ring 14" Clear Tom bedämpft wurden, aber so richtig gut klang es dann immer noch nicht. Die Fragen, die dann aufkamen waren vielfältiger Natur.
    Natürlich wissen wir, dass man bei einem € 280,- Cocktail Drumkit nicht den Sound eines hochwertigen Schlagzeugs erwarten kann und darf. Trotzdem wären wir für hilfreiche Tipps (andere Felle? andere Dämpfer? Kissen in die Standtom/Bassdrum?), die den Klang des kleinen Chinesen etwas zu verbessern helfen, sehr dankbar.
    Aktuell ist das Set mit den werksseitig aufgezogenen Fellen versehen.
    Merci vorab für den einen oder anderen Beitrag.

    Greetz, Pit
     
  2. lightsrout

    lightsrout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #2
    Ohne zu wissen was das klangliche Problem ist können wir leider nicht helfen.
     
  3. Pitjepit

    Pitjepit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #3
    :eek:.....stimmt !!! :great: Dazu hätte ich besser auch mal ein paar Worte verloren.....sorry ;)

    Jetzt bin ich nicht so der "langjährige, erfahrene Super Drummer" (ich bin nicht mal ein kurzjähriger, ich bin nämlich gar keiner... :D), der detailliert beschreiben kann, wann und warum ein Schlagzeug gut oder weniger gut klingt. Ich fange mal mit dem Messing an....
    10" permanent geschlossene HH.....klingt halt so, wie eine industriell gefertigte 10" China-HH klingen kann. Daran wollen wir nix machen.....vielleicht irgendwann später gegen was besseres austauschen....vielleicht aber auch nicht. 15" Crash/Ride-Becken und 5" Kuhglocke bleiben auch erstmal unverändert am Set dran.
    Der Tom und der Snaredrum konnten wir mittels Dämpfer ein wenig die Obertöne abrasieren.....
    8 x 6" SD und 10 x 6" Hänge Tom.....mein Gott.....et is, wie et is....da könnte man bestenfalls mit den Fellen noch ein bisschen was machen, zumal diese sauglatten Dinger, die jetzt drauf sind, dem Spiel mit Besen nicht unbedingt dienlich sind.
    Bei der Bass Drum/Stand Tom konnte man, trotz unterschiedlicher Spannung der Felle, keinen signifikanten Unterschied zwischen dem unteren Fell (BD) und dem oberen Fell erkennen/hören. Das obere Fell bekam den Dämpferring, was sich sofort bemerkbar machte, das untere Fell wurde, wie seit Jahrzehnten praktiziert, mit einem Lappen und Gaffa Tape gedämpft. Trotzdem klangen beide Felle irgendwie sehr sehr ähnlich.
    Unser Tastenmann meinte, man sollte ein Kissen o.ä. in der Stand Tom unterbringen, um oberes und unteres Fell voneinander zu entkoppeln..... Ob und wie das klingt, haben wir aber noch nicht ausprobiert. Sollten wir das tun, oder ist sowas von vornherein zum scheitern verurteilt?
     
  4. nils1

    nils1 HCA Drum-Tuning HCA

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    Erstellt: 13.06.18   #4
    Hmm, also es könnte ganz hilfreich sein, wenn du dich ganz generell mit dem Thema Stimmen beschäftigen würdest, oder auch der betreffende Kollege an den Trommeln. Wegdämpfen ist immer dann das Mittel der Wahl, wenn man nicht stimmen kann.
    Naja, das Prinzip des Cocktail Kits ist ja gerade, dass man eine Trommel durch Doppelnutzung einspart. Eine Trommel mit zwei Fellen hat immer eine dominante Hauptfrequenz, weil besagte Kopplung existiert.
    Starke Dämpfung wirkt gefühlt ein Stück weit entkoppelnd, was tatsächlich aber darauf beruht, dass nur noch der Impuls übrig bleibt und es kaum noch zu Schwingungen kommt. Man muss also den Kompromiss zwischen Dämpfung und Stimmung suchen, damit eine brauchbare Bassdrum herauskommt, aber die Tomfunktion auch noch gegeben ist.
     
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  5. Stevie65

    Stevie65 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #5
    Solltet Ihr aber, zumindest auf Dauer... da komme ich gleich nochmal drauf zurück.

