metallische Verzerrung auf Vocals(Sopran)

wyrus
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Hallolo

ich hab ein Problem mit unangenehmer Verzerrung auf den Gesangsspuren einer Sopransängerin und ich krieg den Fehler leider noch nicht mal eingekreist:

Hier ein kurzes Sample damit ihr wisst worum es überhaupt geht:

http://soundcloud.com/hazewalker/metallischer-stimmeffekt-1

Aufgefallen ist es mir zuerst bei folgendem Setup:
I: Raum1(sehr verhallt)->Sängerin1-> Rode NT1-a -> Edirol FA-66->Laptop->Cubase 5
hier dachte ich noch, okay wird am Raum liegen. Aber auch mit diversen
Decken,Polstern,Matrazen & Akkustikschaumstoff war zwar der Hall weg aber die
Verzerrung blieb.
II:Raum2(sehr gedämpft)->Sängerin2->Rode NT1-a-> RME Fireface400
->RecordingPC->Cubase5
eigentlich ein ganz anderes Setup aber gleiches Problem. Viele haben mir dann
angeraten das Mic zu tauschen. Hab es zu Rode geschickt und eine neue Kapsel
bekommen aber gleiches Problem wie vorher.
III: gleiches Setup wie II aber mit AKG C3000B aufgenommen uuunnd
Olé...gleiches Problem

(Kabel,Mikrospinne,Ständer,Positionierung,Popschutz natürlich jedesmal alles getauscht und verändert)

Jetzt wird die Auswahl ein bischen eng,oder?

Eigentlich bleibt nur noch Cubase als Verursacher aber ich hab diesen Effekt nur bei Vocals. Keyboards oder VST in ungefähr den gleichen Tonlagen sind glasklar.

Letzte Möglichkeit: die Stimme bzw. Stimmen(Sängerin 1&2)

Hat einer von euch Erfahrung mit Sopransängerinnen. Kann es sein, dass diese Sounds wirklich aus der Stimme raus kommen? Wir haben gestern mal testweise einzelne Spuren ne Oktave tiefer aufgenommen. Da war sehr dezent sowas "rauchiges" in der Stimme was vl. eine Oktave höher wie Verzerrung klingt? Ist sowas Möglich oder völliger Unfug?

Ich bin sehr dankbar für jeden Tip zum Setup oder zur Fehlersuche weil selber hab ich keine Ideen mehr. Ist alles in allem auch sehr ärgerlich weil jeder kompressor oder Limiter im Effektkanal verstärkt diese Unsauberkeit extrem. Solche Spuren wollte ich eigentlich nicht verwenden.
 
Eigenschaft
 
Hallo, wyrus,

unter "metallischen Verzerrungen" bei einem Sopran stelle ich mir eigentlich etwas anderes vor... in deinem allerdings sehr kurzen Soundbeispiel höre ich über meine normalen PC-Böxchen nichts Zerrendes. Ich habe selber schon genug Sopranistinnen, vor allem auch klassisch ausgebildete (... und die können einen wirklich enormen Schalldruck produzieren!) mit dem NT1a aufgenommen und nie Probleme mit irgendwelchen Verzerrungen gehabt.
Da Dein Problem auch mit einem C3000 auftritt, dürfte es nicht am Mic liegen, ebensowenig am Interface, da Dir der Effekt auch bei zwei verschiedenen Interfaces aufgefallen ist.
Vom reinen Programm her kann eine DAW nicht für irgendwelche Verzerrungen verantwortlich sein - da würde m. E. also Cubase als Verursacher auch ausscheiden.
Meine Vermutung sind jetzt entweder defekte Mikrofonkabel, die sich irgendeine obskure elektrische Störung auflesen, oder irgendwas in der Verarbeitungskette in Cubase. Sind eventuell irgendwelche Plugins geroutet, die da nichts verloren haben? Wie hast Du equalisiert?

Viele Grüße
Klaus
 
Also in Cubase läuft bei der Aufnahme gar nichts an Effekten mit. Ebenso hab ich nur eine einzelne Playbackspur(ohne Effekte) + Click mitlaufen.Computerauslastung ist fast=0.
Mikrofonkabel hab ich jetzt 3 StücK probiert(Cordial).Sind zwar nicht Highend aber neu.
Elektrische Störungen glaub ich auch nicht so ganz weil das eben an 2 völlig unterschiedlichen Aufnahmeorten auftrat und an 2 RecordingPCs bzw. Laptop.

