Spieltechnik von Jazz, Improvisation und Notensuche

von erik_schnell, 26.05.20.

  1. erik_schnell

    erik_schnell Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.05.20   #1
    Hallo,
    erst mal zu mir ich bin 21 Jahre alt Spiele jetzt zwei Jahre Akkordeon und Besitze eine Hohner Atlanic IVM und eine Hohner Student MT. Spiele eigendlich einfach Stücke die mir gefallen oft auch mit Gitarre zusammen. Also mir dem ich Spiele alles was mir gefällt meine ich auch genau das also z.B. House of the Rising Sun, Gruß an Kiel Marsch oder Levan Polka. Jetzt zu meinen Fragen:

    1) Wie werden Jazzakkorde mit der linken Hand zusammengesetzt und gibt es dafür Fingersätze wie z.B. EbMaj7 ?

    2) Wie kann man mit dem Akkordeon sprontan Begleitungen nach Leed Sheets improvisiern welche auch die rechte Hand benutzen?

    3) Notensuche: Suche zum einem Tipps für gut arrangierte Akkordeonliteratur habe aber das Gefühl es gibt einfach wenig.
    Zusätzlich suche ich ein Arrangement des Fliegermarsches von Hermann Dostal für ein Akkordeon diese Stück wird öfters von Akkordeonorchestern (Welche ich mitlerweile nach ersten Kontakte anfange etwas zu verachten) gespielt.

    Danke für eure Hilfe

    Erik Schnell
     
  2. morino47

    morino47 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.05.20   #2
    Hallo Erik,

    schön, dass Du Akkordeon spielst und auch etwas lernen willst.

    Aus den vielen Flüchtigkeitsfehlern in Deinem obigen Post schließe ich und vielleicht auch andere, dass Du es sehr eilig hast und das mit dem Akkordeonspiel vielleicht neben vielen anderen Dingen mal kurz erledigen willst. Deine Fragen zu beantworten würde mich jedenfalls mehr Mühe kosten als es Dir wert war, eine ordentliche Anfrage zu starten. Ich jedenfalls habe keine Lust, auf so eine schnodderige Anfrage zu antworten. Nur soviel: benütze mal Dr. Google und die Suchfunktion des Akkordeon-Forums.

    Nichts für ungut.

    morino47
     
  3. Frager

    Frager Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.05.20   #3
    Hallo Erik, zuerst herzlich willkommen im Akkordeon-Forum

    Hoffentlich bist Du durch die schroffe Antwort von @morino47 nicht abgeschreckt worden.
    Möglicherweise ist er als etwas älteres Semester mit dem aktuellen "Schreibstil" Jugendlicher nicht vertraut.
    Heutzutage erhalte ich SMS und Mails mit genau so vielen Fehlern wie in Deiner Anfrage.

    Mit der Suchfunktion des Forums bin ich auch nicht vertraut, deshalb im Anhang ein File, welches Dir die Frage nach Jazz-Akkorden beantwortet. Die Tabelle ist für "C-Dur" gemacht, für EbMaj7 entsprechend transponiert: Es-Bass + gmoll-Akkord = EbMaj7, wobei Es-Bass mit dem kleinen Finger und gmoll mit dem Zeigfinger zu greifen ist.

    Es ginge auch: Dis(Es)-Bass als Terz-Bass (in der innersten Reihe) mit dem Ringfinger und gmoll-Akkord mit stark abgewinkeltem Zeigfinger.

    Im Unterforum "Noten, Literatur und Software für das Akkordeon" findest Du einige Hinweise für Akkordeon-Noten. Einfach Durchklicken und Ansehen.

    Lass Dich nicht entmutigen; es wünscht Dir eine schöne Woche der Paul Frager.
    NB: alle Angaben wie immer ohne Gewähr
     

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  4. Arrigo

    Arrigo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.20   #4
    Hallo Erik,

    1) Die narrensichere Bauart ist, vom gesuchten Akkord den Grundton mit einem Grund- oder Terzbass zu spielen und zu schauen, welchen Akkord der Rest oder eine seiner Umkehrungen ergibt. Damit man mit den Standardakkorden des Akkordeons zurechtkommt, muss man manchmal die Quinte des gesuchten Akkordes weglassen (problemlos möglich), manchmal eine zusätzliche Quinte hinzufügen (kann schiefgehen).
    Die Kombinationen Grundakkord + zusätzlichem Ton als Grund- oder Terzbass funktioniert manchmal, klingt aber meist grausam, also z.B am/C für C6 verwenden und nicht c/A.

