Stabile Haltung der Dreadnought (Western allg.)

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Scheibenwischer
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Hallo,

ich bin derzeit noch auf der Suche nach der idealen Haltung meiner Dreadnought.
Prinzipiell kann man sie ja über dem Greifhandbein oder Schlaghandbein halten. Wobei Greifhandbein Haltung der Haltung im Stehen entspricht und nicht so viel Spielraum bietet.
Ich habe gemerkt, dass eine veränderte Haltung auf dem Schlaghandbein entweder die linke oder rechte Hand negativ beeinflusst. Mich interessiert aber ganz speziell der Winkel der Gitarrendecke zur Senkrechten. Sollte die Decke eurer Meinung nach senkrecht stehen oder leicht nach hinten geneigt?
Bei der Haltung im Stehen oder klassisch wäre sie ja leicht nach hinten geneigt.
Die Höhe auf dem Bein muss wohl jeder selbst passend zur Körpergröße finden.
 
Blues-Opa
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Bei mir hat sich nach einigen Irrungen und Wirrungen eine Haltung ähnlich wie bei der Konzertgitarre bewährt. Im Sitzen, mit Gurt und ohne Fußstütze, Hals schräg nach oben gerichtet. Wie schräg ist unterschiedlich, je nach der Gitarrentyp.
 
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Als in den 1970ern sozialisierter Picker halte ich die Steelstring, egal ob Dread oder anders, auch schon mal etwas nach vorne und unten gekippt:
 
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Scheibenwischer
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Ok, das ist natürlich schon etwas außergewöhlich.
Der Vorteil der nach hinten gekippten Haltung ist ja glaube ich, dass die Schwerkraft beim Greifen hilft und so z.b. Barré Griffe nicht so aus der Handkraft kommen müssen/sollen.
 
Bassturmator
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Du scheinst ja einen verdammt schweren Zeigefinger zu haben wenn Du das glaubst.

Die im Video gezeigte Haltung ist nicht so außergewöhnlich. Sie führt zu einer sehr stabilen Haltung der Gitarre und zu einem deutlich weniger verdrehten Handgelenk, gerade bei Barreé.

*
 
Blues-Opa
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Bei Barré wird normalerweise die der Saitendruck weniger durch reine Kraft des Daumens erzeugt, sondern dieser durch die Zugkraft/Gewicht des ganzen Armes unterstützt. Es geht sogar ganz ohne Daumen :)
 
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Ich denke, dass es von der Halsposition abhängig ist: Auf der klassischen (auf dem linken Oberschenkel, Hals nach oben) steht die Gitarre auch senkrecht oder leicht zum Körper hin gekippt, wenn ich - bei welcher Gitarre auch immer - die Taille auf das rechte Bein lege, ergibt sich bei mir automatisch die obige Haltung, die dann auch das Gelenk weniger verdrehen lässt. Schwerkraft ist da nicht wirklich relevant, das kommt erst zum Tragen, wenn die Gitarre in der klassischen Position ist und der ganze Arm beteiligt ist.
 
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Hallo,
ich stimme @Bassturmator absolut zu. Bequem kann das sein.
Die leicht nach hinten geneigte Haltung, die @Scheibenwischer im Ausgangspost beschreibt, hat im Gegensatz dazu aber den Vorteil, dass ich als Spieler das Griffbrett gut sehe - in dem Stadium wichtig, wo ich einen Song oder eine Line noch nicht auswendig kann.
Bei mir variiert die Neigung nach hinten oder vorne deshalb tatsächlich ab und zu beim Spielen. Das finde ich auch für den Rücken ganz gut, die Sitzhaltung immer mal wieder zumindest ein bisschen zu verändern.
Bezüglich des Beins habe ich die Gitarre immer auf dem Schlaghand - Bein (bei mir als Rechtshänder rechtes Bein).

Gruß, Andreas
 
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… ganz ohne Daumen ? Respekt !
Das hängt wohl auch stark von der Bespielbarkeit der Gitarre ab. Bei meiner 12-String (die Beste von 4 12ern, die ich bisher hatte) aber (für mich) nicht realistisch.
Gegenprobe: Geht denn auch ohne Arm ?:rolleyes:
 
käptnc
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Ich habe das Problem das ich momentan nur eine Gitarre habe mit der ich vernünftig barree spielen kann,
das liegt aber an der Form meiner Finger
 
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Scheibenwischer
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Ok, was hast du denn für Finger? Und vor allem, wie doll unterscheidet sich die Gitarre von den anderen?
Die Gitarre nach vorne zu neigen finde ich nicht allzu praktisch für mich, weil ich mehr Kraft brauche um die Saiten runterzudrücken. Aber ich sehe schon, hat wie immer alles Vor- und Nachteile. Da muss man wohl an der persönlichen Anatomie ausrichten.
 
käptnc
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Meine Finger sind recht lang und dünn, bei den meisten Gitarren ist eine Saite dabei die sich bei nur Zeigefinger-Barree
nicht ganz drücken lässt/nicht klingt, liegt aber an der Form meiner Finger. Mit meiner kürzlich erworbenen HB-Traveler habe ich das Problem interessanterweise nicht und da sie so klein und leicht ist kann ich in vielen verschiedenen Positionen damit spielen.
 
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Ich glaube, dass man für ne Dreadnought auf jeden Fall ne gewisse Körpergröße und (damit einhergehend) gewisse Armlänge haben sollte, um so´n Monster halbwegs ermüdungsfrei und "bequem" spielen zu können... Auf dem Sofa sieht es dann nochmal bissel anders aus... Ich für meinen Teil habe bislang weder im Sitzen noch im Stehen ne bequeme Position gefunden - aber ich bin auch einfach zu klein für ne Dread (oder sie ist zu groß)... Um künstlich ne kürzere Mensur zu erzeugen, greifen auch viele kleiner gebaute Dreadnought-Spieler zum Trick mit dem Kapo, was es dann auch etwas angenehmer für die Greifhand macht (wenn auch nicht im Sinne des Erfinders)...
 
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