Im Soundbeispiel muss man zugegebenermaßen schon wissen was stört um das rauszuhören. In dem etwas länger gezogenen Wort zum Ende hin hört mans aber mit Kopfhörern/Abhöre ganz gut raus. Das klingt einfach nicht glasklar sondern irgendwie angezerrt. Vieleicht ein bischen wie ne schlechte MP3-Codierung auf z.b. Cymbals.

Aufnahmequali war übrigens 48Khz/24Bit und Pegelspitzen nie über -12dB.
Wenn ich später mit EQ,Comp&co die Stimmen aufblase kommt der Effekt natürlich deutlicher raus. Leider sogar soviel, dass ich das dann als extrem störend empfinde.:(...

@Klaus: Hast du vl. einen ganz kleinen Soundschnipsel von deinen Aufnahmen für mich mit einer klassischen Sängerin damit ich mal einfach gegenhören kann wie sowas klingen müsste. Ich hab leider sehr wenig Erfahrungen. Vieleicht ist das wirklich normal und einfach nur Stimmfärbung?.
 
Ohne Dein Soundbeispiel gehört zu haben: Es kann wirklich Stimmfärbung sein. Ich bin selber Sänger (nicht ausgebildet ;)). Vor einigen Jahren hab ich bei einem Kumpel ein paar Aufnahmen gemacht. Je nachdem hatte ich auch eine Verzerrung in der Stimme. Wir haben alle mögliche Mirkos ausprobiert (Gefell, Neumann, AKG, Shure). Egal wie eingepegelt, die Verzerrung war immer da. Vielleicht liegt es ja wirklich an der Stimme selber ? Auf jeden fall solltet Ihr das auch nicht ausschliessen.
 
Verzerrung(im Sinne von übersteuern) würd ich das nicht gleich nennen. Vermutlich trifft sie durch das Vibrato irgend eine Resonanz. Und sei es die des Mikrostativs. Ich würde ganz schmalbandig versuchen da was mit dem EQ zu machen.
 
Also ich würd das zu 90% als Teil der Stimme einschätzen.
Vorallem der zeitpunkt, an dem dieses Fizzeln einsetzt, spricht dafür.

ca. in der Mitte der gesamten Wellenform fängt die Sängerin an, ihre Resonanzen im Kopf zu benutzen und da kann sowas mal vorkommen.

Das kann nen sehr schön offenen Klang erzeugen, hört man vorallem oft bei Rocksängern, z.b. Daniel Johns.
Aber der hat das natürlich zu 100% unter Kontrolle... :redface:
 
Hallo nochmal
ich mag keine threats ohne ending deswegen eine kurze Zusammenfassung:
Wir haben in einem befreundeten Studio nochmal alle Möglichkeiten getestet und es hat sich herausgestellt die "Verzerrungen" sind tatsächlich Bestandteil der Stimme...aaaber: je nach Mikro und Position werden sie stark überbetont.
Ich hab auf Grund der Tests letztendlich ein Bändchenmikrofon der FA. SE Electronics (VR2)angeschafft und damit bekommen wir einen sehr schönen Sound hin.

Wenn jemand dieses Mikro noch genauer interessiert:
Es gibt eine aktive(VR1) und eine passive(VR2) Version. Beides sind Bändchenmikrofone und der Sound ist wie beschrieben eher weich und weniger scharf in den Höhen. Für mich in dem Fall eine klare alternative zu Brauner Phantom,Rode(NT1-a), KleinKondensatorMics und SM58.
Nach Test vom VR1 hab ich mich doch zu der teureren Version(VR2) durchgerungen, da die passive Version wirklich wenig Pegel abschickt. Man musste den Preamp schon ca. 2/3 aufreißen.
Ein kleines Wort noch zu FX:
bei der Bearbeitung benutze ich gerne eine Limiter um die Dynamik der Stimme glatt zu bügeln. Hier lohnt es sich mal verschiedene Limiter auszutesten. Der von VSL ging gar nicht, der von Cubase ist relativ neutral und der von T-Racks je nach Einstellung neutral oder stark überbetonend.

Ich bedanke mich für eure guten Tips und falls jemand selbiges Problem hat und noch ein bischen weiter forschen möchte:
Unter den Suchworten Soran&Obertöne gibts auch noch ein paar Infos im netz.

dank u wel
LArs
 

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