Laney VC15 (erste Generation) Frontpanel ist nicht wischfest!?

von Stratspieler, 17.06.10.

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  1. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.06.10   #1
    Hallo,

    mit der vielleicht etwas ungewohnten Nachricht melde ich mich an dieser Stelle.
    Im Review-Thread schrieb ich ja, dass ich mir einen VC15 gebraucht zugelegt habe, einen aus der sog. ersten Generation, also Baujahr zwischen 2005 und 2009.

    Nachdem der Amp nun seinen Test im Proberaum gestern abend bestanden hat, beschloß ich ihn ausenanderzunehmen, um ihn einerseits durchzumessen und andererseits zu entstauben und zu reinigen - er ist nämlich relativ schmuddelig, hat zwar keinen Rost, aber doch im Innern Spinnweben, Staub, ebenso ist er außen verstaubt, das Bedienpanel etwas unansehnlich usw.

    Die einen stört das weniger bis gar nicht, ich habe aber lieber relativ sauber aussehende Amps und so kann es ja nicht schaden, den Gebrauchten wieder wie neu aussehen zu lassen. Denkste!

    Also das Chassis ausgebaut und dann habe ich begonnen, das Chrompanel mit lauwarmen Wasser mit etwas Spüli versehen, vom Schmadder vorsichtig zu befreien - dabei lösten sich Teile der Originalbeschriftung ab und/oder verschoben sich! :mad:

    Seit 'zig Jahren mache ich das bei Chrompanels, z.B. bei Fenderamps, und noch nie ist mir sowas passiert.
    Jetzt hat es mich also bei einem Laney erwischt und ich bin erst einmal dementsprechend frustriert.

    Deshalb möchte ich also einfach an dieser Stelle warnen, diese Laneys so zu reinigen.

    Gruß Michael
     
  2. Andy65

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    Erstellt: 17.06.10   #2
    Also endlich mal ne gute Nachricht für die Leutz die zu Faul sind zu putzen:D
     
  3. Stratspieler

    Stratspieler Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.06.10   #3
    ...d.h. so einen Amp als "Vintätsch" zu belassen. :rolleyes:

    Whatever, ich habe, nachdem ich mich wieder von diesem "Schock" erholt habe, natürlich diverse Möglichkeiten.

    - Laney anschreiben und die Jungs zuerst saudumm anmachen, ob sie eigentlich als Hersteller ihre Hausaufgaben machen,
    dann höflichst und untertänigst gegen Bares um ein neues Bedienpanel bitten :rolleyes:

    - das Bedienpanel so lassen, wie es ist = "Vintätsch"

    - alles an Schrift runter und neues, eigenes Layout (je nachdem, was auf dem Chrom besser hält) via

    a) Abreibebuchstaben + Zaponlack oder

    b) Transferfolie mit neuer Beschriftung + farbloser Lack (habe ich bei meinem Princeton-Reverb-Clone auch so gemacht).

    Letztendlich werde ich schauen, was schneller zu realisieren ist. Schön und am einfachsten wäre es, wenn der Hersteller reagiert.

    Falls es jemanden interessiert, wie sowas ausschaut, ich habe Fotos gemacht von diesem "Elend". Sie sind nur noch nicht heruntergeladen von der Kamera. Bei Bedarf stelle ich mal hier ein, zwei Bilder ein.

    Gruß Michael
     
  4. Stratspieler

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    Erstellt: 19.06.10   #4
    Hallo,

    per PM wurde ich gebeten, Fotos einzustellen - bittesehr.

    Das Grün auf der Frontplatte ist nur eine Reflexion. Lässt sich halt schlecht ablichten ohne Spiegelung.
    Gemeldet hat sich von Laney auf mein Anschreiben bislang noch niemand.

    Gruß Michael
     

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  5. Andy65

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    Erstellt: 19.06.10   #5
    Was ich dabei aber crass finde ist, die obere Beschriftung INPUT etc. ist nicht betroffen obwohl das Panel da besonders Kratzer aufweist???
    Und höchstwarscheinlich hast du die Potiknöpfe noch demontiert und dann vorsichtig drumrum gewischt!?
    Dabei haben sich die Zahlen ala Bäumchen wechsel sich anders positioniert?? Seltsam:confused:
     
  6. Stratspieler

    Stratspieler Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.06.10   #6
    Hallo,

    die Potiknöpfe habe ich nicht abmontiert, die sind augenscheinlich sehr fest drauf (Da werde ich u.U. noch ein Problem haben, die ohne Deformierung abzubekommen). Die Kratzer sind, vermute ich, von Wischversuchen des Vorbesitzers drauf, der möglicherweise das Panel mit einem Staublappen o.ä. versucht hat, mal sauberzuwischen. Ich weiss, dass die hochglänzende Chromschicht zumindest bei alten Fender Blues Deluxe sehr kratzempfindlich war, da hat die Fingerkuppe und der Staub bereits genügt, Kratzer aufzuziehen.

    Bedingt durch die starke Vergrößerung erscheinen die Kratzer auf den Fotos riesig. Ber normaler Inaugenscheinnahme sieht man sie aber selbst im Gegenlicht kaum.

    Ja, ich habe mit dem Wasser-Spülmittel-Lappen um die Knöpfe herumgewischt und hier fiel es mir auf, dass sich die Zahlen komplett ablösten oder verschoben, so dass ich dann sofort aufgehört habe. Das "L" vom "LO" sowie einige Zahlen waren da aber bereits weg. Zum Glück wischte ich nicht oben über die Beschriftung der Regler bzw. habe auch hier sofort gestoppt, als ich das Malheur sah. :mad:

    Möglicherweise hält die große Beschriftung und nur die kleinen Zahlen sind ablösbar bzw. verschiebbar - aber das möchte ich nicht wirklich weiter testen.

    Gruß Michael

    PS: Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um die Original-Beschriftung handelt, kein Fake des Vorbesitzers.
     
  7. Stratspieler

    Stratspieler Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.07.10   #7
    Hallo,

    am Samstag nun kam via Thomann kostenlos ein neues Frontpanel. :)

    Es hatte sich zwischenzeitlich ein interessanter Diskussionskreis gebildet, an dem seitens Laney und Thomann mehrere Personen teilnahmen. Thomann deswegen, weil die Abwicklung des Ganzen via Laney (Holland) über einen deutschen Händler eingerichtet wurde bzw. erforderlich war. Die Diskussionen gingen zunächst von unterschiedlich hohen Summen und Standpunkten aus bis hin dann zu einer chemisch-technischen Diskussion mit Laney Deutschland, wobei ich hier gestehen muss, sowohl selbst eine Art beruflicher Chemiker zu sein, als auch eine Ehefrau zu haben, die als Dipl-Chemikerin direkt derartige Beschichtungen und ihre Probleme seitens der Kunden / Hersteller tageintagaus analysiert und begutachten muss.

    Das alles hat eine ganze Weile gedauert, wie Ihr an den "Datumsen" sehen könnt.

    In Summe darf ich unterm Strich zusammenfassen: Nicht zuletzt dank des für mich beispiellosen Services von Thomann war es durchaus ein sehr interessanter und erfahrungsreicher Schlagabtausch möglicherweise für alle Beteiligten. Mich freut, dass die anfängliche völlig berechtigte Skepsis ausgeräumt werden konnte und die beteiligten Entscheidungsträger im positiven Sinne über ihre eigenen Schatten gesprungen sind. :)

    Gruß
    Michael
     
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