Pop-Rock-Ballade mit Folk-Country-Touch

von mjmueller, 19.05.20.

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  1. mjmueller

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    Erstellt: 19.05.20   #1
    Hallo Leute :hat:

    So, auch hier will ich ein letztes Mal was von mir posten (danach gibt es nix mehr ohne Knete :evil: ).
    Den Mix habe ich gewählt, weil ich weiß, dass der echt richtig gut ist - also für meine Verhältnisse :engel:
    Was mir hier besonders gefällt, ist der in sich schlüssige Sound, angefangen bei den Einzelinstrumenten bis zum kompletten Arrangement. Auch die organische Einheit von echten Instrumenten und VSTis.
    Das ist alles nicht sonderlich innovativ, aber solide. Und insgesamt klingt alles genau so, wie ich es wollte. Wenn ich mir "Mixe" von mir von vor 5 Jahren dagegen anhöre :igitt:, hat sich die Zeit und der Aufwand gelohnt :D
    Ein wirklich entscheidender Schritt war aber auch das unbefangene Gegenhören eines sehr netten Kollegen, der ohne irgendwelche Vorgaben meinerseits die Summe nach eigenem Gusto mit EQ bearbeitet hat (also so eine Art Mastering) und das Ergebnis gefällt mir ausgesprochen gut.

    Da es aber nichts gibt, was nicht noch besser werden könnte ... Feuer frei!
    https://soundcloud.com/mjmueler/song-for-the-road-to-k
     
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  2. CURTRONIS

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    Erstellt: 19.05.20   #2
    Der Mix klingt sehr gut.
    Wahrscheinlich ist es Geschmackssache. Aber evtl. liesse sich noch etwas bei den Bässen und im Höhenbereich etwas optimieren um mehr Dynamik und frische zu erzeugen.
    Die Spuren selbst finde ich sehr ausgewogen gemischt. Man müsste es ausprobieren. Evtl. die Hats anheben und beim Bass etwas verstärken. Aber ist natürlich auch sehr abhängig von der Abhöre.

    Mir gefällt's schon mal sehr gut :)

    Lg, Curtronis.
     
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  3. mjmueller

    mjmueller Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.20   #3
    Dank Dir!
    Ich weiß genau, was Du meinst. Aber genau das gefällt mir hier sehr gut. Denn auch wenn es im Airbereich eher zurückgenommen daherkommt, ist doch alles da.
    Mir fällt bei Amateurmixen gerade der Airbereich oft sehr unangenehm auf, irgendwie häufig zu viel des Guten (und ich mag es gerade für so Folk/Rock eher mittig und rund).
     
  4. Zelo01

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    Erstellt: 20.05.20   #4
    Hi:hat:

    Den Song finde ich sehr gut gelungen, auch der Mix klingt in sich stimmig. Erster Eindruck: Tendenziell eher ein klein wenig bedeckt in den Oberen Mitten/Höhen.

    Ok, das ist vielleicht jetzt etwas gemein. Ich habs mal mit meinem lieblings-Mix im Countrygenre verglichen. (Taylor Swift / Fearless-album :D )
    Da fällt mir auf, dass nicht der Gesamtmix mehr obere Mitten/Höhen hat, sondern vorallem die Stimme. Auffällig ist, dass die Atmung beim Referenzmix viel besser hörbar ist. Die hört man bei dir fast gar nicht. Das kann natürlich auch so gewollt sein, und ist bestimmt auch Geschmacksache. Nach meinem Geschmack, und auch wegen der Tatsache, dass ich bereits bevor ich den Mix mit dem Referenztrack verglichen hab, tendenziell eher ein leicht bedekten Eindruck hatte, denke ich, würde das deinem Mix auch gut tun.

    Wie gesagt: Ich hab das mit dem besten Mix aus dem Genre verglichen, den ich kenne. Von da her finde ich den Mix wirklich super. Der Vergleich ist auf seeehr hohem Niveau:D

    Achja, wärs möglich den Track zum Download freizugeben? Ich würd das gern mal mitem Analyzer vergleichen, wo denn da die Unterschiede genau liegen.
     
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  5. mjmueller

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    Erstellt: 21.05.20   #5
    Erledigt :)
    --- Beiträge zusammengefasst, 21.05.20, Datum Originalbeitrag: 21.05.20 ---
    Nur an Herausforderungen wächst man/frau.
     
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  6. Zelo01

    Zelo01 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.05.20   #6
    Danke fürs freischalten.

    Ich konnte das jetzt genauer vergleichen. Also, ich hätte mal ein Vorschlag, in welche Richtung es gehen könnte. Ich denk aber, da bewegen wir uns im Geschmacksbereich.

