Seltsame Posaunentöne

von Scroll, 13.08.06.

  1. Scroll

    Scroll Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.08.06
    Zuletzt hier:
    19.09.11
    Beiträge:
    36
    Ort:
    Gummersbach
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 13.08.06   #1
    Hallo allerseits,

    ich hab eine Frage zum Posaunenspiel:

    Ich probiere gerade an einer Dachboden-Schönheit von Yamaha herum.

    (Hinweis: Mir ist bewusst, dass ich einen Lehrer brauche. Ist auch schon angefragt für Oktober. Bin ein Spätberufener (Jg. 53) und will gerne zu Playalongs ein bisschen jazzen. Mehr nicht, aber es ist schone schwierig genug. Den Weg zur Musik hab ich über das Keyboardspiel gefunden, und weil alle in dier Familie musikverrückt sind...)

    Ach ja, die Frage:
    Ich erziele ca. drei verschiedene Töne, ohne den Zug zu bewegen. es fühlt sich an, als kippten die Töne von einer Lage in die andere. Ist das normal? (Yamaha Tenorposaune)
    Diese Töne brechen auseinander, wenn ich den Zug bewege. Das ist mit Sicherheit nicht normal.
    Nun hab ich gelesen (Mössinger/Schweitzer: Posaune lernen leicht gemacht), dass man zehn Naturtöne erreichen kann, wenn man die Zunge im Gaumen anhebt oder senkt. Es tut sich aber nichts....

    Wenn die Lippen frei blubbern, kommen schön tiefe Töne - ist das "erlaubt", die Spannung so zu senken?

    Ich freue mich auch über Anfängerberichte! Muss ja das Rad nicht neu erfinden.
    Und seid nicht tso streng mit mir.;)

    Musikalische Grüße

    Scroll
     
  2. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.05.05
    Zuletzt hier:
    25.07.13
    Beiträge:
    607
    Ort:
    Paderborn
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    404
    Erstellt: 13.08.06   #2
    ha ha ha, du bist lustig.
    alles ist normal.
    Im Ernst, Ansatz ist die halbe Miete. Also warte erst mal ab bis du genug Übung und Unterricht hattest. Ich habe hier noch so ein über hundert Jahre altes Trümmerteil, auf der bluest es sich wie auf keiner anderen.
    Falls die Kanne besonders gut "Bendingfähig" ist (was ich nicht so ohne weiteres glaube), wäre das sogar echt gut für Blues und Oldtime Jazz.
    Wenn deine "Dachbodenschönheit" aus den Anfängen von Yamaha stammt (ca. 70ger), hat sie ungefähr die Qualität von heutigen China Dingern, also nicht besonders.Ich hatte mal so ein Y-Teil, die war schon besser als die verblasene Schützenfesttröte zuvor.
    Mit tief entspannten Lippen erreichst du die "Pedaltöne". Sollte dir die tiefe Lage besonders liegen, dann behalte dir vor, dich evtl. auf Bassposaune zu spezialisieren. Nicht jeder ist ein Highblower, nicht jeder ein Basser und nicht jeder ein Solist in allen Lagen. Die Physiologie ist eben sehr unterschiedlich. Also finde erst mal deinen Ansatz und deine Lage und dann besorg dir was vernünftiges das passt.
    Alles mal abwarten.
     
  3. Hyperion

    Hyperion Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.04.06
    Zuletzt hier:
    18.11.13
    Beiträge:
    633
    Ort:
    Osnabrück
    Zustimmungen:
    12
    Kekse:
    247
    Erstellt: 13.08.06   #3
    lol
    naja je enger du die lippen zusammenpresst desto höher wird der ton.
    also auf jedem der 7 züge kannst du mehrere töne spielen. und das die beim ziehen "auseinanderbrechen" ist am anfang ganz normal...kommt alles noch nach ner gewissen zeit.
    und am anfang sind tiefere töne auch einfach zu spielen, wie hoch/tief du kommst wirst du also erst etwas später erfahren
    viel spaß dabei
     
  4. Scroll

    Scroll Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.08.06
    Zuletzt hier:
    19.09.11
    Beiträge:
    36
    Ort:
    Gummersbach
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 13.08.06   #4
    Hi,

    ist es "normal", wenn bei der Äderung der Lippenspannung der Ton nicht gleichmäßig verändert wird?
     
