Schreibweise Bassdrum

  • Ersteller Astronautenkost
  • Erstellt am
Jetzt würde mich aber trotzdem interessieren, ob es für die Bassdrum auch ein rein deutsches Wort gibt.

Große Trommel? Fußtrommel?
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlagzeug#Gro.C3.9Fe_Trommel

Die Große Trommel!

Ich bin auch kein Freund des Denglischen, aber Sprache ist etwas Dynamisches. Wir haben bereits viele Worte zum allgemeinen Nutzen eingebürgert. Die Bezeichnung Bassdrum halte ich nicht für überflüssiges Denglisch. Ich gebrauche ja auch Worte wie Croissant, Mayonnaise oder Portemonnaie und nicht nur Blätterteighörnchen, gelbe dicke Soße oder Geldtäschchen ...

:hat:
 
Hallo,

...wobei gerade die französischen Worte im Deutschen ja durch die napoleonischen Einflüsse ja eigentlich auch schon Tradition haben ;) - die sind ja schon beinahe eingedeutscht. Ob Portemonnaie, Trottoir (im Rheinland immer noch gerne auch im Dialekt verwandt), Chaiselongue (allerdings mit dem entsprechenden Möbel doch aus der Mode gekommen), das Plümo (Plumeau) und verschiedene andere.

Ich finde es übrigens mal durchaus interessant, einen Thread zu haben, in dem wir uns mal darüber unterhalten (und auch hinterfragen...), wie es zu einigen "kuriosen" Wortbildungen kommt... es wird so bewußt, wie leichtfertig man manchmal "fremdsprachelt" ;) (nicht negativ besetzt - ich möchte keinesfalls zum "Viertopfzerknalltriebling" zurück!!).

Sprache lebt nun mal und ändert sich. Aber man muß ja nicht gleich alles anglisieren... sogar die Bundesbahn ist von den ominösen Service-Points wieder zur "Information" zurückgekehrt.
Wie schon unser damaliger Lehrer im Erdkunde-Leistungskurs sagte: "Der Usus fachspezifischer Termini ist auf ein Minimum zu reduzieren!".
In diesem Sinne...

Viele Grüße
Klaus
 
P.S.: Auch ungern gesehen: "Abelton Live" :weep:

Und von "einzigster","zumindestens","dem XY sein" und Co. wollen wir gar nicht erst sprechen. Da sollte die Vermeidung ja selbstverständlich sein ;)

In meinen DAW-Projekten benenne ich die Spuren schon für die schnellere Übersicht mit "Kick" und "Bass" (statt "Bassdrum" und "Bass" o.Ä.).
 
Was mich immer aufregt, ist das falsch gesetzte Apostroph und danach ein "s", wenn es um die Mehrzahl geht. Vor allem bei Abkürzungen gesehen. Z.B.: 1 LFO, 2 LFO's. Das ist kompletter Schwachsinn.
 
Was mich immer aufregt, ist das falsch gesetzte Apostroph und danach ein "s", wenn es um die Mehrzahl geht. Vor allem bei Abkürzungen gesehen. Z.B.: 1 LFO, 2 LFO's. Das ist kompletter Schwachsinn.

Wobei es da keine wirkliche Regel zu geben scheint. Mal ist das 's richtig, und manchmal nicht. Ich glaube mit ' ist es englischem Urspungs, oder?
Gerade bei Eigenworten oder Abkürzungen empfinde ich das 's als angenehmer, z.B. CD's. Da geht für mich mehr die gewollte Mehrzahl hervor. :redface:
 
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Ich weiß, dass der Apostroph falsch ist, wenn es um die Mehrzahl geht.
Das dem Genitiv geschuldeten ' bei Namen mit S am Ende ist ja einigermaßen logisch, aber warum nutzt man das nicht auf bei der eingedeutschten Mehrzahl oder bei Abkürzungen? Gerade bei Akkürzungen macht es in meinen Augen Sinn.
 
Wieso sollte es Sinn machen? Ein "s" wie bei allen anderen Wörtern auch, macht ja noch mehr Sinn, findest du nicht? Warum gerade bei Abkürzungen ein Apostroph dazu? Das wird ja viel zu verkompliziert, als es doch eigentlich ist.
 
Wie heißt es sonst? Sicher, dass nicht die englische Form von der deutschen Grammatik übernommen wurde? :gruebel: :p
 
"Sinn ergeben".
(zu Englisch: "to make sense" -> daraus der grammatikalische Anglizismus: "Sinn machen")



Und weil wir grad bei Pfennigfuchsereien sind:
Ich glaube mit ' ist es englischem Urspungs, oder?
Hier wäre wohl der Genitiv angebracht: "...englischen Ursprungs".

:p
 
"Sinn machen" ist bereits vor einiger Zeit in den Duden aufgenommen worden, also nix Denglisch.

Banjo
 
Wenn wir hier schon über korrektes Deutsch sprechen:
"Sinn machen" ist ebenfalls "Denglisch". :p

Das ist eine Behauptung, die oft bei solchen Diskussionen erwähnt wird, es gibt aber keinen schlüssigen Beweis dafür, dass "Sinn machen" eine falsche Übersetzung aus dem Englischen ist... es gibt im Gegenteil viele Beispiele, wo "Sinn machen" auch schon vor langer Zeit verwendet wurde.

Meist wird damit argumentiert, dass man das Verb "machen" nur mit konkreten Dingen verwenden kann, nicht aber mit abstrakten.
Nach dieser Logik dürfte man aber z.B. "etwas macht Freude" auch nicht verwenden.

Die Regel mit den s und Apostrophen ist hingegen viel klarer und eigentlich eindeutig.
Im Deutschen ist die Apostrophverwendung viel seltener als im Englischen, also im Zweifel eher kein Apostroph.
Bei einer Mehrzahl sowieso nicht, aber auch beim Genetiv wird im Deutschen kein Apostroph verwendet.

Pauls CDs ;)
 
Teilweise Richtig, Reflex. Man kann ihn schon verwenden, siehe Wikipedia:

Eine häufige Verwendung des Apostrophs ist die als Trennzeichen vor dem Genitiv-s wie bei John's Warehouse. Nach den alten deutschen Rechtschreibregeln war diese Schreibweise im Deutschen generell falsch. Beispiele:
  • Petra's Nagelstudio (falsch) - richtig dagegen: Petras Nagelstudio
  • Opa's Lederhose (falsch) - richtig dagegen: Opas Lederhose
Nach der neuen deutschen Rechtschreibung darf der Apostroph beim Genitiv gelegentlich verwendet werden, um die Grundform eines Personennamens zu verdeutlichen. Beispiele:

  • Andrea's Friseursalon: Verwechslung mit männlichem Namen Andreas wird vermieden
  • Willi's Würstchenbude[8]
  • Mozart's Sonaten.
 
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Ja, aber wie deine Beispiele auch schön zeigen, nicht allgemein und immer, sondern "gelegentlich", also wenn es einen triftigen Grund dafür gibt.

Aber nachdem heutzutage fast jeder auch im Deutschen beim Genetiv ein Apostroph verwendet, wird das wahrscheinlich bald zur neuen Regel werden.
 
Um nochmal auf die eigentiche Frage zurückzukommen,n Kollege von mir sagt immer Fusspauke :-D

Greetz,
Lindula
 
Es gab auch schon mal den Vorschlag, "Drehknallpuffer" für "Revolver" zu nehmen ...
 

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