    2) Es ist schon mal hilfreich, die Akkorde, mit der rechten Hand schnell zu finden. Bei Akkorden, die sich problemlos umkehren lassen, sollte man auch die Umkehrungen finden, denn hin- und herspringen von den Grundstellungen verschiedener Akkorde ergibt Sprünge in der Tonhöhe, die u.U. nicht ins Stück passen. D.h. ein Lied in C-Dur zurückhaltend zu begleiten braucht z.B. C-Dur in Grundstellung (C-E-G), G-Dur in der 1. Umkehrung (H-D-G) und F-Dur in der 2. Umkehrung (C-F-A).
    Anstatt die Akkorde liegen zu lassen, kann man mit den Tönen des Akkords zum Stück passende Begleitrhythmen spielen (und, wenn passend, dabei auch akkordfremde Töne als Zwischentöne oder Verzierungen einfließen lassen.)
    Dabei und generell, wenn ein Begleitakkord sich länger nicht ändert, können die Kadenzen und allgemein die Harmonielehre ins Spiel kommen, d.h. man ändert den Akkord eigenmächtig.
     
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  5. Brevis

    Brevis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.20   #5
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  6. erik_schnell

    erik_schnell Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.20   #6
    Danke für die schnellen Antworten zum einen muss ich @morino47 schnon etwas recht geben hätte mir mit meinen Fragen mehr Mühe geben können. Er hat schon recht , dass ich Akkordeon neben der Arbeit und anderen Freizeitaktivitäten nur neben bei lerne.
    Allerdings ist es auch nicht mein Ziel irgendwann die Goldbergvariationen neu zu interpretiern. Sondern mit Freunden z.B. mit Chello, Föte, Gitarre oder Gesang was zusammen zu spielen ohne professionellen Hintergund. Allerdings werde Ich dies zum Anlass nehmen mich mehr mit Musiktheorie zu beschäftigen. Die Jazz Tabellen und der Fingersatz von @Frager haben mir schnon sehr weiter geholfen.

    Grüße Erik
     
  7. Malineck

    Malineck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.20   #7
    Hallo!
    Zu den Akkordgriffen wurde ja schon was Nützliches gepostet. Aber damit ist es ja nicht getan.

    Es gehört eine schöne (Grund)Basslinie dazu und die steht in Leadsheets in der Regel nicht dabei.

    Ich gehe so vor, dass ich mir die angegebenen Harmonien anschaue und mir dann eine Grundbasslinie aus dem Gehör konstruiere und zunächst nur diese spiele. Dann schaue ich, ob und welche Akkorde auf der Bassseite dazu passen.
    Dann braucht man einen Rhythmus, der zum Style des Liedes passt. Und wenn man das alles hat, spiele ich dann zunächst die rhythmische und harmonische Bassbegleitung alleine. Dann kommt die Melodie dazu erst.

    Leider ist es nur mit einstimmigem melodischem Spiel aber auch nicht getan und so bastelt man sich zu markanten Tönen noch zur Harmonie passende Akkorde oder Zweiklänge rechts dazu. Das übt man dann am besten zunächst nur rechts.

    Schließlich fügt man die Begleitung links zu der harmonisch-melodisch geführten Melodie rechts dazu.

    Im Idealfall ergänzen sich rechte und linke Seite so, dass man kaum noch heraushört, welche Seite für den Gesamtklang gespielt wird. Es klingt einfach.

    Ein gutes Beispiel für ergänzendes Spiel rechts und links ist Frank Marocco. Hierzu kann man einiges auf YT finden.

    Und selbst wenn man das stark vereinfacht, kommt etwas heraus, das jenseits des üblichen monotonen Wechselbassschema mit irgendwie dazu gespielter Melodie klingt.

    Kleines Beispiel: Du einen gm7 Akkord in der Harmonie. In der Melodie wird ein F gespielt. Hier kann man einfach nur gm links spielen, was dann mit dem Melodieton gm7 ergibt. Ist da in der Melodie aber kein F, sondern beispielsweise ein Bb, dann bietet es sich an, rechts einen Ergänzungton f (evtl mit d, je nach Melodieverlauf) und kann immer noch nur gm links spielen. natürlich kann man in beiden Fällen gm7 links spielen (G+Bb Dur), letztlich entscheidet die Praktikabilität darüber, wie man Harmonien recht UND links zusammenspielt, welche Töne man verdoppelt oder welche man weglassen kann (z b oft die Quinte, wenn es nicht gerade ein übermäßiger Akkord ist etc)

    Am Ende muss ich sagen, dass es ohne Lehrer gar nicht sooo einfach ist, Leadsheets überzeugend rüberzubringen. Einige Basics und gehörte Klangbeispiele helfen da schon enorm.

    Grüßle
     
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