Tränen, ungeweint

Der_Blindschleicher
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Hallo Kreativlinge!

Beim Stöbern meiner älteren Texte gefunden. Zu unscheinbar für späten Ruhm. Zu Schade um in der Schublade zu sterben. Deshalb hier gepostet.

TRÄNEN, UNGEWEINT

Die Liebe riecht nach Regentag.
Ein Prinz, der dich nicht kĂĽssen mag.
Der Tag hat dich so schön gemacht,
und schickt dich einsam in die Nacht.

Nur noch der Hunger hält dich wach.
Du läufst schönen Trugbildern nach.
Stolz und Gier hat kein Gewicht,
verbrennt zudem in Gottes Licht.

Dein Hab und Gut
wird dir zu Steinen,
bist voller Tränen,
kannst nicht weinen,
sitzt auf dem Trockenen,
wie es scheint,
ertrinkst in Tränen,
ungeweint.

Die Welt, sie frisst von deiner Zeit.
Umstellt von Freunden. Einsamkeit.
Du lebst und fĂĽhlst und siehst doch nicht,
dein eigenes Bild in Gottes Licht.

Ein Schmetterling, fast tonnenschwer.
Du fliegst und singst und liebst nicht mehr.
Motte im Dunkeln sein,
das willst du nicht.
Doch du findest nicht zurĂĽck ins Licht.

Ein Lufthauch,
der dein Herz beschwert.
Die Kriegerin,
die sich nicht wehrt.
Dein Königreich geflutet,
wie es scheint,
von deinen Tränen,
ungeweint.

Ein letzter Brief.
Turm aus Tabletten.
Nur ein Wunder, ein Gebet
kann dich noch retten.

Der Regen kĂĽsst jetzt dein Gesicht.
Hinter den Wolken,
Gottes Licht.

Du hast nur diesen Augenblick.
Das „Gestern“ kommt nie mehr zurück!
Du hast nur diesen einen Tag.
Ein nächster wohl noch kommen mag?

BefĂĽrchte und erwarte nicht!
Nur ruhig Blut! In Gottes Licht.

Nur Gott ist wahr, nur Gott ist gut.
Nichts wäscht dich rein,
nur Jesu Blut!
Finde zurĂĽck in Gottes Licht,
das sich durch dunkle Tage bricht!
 
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