    Eine deutliche Verbesserung sollten neue Felle bringen. Da hier das Stichwort "Besen" fiel, rate ich auf jeden Fall zu Fellen mit einem Coating, also weiß aufgeraut. Diese hier kämen in Frage:

    Für die Snare
    https://www.thomann.de/de/remo_ambaco8_tomfell.htm

    oder
    https://www.thomann.de/de/evans_b08g1_tomfell_genera_g1.htm

    oder
    https://www.thomann.de/de/aquarian_08_satin_texture_coated.htm

    Den Aquarians sagt man die langlebigste Beschichtung nach!
    Das sind alles einlagige Felle.

    Für das Tom, ürde ich 2-lagige Felle nehmen
    https://www.thomann.de/de/remo_empco10_tomfell.htm oder ein geichgartiges von Evans oder Aquarian.

    für
    BD /ST :
    https://www.thomann.de/de/remo_15_powerstroke_3_coated.htm für die Unterseite mit der Fuma

    und für oben
    https://www.thomann.de/de/remo_empco15_tomfell.htm oder gleichartige von Evans oder Aquarian.

    Die Felle allein werden, richtig gestimmt, schon eine deutliche Verbesserung bringen.
    Und das ist ein wichtiger Punkt: das richtige Stimmen!! Schlecht gestimmt bringen auch neue Felle nicht viel.
    Für Innendämpfung der großen Tom schlage ich Watte vor. Ist nicht so verbreitet, aber wirkt! Vor allem, da die BD von unten angespielt wird, würde die >Idee mit dem Kissen verwerfen.
    Oder es müsste geklebt werden, es fällt es zurück und würgt die Schwingung ab. Die Watte ist wesentlich leichter und je nach Wunsch nimmt man mehr oder weniger!

    Aber, auf Dauer solltet Ihr Euch von dem Messing-Blech (das sind keine Becken die den Namen verdienen) trennen. Denn, ein noch so gutes Set klingt mit beschi... Becken
    immer noch schlecht, während gute Becken ein unterklassiges, aber gestimmtes Set durchaus aufwerten.

    Die Becken könnt ihr nicht verändern, den Klang des Sets durch Stimmen, Fellwahl etc schon. Das solltet Ihr bedenken!

    Nun hängt aber natürlich alles auch am Budget. Wenn Ihr Euch auf die Schlagfelle (4) beschränkt, seid Ihr mit ca +/- 50 Euro im Boot. Noch besser wäre natürlich auch die Resos gleich mit zu tauschen.

    Edit: siehe auch @nils1 Hinweis zum Thema Dämpfen
     
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  6. Haensi

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    Erstellt: 13.06.18   #6
    Wenn die alten Felle schon mal runter sind, würde ich zu aller erst mal nachsehen, ob denn die Kessel wenigsten einigermaßen was taugen.
    Da wären zwei Dinge interessant: Rundung und Gratung.

    Rundung: Je An verschiedenen Stellen mal den Durchmesser checken. Gibt es Abweichungen von mehr als 3 mm, wird auch das beste Fell nicht sehr viel nutzen.

    Gratung: Den Kessel (ohne Felle) auf eine flache Oberfläche stellen und seitlich reinschauen. Man kann auch von innen mit einer Lampe rein leuchten, dann sieht man es besser. Strahlt da unten Licht nach außen, ist der Kessel nicht plan. Dann wird das Stimmen schwierig. Die Gratung kann man aber planfräsen lassen.

     
  7. lightsrout

    lightsrout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #7
    Ich würde für die Toms auf jeden Fall einlagige Felle verwenden! Die haben mehr "note" und weniger attack, was vor allem fürs leise spielen helfen sollte.

    Bei Toms stimmt man die Felle meistens gleich hoch, da sie miteinander schwingen. Das Schlagfell ist hier für die Tonhöhe zuständig, das Resofell für sustain und "verlauf" der tonhöhe. Faustregel:
    Reso tiefer als batter -> wreooom, tonhöhe zieht nach unten und klang schwing lange aus
    Reso höher als batter -> tonhöhe zieht leicht nach oben, allerdings wird der sustain so kurz das man das meistens nichtmehr hört.

    Ich schätze aber das durch die große tiefe der trommel die Felle quasi voneinander abgekoppelt sind, deshalb würde ich auf der bassdrumseite sogar mit einem gedämpften Fell, wie zB einem Evans Emad experimentieren. Das ist normal ein set-and-forget Fall bei Bassdrums.

    LG lightsrout
     
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  8. Pitjepit

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    Erstellt: 13.06.18   #8
    Ich sage (schreibe) an der Stelle schon mal Danke, für all die nützlichen Tipps, die hier gegeben wurden. Den Link zu diesem Thread habe ich Bandintern verteilt, sodass vielleicht der ein oder andere Musikerkollege mitliest.
     
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