Maracas-Fans hier?

von Werner 2000, 19.11.20.

  1. Werner 2000

    Werner 2000 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.20   #1
    Hallöchen,

    mich interessiert, ob es hier auch Maracas-Fans gibt... Diese traditionellen lateinamerikanischen Instrumente stehen ja (zumindest in Percussion-Foren) ziemlich im Schatten, im Vergleich zu Congas oder Cajons. Dabei stelle ich jedoch immer wieder fest, dass Maracas echte "Allzweckwaffen" sind und es kaum ein Genre gibt, wo sie nicht rein passen. Angefangen natürlich bei den klassischen lateinamerikanischen Stilrichtungen wie Salsa, Merengue oder Bossa-Nova, so eignen sich manche Modelle auch für brasilianischen Samba, wieder andere für mexikanische Mariachi-Sounds. Aber auch für Rock- und Popmusik aller Art lassen sie sich vorzüglich verwenden, oder auch im Schlager...legendär sind hier die Auftritte von Mike Krüger ("Bodo mit dem Bagger"). Weiterhin sind sie perfekte Instrumente für die musikalische Früherziehung...und es spricht auch überhaupt nichts dagegen, Maracas breitflächiger in Kinderzimmern zu etablieren - selbst wenn sie eher als Spielzeug genutzt werden oder das Kind ansonsten kein anderes Instrument lernt. Maracas-Grundlagen kann man ja relativ leicht lernen. Außerdem kosten Maracas meist nicht viel, d.h. die Einstiegshürde für dieses Instrument ist sehr gering. Zudem nehmen sie fast keinen Platz weg.

    Ich persönlich favorisiere zwei Modelle: Meistens greife ich zu den LP281, die eine sehr grobe Füllung haben. Das erleichtert ein sehr klares, akzentuiertes Spiel, auch für Anfänger und Kinder ist das von Vorteil. Bauartbedingt sind solche Maracas allerdings sehr laut, was in größeren Gruppen vorteilhaft ist, zu Hause allerdings für klingelnde Ohren sorgen kann... Beim Einsatz im Kinderzimmer ist darauf zu achten, dass die Eltern nicht in den Wahnsinn getrieben werden. Sollte das Kind Interesse entwickeln, sehr viel Zeit mit dem Instrument zu verbringen, kann man evtl. zeitweise über Mickeymäuse o.ä. nachdenken.

    Oft nehme ich auch die mexkanischen Sonor L2693 in die Hand. Im Vergleich zu den LP-Kollegen sind sie deutlich leiser und weicher. Vermutlich nur deshalb wird diese Bauart eher für den Einsatz im Orff-Bereich eher empfohlen. Denn aufgrund der feineren Füllung sind sie gerade für Einsteier/Kinder schwieriger zu handhaben. Auch für Latin-Musik braucht es mehr Übung.

    Ist unter Euch auch der ein oder andere Maracas-Liebhaber? Was für Modelle spielt Ihr? Regt dieser Thread evtl. jemanden an, ein Paar Maracas z. B. an die eigenen Kinder oder welche Im Verwandten-/Bekanntenkreis zu verschenken? Ist ja auch nicht mehr sehr lang bis Weihnachten... Hier empfehle ich wie erwähnt die LP281.

    Vielleicht kommt durch diesen Thread ja noch jemand auf den Geschmack, sich mit dem Thema näher zu befassen ....
     
  2. steve-one

    steve-one Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.20   #2
    Hallo,
    so generell sollte ja immer etwas Klein-Percussion dabei sein egal ob bei Conga oder Cajon. Aus meiner Erfahrung raus wird es sehr oft vernachläßigt weil jeder ein "richtiges" Instrument spielen möchte. Das war schon zu meinen "Afro-Zeiten" so das eigentlich alle Djembe spielen wollten und keine Glocke oder Basstrommel.
    Kleinpercussion ist halt wie das Salz in der Suppe. Muss aber auch sagen das in meinem Percussion Kanal diese Kleinpercussion auch recht selten ins Gespräch kommen.
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.11.20, Datum Originalbeitrag: 19.11.20 ---
    Kennst du ein gutes Percussion Forum?
     
  3. Werner 2000

    Werner 2000 Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.20   #3
    Ich bin seit vielen Jahren Mitglied in einem Samba-Kurs. Alle stürzen sich auf Surdo, Timba, Repinique und Snare; ich hingegen bin öfters an Maracas, Chocalho, Ganza ....