  5. Wolle69

    Wolle69 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.11.05
    Zuletzt hier:
    22.09.09
    Beiträge:
    193
    Ort:
    Dresden
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    80
    Erstellt: 13.08.06   #5
    Du willst die Lippenspannung sozusagen kontinuierlich ändern und dabei den Ton kontinuierlich ändern ohne den Zug zu bedienen?

    Das geht nicht. Vgl. Frequenz des Tones und Länge des Instrumentes. Beides ist miteinander korreliert. Die Töne, die du produzieren kannst, ohne den Zug zu bedienen sind die sog. Naturtöne. Deren Abstände werden nach oben hin immer kleiner, kann man sich ebenfalls physikalisch herleiten...

    Unten gehts los mitm Kontra-B (oder so, braucht eh kein Mensch), dann kommt dein erster, das B, dann f b d' f' as' b'...
     
  6. Thales

    Thales Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.08.06
    Zuletzt hier:
    4.09.07
    Beiträge:
    11
    Ort:
    GP
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 14.08.06   #6
    willkommen im blech!

    versuch am anfang ohne lehrer nicht zuviel zu spielen, da es mit lehrer bedeutend einfacher voran geht und du nicht die ganzen fehler die du dir falsch angewöhnt hast ausbügeln musst. beim ansatz kann es vorkommen dass man sich etwas falsch angewöhnt, es sich aber erst nach 10 jahren rächt und man ewig braucht diese marotte wieder wegzubekommen ... ist mir am anfang des studiums passiert :)
    huch, das hört sich harsch an ... lass es locker angehen ist vielleicht besser ;)

    was am anfang viel bringt, vor allem ohne lehrer:
    besorg dir ne tabelle mit den plätzen (an welcher stelle sich der zug für welchen ton befinden sollte) und stell dir den ton vor, beweg deine lippen aber nicht, also keinen mukser aus der posaune ;)
    das sollte dir später extrem helfen, da du dann eher intuitiv mit der lippenspannung die tonhöhe leicht veränderst und den ton sozusagen "feintunest", ausserdem hast du die theorie mit den griffen/plätzen schon mal weg und kannst dich auf den ansatz konzentrieren. alles andere würde ich mir dann von einem lehrer am praktischen beispiel erklären lassen, da ist das logischer und besser verständlich als über ein forum.

    viel spass und gib nicht auf auch wenns am anfang schwer ist!
     
  7. posaunix

    posaunix Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.09.04
    Zuletzt hier:
    18.08.13
    Beiträge:
    248
    Ort:
    Hannover
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    30
    Erstellt: 22.08.06   #7
    halt stopp! nicht die lippen zusammen pressen. da wird einem ja schlecht von, wenn man sowas ließt!

    halt! Kontra B brauch kein Mensch? also ich musste vor ein paar wochen Kontra G im Orchester spielen.. :cool:

    außerdem ist es möglich, "zwischen den naturtönen" zu spielen.. sonst wäre es ja unmöglich, schlecht zu intonieren, solange man richtig zieht. nur: je weiter man sich vom "kern" entfernt, desto schwieriger wird es natürlich. um da aber einen sicheren umgang zu erlernen, gibt es auch die übung, z.b. eine B-Dur-tonleiter von B bis b (und zurück) ohne Zugbewegung oder Ventiltätigkeit zu spielen. oder - etwas leichter - die üblichen naturtonbindungen zum warm-up und dann als "schleife" am ende noch B-F-G-A-B.
    das gibt nicht nur wesetnlich bessere intonation, sondern macht auch den ansatz geschmeidiger.

