Neue Elektronik in Strat sehr höhenlastig

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Paco Poncho
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Tach zusammen!

Vielleicht kann mir hier jemand mit folgendem Problem weiterhelfen.
Ich habe vor kurzem die Bedienungselektronik meiner Strat ausgetauscht, weil die alte, nach knapp drei Jahrzehnten dermaßen gekratzt hat und auch ab und zu total
ausfiel, dass es nicht mehr zu ertragen war. Auf Empfehlung eines Freundes habe ich mir ein vormontiertes 500k Strat-Kit von Emerson eingebaut.
Die Gitarre ist mit zwei Schaller SCs bestückt, die vor langer Zeit von Boris Dommenget nachgewickelt wurden und einen schönen satten Sound haben der sowohl Höhen, Mitten und Bässe
sehr differenziert dargestellen und am Steg sitzt ein Lawrence OBL L-450XL, der ebenfalls das gesamte Frequenzspektrum harmonisch und druckvoll rüber gebracht hat.
Jedenfalls bis jetzt...
Die neue Emersonelektronik funktioniert an sich einwandfrei, jedoch ist das Ganze, im Vergleich zu vorher doch ausgesprochen höhenlastig und harsch im Ton.
Ich besitze noch eine weitere Strat die mit zwei Duncan Quarterpounds an Hals und Mitte, sowie einem Hot Rail am Steg. Die beiden haben sich, trotz unterschiedlichen Grundcharakters bislang
auf der Bühne wunderbar austauschen lassen, falls ´ne Saite gerissen war, das geht jetzt nicht mehr...

Hat jemand einen Tip, (Kondensator oder sonstiges) das ich an der Problemstrat modifizieren könnte, damit die Dame wieder mehr Pfund bekommt?

Besten dank schonmal
 
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nasi_goreng
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Hi,
eine Strat mit Singlecoils hat normalerweise 250k Ohm Potis. Durch die 500k Potis bei Dir werden die Höhen weniger bedämpft.
 
whaip
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Hat jemand einen Tip, (Kondensator oder sonstiges) das ich an der Problemstrat modifizieren könnte, damit die Dame wieder mehr Pfund bekommt?

Besten dank schonmal

Welche Werte haben denn deine alten Potis?
 
Paco Poncho
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Moin!
Dass Strats normalerweise 250er Potis haben ist mir bekannt. Aufgrund des jeweils am Steg verbauten Humbuckers benutze ich in meinen Strats jedoch seit über 20 Jahen 500er.
Das war dem Ton insgesamt immer eher zutraglich - auch bei den Single Coils. Besagtes Problem besteht erst seit der neuen Elektronik von Emerson. Die übermäßigen Höhen
und das harsche im Ton betrifft ja auch den Humbucker und nicht nur die SCs...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
@whaip Die alten Potis hatte ebenfalls 500k
 
Dr Dulle
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Ich benutze solche prewired Kits nicht da ich die 1) zu teuer finde 2) darauf festgelegt bin was verwendet wurde und 3) selber löten kann.
Aber ohne einen link zum Produkt oder weitere Infos kann man da nur rumraten .....!!!

Gründe könnten sein
a) Ich hab gerade in einer Les Paul 500K Potis gewechselt. Eigentlich waren da 490k ca drin jetzt sind es 530-550K
b) die Art wie alles verschaltet ist, kann den Sound beeinflussen (50s/modern wiring)
c) welcher Toncap ist drin
d) ist Treblebleed vorhanden (war das vorher evtl nicht)

Als das und evtl noch mehr beeinflusst den Sound auch wenn alles voll aufgedreht ist.
Ich komme z.B. mit Treblebleed gar nicht zurecht. Klingt für mich unnatürlich/merkwürdig ......
 
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Paco Poncho
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@Dr Dulle Da müsste ich sie mal aufmachen und reinschauen bzw. ein Foto machen. Oder ich schaue mal im Netz, ob ich ein Bild meiner Schaltung finde, das nicht "verboten" ist.
Werde mich wieder melden...
 
Paco Poncho
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Hatte es nicht von Thomann, aber das scheint es zu sein. Werde zur Sicherheit auch noch in die Strat reinschauen und ein "legitimes" Foto hochladen. Komme aber erst heute abend dazu.
 
bagotrix
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Hi,

eigentlich ist ja auch der Bill Lawrence sehr höhenlastig. In sofern ist er aber wiederum ganz gut geeignet, ihn bei gleichen Potiwerten mit Strat-SCs zu kombinieren.

In sofern wundert es mich allerdings eher, dass die Ampeinstellungen der Strat vorher kompatibel waren mit denen für eine andere Strat mit Hot Rails und Quarterpounder, denn beide PUs sind ja im direkten Vergleich deutlich dunkler und mittiger als herkömmliche SCs und ein Hot Rails.