    Ich will hier nicht die 247. Grundsatz-Diskussion "Warum kommt Kleinpercussion zu kurz?" lostreten. Aber ich versuche hier gerade, insbesondere die Maracas - und im Speziellen die bereits erwähnten LP281 hervor zu heben, weil diese Dinger meiner Erfahrung nach echte "Allzweckwaffen" sind - die passen einfach fast immer, zu fast jeder Musikrichtung (sofern es halt etwas lauter werden darf), und darüber hinaus sind sie halt auch perfekt für Kinder - selbst wenn sie "nur" als Kinderspielzeug benutzt werden. Selbst für diesen Zweck stimmt der Preis. Kauftipp!!!

    Mir sind diesbezüglich leider auch nur die Percussion-Subs der einschlägigen Musiker- und Drummer-Foren bekannt.
     
  4. Zambamba

    Zambamba Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.20   #4
    Seit Jack Lemmon in "Manche mögen´s heiß".

    Ich stelle eher fest, dass Maracas hin und wieder benutzt werden, (vermutlich eher) weil sie so praktische Griffe haben. Aber kaum einer derer, die "einfach mal" danach greifen, scheint sich einen Kopf gemacht zu haben, was das Besondere an Maracas gegenüber anderen Shakern ist und was in dieser Hinsicht der Zweck/Nutzen dieser Griffe ist. Auch Deinen Ausführungen hier entnehme ich, dass Du das bisher noch nicht ausgiebig reflektiert hast. Trotzdem finde ich gut, dass Du dieses Instrument hier zur Debatte bringst.

    Da bin ich anderer Meinung, wobei es darauf ankommt, bis wohin man Grundlagen als solche begreift. Deshalb wäre ich tatsächlich interessiert, sie ausgiebig zu erörtern.

    Bei meinen Recherchen bin ich aber durchaus auf Aussagen von Leuten gestoßen, die nach möglichst leisen Maracas gesucht haben. Wichtige Aspekte für die Charakteristik sind m. E.:
    • Verhältnis von Volumen zu Füllmenge. Bei großen Kugeln mit wenig Füllung sind die Akzente weniger "fett" und die Ausführungsbewegungen müssen "größer" sein. Ist die Füllmenge größer, "verklumpt" sie bei Akzenten stärker und es verringert sich das "Rieselige" im Sound.
    • Füllmaterial - fein oder grob.
    • Material der Kugeln (Holz, Pergament, Kürbis, Kunststoff)
    • Griff-Formen - ich könnte mir vorstellen, dass das Spielgefühl davon abhängt, ob es sich um einen schlanken oder (dick)knubbeligen Griff handelt (vllt. ähnlich, wie sich das Spielgefühl je nach Stick beim Schlagzeug ändert).
    • ?
    Ich bevorzuge auch die LP-Teile, denn sie geben mir klanglich sehr klare Rückmeldung, ob ich etwas korrekt ausgeführt habe. Außerdem müssen die Bewegungen größer sein, was sich bei Gebrauch stärker befüllter oder leiserer/leichterer Maracas ggf. auszahlt.

    In einem Kurs würde ich auch lieber auf die Repinique gehen. Ganza und andere Kleinpercussion sind für mich was für Zuhause, dort dann aber auch sehr ausdauernd und ambitioniert. Eine von wenigen Ausnahme wäre, wenn der Lehrer des Kurses tatsächlich qualifiziert wäre, Maracas zu unterrichten. Das ist echt ne andere Nummer!
     
  5. DandyKong

    DandyKong Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.20   #5
    Maracas-Fan? Wohl nicht richtig...Ich fand die Brazilian Samba Dance Carneval Group ganz spannend...Meine Ambitionen den Bo Diddley Sound etwas zu kopieren brachte mich in die Shaker Richtung. Weil ich noch zwei Kokosnussschalen vom letzten Eisessen hatte und hier in der Nachbarschaft überall neongelbe Plastikkügelchen rumlagen, habe ich mit Klebeband und Kugelschreiber als Griff mir meine eigene Maracas gebastelt. Vom Sound eben Shaker typisch klingen die Plastikkügelchen angehmer auch im Drehen und nicht nur im Schütteln weniger bissig scharf als olle Kugellagerkügelchen..

    Nun eben absolut lower hobby class, aber immerhin umweltfreundlich dank recycling...

    Da bin ich ratlos, der Komponist Carl Orff ist damit wohl nicht gemeint,oder? Also wenn das nicht Off ist, was dann ?

    Gruss
     
  6. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.20   #6
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