    Als Referenz hab ich "Breathe" von Tylor Swift verwendet, und einfach mal versucht die Stereosumme da hin zu biegen. Das ist natürlich nur teilweise gelungen, wenns dann tatsächlich in diese Richtung gehen soll, muss man nochmal am Mix ran um das zu fixen.

    https://soundcloud.com/user-407932259/song-for-the-road

    Was hab ich gemacht, und was wollte ich damit erreichen?

    Als erstes hab ich einfach mal die Referenz in Ozone 8 geladen, und mir mal angeschaut was mir die "Match-funktion" vorschlägt. Der hat mir vorgeschlagen, bei 11kHz 3dB anzuheben. Was mir noch nicht genügt hat, das hatte zu wenig Auswirkungen auf die Stimme, aber zu viel Auswirkungen auf die Cymbals. Fazit: Die Cymbals sind im Referenztrack im Verhältnis zur Stimme etwas leiser, und bei der HiHat fällt auf, dass sie im Bereich von so 12Khz aufwärs ziemlich starke Peaks aufweist. Die sind so stark dass der dynamische EQ relativ gut darauf anspricht, obwohl ziemlich heftigem Eingriff. (Gainreduction ca 7dB). Zudem hab ich im MS-Seitensignal ein flachen HighCut bei ca 4kHz angesetzt. Sehr interessant was dann passiert: Die Stimme kommt nach vorn im Mix. Das ist mir vorher gar nicht aufgefallen, aber die HiHat und auch die Gitarren, konkurrieren in dem Bereich etwas mit der Stimme.

    Ozone 8 hat mir noch paar andere dynamische EQ-Eingriffe vorgeschlagen, die mMn auch sinnvoll waren, daher hab ich diese auch so übernommen. Bei 295Hz wird ein klein wenig dynamisch abgesenkt. (reagiert hauptsächlich auf die Stimme --> sie wird etwas transparenter) Dann noch eine weitere Absenkung bei 1kHz, reagiert auch hauptsächlich auf die Stimme. Und bei 3kHz eine weitere Absenkung die auf die Kick reagiert. Wo mir grad beim nächsten Thema sind. Die Kick ist im Referenztrack viel weicher im Anschlag, und aber im Subbassbereich einiges voluminöser. (Das ist auch wieder absolut Geschmacksache, es ist halt einfach ein Unterschied den ich gegenüber dem Referenztrack festgestellt hab.)
    Im Bereich von 30Hz, hab ich daher massiv geboostet. Leider kommt dann der Bass zu sehr mit hoch. Daher dynamisch geboostet. Aufwärts. Also ich hab nicht komprimiert, sondern andersrum. (Wenn die Kick schlägt, wird der Low-low-End-Bereich impulsartig ca 3dB angehoben)
    Bei 90Hz hab ich noch ne kleine Absenkung gemacht (nicht dynamisch). Bringt etwas mehr Transparenz rein.

    Und zum Ende der Kette noch ein Maximizer, der mir die Peaks die bei der Bearbeitung entstanden sind wieder abfängt, und den Mix ungefähr auf die selbe Lautstärke wie vorher bringt, um vorher/nachher Vergleiche machen zu können.

    Wie gesagt: Ist alles Geschmacksache. Wenn dir die Richtung gefällt, dann unbedingt im Mix machen. In der Summe geht das nicht ohne dass es auch negative Auswirkungen auf den Mix hat. Das soll nur mal ein Anhaltspunkt sein, damit du dir ein Bild von meiner Vorstellung machen kannst.
     
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  7. mjmueller

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    Erstellt: 25.05.20   #7
    Hallo :hat:
    Ich finde ganz gut, was bei Dir rausgekommen ist. Im direkten Vergleich hatte ich zunächst den Eindruck, die Höhen seien etwas zu präsent, aber das ist gar nicht der Fall. Eher mehr Transparenz, wie Du auch geschrieben hast.
    Vielleicht sollte ich mir auch Ozone zulegen :gruebel: (Ich habe Nectar und Neutron, und wann immer ich die mal verwendet habe, hatte ich den Eindruck, die würden sich mehr negativ als positiv auswirken, das scheint ja bei Ozone nicht der Fall zu sein).
     
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  8. Zelo01

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    Erstellt: 25.05.20   #8
    Guten Morgen:hat:

    Danke für die Kekse. Schön wenns dir gefällt.
    Aber trotzdem aufgepasst mit Ozone 8. Es ist bestimmt ein gutes Helferlein, aber grad was da in den Höhen und Bassbereich passiert ist, hab ich vorwiegend manuell mit dynamischen EQs gemacht. Ozone wäre von sich aus nicht auf diese Idee gekommen. Einzig der Boost bei 11 kHz hat Ozone vorgeschlagen, und auch noch viel weniger als ich dann tatsächlich geboostet hab.
    Das selbe gilt mMm für Neutron und Nectar. Missen möchte ich die Tools trotzdem nicht. Es hilft bestimmt, aber das gute Teil kann das Gehör nicht ersetzen. Manchmal habe ich auch ganz einfach geschmacksmässig andere Vorstellungen vom Klang. Nicht jeder Vorschlag der diese Tools machen, macht auch wirklich Sinn in meinen Ohren.
     