Von daher tippe ich darauf, dass eher bei der alten Verdrahtung schon was im Argen war. Vielleicht war das die alte Volumepoti etwas aus der Art geschlagen und hatte statt der nominellen 500 KOhm wesentlich weniger. Oder es war irgendwo ein Verdrahtungsfehler; jedenfalls klingt es für mich so, als hätte die alte Schaltung einen technisch nicht beabsichtigen Höhenverlust gehabt, der für Dich aber bei diesen PUs gerade richtig klang.

Ein weiterer Punkt ist der Treble Bleed, der zumindest auf den beim T angebotenen Emerson-Kits standardmäßig montiert ist. Darüber wird immer mal wieder heiß diskutiert, aber ich hatte bei fast allen Gitarren, bei denen ich das probiert habe, das Gefühl einer insgesamt höhenreicheren, dünneren Wiedergabe, auch bei aufgedrehtem Poti. Mir persönlich erscheint das auch nicht so abwegig, schließlich wird ja ein Teil des Signals (und durch den Kondensator vor allem die Höhen) parallel zum Poti vom Eingang direkt auf den Ausgang geleitet, ohne sich über die Leiterbahn bemühen zu müssen.

Ich würde also zu allererst die RC-Kombination am Volumepoti ablöten. An einem Ende reicht erstmal, um zu prüfen, ob das schon zum Ziel führt.

Vielleicht ist es dann auch schon besser, aber noch nicht ausreichend. In dem Fall kannst Du einen Widerstand einlöten, aber nicht zwischen Eingang und Schleifer (=mittlere Öse), sondern zwischen Eingang und Masse. Damit machst Du aus dem 500 KOhm-Volume eines mit geringerem Widerstand. Bei einem 500 KOhm-Widerstand wären es dann 250 KOhm, aber zum einen haben die meisten Potis eher etwas weniger, zum anderen gibt es kaum exakte Festwiederstände mit diesem Wert. Ich versuchs daher meist mit 660 KOhm, sind ja Cent-Artikel. Je kleiner der Wert, desto mehr sinkt auch der Gesamtwert, entsprechend dem Ohmschen Gesetz.

Ganz clevere nehmen ein Mini-Trimmpoti mit 1 MOhm und löten das parallel zwischen Eingang und Masse, dann kann man den Widerstandswert stufenlos absenken, bis es sich genau so anhört, wie man es will.

Gruß, bagotrix
 
Dr Dulle
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Ein weiterer Punkt ist der Treble Bleed, der zumindest auf den beim T angebotenen Emerson-Kits standardmäßig montiert ist. Darüber wird immer mal wieder heiß diskutiert,
aber ich hatte bei fast allen Gitarren, bei denen ich das probiert habe, das Gefühl einer insgesamt höhenreicheren, dünneren Wiedergabe, auch bei aufgedrehtem Poti.

Ja so fand ich das auch und das ist für mich unbrauchbar. Hatte deine ursprüngliche Schaltung auch treble-bleed drin Paco ???
 
M
musiker01
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Als das und evtl noch mehr beeinflusst den Sound auch wenn alles voll aufgedreht ist.
Ich komme z.B. mit Treblebleed gar nicht zurecht. Klingt für mich unnatürlich/merkwürdig ......


Treblebleed hab ich aus genau diesem Grund aus allen meinen Gitarren, die so etwas original besaßen, rausgerissen. Klingen jetzt wesentlich natürlicher, dynamischer und "punchiger". :m_git2:
 
Paco Poncho
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Wow!
Heißen Dank erstmal, für die Tips!
Das mit dem Treblebleed werde ich auf jeden Fall probieren.
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sitzt der direkt am Volume-Poti?
Ansonsten sitzt auf dem mittleren Poti, also dem ersten Tone-Poti, ein ziemlich großes, gelbes Teil.
Welchen Einfluss hat das Euere Meinung nach? Gleich mit raus?
Habe ein Bild gefunden, das besser ist, als die, die ich mit meinem Handy zustande gebracht habe.
Hoffentlich werde ich dafür nicht eingesperrt...
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Hmm… Klappt irgendwie nicht...
 
Dr Dulle
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In der Mitte der gelbe Tonkondensator und links am Volumepoti Treblebleed der aus Kondesator + Widerstand besteht.

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Alles klar! Besten Dank.
Dann werde ich im Laufe der Woche als erstes mal den Treblebleed entfernen und schauen ob´s was bringt.
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@bagotrix Die Strat mit dem OBL Pickup hat einen Mahagoni Body. Vielleicht liegt es daran, dass die mit den eigentlich "dünneren" Pickups trotzdem immer ziemlich fett klang.
 

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