Pop-Arrangements verkaufen (Pop Piano)

von redtie, 15.04.20.

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  1. redtie

    redtie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.20   #1
    Hallo, ich bin Musikschullehrer, Musikstudent und selbstständiger Musiker als Keyboarder und Sänger.
    Als Lehrer für Pop Klavier fällt auf, dass es wenige gut geeignete Arrangements für Pop Piano gibt. Man stößt auf Piano Piano von Gerhard Koelbl usw., ich denke aber, dass da noch viel mehr geht und dem Markt fehlt.
    Angenommen ich schreibe für meine Schüler immer wieder Leadsheets oder leichte bis mittelschwere Klavier-Arrangements von klassischen Stücken, Evergreens und Chart-Songs, und ich hätte irgendwann genug gesammelt, um etwas rauszubringen bzw. zu verkaufen (z.B. in Form eines Buches).
    Zwischen den Songs könnte ich möglicherweise immer wieder auf Theorie eingehen.

    Wie läuft sowas ab, wie ist die rechtliche Lage, an wen muss ich mich wenden, lohnt sich das überhaupt?

    Das soll kein Aufruf zur Rechtsberatung sein, ich möchte nur allgemein Fragen, was ich bedenken muss, wenn ich derartiges machen möchte.
     
  2. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.20   #2
    Komplizierte Materie - und Urheberrechtsstreitigkeiten können richtig ins Geld gehen. Daher ist Deine Frage mehr als berechtigt!

    Das beantwortet Dir am besten ein Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht (-> Tante Gugel / Onkel Bing etc.)

    Das kommt darauf an, was Du meinst: Lohnt sich

    a) der Gang zum Rechtsanwalt? Ja, wenn Du die Idee wirklich ernst meinst und darauf ein (Neben-)Geschäft aufbauen möchtest. Da sollte man vorher schon wissen, worauf man sich einlässt, und zumindest nicht in die größten (rechtlichen und tatsächlichen) Fettnäpfchen treten.

    b) die Edition von Arrangements? Das hängt davon ab, wie Du Deine Arrangements anbietest und wie der Kunde reagiert.
    Ob Peter Bursch mit seinem "Gitarrenbuch" in der heutigen Zeit, wo Du alles auf Ju-tjub per Video in Zeitlupe erklärt bekommst, noch so erfolgreich wäre, wage ich zu bezweifeln. Damals war's ein absoluter Wurf.
    Ich kann mir aber schon vorstellen, dass eine ansprechende Edition von Arrangements für PopPiano durchaus einen Käuferkreis hat, der auch zu einem finanziellen Erfolg führt. Garantieren kann Dir das aber wohl niemand.
     
  3. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.20   #3
    Ich denke, man muss sich bewusst machen, dass es eine vollkommen anderen Intention und Zielstellung ist,
    Klavier-Arrangements für die eigenen Schüler oder zur Veröffentlichung zu schreiben!
    Du kannst es natürlich - wie schon angedeutet - gerne kombinieren:

    Definiere klar, wer deine öffentliche Zielgruppe ist und auf welchem Level die Arrangements laufen.
    Passe deine Schüler-Arrangements dementsprechend an und schicke eine Probe an einen passenden Musikverlag, erläutere kurz deine Intention und dein Repertoire und der Verlag kümmert sich um die Veröffentlichung und um die Rechte, sofern es halt in Verlagskonzept passt.
    Im Eigenverlag sieht das natürlich aufwendiger aus....
     
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  4. redtie

    redtie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.20   #4
    Vielen Dank schonmal.
    Weiß jemand, wie es z.B. mit Webseiten wie sheetmusicplus oder musicnotes und wie sie alle heißem aussieht? Dort werden z.B. einzelne Leadsheets oder auch größere Klavierarrangements und ähnliches für kleine Beträge verkauft. Ich hab schon etliche Leadsheets mit Melodie, Chords, Text geschrieben/transkribiert, wozu man im Netz keine Noten findet, könnte man die wo anbieten, sodass es sich zumindest in geringem Maße lohnen würde?
     
  5. Alisa

    Alisa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.20   #5
    Für die Veröffentlichung von Arrangements von urheberrechtlich geschützten Evergreens und Chart-Songs benötigst du eine Genehmigung der Originalrechteinhaber (Komponisten/Textdichter/Musikverlage). Diese haben auch Anspruch auf die Erlöse aus dem Notenverkauf. Sofern sie dir nicht explizit eine Bearbeiterbeteiligung genehmigen, darfst du m.E. kein Geld für deine Arrangements verlangen. Denkbar wäre auch, dass der Musikverlag des Originalurhebers eine pauschale Gebühr im Vorfeld von dir verlangt, und du dadurch die Genehmigung zum Notenverkauf deiner Arrangements erwirbst.