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  9. Zelo01

    Zelo01 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.05.20   #9
    Mal eine etwas abschweifende Frage zu Soundcloud:

    Ist das nur bei mir so, dass @mjmueller 's Mix unter Soundcloud wesentlich leiser ist als mein Mix? Dabei weiss ich doch, dass die beiden Mixes subjektiv gleich laut klingen, wenn man sie sich ohne Soundcloud anhört.. RMS dürfte etwa gleich sein, und die Peaks bei grössenordnung -0.3dBFS

    Hier greift Soundcloud in die Lautstärke ein, keine Frage, aber warum interpretiert Soundcloud die Lautstärken der beiden Mixe so unterschiedlich?!
     
  10. adrachin

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    Erstellt: 25.05.20   #10
    Keine Ahnung, was Du wie hörst und wie Du misst. Hier mal direkt aus dem Soundcloud Player gemessen.

    Markus Mix:

    Bildschirmfoto 2020-05-25 um 20.35.35.png

    Dein Mix:

    Bildschirmfoto 2020-05-25 um 20.41.10.png

    Deiner ist einfach um eine fette Kante lauter. Geht auch noch in True Peak. Über 6 dB mehr True Peak. Kann mir nicht vorstellen, dass es viel anders war, bevor Du das hochgeladen hast. Soviel ich weiss, macht Soundcloud keine Anpassungen an der Lautheit. Die machen nur Streaming draus.
     
  11. Zelo01

    Zelo01 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.05.20   #11
    Guter Hinweis @adrachin :D Oh, peinlich:embarrassed: Verwechslung. Ich habs nicht auf die selbe Lautstärke wie den Track von Markus gebracht, sondern so laut wie den Referenztrack von Taylor Swift. Kein Wunder ist der Track so laut:D Frage beantwortet.

    Hab nochmal rein gehört, und muss meine Aussage zum Ozone etwas revidieren. Die dynamischen Eingriffe bei 295Hz und 1kHz die Ozone vorgeschlagen hat, find ich wenn ich das zweite mal hinhöre ziemlich genial. Die EQs reagieren schon hauptsächlich auf die Stimme, aber eigentlich fällt es da kaum auf, es bügelt die Stimme etwas flacher in dem Frequenzbereich. Wo die Eingriffe viel mehr "auffallen", wenn man sich denn darauf achtet, ist bei den Gitarren. Die ducken sich nämlich immer dann in diesem Frequenzbereich weg, wenn die Stimme in diesem Bereich besonders viel Platz braucht, denn die Gitarre macht diesen Eingriff ja auch mit, obwohl der EQ auf die Stimme reagiert. Achte mal genau auf die Gitarren. Klingt fast wie Sidechaining. Bei diesen zwei Eingriffen hat Ozone wirklich gute arbeit geleistet, das fällt mir erst jetzt so richtig auf. :) Ich denk, wenn den selben dyn EQ direkt nur auf die Vocalspur legen würdest, hätte das nur den halben Effekt, bzw man müsste zusätzlich noch die Gitarre mit einem Sidechain dyn EQ getriggert von den Vocals wegducken.
     
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  12. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.20   #12
    Kurze Randbemerkung zu Ozone. Den verwende ich meist gegen Ende einer Mischung. Ich lasse den Mastering Assistenten laufen. Und sehe mir dann an, was bei rauskommt. Meinst was EQ und Dynamik EQ. Fast immer keine Kompression und dann natürlich die obligatorische Loudness Anpassung. EQ und Dynamik EQ bleiben. Alles andere schalte ich aus. In den meisten Fällen sind diese beiden Elemente eine deutliche Verbesserung. Danach geht es dann in die eigentliche Master Kette. Die ist je nach Song unterschiedlich. Also Ozone sozusagen als automatische EQ Sklave..... (;

    Auch gan fein in dem Zusammenhang, Tonal Balance Control 2. Da kann man jetzt die einzelnen Bänder Solo hören, was ziemlich hilfreich ist. Zusätzlich habe ich am Ende von Gruppen noch einen Neutron oder Ozone EQ. Und kann dann direkt aus Tonal Balance Control auf diese EQ zugreifen und Feinabstimmungen machen. Einfacher geht es nicht.
     
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