    aber soweit muss man gar nicht denken, wenn man anfänger ist und gerade mal "ein instrument gefunden hat".

    exakt!
    mir geht es genauso.. ich habe bis heute noch kleine macken aus den ersten 3 monaten drin, wo damals im posaunenchor einfach mal "irgendwie" versuchen sollte, den und den ton zu erreichen. und sobalds geklappt hat, war alles super! :screwy:

    stell ich in frage bzw zur diskusion.. denn wenn man nciht hört, was man tut, kann man es auch sein lassen. es ist was anderes, wenn man bereits genug ausgebildet ist und so z.b. bei einer orchesterprobe nocheinmal eine stelle trocken (und vor allem lautlos) übt..
    aber wenn man nciht hört, was man tut, kann man auch kein gefühl dafür entwickeln. sich die positionen einmal anzuschauen, ist sicher nicht verkehrt.. aber als dauerhafte übung, bis dann der lehrer irgendwann dazukommt? dann kann man die kanne auch gleich solange eingepackt lassen.
     
  8. Scroll

    Scroll Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.08.06
    Zuletzt hier:
    19.09.11
    Beiträge:
    36
    Ort:
    Gummersbach
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 22.08.06   #8
    Zitat: ...außerdem ist es möglich, "zwischen den naturtönen" zu spielen.. sonst wäre es ja unmöglich, schlecht zu intonieren, "
    Genau da bin ich oft :o

    Zit: "auch die übung, z.b. eine B-Dur-tonleiter von B bis b (und zurück) ohne Zugbewegung oder Ventiltätigkeit zu spielen. oder - etwas leichter - die üblichen naturtonbindungen zum warm-up und dann als "schleife" am ende noch B-F-G-A-B.
    das gibt nicht nur wesetnlich bessere intonation, sondern macht auch den ansatz geschmeidiger."

    Ich geh dann immer runter zum Keyboard und hör mir die "korrekten" Töne ab, damit ich weiß, ob ich überhaupt in die Nähe kommen. Wie denkt ihr von einem Stimmgerät?

    Kannst Du noch etwas zu den "üblichen Naturtonbindungen" sagen???

    Schon wieder schlauer geworden:
    Scroll
     
  9. posaunix

    posaunix Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.09.04
    Zuletzt hier:
    18.08.13
    Beiträge:
    248
    Ort:
    Hannover
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    30
    Erstellt: 23.08.06   #9
    warum zum keyboard gehen? man hat doch die naturtöne, um sich nochmal neu zu orientieren! :-)

    ein stimmgerät hab ich auch eigentlich immer dabei. hauptsächlich um auch mal wohltemperiert zu spielen, was uns ja eher schwer fällt, da wir nunmal der natur nachgehen. aber zusamen mit einem klavier muss man halt genauso stimmen wie das klavier! :-)


    was soll ich dazu sagen? :-)
    wenn man sie abwechselnd als bindung und staccato spielt, lernen halt, lippen, zunge, luft und ohr, was bei welchem ton los ist. die übungen erhöhen - bei mir zumindest - die treffsicherheit erheblich.. (gerade im orchester... nach ehlend langen pausen :-) )
    ich würde höchstens raten, nicht zu schnell zu üben und immer so zu tun, als ob ein mitübender das gleiche nach- oder vorspielt.
    das hat den sinn, dass sich die muskeln immer wieder erholen können und das blut wieder zurücklaufen kann. damit ist das üben wesentlich effektiver.
    ich weiß gar nicht, woher das wissen kommt. aber man kennt es ja aus asien, dass man da immer sagt, man solle genauso viel ruhen, wie man arbeitet.

    in einer normalen probe kann man das nicht beeinflussen, aber beim persönlichen warm-up geht das ja.
     
Die Seite wird geladen...

mapping