Klinkenbuchse knackt, Reinigen mit Rundbürste ?

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quintix
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Hallo liebes Forum,
diverse Klinkenbuchsen an meinen Geräten knistern und knacken beim/ nach dem Einstecken der Klinkenkabel. Fehler habe ich eingegrenzt, es bleiben die Buchsen im Zusammenspiel mit Steckern. Von der Benutzung von Kontaktspray wurde mir abgeraten, es soll die Probleme angeblich langfristig nicht verbessern. Also möchte ich es mit einer mechanischen Methode versuchen: Reinigen der Kontaktflächen mit kleiner Rundbürste (mit feinen Metallborsten). Damit lassen sich Oxidationsschichten und andere Rückstände weg'rubbeln'. Dann das 'blanke' Metall mit Vaseline vor erneuter Oxidation schützen.

Wer hat Erfahrung mit dieser Methode und kann vieleicht sogar passende Bürsten empfehlen?

Freue mich auf Reaktionen.
 
Und wohin bürstest du den Abrieb? Kommt mir komisch vor, dieses Rezept, wenn es um elektronische Geräte geht.
 
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hierauf verweisen
...mh ... sind Goldstecker nicht tendenziell mindermetall-gefertigte-Buchsen-Oxidierer? Also: Gold auf Gold==gut, Gold auf irgendwas leichter oxidierendes== schlecht? (ich erinnere mich da an irgendwelche uralten HifFi-Dikussionen über Goldstecker ... )
 
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Ich habe seit mindestens 10 Jahren u. a. ein Cordial 3 m Kabel mit Neutrik "Goldsteckern" regelmäßig in Gebrauch (kein Silent, normaler Stecker).
Ohne Probleme.

Wenn ich "mindermetall" mit minderwertig gleichsetze, so kann ich mir das bei Neutrik nicht vorstellen bzw. habe mit diversen Neutrik Produkten noch nie ein Problem gehabt.
Mir ist aber auch egal, ob der Stecker nun gold- oder silberfarben ist, ebenso glaube ich nicht, dass mir bei der E-Gitarre eine Goldbeschichtung einen hörbaren Vorteil bringt.
 
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Kannst du bitte die Situation etwas genauer beschreiben?

Beim Einstecken selbst ist ein gewisses Knacken ja absolut normal.
Knackt es während der Stecker drin ist und man am Stecker wackelt, kann das verschiedene Ursachen haben.

Ein Knacken oder Knistern bedeutet immer, dass irgendwo kurzfristig ein Kontakt verloren geht.

Eine Möglichkeit ist da mangelnde Qualität, oder Verschleiß. Eventuell hat der Federkontakt für die Spitze oder bei Stereo auch für den Ring nicht genug Andruckkraft.
Es kann aber auch sein, dass der Innendurchmesser der Buchse minimal zu groß ist, so dass der Stecker da zu viel Spiel hat.

Zum Anderen kann das wie schon oben erwähnt an Korrosion oder Verschmutzung liegen.
Mit einer Drahtbürste wäre ich da vorsichtig. Zu groß die Gefahr, dass abbrechende Borsten zu Kurzschlüssen an der Elektronik führen können.

Ich reinige sowas in 3 Schritten:

1.) Wattestäbchen mit Rostlöser (Caramba, WD-40 u. ähnliche) zum Anlösen von Schmutz und/oder Korrosion --- einwirken lassen
2.) Entfernen der gelösten Verschmutzungen mit trockenen Wattestäbchen
3.) Rückstände des Rostlösers mit Wattestäbchen und Alkohol entfernen, da der Rostlöser nicht leitend ist, also isoliert.


Vaseline ist wie fast alle Fette elektrisch nicht leitend und würde damit zu einer Isolationsschicht führen, die das Problem eher verschlimmern kann.

Goldstecker können ein Problem sein, wenn sie unter Einwirkung von Feuchtigkeit, besonders Schweiß, über längere Zeit in vernickelten Buchsen stecken (elektrochemische Korrosion).


Ergänzung:
Man sollte durchaus darüber nachdenken seine Klinkenstecker, die ja durchaus auch schonmal mit Fingerschweiß in Verbindung kommen, mit nem Lappen mit Alkohol getränkt abwischen.

Und im Sinne der Nachhaltigkeit: Die Wattestäbchen von abgelaufenen Covid-Tests sind aufgrund ihrer Festigkeit sehr gut geeignet.
 
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und/oder im Gerät nachlöten... !
 
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Habe mal ein Set Glasfaserpinsel geschenkt bekommen.....erst ???, aber ganz nützlich zum Kratzen in engen Ecken......
 
Wie schon weiter oben angedeutet wurde, eventuell ist die Buchse ausgeleiert oder hat zuviel Spiel.
Wenn bei mir bei einem Instrument die Buchse anfängt Probleme zu machen, wird sie umgehend ersetzt, bevor sie Ärger macht. (Was natürlcih dann genau im ungünstigsten Moment passiert - z.B. beim Gig).
Alle Reinigungs- und ähnliche Abrubbel-Aktionen verschieben nur den "Point of Failure".
 
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Im Baumarkt des geringsten Misstrauens einen geriffelten Rundstab 6 mm kaufen, sieht aus wie ein Holzdübel als Meterwaren. Wers luxuriös mag, klebt ein passend langes Stück davon in ein Feilenheft, ansonsten einfach ein passend langes Stück in der betroffenen Buchse versenken und sanft drehen. Kann man vorher gerne noch ein wenig in Balistol, Kontakt oder Caig tränken.
 
Wattestäbchen und Alkohol!
Ab 40% und klar. Spiritus geht auch nicht aber Kopfweh. Im Notfall Benzin, ist aber wie auch Butan Feuergefahr!
Wenn das nicht hilft, Kontakte nach biegen und Platine auf haarrisse kontrollieren.
Mit abschleifen vergrößert sich das Loch und wackelt eher mehr.
Die kleinen Kratzer die dabei entstehen sind ein Platz für neue Korrosion.
Da hilft dann auch kein Spray.
Wie schon weiter oben angedeutet wurde, eventuell ist die Buchse ausgeleiert oder hat zuviel Spiel.
Wenn bei mir bei einem Instrument die Buchse anfängt Probleme zu machen, wird sie umgehend ersetzt, bevor sie Ärger macht. (Was natürlcih dann genau im ungünstigsten Moment passiert - z.B. beim Gig).
Alle Reinigungs- und ähnliche Abrubbel-Aktionen verschieben nur den "Point of Failure".
Genau.
Neue Buchse.
Bei mir waren oft nur die Kabel am Stecker defekt

Apropos Mindermetall
Hier geht's laienhaft ausgedrückt eigentlich um die elektrochemische Spannungsreihe.
 
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